Ein Kärtchen passt noch rein!

Elektronische Unterschrift

Neue Chipkarte für 40 Millionen Arbeitnehmer

Bald wird das Portemonnaie noch dicker: Die Regierung will am Mittwoch ein elektronisches Meldeverfahren für Arbeitsdaten beschließen. Die Kosten für die Karte und die digitale Unterschrift müssen die Arbeitnehmer tragen. Von Andreas Mihm

Lesermeinungen zum Beitrag

28. Juni 2008 20:32

Toll....

egon sunsamu (sunsamu)

Wenn diese Technologie Hitler, Stalin oder Mao zur Verfügung gestanden hätte....Nicht auszudenken. Wie heisst eigentlich "unser" neuer Diktator?

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26. Juni 2008 20:19

Freiheit Ade

Arnfried Reinisch (habe_nix)

Keine Freie Entscheidung mehr womit und wie man sein Geld verdient. Dem Missbrauch sind damit sind Tür und Tor geöffnet. Die Totale Kontrolle und die Entmündigung des Bürgers, und alle die das Heute noch toll finden werden Morgen am Lautesten Jammern. So wird im Namen der Einsparung die Freiheit auf dem Altar der Chipkarte zu Grabe getragen. Das will ich nicht denn nichts vom Menschen je Erschaffene ist für alle Ewigkeit vor Skrupellosen Zugriff sicher und jeder der das Behauptet der Lügt.

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26. Juni 2008 10:16

Eine Demokratie würde sich diese Überwachung niemals gefallen lassen

A. Malliki (a.malliki)

Das ist wieder ein weiterer Schritt für noch mehr mehr Überwachung. Ohne diese Karte sind also in Zukunft keine Leistungen vom Staat mehr möglich bzw. der Mensch ohne Karte ist VOGELFREI, nicht existent. So schafft sich die Polit-Elite eine wundervolles Instrument unangenehme Bürger in Zukunft auszugrenzen. Der Bürger wird schon lange auf seine Gesinnung im Internet und anderen Aktivitäten überprüft. Sonst könnte es nicht zu Aussagen kommen, die behaupten dass so und so viel Prozent von Hooligans NPD wählen. Diese Informationen müssen doch irgendwoher kommen und erspitzelt worden sein. Die Telekom überprüft meiner Meinung nach im Staatsauftrag durch Strohfirmen die Aktivitäten der Bevölkerung und das Mautsystem wurde auch aus diesem Grund eingeführt, sonst hätte man sich für ein billigeres und effektiveres System entscheiden können. Diese Karte ist das letzte Puzzelstück zum kontrollierten Menschen, denn der von der politischen Elite angestrebte Systemwechsel kann nur mit strickter Kontrolle der öffentlichen Meinung durchgeführt werden. Eine Demokratie würde sich das niemals gefallen lassen. Die demokratische Grundordnung wird systematisch unterwandert.

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26. Juni 2008 09:27

Kann der Wahnsinn überhaupt noch gestoppt werden?

Karsten Reichelt (reichelt_k)

Man muss sich die Frage stellen: Ist dem deutsche Bürger schon so weit die Demokratie genommen, dass er sich nicht mehr wehren kann. Als Ex-DDR Bürger haben wir es begrüßt, dass das mit der Stasi ein Ende hat. Heute darf ganz offiziell über jeden Bürger im Verdachtsfall Information eingeholt werden, der Computer bespitzelt werden, die Konten abgefragt werden und jetzt auch noch das hier. Ist es nicht erstaunlich, dass solche "Beschlüsse im Namen des Volkes" gefasst werden, wenn größere Ereignisse statt finden (EM, WM usw.). In den Geschichtsbüchern lasen wir "Brot und Spiele". Unter dem Vorwand der Entbürokratisierung, Terrorabwehr, Umweltschutz, Gesundheitswesen und ähnlichem wird dem Volk immer mehr aufgebürdet, natürlich immer nur Stückweise. Der wahre Grund für Kostenexplosion ist ja doch ein anderer. Die Geschichte wiederholt sich in bestimmten Punkten immer wieder. Papierwährungen kommen und breiten sich aus. Zum Glück hat dieser Zustand noch nie sehr lange angehalten. Meist verschwindet die Regierung und mit ihr das wertlose Papier und die sinnlosen Konstrukte. Am Ende zählt dann wieder der Mensch und die Werte die er schafft auch ohne Chipkarte.

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23. Juni 2008 22:55

??? Sicher digital bezahlen???

Leon Hartner (l.hartner)

Die ganze Geschichte klingt für mich wie ein Teil aus der "Anhalter durch die Galaxis" Trilogie, in der einmal eine Chipkarte beschrieben wird, die deshalb entstanden ist weil es zu viel Aufwand wurde jegliche einzelne Ausweiskarte und Bescheinigung mit sich zu führen. Aus Sicherheitsgründen wurde dann alles auf diese Karte gespeichert. Schließlich wird die Karte geklaut und jegliche Sicherheit damit umgangen. (Grob umrissen, "EINMAL RUPERT UND ZURÜCK", S. 78f) Die Karte wird als der "bisher größte Triumph der Technik über sich selbst als auch den [...] gesunden Menschenverstand" bezeichnet. Die Moral von der Geschicht': Jegliche Daten, die irgendwo digital gespeichert vorliegen können auch digital abgerufen werden. (War da nicht gerade was -> http://www.tagesspiegel.de/politik/div/;art771,2557428 :P), gefunden werden (gell, England), gestohlen werden usw. Und: Damit man irgendetwas sicher digital bezahlen kann, muss die digitale Identität auch durch entsprechende Daten bestätigt werden, die ebenfalls irgendwo gespeichert sein müssen... Mich meinen Vorkommentatoren anzuschließen: Das unter dem Banner des Bürokratieabbaus zu vertreten ist lächerlich... "über 100 Auskunfts-, Melde- und Bescheinigungspflichten"...

