Einkommen

Lohnt es sich noch zu arbeiten?

Leistung muss sich lohnen. Dieser hehre Grundsatz findet sich auch im neuen CDU-Programm. Doch wie sieht die Praxis aus? Je größer die Familie, desto kleiner der Abstand zu Hartz IV: Für manchen Arbeitnehmer lohnt es sich kaum, morgens aufzustehen. Von Manfred Schäfers

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Dezember 2007 11:12

Leistung als Mutter lohnt sich doch schon ganz lange nicht mehr

Dorothea Böhm (DoroBoehm)

Vielen Dank für den Artikel, Herr Schäfers. Schade, dass Sie die Spezialgruppe der Vollzeitmütter vergessen haben. Die leisten gute und wichtige Arbeit, denn sie sorgen für die Erziehung der nächsten Generation. Sie bekommen dafür nicht nur kein Gehalt sondern auch keinen Ausgleich oder Rentenanspruch.

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06. Dezember 2007 10:52

Arbeit lohnt sich nicht

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Wer nie gearbeitet hat, profitiert von Hartz 4, wer arbeitlos wird, verliert. Gewiefte Sozialhilfeempfänger vereinbaren mit dem Vermieter hohe Pauschalen für Heizung und Betriebskosten, die das Amt schon zahlt, und entgeht so einer möglichen Nachzahlung. Kosten für Arztleistungen incl. Zahnkronen etc. werden komplett übernommen, Fernsehen und Rechner werden durch karitative Einrichtungen gestellt, Schwarzarbeit bringt ein paar Mark extra.
Wer für das gleiche Geld arbeitet, muß für all seine Kosten selbst aufkommen; wer mit spitzem Bleistift rechnet, weiß, daß das Erwerbseinkommen noch deutlich über den Transferleistungen liegen muß, damit im Saldo gleich viel da ist.
Das bedingunglose Grundeinkommen ist eine Träumerei. Es gibt viel zu viele Arbeiten, die keiner macht, der nicht auf das Geld dafür angewiesen ist. Da gibt es auch keine Selbstverwirklichung. Das bleibt dann alles liegen.
Es hilft nur die harte Tour: Wer nicht arbeitet, landet im Armenhaus. Dann muß aber auch jeder, der arbeiten will, es auch können, und dann muß mehr Arbeit auch sofort mehr Geld bringen.
Und wer gesundheitlich nicht arbeiten kann, muß durch Versicherungsleistungen unterstützt werden.

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05. Dezember 2007 16:56

Leserkommentare

Charlotte Simmens (Charlet)

Bei einigen Lesermeinungen weiß ich nicht ob die anderen Leser verulkt werden sollen oder ob die Beiträge ernst gemeint sind. Sinngemäß steht da:

"Jeder Bürger kann selbstbestimmt leben und hat Anspruch auf ein möglichst üppiges Grundeinkommen. Selbst den Kindern wird es danach besser gehen. Arbeit kann nicht zum Sinn des Lebens gehören und damit eh nur für die Dummen gedacht. Rationalisten rechnen genau und geben eine, wenn auch weniger üppig bestallte Tätigkeit auf, wenn sich ALG I und ALG II günstiger rechnen lassen. Günstigerweise fallen damit auch noch sonstige Verpflichtungen gegen andere Mitmenschen flach - das kann dann der Staat auch noch übernehmen. etc. etc."

Ja in welchem Wolkenkuckucksheim leben wir denn. Wer soll denn zukünftig noch bereit sein, jeden Tag zu knöcheln, kreativ am Erfolg zu arbeiten und sich selbst und das Land voran zu bringen? Hoffentlich bringt irgendjemand unseren Politikern bei, dass Sozialträumerei vielleicht Wahlstimmen bringt und sich damit Wahlen gewinnen lassen doch, dass es sich zukünftig wohl nicht mehr lohnen wird, in einem solchen Land zu leben. Immer mehr potentielle junge Leistungsträger tragen sich mit dem Gedanken das Land zu verlassen bzw. haben es bereits verlassen. Glück auf!

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05. Dezember 2007 14:08

Anrechnung ändern

Andreas Wohlfeld (agw)

Dass sich Leistung nicht mehr lohnt, ist doch mathematisch festgelegt. Das könnte man doch leicht ändern.
Beispielweise einfach die nicht angrechneten Zusatzeinkommen von 20% auf 40% bzw. von 10% auf 20% erhöhen.

Damit wäre zumindest den ganz armen, die eh schon Alg-II bekommen, ein größerer Anreiz gegeben (Anreiz verdoppelt).

Damit auch der Familienvater (vielleicht mit größeren Ersparnissen für die Altersvorsorge) davon profitiert, müßte "Hartz-IV" natürlich weiter umgebaut werden.

Wer übrigens sagt, Hartz-IV sei nicht zu hoch, nur die Löhne seien zu niedrig, der muss einfach nur das Lohnniveau weltweit erhöhen. Viel Erfolg.
Nur die Lohnnebenkosten sind zu hoch, was ja wiedrum auch an den hohen Sozialkosten liegt.

