Nur wenige Branchen wollen den Mindestlohn. Interessiert ist unter anderem das Wachgewerbe.

Scholz' Pläne drohen zu scheitern

Nur wenige Branchen wollen den Mindestlohn

Noch an diesem Montag können die Tarifpartner eine Aufnahme in das Entsendegesetz beantragen. Der Ansturm bleibt jedoch aus. Bisher zeigen nur vier weitere Branchen Interesse. Damit droht Arbeitsminister Scholz mit seinen Plänen zu scheitern.

Lesermeinungen zum Beitrag

31. März 2008 10:38

Schade

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Gerade in der Fleischverarbeitung und bei der Zeitarbeit wäre die Aufnahme in das Entsendegesetz wichtig um Arbeitsplätze gegen Lohndumping aus dem Europäischen Ausland zu schützen.
Die sog. Christlichen Gewerkschaften stehen vor einer gerichtlichen Überprüfung ob sie überhaupt berechtigt sind Tarifverträge zu schließen, ihre enge Verstrickung mit den Arbeitgebern in der Zeitarbeitsbranche, die zu Tarifverträgen mit Stundenlöhnen teilweise unter 5€ führen, legen dies nahe.

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31. März 2008 10:35

einheitlicher Mindestlohn ist auch Schwachsinn

Andreas Seidl (ASeidl)

da die Lebenshaltungskosten regional unterschiedlich sind. Von 1000 € in Monat kann man in München sehr schwer, in Berlin besser und in der Oberpfalz deutlich besser leben.

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31. März 2008 10:17

Wenn sie getitelt hätten, ...

bernd ullrich (demokrat2)

...."Arbeitgeber und christliche Gewerkschaften wollen mit allen Mitteln Mindestlöhne verhindern", wäre das den Tatsachen wohl näher gekommen. Es sind auch nichts Scholzen´s Pläne, sondern hier sind Aufnahmeanträge in das Entsendegesetz vom Arbeitsministerium zu bearbeiten. Arbeitsminister Scholz will einen bundeseinheitlichen Mindestlohn. Den will aber nicht die christliche Union (CDU), weil sie wie die FDP einzig und allein die Interessen der Arbeitgeber vertreten und nicht die der Arbeitnehmer. Die christlichen Gewerkschaften werden in der Regel von den Arbeitgeberverbänden als Gegenpol zu den DGB-Gewerkschaften in Szene gesetzt und sind deren willige Handlungsgehilfen. Die Mitglieder dieser Gewerkschaften glauben ernsthaft, mit dem Schnusekurs weiter zu kommen und ihre Arbeitsplätze seien deshalb sicherer. Über soviel Naivität kann man sich nur wundern. Auch dieser einseitige Bericht wird nicht verhindern, dass in Deutschland der Mindestlohn kommt.

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