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23. Juni 2008 16:46

Typisch

Konrad Vogeler (kvogeler)

Unter Bürokratieabbau hätte ich verstanden, die Flut von Erhebungen zu reduzieren. Statt dessen wird die Überwachung mit dem Computer weiter perfektioniert und das Einsparen von Papierformularbögen als Bürokratieabbau deklariert. Nicht der Bürokratieabbau, der Demokratieabbau geht weiter. Der große Bruder verzichtet auf keine Informationen. Vorhersage: Wenn das erst einmal funktioniert, dann wird ganz unbürokratisch (= papierlos) der Datenhunger der Behörden ins unermessliche steigen. Weil es so einfach ist.

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23. Juni 2008 11:42

Überwachungsstaat

Kersti Wolnow (KerstiWolnow)

Das ist der Weg zum gläsernen Bürger. Was war einmal der Datenschutz??? Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis uns der Chip wie bei Hunden eingepflanzt wird, auf eigene Kosten und eigenes Gesundheitsrisiko, versteht sich. Lobbyisten und machtgierige und zugleich dämliche Politiker drehen weiter am Rad, gegen das eigene Volk. Ach, ich vergaß, wo bleibt der Aufstand der Medien, auch dieser Artikel ist recht sachlich geschrieben, gefällt das geplante Gesetz den Journalisten als AN????

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23. Juni 2008 06:11

!?!

Peter Böttcher (Joffy)

Werden wir jetzt nur noch von Irren "regiert"?

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23. Juni 2008 00:33

..

David Weinmann (Terratex)

Ich glaube dass durch die Digitalisierung solcher Vorgänge noch viel mehr Geld und Zeit gespart werden könnte, aber die Möglichkeiten werden einfach nicht ausgeschöpft. Wenn ich bei einer örtlichen Behörde einen Reisepass beantrage, und dann bis zu drei ältere Damen gleichzeitig über einem modernen PC-System brüten, um das Ganze dann nach einiger Zeit doch nicht zu verstehen, dann sehe ich allerdings keinen Effizienzgewinn gegeben. (Mal ganz abgesehn von der grundsätzlichen Arbeitseinstellung der dortigen Angestellten, aber das muss ja jetzt hier nicht thematisiert werden...)

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22. Juni 2008 22:07

Die Lobbyarbeit

Harry Hain (zx10)

der IT-Branche funktioniert. Siehe auch Gesundheitskarte. Egal was man uns Bürgern aufdrückt: Wir müssen es bezahlen, so oder so. Den Nutzen haben andere. Apropos Bürokratie. Früher war alles besser. :-) Ich erinnere mich noch gut an die 80er. Als die ersten PC auf der Cebit vorgestellt wurden und uns eine papierlose Zukunft und eine effektivere, schnellere Bürokratie versprochen wurde. Nichts davon ist eingetreten. Stattdessen haben wir noch mehr Bürokratie auszuhalten, noch mehr Papier. Die IT wurde nicht verwendet um uns eine effektivere Verwaltung zu ermöglichen, sondern noch mehr Daten zu sammeln, noch mehr vom Bürger zu wissen. Schneller wurde gar nichts (z. B. 10 Wochen Warten auf Genehmigung eines Nutzungsänderungantrages von einem Ladengeschäft auf eine Arztpraxis.) Es wäre schön wenn diese Bürokratie-Blase genauso platzt wie manch andere Blasen der Finanzwirtschaft.

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22. Juni 2008 22:04

Umverteilung...

Per Wiesner (Farmer33)

Abgesehen davon, wie man auf eine Summe von 40 € für eine simple Chipkarte mit digitalen Daten kommt stellt sich die grundsätzliche Frage, warum gerade der Arbeitnehmer dies bezahlen soll? Die Entlastung bzw. Kostenreduzierung geht doch ausschliesslich zugunsten von Arbeitgeber und Staat, der gemeine Mitarbeiter nullkommanichts davon. Wer eine digitale Signatur nutzt bzw. nutzen möchte hat diese bereits über ein Trustcenter oder könnte diese sich dort holen, warum sollte er jetzt noch eine haben (wollen/sollen)??? Für mich ist eine solche Vorgehensweise absolut nicht nachvollziehbar...

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22. Juni 2008 19:52

1.6 Mrd ausgeben um 255 Mio zu sparen?

Thomas Obitz (thobitz)

Das ist allerdings eine kuriose Idee: Die Karte soll 40 und später 10 EUR kosten. Bei 40 Mio Arbeitnehmern und einer Laufzeit von 3 Jahren sind das Gesamtkosten von 1.6 Mrd EUR, oder 533 Mio EUR pro Jahr (bei 10 EUR immer noch 133 Mio). Dem stehen Einsparungen von 85 Mio pro Jahr auf Arbeitgeberseite gegenüber. Darüber hinaus kosten die Karten für 7.4Mio Hartz-IV-Empfänger (Stand Mitte 2007) 74 - 296 Mio EUR (oder 24 - 99 Mio EUR pro Jahr). Vor diesem Hintergrund wäre es für den Staat wahrscheinlich günstiger, entweder Bürokratiekosten tatsächlich zu reduzieren oder den Arbeitgebern die Kosten für die von ihm verursachte Bürokratie direkt zu ersetzen.

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