Die "gesetzlichen" Krankenversicherungen leiden nach meinem dafürhalten vorwiegend an der schieren Größe der Gesellschaften.
Die Kassen werden oft mit Politikern, entweder auf Versorgungspsoten besetzt, oder konfrontiert, die schiere Lobbyarbeit, z.B. für die Pharmaindustrie, die med. Gerätetechnik (Fa. Siemens) leisten, so werden die tatsächlichen Kosten in einem funktionierenden Wettbewerb intransparent gehalten, es entsteht ein Fass ohne Boden.
Die Zeche zahlen Krankenhäuser, Ärzte und nicht zuletzt die Versicherten. Die nun "erwirtschafteten" Gewinne müßten sofort in eine Beitragssenkung einfließen oder aber den notleidenden Krankenhäusern und Ärzten für eine bessere Versorgung der Kunden zurückgegeben werden. "Erwirtschaftet" ist da nichts, der Zufall der erhöhten versicherungspflichtigen Beschäftigung spielt den Kassen ins Blatt.
Gott erhalte Ihnen den Glauben an die bestimmungsgemäße Verwendung der Versicherten-Beiträge.
Ich weiß, daß es nicht so ist. Ich leide darunter als Insider und kann selbstverständlich nichts daran ändern.
Meine Bespiele mögen nicht zielgenau sein, aber daß seit ca. 20 Jahren mit exponentiell ansteigenden Summen die Krankenversicherungsbeiträge veruntreut werden wissen diejenigen, die sich daran gütlich tun.
Sie müssen das in Analogie zum Verfahren sehen: "Rasen für die Rente". Es weiß jeder, daß die "Ökosteuer" selbstverständlich für die Rentenzahlungen verbraucht wird. Das wäre ja nicht so schlimm, wenn die Bevölkerung nicht gleichzeitig so infam belogen würde. Es geht ums Prinzip und das ist verlogen.
Diese Form des Etikettenschwindels ist ein derart allgemein anerkanntes Verfahren in allen Lebensbereichen die mit Zwangsabgaben belegt sind, sodaß niemand auf die Idee kommen würde, dies in Frage zu stellen.
Vielleicht glauben Sie ja auch, daß z.B. die GEZ Gebühren von jährlich 7000.000.000 EUR für die Rundfunk- und Fernsehversorgung der Bevölkerung der Bundesrepublik verwendet werden.
Das Schlimme ist, daß die Menschen im ganz großen Stil ausgeplündert werden und es wird klaglos hingenommen.
Was sind schon 600 Mio € Mehreinnahmen bei allen Gesetzlichen?
Da von einem Gewinn zu sprechen ist ohnehin unzutreffend. Es handelt sich um einen Überschuss, da GKV keinen Gewinn anstreben dürfen. Allenfalls ein ausgeglichenes Budget.
Falls die Kassen Minus machen, ist ein Zuschuß aus Steuermitteln notwendig.
Hier stellt sich auch die Frage, warum der Staat über die Arzneimittel 19 v.H. MWSt erhebt, was die Kosten der ohnehin teuren Medikamente hochtreibt und nicht nur die GKV, sondern auch die Kranken belastet?
Deutschland leistet sich schon etliche Ungereimtheiten, was insbesondere die Steuern anbelangt. Kompliziertheit ist anscheinend ein Anstrich von Größe, oder?
Eine unqualifizierte Anmerkung als die Ihre habe ich zu diesem Thema noch nicht gehört!! Seit wann fließen Überschüsse der Krankenkassen den Steuermitteln und somit dem Haushalt zu??
Das, was "DIE" Überschüsse nennen ist Geld, das den Beitragszahlern vorenthalten, also für zweckentfremdet veruntreut wurde nachdem es dem Solidartopf "entnommen" wurde.
Weiterhin sind diese Überschüsse das nicht ausgezahlte Geld, was umgekehrt den Versicherungsnehmern als unglaubliche Zuzahlungen zugemutet wurde.
So macht der Fiskus Kohle.
Milliarden Krankassenbeiträge für den Betrieb von Phantoms am Hindukusch oder Mehdorns Protzprojekte oder die Aufbesserung der schmalen Abgeordneten-Diäten.
Es ist eine Freude, diese Epoche in Deutschland erleben zu dürfen.