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05. Dezember 2007 13:58

Wahlrecht nur für Wehrdienstleistende?

Andreas Wohlfeld (agw)

Wahlrecht anhand der gezahlten Steuern fest zu machen erscheint mir genauso überholt, wie nur dem eine Wahlstimme zu geben, der den Militärdienst im eigenen Land geleistet hat (könnte man ja auch drüber nachdenken?).

Statt die Steuerzahler wählen zu lassen, könnte man der Einfachheit halber ja auch nur die 10.000 bestverdienden im Lande wählen lassen?
Oder gleich die 10.000 bestverdienenden regieren lassen?
Absolut antidemokratisch.

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05. Dezember 2007 13:17

Belohnung nur durch Geld?

Wilfried Ripl (juck)

Das Problem der Arbeitslosigkeit und/oder Armut wird in den Medien meist nur auf den finanziellen Aspekt beschränkt. Wie aber ist der Wert von durch Arbeit erworbener Selbstachtung anzusetzen? Besteht der Lohn nur aus Geld?

Vielleicht ist es für die Betroffenen falsch, sich nur am erhaltenen Geld zu orientieren. Viel wichtiger ist doch die gesellschaftliche Einbindung in ein Umfeld, das menschliche Orientierung bietet. Dabei sind nicht nur Familie und Freunde wichtig, sondern insbesondere auch die Anerkennung des eigenen Tuns durch Kollegen etc.. Ein stabiles Selbstwertgefühl fördert das individuelle Glücksempfinden vielleicht mehr als ein paar Euro.

Wem dies bewußt ist, wird vielleicht nicht nur in Währungseinheiten, sondern auch in „Glückshormonen" denken und sich deshalb anders orientieren..

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05. Dezember 2007 13:09

Sozial gerecht...

Sebastian Merz (rio.seventies)

...tz!

Die Leistungsteile unserer Gesellschaft werden ausgepresst wie Zitronen.
Zukünftig wird auf den Leistungserbringer neben der Versorgung der eigenen Familie u.a. noch die Rentenproblematik (Versorgung der späteren Rentner / eigene Vorsorge), Unterschichtversorgung, Staatsverschuldung und event. Bildungskredite zukommen!

Klare Trennung zwischen Leistungserbringern und Leistungsempfängern!
Von mir aus Essens- und Kleidungsgutscheine, Zeitungen vom Vortag statt Privat-TV-Vollversorgung, WGs - wer studiert hat wird daran nichts befremdlich finden.

Die ewigen Forderungen von dahergelaufenen Sozialfetischisten nach Menschenwürde für Sozialhilfeempfänger gehen mir persönlich auf die Nerven!

Wie ist es um die DANKBARKEIT dieser Schicht bestellt??

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05. Dezember 2007 12:53

Sind wir alle blind und taub?

Michael Eßmann (Coffeedate)

In allen Berichten geht es nur um Geld. Während die Geringverdiener sich einen Buckel schuften, und keine zeit haben sich zu äußern, vertreiben sich die angeblich gebildeteren Leute ihre Zeit mit diesen Diskussionen.
Das Pferd könnte man auch mal von vorne zäumen: Zufriedenheit bei der Arbeit! Soziale Integration.
Wenn schon wenig Geld, dann doch bitte freundlich ohne Tritt in den Hintern. Laßt Führungskräfte lernen, sich um die soziale Verantwortung zu bemühen.
Zudem: Ein ehrliches Wort der Not des Unternehmens ist dem Arbeitnehmer oft mehr Ansporn als eine weitere Arbeitsanordnung. Oder hat das Unternehmen Angst, es würde seine Gier erkannt? Die Diskussion um Geld wird ohnehin ewig geführt, egal was wir verdienen. Aber zuallererst ist die menschliche Würde bei der Arbeit zu klären.

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05. Dezember 2007 12:47

Wieso muß Arbeit Lebenssinn bzw.Geld Lebensziel sein?

Engelbert Kühlwetter (wallibelli)

Wo steht eigentlich geschrieben,daß Arbeit auf immer und ewig unser Lebensmittelpunkt sein muß? Was machen wir,wenn es keine Arbeit mehr gibt ? Sinnlose Beschäftigungsprogramme auflegen? Die Macht des Geldes ist das Problem unserer Arbeitswelt.Wer je das Video "Wie funktioniert Geld?" auf youtube gesehen hat,kommt zu dem Schluss,daß es langfristig nicht ohne Bürgergeld gehen wird.Niemand wird gezwungen zu arbeiten und kann trotzdem ein würdevolles Leben führen.Es muß auf Basis einer Grundversorgung,die jedem ohne Ausnahme zusteht, dem Individuum überlassen bleiben,worin er sein Lebenssinn bzw.-ziel sieht, und was er daraus macht. Ihr Artikel ist ein weiteres Plädoayer für das Bürgergeld.

