ist das Ziel, erst dann werden
unsere nimmersatten Umverteiler
zufrieden sein. Und nachdem der
Halbteilungsgrundsatz gekippt
wurde, steht einer Besteuerung
von Arbeitseinkommen bis auf
Hartz-IV-Niveau theoretisch
nichts mehr im Wege.
Denn jeder Cent ihres selbst
erarbeiteten Einkommens, den
die Bürger noch in der Tasche
frei verfügbar haben, ist der
Umverteilungsbürokratie ein
Dorn im Auge.
Die Ullas, Lauterbachs und Borcherts
sehen darin nur einen umzuverteilenden
Einkommensüberschuss.
Das ist auch ein Grund dafür,
dass sich manche legale Arbeit
schlicht nicht mehr lohnt.
Bin selber seit 2004 Arbeitslos, mittlerweile Hartz-IV Erprobt. Hätte ich seit September 2005 alle Angebote im Stil von "du hast doch Hartz-IV mach mal mein Netzwerk, kriegste ´nen Zwanziger für" angenommen, wären wohl jeden Monat einige Euro zusammen gekommen. Jetzt, nachdem ich ein Gewerbe anmelden werde, sind aber genau diese Leute, die vorher solch tolle und lukrativen Angebote machten, nicht an meinen Dienstleistungen interessiert. Was sagt uns das? Genau , nichts. Denn es ist alles genauso so wie es schon immer war: verlogen, jeder für sich und gegen alle anderen. Allen voran unsere Politiker, die Zoll und BA zusammenlegen, Kindergeld fällt unter´s Steuerrecht mit allen Konsequenzen für in Rechtsangelegenheiten nicht ganz so gut informierte Mitbürger.
Was um alles in der Welt ist aus diesem Land geworden?????
Grüße aus Bonn
Es ist gut zu lesen, dass sich die BA wieder verstärkt auf ihre Kernkompetenz "Tricksen" verläßt. Könnten wir uns doch nur diesen Moloch vom Halse schaffen.
in Zeiten wo Arbeit nichts mehr Wert ist kann ich jeden verstehen der diesen Schritt tut um überhaupt Geld zu verdienen.
Noch besser ist es einfach das Land zu verlassen.
.....gruss aus der Schweiz.
In der Not frisst der arme Teufel eben Fliegen. Und der Unternehmer freut sich doppelt. Wobei man dazu sagen muss, daß das Gros an Schwarzarbeit nicht von notleidenden Arbeitslosen begangen wird, sondern von Leuten in Lohn und Brot.
Ansonsten halte ich das hysterische Geschrei um den angeblich so hohen wirtschaftlichen Schaden durch Schwarzarbeit für unangemessen übertrieben. Immerhin fließt der schwarze Lohn ja in aller Regel (vor allen bei den genannten "Armen Teufeln") wieder voll mehrwertversteuert in den Wirtschaftskreislauf zurück. Wenn, dann sollte man die Unternehmen, die die Notlage dieser Schwarzarbeiter schamlos ausnutzen, hart bestrafen. Aber es war schon immer einfacher den Sack zu schlagen, wenn man den Esel meint...
Wenn man schon Steuerverluste beklagen will, gäbe es durchaus lukrativere Maßnahmen, dies zu ändern - so es einem denn wirklich Ernst wäre mit der Klage. Angefangen bei der Rücknahme der für die Gemeinschaft völlig sinnlosen und schädlichen Unternehmenssteuerreform.
Die Studie war wirklich ziemlich dämlich, so dass sich eine Aussagekraft von Null ergibt und der FAZ-Bericht ist leider naiv und unkritisch.
Beispiel: Eine alleinerziehende Muttter ohne Hortplatz für ihr Kind, die nicht weiss, wo sie ihr Kind frühmorgens lassen soll, gilt nach dieser Studie als Schwarzarbeiterin.
Ein Schwarzarbeiter, der sich für diese Zeit frei nimmt (z.B. mit der Bemerkung an seinen Arbeitgeber: "Wenn sie mir diese Woche nicht frei geben, könnte das Arbeitsamt Verdacht schöpfen. Das wäre ja auch für sie nicht gut. Ich werde die Woche danach, die Arbeit aber wieder aufholen.") gilt als Nicht-Schwarzarbeiter.
