
Die Bahnpreise - so ließ Mehdorn verlauten - befänden sich nach der neuesten Preiserhöhung wieder auf dem Stand von 2002. Bahnfahren ist günstig! Seltsam, dass beispielsweise Kurzstreckenverbindungen zum Vergleich von 2002 mittlerweile locker doppelt so teuer sind. Dafür sind Strecken, die kaum befahren werden eben günstiger. So kann man natürlich auch auf ein Preisniveau von 2002 kommen. Die Pendler erwischt's knallhart, in jeglicher Hinsicht.
Ich bin mittlerweile ausgewandert, pendle jeden Tag mit der Bahn. Das tägliche Ticket von Brüssel nach Rixensaart kostet mich 1,50 in absolut unkomfortablen (na und?) Zügen. Seltsam, oder? Mit dem Bus in die Stadt: 1,05. Das ist weniger als in Augsburg zwischen im sog. "Innenstadtbereich". Die Bahnpreise und Energiepreise (als Argument für die Bahnpreise) Deutschlands sind eine pure Abzocke und offensichtlich will sich jemand im großen Stil bereichern.

Sind wohl ohne Frage diejenigen die dieses Unternehmen für die Börse aufhübschen wollen.
Jetzt mal wirklich realistisch betrachtet.
Für den pendlerverkehr ist die Bahn mitlerweile absolut uninteressant geworden dank mehrmaliger Erhöhungen der Nahverkehrstickets.
Bei fernreisen sind Billigflieger mitlerweile rentabler als die Deutsche Bahn.
Ich frage mich allen ernstes wer sich zudem diese halbgare Privatisierung aus den Fingern gesogen hat.
Der Bund unterhält die Bahn immernoch mit Anteilen und Finanzierungshilfen.
Wir hätten uns das ganze auch schenken können.
Gebaut wurde die Deutsche Bundesbahn und ihr Streckennetz von Steuergeldern. Verhökert wurde es zu einer Zeit als man damit die Neuverschuldung bremsen wollte (was aber natürlich, komischerweise wie bei allen anderen Steuerzahlermitbesitztümern zuvor, nicht geklappt hat).
Wenn es heute noch die deutsche Bundesbahn wäre, wprde Zug fahren nichts kosten, wir hätten weniger Staus, flexiblere Pendlerbewegungen innhalb von Ballungszentren etc.
Gebracht hat dem Steuerzahler nach nun 5maliger preistreibere der DB der ganze Schmuh garnichts.
Ausser Frust bei den armen leuten die keine Wahl haben, als wiedermal tiefer in die Tasche zu greifen.

Der Vorstand der Bahn kann nur solche Fahrpreise anbieten, die die Betreibskosten widerspiegeln. Wenn die Bahngewerkschaft unwirtschaftliches Management bzw. höhere Löhne erstreikt, dann sind höhere Fahrkartenpreise die logische Folge. Wir sollten uns bei unsrer Kritik also an die wirklich Verantwortlichen für die hohen Bahnpreise halten: das sind die Gewerkschaften.

"Zudem habe die Bahn Strecken ausgebaut und neue Fahrzeuge gekauft. Im Zeitraum 2005 bis 2008 werde rund eine Milliarde Euro in Züge investiert."
Das ist echte Fremdfinanzierung: Kunden sollen der Bahn Kapital schenken, die ihr selbstverständlich dazu Zinsen bringt. Wer stoppt diesen Diebstahl endlich? Es ist wirklich entsetzlich.

Der Deutschen Bahn AG darf zu dieser PR-Meisterleistung gratuliert werden - auch und vor allem von den deutschen Fluggesellschaften, die sich ab dem Jahreswechsel über noch höhere Passagierzahlen auf Inlandsflügen freuen dürften!