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05. Dezember 2007 12:04

Zensuswahlrecht III

Cornelius Schneider (CorneliusSchneider)

Die Forderung nach einem einkommensgebundenen Wahlrecht ist undemokratisch. Will man tatsächlich das antke Athen, in dem mehr Sklaven als freie Menschen lebten als Ideal sehen? Ich glaube nicht, daß reiche adlige Athener besonders viel arbeiten mußten, dies konnten ja ihre Sklaven erledigen.
Ein Staat, der gleiche Möglichkeiten und menschenwürdiges Leben für alle garantiert, schafft sozialen Frieden. Will man hier Verhältnisse, wo man sich in bestimmte Zonen oder Stadtviertel besser nicht hineinwagt, wenn einem an Leben und Gesundheit etwas liegt?
Ich bin natürlich dafür, daß sich Arbeiten lohnt; bestimmte Leserkommentare scheinen mir aber reichlich kurzsichtig.

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05. Dezember 2007 11:40

Leistung muss sich Lohnen..

Michael Fichtner (ebaristo)

diesen satz hat die CDU also in ihr Grundsatzprogramm aufgenommen! Dann sollte die CDU eigentlich auch den Mindestlohn einführen - aber statt dessen sollen wahrscheinlich mal wieder die Hartz4-Gelder gekürzt werden. Ich bekomme leider Hartz4 - als Hochschulabsolvent - und im letzten Monat habe ich 209 Euro bekommen, Grund hierfür ist, das mir Zinsen aus einen Bausparvertrag angerechnet werden, welche mir zur Bestreutung meines Lebensunterhalt gar nicht zu Verfügung stehen! Das heißt ich muss von 209 Euro für den Monat Dezember leben. Ich bekomme zwar die Miete bezahlt, aber von den 209 Euro, muss ich Kabelfernsehen (13 Euro) bezahlen, Internet- und Telefon bezahlen (45 Euro), Abschlag für Energieversorgung (60 Euro) - das heißt mir bleiben unter 100 Euro zum leben, d.h. für Lebensmittel. Jetzt stellt sich die Frage, wovon ich Benzinkosten bezahlen soll, da ich zum Discounter schon ein wenig fahren muss und für das Auto müssen ja auch noch Steuern und Versicherung bezahlt werden, sowie Haftpflicht und andere Versicherungen. Das ist die reale Welt eines Hartz-5-Empfängers, wovon so ein Politker überhaupt keine Ahnung hat!

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05. Dezember 2007 11:26

Steuern

Evgeni Petkov (evgenipetkov)

Es muss der Verbrauch besteuert werden, und nicht die Arbeit. Dann wird es sich wieder lohnen zu arbeiten...

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05. Dezember 2007 11:23

Lohnt sich das?

Daniela Jentzsch (Selbstdenker)

Es fällt mir eigentlich kein anderes Land ein, wo sich die Frage "lohnt es sich noch zu arbeiten" überhaupt stellt. Da die Sozialbezüge im Falle von Arbeitslosigkeit zeitlich streng limitiert sind, bemüht sich jeder natürlich, unbedingt eine Arbeit zu finden. Keine Frage, es sollten innerhalb einer Sozialgemeinschaft selbstverständlich alle Menschen, die einer Unterstützung wirklich bedürfen, diese auch erhalten. Aber bei Familien, in denen bereits seit zwei Generationen nicht gearbeitet wird, wo tatsächlich die Meinung herrscht, dass es sozusagen ein Wahlrecht zwischen staatlicher Versorgung oder eigener Arbeit gibt - sollte dringend ein Schlusspunkt gesetzt werden. Solange diese Wählerstimmen nötig sind, um Wahlen zu gewinnen, wird sich das System nicht ändern.

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05. Dezember 2007 11:08

Studenten

Martin Las (genior)

Schade, das Studenten beim Thema soziale Gerechtigkeit hier nicht erwähnt werden. Die (Für)Sorgepflicht liegt klar bei den Eltern. Können sie diese (aufgrund mangelnder finanzieller Mittel) nicht leisten, bekommen Studenten Bafög. Der Höchstsatz (also was man zum Leben braucht) liegt je nach Region / Miete meist geringfügig UNTER bis gleich dem, was Hartz IV Empfänger an monatlichen Leistungen erhalten- und nicht vergessen: die Hälfte muss zurück gezahlt werden!
Studiengebühren fallen an. Diese werden zwar nur halbjährlich erhoben, schlagen doch aber auf den Monat gerechnet nicht selten mit 100€ zu Buche. Wichtige Lehrmaterialien müssen gekauft werden. Ich selbst bin niemals unter ca. 70€ pro Semester für Bücher, Scripte etc. ausgekommen. "Nebenbei" Geld verdienen ist in Zeiten von Bachelor / Master kaum möglich. Hinzu kommt, das Studenten ja durchaus auch Arbeit leisten. Sie rüsten sich durch ihr Lernen für den späteren Arbeitsplatz, an dem sie sicherlich zu den "Besserverdienern" in Deutschland zählen werden- und dem Staat also auch mehr Steuern zuführen werden.