Da die Dämlichkeit solcher "Studien" so offensichtlich ist, ist die einzige Frage, die hier von Belang ist: welches Interesse haben die Arbeitsämter ihre Zeit mit solchem Unsinn zu vertun?
ich wundere mich über die erhitzte Diskussion. die meldung berichtet ja nur eine Spekulation des Arbeitsamts: "... hat alle arbeitslosen ... eingeladen". man müsste wissen, wieviele ALG1-,ALG2- und Nichts-Bezieher dabei sind. Bei Nichts-Beziehern kann einfach die Unlust auf 1 Woche zeit verplempern der grund der abmeldung sein. ALG2-Bezieher können aus anderen Gründen als Schwarzarbeit unberechtigt Leistungen beziehen (Einkommen des Partners, Sparbuch ...) und bei Schikane durchs Arbeitsamt dann die Lust verlieren. ALG1-Bezieher sind diejenigen, die sm schnellsten wieder einen job kriegen und also nicht die gruppe, der man am ehesten pauschal schwarzarbeit unterstellt. das pauschalurteil "alles schwarzarbeiter" ist, wenn der bericht alle fakten enthält, einfach nicht zulässig. ansonsten: wenn die alternativen zeitarbeit und kurzzeitanstellung heissen, dann darf man sich über schwarzarbeit nicht wundern. wer einen neidriglohnsektor propagiert und gleichzeitig so stark die eigenverantwortung betont, erntet in unteren einkommensbereichen schwarzarbeit, ist doch logisch. da hilft nur ein mindestlohn wie fast überall sonst in westeuropa. aber in deutschland wollte man ja noch nie von anderen lernen.
Das ist natürlich schon schlimm, daß den Sozialkassen angeblich 600 MIO Beiträge flöten gehen.
Andererseits kostet die nächste Stufe der Unternehmenssteuerreform den Staat (und damit uns alle) nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 5 und 10 Mrd., also ca. das 10-20 fache dieses Betrages. Spätestens übernächstes Jahr ist dann das Geld knapp und es müssen wieder "Gebühren angepaßt", bzw. "Steuerpotentiale optimiert" werden, was nichts Anderes heißt als: Jetzt gibt man es den Reichen und in 2 Jahren holt man es von der breiten Masse wieder zurück.
Warum regt sich darüber eigentlich niemand auf ?
Und komm mir jetzt keiner damit, daß Steuersenkungen Arbeitsplätze schaffen würden, das hat die letzten 20 Jahre nicht funktioniert und wird in Zukunft auch nicht funktionieren.
Hallo Herr Vogt,
dann gehören Sie halt zu einer der seltenen Ausnahmen.
Unter den Personen von denen mir bekannt ist, das Sie schon längere Zeit Schwarzarbeit geleistet haben war keine einzige die Sozialleistungen bezogen hat, sondern Handwerker die einen Vollzeit Arbeitsplatz hatten.
Wenn Alle Bürger so ehrlich und ehrenhaft sind, wie sie annehmen, weshalb boomt dann die Nachfrage nach in Schwarzarbeit geleisteten Dienstleistungen so sehr.
Wo keine Nachfrage ist, besteht logischerweise auch kein Angebot.
Es gibt auch Mitarbeiter der Finanzämter, die in ihrer Freizeit für Kleinbetriebe und Privatpersonen Steuererklärungen erstellen, und sich so ihr Gehalt aufbessern, natürlich in Schwarzarbeit. :-))
Ich finde es halt einfach unerträglich, wenn stets solch eine Schwarz, Weiß Malerei betrieben wird, und man so tut, als wären Arbeitslose Sozialschmarotzer, und der Rest der Bevölkerung lupenreine, ehrenwerte Mitbürger.
Im übrigen ich beziehe keinerlei Sozialleistungen, habe es aber satt, das ständig auf die schwächsten in unserer Gesellschaft eingeprügelt wird, auch wenn es darunter sicher schwarze Schafe gibt.
Wir sollten uns lieber mal um unsere Korrupten Politiker und Beamten kümmern.
Es lohnt sich nicht, nach mehr Ehrlichkeit seitens der schwarz Arbeitenden, oder auch der Nachfrager solcher Arbeit zu rufen. Eine normale Mittelstandsfamilie kann es sich einfach nicht Leisten, Dienstleistungen auf legalem Weg einzukaufen. Stichworte: Sozial- und Arbeitslosenversicherung, Kuendigungsschutz, etc... Die Alternative ist also nicht, wie so oft faelschlicherweise behauptet, mehr sozialversicherte Jobs, die ein Funktionieren der Solidargemeinschaft garantieren. Statt dessen wuerden die schwarz erbrachten Leistungen einfach nicht am Markt eingekauft werden, sondern selbst gemacht oder liegen gelassen. Und das bedeutet Wohlstandsverlust fuer alle Beteiligten. Was in der politischen Diskussion fehlt ist ein Bewusstsein dafuer, dass der Vollkomfortsozialstaat nicht lediglich umverteilt, sondern eben alle aermer macht. Wer Zeit finden soll zwei Kinder aufzuziehen und seinen sortierten Muell ins Verwertungszentrum zu fahren, der braucht eine billige Haushaltshilfe.
Einmal vorab: Ich bin gegen Schwarzarbeit und halte sie für gemeinschaftsschädigend.