Sicherlich lohnt es sich dann für Studenten später zu arbeiten. Die Ungerechtigkeit während des Studiums: weniger "Entlohnung" als Hartz IV für "Arbeit" bleibt.

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05. Dezember 2007 11:04

Arbeit muss sich lohnen!

Rüdiger Menge (Ruedi78)

Genau aus diesem Grund kann ich den überschäumenden Jubel der Regierung über die gesunkenen Arbeitslosenzahlen nicht verstehen. Die meisten Jobs sind doch im so genannten Niedriglohnsektor entstanden. Der Unterschied zwischen den vorigen Sozialleistungen und den jetzt erhaltenen Lohnzahlungen ist teilweise erschreckend gering. Daraus folgt erstens die Frage: Lohnt sich die Arbeit? Und zum zweiten sollte man den Aspekt der Kaufkraft nicht ausser acht lassen. Es sind zwar rechnerisch weniger Leute arbeitslos, aber können diese sich jetzt mehr leisten, ist ihre Kaufkraft höher?!
Die Phrasen der Politiker helfen niemanden, wer nicht an die Details geht hat schon verloren!

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05. Dezember 2007 11:01

Was braucht Deutschland jetzt? II

Marco Koranzki (M2008)

5. Arbeit bezahlbar machen: Ein Lohnkosten bestehen aus Lohnstück- (Bezahlung nach Produktivität) u. Lohnnebenkosten (Lohnsteuern sowie Beiträge zur gesetzl. Kranken-, Pflege-, Unfall-, Renten- u. Arbeitslosenversicherung). Fakt ist, die Lohnstückkosten sind zu niedrig und die Lohnnebenkosten sind zu hoch.

Die Lohnnebenkosten sind also vom Arbeitslohn abzukoppeln. Der Arbeitgeber wird dadurch entlastet u. ist dadurch befähigt einen höheren Produktivitätslohn zu zahlen.

Ist das Steuersystem niedrig, einfach u. gerecht, hat der Bürger mehr netto vom brutto in der Tasche. Aufgabe des Staates ist es dann nur noch, eine Versicherung gegen die o.a. Risiken zur Pflicht für jeden Bürger zu machen und für Transparenz unter privaten Versicherungsunternehmen durch die BaFin, also für Verbarucherschutz, zu sorgen.

Jeder soll und darf sich privat gegen seine Risiken versichern dürfen. Nur wer finanziell nicht dazu in der Lage ist, bedarf staatlicher Unterstützung. Der Staat garantiert lediglich eine "Grundversorgung" die auf Höhe des jeweils zu bestimmenden Existenzminimums liegt.


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05. Dezember 2007 10:48

die absoluten Differenzbeträge

Rud Haller (rodolfissimo)

wie 1,45 EUR, alleine geben noch lange nicht den wahren Unterschied an.
Wer daselbe Geld ohne Arbeit hat wie derjenige mit, hat erheblich mehr: seine gesamte Zeit für sich.
Es ist nicht allzuschwer festzustellen, daß jeder Arbeitende sich freie Zeit etliches kosten lassen würde. Dieser Betrag muss als notwendige Differenz zu den arbeitsfreien Sozialleistungen berücksichtigt werden.

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05. Dezember 2007 10:41

Grundeinkommen für ALLE II

Anna Blume (fraublume)

(...)Das Grundeinkommen wäre auch ein Regulativ hinsichtlich der Niedriglöhne: Menschen wären nicht mehr auf Gedeih und Verderb darauf angewiesen, Jobs für Hungerlöhne zur Sicherung der Grundbedürfnisse anzunehmen. Für unattraktive Arbeit würde dann eben mehr Lohn bezahlt werden müssen in Zukunft und der Staat müsste nicht mit marktwirtschaftlich bedenklichen Mindestlöhnen oder Aufstockungszahlungen eingreifen.
Denjenigen, die da meinen das wäre nun eine finanzielle Hängematte für alle und jedermann würde sofort nur noch das Nötigste leisten hat wohl ein schlimmes verdrehtes Menschenbild. Die meisten Menschen leiden immens darunter, auf Sozialleistungen angewiesen zu sein oder keine Arbeit zu haben, die ihnen sinnvoll und würdig erscheint.
Mit dem Grundeinkommen könnte der Staat durchaus ein wichtiges Instrument gegen die Kinderarmut an die Hand bekommen. Erst wenn es den Eltern finanziell gut geht und sie sich abgesichert fühlen, wird dies sicherlich auch den Kindern zugutekommen. Ein bedarfsunabhängiges Pro-Kopf Grundeinkommen wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Leider scheint das Thema in der Politik einen schweren Stand zu haben.

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05. Dezember 2007 10:38

Grundsicherung für ALLE I

Anna Blume (fraublume)

Das bestehende System der staatlichen Transferleistungen diskriminiert - und das in beide Richtungen: Zum einen diejenigen, die als „Bedürftige“ abgestempelt auf zum Leben kaum ausreichende Transferzahlungen angewiesen sind und jeden Winkel ihres Privatlebens offenbaren müssen, zum anderen aber auch diejenigen, die gerade so leistungsfähig sind und in ihre Ausbildung und berufliches Weiterkommen investiert haben, dass sie eben keine Zahlungen vom Staat erhalten. Verständlich, dass von den in unteren und mittleren Einkommensklassen Arbeitenden die Verteilung der staatlichen Hilfen, die einen Teil der Gesellschaft alimentiert, während sie selbst mit Vollzeitarbeit oft nur marginal mehr Einkommen erwirtschaften können als Empfänger staatlicher Transferleistungen, als zutiefst ungerecht empfunden wird. Wenn staatliche Leistungen für Bürger, dann gerechterweise für ALLE. Es ist offensichtlich, dass das bestehende System - an Bedürftigkeitsgrenzen gekoppelt - immer zu Neid, Ungerechtigkeit und einem kostenintensiven Verwaltungsapparat führt. Deswegen kommt man bei all diesen Diskussionen immer wieder auf das bedingungslose Grundeinkommen für jeden Bürger. (...)

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05. Dezember 2007 10:34

Noch ein bisschen mehr...

Andreas Würz (BluesBrother1983)

Man darf auch nicht vergessen, dass man auch noch Anspruch auf einen Fernseher, Computer, usw. hat. Wenn man dann mal die Zahlen vergleicht, mit denen der durchschnittliche Student überleben soll/muss, der ja eher für die hochqualifizierten, und somit steurlich reizvollen Berufe ausgebildet wird, fragt man sich schon, ob es nicht ein kleines Ungleichgewicht gibt in diesem Land. (vgl. Bildungsetat - Rüstungsetat od. Sozial Unterstützung)

Wie richtig geschrieben wurde, muss durch Steuersenkung, bzw. einen linearen Steuersatz und Sozialbeitragsverringerungen der Arbeitsanreiz höher werden. Man sieht doch jetzt, was passiert, wenn wir nur wenige sozialversicherungspflichtige Jobs mehr haben: Die Arbeitsagentur hat Geld, die Krankenkassen machen deutlich plus und die gesamte Nettoneuverschuldung verringert sich drastisch. Und logischerweise fallen ja nicht nur mehr Sozialabgaben an, sonder auch weniger Transferleistungen.

Aber diese Rechnung ist wohl wieder im Kopf mancher Politiker "sozial ungerecht".

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05. Dezember 2007 10:33

Was braucht Deutschland jetzt?

Marco Koranzki (M2008)

1. Das Gefühl von "sozialer Gerechtigkeit" wir m. E. durch Leistungsgerechtigkeit
vermittelt - frei nach dem Motto: "Von nichts kommt nichts!" Leistung muss sich also lohnen. Wer arbeitet muss mehr Geld in der Tasche haben als derjenige, der nicht arbeitet u. wer ein hohes, zu versteuerndes Einkommen hat, muss im Verhältnis genauso entlastet werden, wie derjenige, der ein niedriges, zu versteuerndes Einkommen hat. Wer also keine Steuern zahlt, wird nicht auch entlastet.

2. Eine der größten Sorgen u. Hoffnungen des Menschen seien die Angst um den bzw. die Chance auf einen Arbeitsplatz - Hoffnung nach Teilhabe am Wohlstand also. Sozial ist deshalb, was Arbeitsplätze schafft.

3. Arbeitsplätze entstehen durch Wirtschaftswachstum. DEUTSCHLAND BRAUCHT ALSO WACHSTUM! Und so geht's: Haushalt konsolidieren! Steuern senken! Bildung fördern! Arbeit bezahlbar machen! Bürokratie stoppen und abbauen!

4. Steuerrecht: Jährlich 8.000 Euro steuerfreies Existenzminimum f. jeden Bürger (Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern) plus 2.000 Euro Werbungskostenpauschale. Ein Ehepaar mit 1 Kindern hätte so 30.000 Euro im Jahr steuerfrei. Die Handlungsfähigkeit d. Staates wird durch Abbau v. Subventionen u. Steuervergünstigungen gewährleistet.

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05. Dezember 2007 10:27

Arbeit muss sich lohnen

Charlotte Simmens (Charlet)

Ca. 1500 € verfügbares Einkommen für eine Familie mit drei Kindern ist nicht wirklich übermäßig viel. Aber es bedeutet auf der anderen Seite sicherlich nicht Armut. Der Skandal ist, dass es Berufszweige gibt, die dafür auch noch arbeiten müssen und damit zumindest indirekt auch noch die reinen Leistungsempfänger unterstützen. Beispielhaft steht hierfür das Gastgewerbe. Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, warum alle diejenigen Jobs, die in diesem Gewerbe keine zusätzlichen Erträge wie Trinkgeld etc. abwerfen nur noch von Ausländern verrichtet werden? Deutsche sind scheinbar nicht so "blöd" und arbeiten wenn sie gleichzeitig für Nichtarbeiten das Gleiche bekommen. Man hat dann auch mehr Zeit mit dem/r neuen Mobitelefon/Playstation/Fernseher etc. etc. zu spielen. Frei nach dem Motto: "Mit Arbeit versaut man sich doch nur das Leben."