Doch ist das, was hier beispielsweise Salecker fragt, grenzenlos naiv. Man kann das einfach an seinem eigenen Lohnzettel nachrechnen (wenn man wie ich zu den dummen Lohnempfängern zählt und (noch) nicht selbstständig oder verbeamtet ist). Es wird mir mehr als die Hälfte des Kosten des Arbeitgebers abgezogen.
Wofür? Für eine schlechte gesetzliche Krankenkasse, für eine recht nutzlose Arbeitslosenversicherung, für eine magere Rente. Welche sonstigen sozialen Standards? Ich habe kaum Kündigungsschutz, sondern immer wieder befristete Verträge. Ich muss alle möglichen staatlichen Angebote (Schwimmbad etc., Nahverkehr) voll bezahlen. Sie sind nicht billig.
Wenn ich auch nur die Zweidrittel der Nettokosten für den Arbeitgeber schwarz bekäme, dann könnte ich mir sogar eine schicke Rentenversicherung leisten. Wenn ich dann noch zusätzlich Hartz-IV und die üblichen Vergünstigungen bekäme, wäre ich weit besser dran als jetzt.
In dem Land profitieren von den sozialen Wohltaten längst nur noch ein paar Gewerkschaftsfunktionäre, glaube ich...
....Vollzeit Beschäftigte arbeiten schwarz? Also z.B.die ver
scherbelte Bundesdruckerei,zeigt einen Ausschnitt der kor
rupten Seite unserer Gesellschaft,Menschen,die sich mit
einer Selbstverständlichkeit rücksichtslos die Taschen füllen,daß es einem den Atem verschlägt.Was in Wirtschaft
skreisen so alles üblich zu sein scheint,Mitnahme Effekte
u.trotzdem seine Hände in Unschuld waschen.
Im Deutschlandradio werden sie mit Namen genannt:Finanz
minister a.D.Hans Eichel,Staatssekretär Manfred Overhaus,
Geschäftsführer Ernst-Theodor Menke,Aufsichtsratsvors.
Manfred Lahnstein,Projektleiterin Renate Krümmer,Rechts
anwalt Heinz-Günther Gondert von der Kanzlei Clifford
Chance,Vertreter des Bankhauses Metzler,Bertriebsratsv.
Klaus-Dieter Langen ( der spätere Arbeitsdirektor ),Staats
minister a.D.Ludger Volmer ( er erhielt400 000 Euro in zwei
Jahren,die Bundesdruckerei zahlte ihm diese Summe als
Spesen u.Honorare für eine nebenberufliche Arbeit,als Tagessatz zu 2500 Euro ).Durch die neoliberale - marktradi
kale Wirtschaftspolitik zeigt sich ein Scheitern dieser Politik
u.führt immer mehr Menschen zur Schwarzarbeit.
Der Trick der Bundesagentur für Arbeit hat doch gut funktioniert. Was hindert die Agenturen der anderern Länder daran, es gleich zu tun ? Mehrarbeit ?
Die meisten Schwarzarbeiter beziehen durchaus Sozialleistungen: Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II.
Und nicht zu vergessen die Gesundheitsleistungen der GKV.
Woher nehmen Sie Ihre Kenntnisse?
Und nein, ich habe meine WOhnung legal renovieren lassen und nur gewerbliche Handwerker beauftragt.
Was also soll Ihre ungeheuerliche Unterstelllung der normale Bürger würde Schwarzarbeiter beschäftigen?
Sie sollten nicht von sich und ihrem zweifelhaften sozialen Verständnis auf Andere schliessen.
Vielleicht wäre aber eine Überprüfung bezüglich Ihres Häuschens durch das Finanzamt aber interessant?
Auf diese Formel läßt sich die Ursachenforschung bei der wachsenden Schwarzarbeit reduzieren - ohne daß unzulässig verkürzt wird.
Arbeit ist zu teuer - das hat auch die Politik schon begriffen. Nur beim Ausmaß der Teuerung liegt sie völlig falsch.
Das läßt sich nicht mit ein paar Prozentpünktchen hier und dort reparieren. Da muß radikal geholzt werden, was sich - leider - hierzulande nicht einmal die Liberalen trauen.
Die Rezepte sind durchaus bekannt und werden mit neoliberal bezeichnet. Solange dieses Prädikat allerdings negativ bewertet wird, ist bei uns Hilfe nicht in Sicht.
Also geht`s weiter mit der Ausbreitung der Produktivität jenseits fiskalischen Zugriffs. Auch auf diese Weise steigt das Bruttosozialprodukt und wächst der Wohlstand im Lande.
Bis schließlich die angeachsene Hyperregulierung als Alibi für die paar übriggebliebenen Abgabenzahler zum Totalabbruch jeglicher Kommunikation zwischen der Mehrzahl der ( schwarz- ) arbeitenden Bevölkerung und der Festung Berlin mitsamt den - eingemauerten - noch verbliebenen Vollzugsbeamten führt.
Auf bestem Wege sind wir ja.