Meine Situationsbeschreibung mag politisch nicht korrekt sein. Ganz sicher tue ich auch vielen Mitbürgern Unrecht mit dieser pauschalen Sichtweise. Trotzdem, genau weil es diese negativen Auswüchse gibt muss gehandelt werden. Die Bezahlung gering qualifizierter Arbeit ist nicht zu niedrig sondern, die Alimentierung qualifizierter Nichtarbeit ist zu hoch.

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05. Dezember 2007 10:20

Was braucht Deutschland jetzt?

Marco Koranzki (M2008)

1. Das Gefühl von "sozialer Gerechtigkeit" wir m. E. durch Leistungsgerechtigkeit
vermittelt - frei nach dem Motto: "Von nichts kommt nichts!" Leistung muss sich also lohnen. Wer arbeitet muss mehr Geld in der Tasche haben als derjenige, der nicht arbeitet u. wer ein hohes, zu versteuerndes Einkommen hat, muss im Verhältnis genauso entlastet werden, wie derjenige, der ein niedriges, zu versteuerndes Einkommen hat. Wer also keine Steuern zahlt, wird nicht auch entlastet.

2. Eine der größten Sorgen u. Hoffnungen des Menschen seien die Angst um den bzw. die Chance auf einen Arbeitsplatz - Hoffnung nach Teilhabe am Wohlstand also. Sozial ist deshalb, was Arbeitsplätze schafft.

3. Arbeitsplätze entstehen durch Wirtschaftswachstum. DEUTSCHLAND BRAUCHT ALSO WACHSTUM! Und so geht's: Haushalt konsolidieren! Steuern senken! Bildung fördern! Arbeit bezahlbar machen! Bürokratie stoppen und abbauen!

4. Steuerrecht: Jährlich 8.000 Euro steuerfreies Existenzminimum f. jeden Bürger (Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern) plus 2.000 Euro Werbungskostenpauschale. Ein Ehepaar mit 1 Kindern hätte so 30.000 Euro im Jahr steuerfrei. Die Handlungsfähigkeit d. Staates wird durch Abbau v. Subventionen u. Steuervergünstigungen gewährleistet.

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05. Dezember 2007 10:15

Wahlrecht nur für den, der Steuern zahlt ? Kein Problem

thomas schulz (peanutbutter)

Jeder zahlt Steuern, der konsumiert. Mehrwertsteuer, Sektsteuer (irgenwo habe ich gehört, daß dies für die U-Bootflotte vom alter kaiser Wilhelm eingeführt wurde), Salzsteuer, Umsatzsteuer im Produkt eingepreist, Okösteuern, Benzinsteuern etc.. Abgaben und Gebühren sind abenfalls faktisch Steuern, die zwar pro forma zweckgebunden sind, woran sich aber kaum einer hält.

Da liegt auch schon das Problem. Bei nichts anderem entwickelt die öffentliche Hand mehr Fantasie und investiert mehr Elan, als beim Steuereintreiben bzw. es so zu verschleiern, daß selbst Finanzbeamte nicht mehr durchblicken, ein Abgeordenter erst recht nicht. Angenommen es gäbe wieder eine Vollbeschäftigung wie in den 50er Jahren, wäre es naiv anzunehmen, daß Steuern/Abgaben für das gemeine Volk gesenkt würden.

In Bezug auf Steuern verhält er sich wie ein Junkie, der eine immer höhere Dosis (Steuern) braucht, um nicht zu kollabieren. Ihr Gejaule bei den Vorschlägen des Professors für eine flat tax bei gleichzeitiger Abschaffung aller Steuerprivilegien klingt mir jetzt noch in den Ohren, obwohl fast alle außer der öffentlichen Hand, Parteipolitiker, Steuerberater und windige Unternehmenskonstruktionen zur Steuerminderung davon profitieren würden.

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05. Dezember 2007 10:07

Sparen ?

José Rodriguez (KW2)

...........Die Ursache sieht er weniger im Umfang der Hilfen als in der zu hohen Steuer- und Abgabenlast........

Wie aber sollen sonst realistische Sozialleistungen herauskommen die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen?
Es bleibt nur die Einsparung in anderen Bereichen:
• Autobahnbau
• Subventionen für Bauherren (sicher nicht die ärmsten unter uns)
• Rabat bei Spekulationsgewinnen für Besserverdiener
• Managergehälter


Fragen über Fragen
soziales stillhalten des Prekariats gibt es nicht umsonst!
Auch Polizei und Gefängnisse kosten Geld und die eigene Klientel die „Mitte“ die eigentlich eher das obere ¼ ist will auch bedient werden damit weiterhin die Parteispenden fließen
auf weiße und schwarze Konten.

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05. Dezember 2007 10:07

Mediendarstellung und Realität

Ralf Urbanek (ralf.urbanek)

Die Themen "Soziale Gerechtigkeit" und "Zunehmende Armut" werden vom öffentlichen Rundfunk und den meisten Druckmedien genauso unsachlich und wenig fundiert behandelt wie z. B. die Themen Atomenergie oder Klimawandel.
Als ich vor 25 Jahren meine Ausbildung begann, lebten in meinem Umfeld zahlreiche Sozialhilfeempfänger, die mir vorrechneten, wie leicht es sich mit "Staatsknete" leben lässt. Schwarzarbeit nebenbei war selbstverständlich.
Heute erlebe ich, daß Akademiker in meinem Bekanntenkreis sich auf Staatskosten ein einjähriges "Sabbatical" gönnen. Mit Ebay-Versteigerungen oder Auto-Schrauben lässt sich nebenbei Geld hinzuverdienen.

Alle mir jemals bekannten Empfänger von ALG oder Sozialhilfe (ca. 25) haben mehrere Jobangebote abgelehnt bzw. erfolgreich abgewehrt (Schilderung erfundener Krankheitsgeschichten, bewusst ungeschicktes Auftreten und Äußeres).
Nicht einer war *unverschuldet* dauerhaft arbeitslos.

Im Übrigen halte ich die Idee von Leser Kurt Schröder (Wahlrecht an Steuerpflicht knüpfen) für eine interessante und gerechte Lösung. Messzahl für die eigenen Wahlstimmen sollten die in den letzten 10 Jahren gezahlten Steuern sein.

Leider sind heute die Mehrzahl der Wähler Transferempfänger.

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05. Dezember 2007 09:41

Nicht mehr lang

St. Koch (Pensacola)

Die Sozialleistungen rücken an die Löhne heran - das hat der Herr Schäfers aber schön gesagt. Was er damit verkennt - aber nicht allein er, sondern mit ihm die gesamte Berliner Bundesahnungslosigkeits-Koalition- ist der Fakt das die Löhne sich langsam an das Sozialhilfeniveau angleichen. Und zwar genau in der Klasse in der die stärkste Kaufkraft herrschen müsste um die Wrtschaft anzukurbeln. Statt dssen werden untere und mittlere Einkommen so heftig abgemolken werden dass schon Blut statt Milch aus den Eutern fließt. Nicht mehr lang liebe Freunde in der Politik könnt ihr Euch an den Problemen vorbeischwatzen, nicht mehr lang für 7600 € Grundgehalt die Hände in den Schoß und den Hintern in den Dienstwagen legen, während der Kopf in irgendeiner Schublade verstaubt.

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05. Dezember 2007 09:17

1. Lesebrief

Bertram von Steuben (Elim_Garak)

Einen interessanten Ansatz bietet der Leserbrief von Herrn Kurt Schröder:
zwar kommen grenzwertige Gedanken auf, aber einen Stimm-Wert abhängig zu machen von der Beteiligung an sozialen Leistungen, zielt auf das altgriechische Urmodell der Demokratie ab, in der mitnichten jeder ein Stimmrecht hatte, sondern Grungvoraussetzungen wie Bildung (freier Bürger...) u.ä. erfüllt sein mussten.
Diese Denkrichtung hat aber keine Aussicht auf Erfolg - denn mit diesen Sozialleistungen wird ja gerade die Haupt-Wählerschaft "gekauft"...

Desweiteren ist bei Minimal - und Kleinstlöhnen - noch mit einzuberechnen, dass der Arbeitsweg, der ja auch gerichtlich bis xy Km zumutbar ist, auch einen nicht unerheblichen Anteil am Lohn verschluckt. Bei einer Wohnentfernung von nur 40 Km kommen, nur an Kraftstoffkosten, leicht 200€ dazu. ÖPNV ist, wenn überhaupt, nur unwesentlich billiger und Steuerabsetzbarkeit ist immer weniger gegeben. Das führt leicht dazu, dass der Satz der Sozialleistungen gar nicht mehr erreicht wird und der Arbeitnehmer nur noch aus purem Idealismus für sein Geld hart arbeitet.

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05. Dezember 2007 09:16

wie man es sich dreht

Martin Buchwald (Denken)

Die Frage ist nun, ist der Lohn des Arbeitenden zu niedrig, oder die Unterstützung des Hartz IV Empfängers zu hoch.

Eigentlich ist es einfach! Die Einkommen aus abhängiger Beschäftigung stagnieren real seit Jahrzehnten!

Hartz IV ist also nicht zu hoch, die Löhne sind schlicht und einfach zu niedrig!

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05. Dezember 2007 09:07

Zensuswahlrecht II

Michael Meier (never1)

Natürlich findet eine fortwährende Enteignung von Besitzenden statt in diesem Sozialstaat. Natürlich funktionniert auch Demokratie nach dem Prinzip Brot und Spiele. Natürlich kann es sich keine Partei leisten, die staatlich alimentierte Masse zu vergraulen.
Ist One man-One vote noch aktuell, wenn die arme Mehrheit über das Geld der verdienenden Minderheit abstimmt? In der griech. Polis als Vorbild für die Demokratie (Volksherrschaft) hatte nur eine Minderheit Wahl- und Bürgerrecht, der Rest waren dienr und Sklaven.
Der Gedanke ist hochinteressant, wie unsere Gesellschaft und Staat heute aussehen würden bei eine manderem Wahlrecht.

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05. Dezember 2007 08:56

Zensuswahlrecht

Michael Meier (never1)

@kurtSchröder

Zensuswahlrecht
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Unter einem Zensuswahlrecht versteht man ein Wahlsystem, das ein ungleiches Wahlrecht vorsieht und die Stimmen der Wähler nach deren Steueraufkommen oder Besitz gewichtet. Da nicht an die gesellschaftliche Schicht (Klasse) angeknüpft wurde, hätte theoretisch ein reicher Arbeiter mehr Stimmen haben können als ein armer Adliger. Faktisch hat das historische Zensuswahlrecht jedoch insbesondere Arbeiter und Frauen vom Wahlrecht ausgeschlossen.

Deutschland [Bearbeiten]

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05. Dezember 2007 08:44

Mindestlohn

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

In der Praxis sieht es so aus, daß sowohl die unteren Lohngruppen als auch Hartz IV kaum mehr als das Lebensnotwendige erbringen. Die Preise und Mieten sind in den letzten Jahren enorm gestiegen, sodaß eine Normalfamilie im unteren Einkommensbereich gerade noch existieren kann. An großartigen Konsum ist nicht mehr zu denken. Und gerade der Massenkonsum soll ja den angekündigen, aber nicht erfolgten "Aufschwung" bringen. Natürlich ärgern sich die Gutverdiener über die massiven Abzüge, aber da muß man sich mal wirklich ansehen, wo die hingehen (Rüstung,z.B.) Und wenn dann einer von den Finanz-Yuppie-Jongleuren mal in die Arbeitslosigkeit fällt, wie das in den USA momentan zu Tausenden passiert, erst dann ist das Geschrei groß und dann ist "großspuriger Mann" froh über das soziale Netz, welches einem auffängt.

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05. Dezember 2007 03:06

Stimmt, manche Menschen arbeiten in Deutschland sogar noch! Danke FAZ!

B. Lehmann (lemdax1)

Gut, dass die FAZ daran erinnert. Angesichts der großen politischen Diskussion zu Interessen der nicht arbeitenden Bevölkerung könnte man manchmal fast vergessen, dass einige Menschen in Deutschland noch erwerbstätig sind. Habe schon oft erstaunt vor so mancher Einkommensteuer-Erklärungen gesessen und mich gefragt, wie z.B. ein LKW-Fahrer oder Facharbeiter mit 2 Kindern überhaupt über die Runden kommt. Wenn ein durchschnittlich arbeitender Mensch 400-800Euro mehr in der Tasche hat, als ein HartzIV-Empfänger, dann hat diese Person für diesen Unterschied idR 160Stunden pro Monat gearbeitet. Das sind € 2,50 bis €5,00 pro Stunde. Hatte schon einige arbeitslose Bewerber hier sitzen, die 12 Euro netto ablehnten. Wundert sich da jemand noch über das hohe Maß an Schwarzarbeit und allgemeine Unzufriedenheit mit der Politik? Meine hohe Anerkennung gilt all diesen Menschen, die dennoch aufrichtig ihre Arbeit tun.

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04. Dezember 2007 22:59

Die Antwort geben die Hauptschüler!

Hermann Trouvain (liwiz)

Das Ziel ist für einige oder vielleicht doch viele klar:
"Wenn ich sie frage, was sie später einmal machen wollen, dann sagen einige: Hartz IV" (Zitat aus: Faznet 25.11.2007: Lieber abhängen als sich reinhängen)
Ohne Leistungsanreiz gibt es auch keine Leistung, selbst Kinder verstehen das.

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04. Dezember 2007 19:50

Vielen Dank!

Kurt Schröder (Giubar)

Das haben Sie aber schön auf den Punkt gebracht. Solange "soziale Gerechtigkeit" lediglich bedeutet, die Bedürftigen zu unterstützen, funktioniert das System nicht mehr. Wenn der Beschäftigte (gut ausgebildet, leistungsbereit) lediglich dazu dient, andere zu unterstützen, ist dieser auch nicht bereit, die von Herrn Metzger bezeichneten Leistungsempfänger zu unterstützen. Ich würde mir wünschen, dass man das Wahlrecht von einer grundsätzlichen Steuerpflicht abhängig macht. Warum sollen Leistungsempfänger, die auf Kosten anderer leben, über die Verwendung der Steuereinnahmen mit entscheiden, zu denen sie nichts beitragen?

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