Arbeitsmarkt

Deutsche empfinden Lohn als ungerecht

Lohn: Meist zu wenig, auch ungerecht?

Lohn: Meist zu wenig, auch ungerecht?

10. Mai 2008 Immer mehr Deutsche fühlen sich für ihre Arbeit nicht gerecht entlohnt. Während 2005 noch rund 75 Prozent der Westdeutschen und 58 Prozent der Ostdeutschen meinten, dass ihre Entlohnung gerecht ist, waren 2007 in Westdeutschland nur noch 61 Prozent und in Ostdeutschland nur noch 50 Prozent dieser Ansicht.

Das geht aus einer Studie des Berliner Ökonomen Jürgen Schupp und des Duisburger Soziologen Stefan Liebig hervor, die der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vorliegt.

Frauen zufriedener als Männer

Frauen bewerten nach dieser Studie entgegen den weit verbreiteten Annahmen „ihr Einkommen im Vergleich zu den Männern eher als gerecht“. Obwohl die Höhe des Einkommens eng an die Bildungsabschlüsse gekoppelt ist, sind vor allem Menschen mit guten Abschlüssen tendenziell unzufrieden mit ihrem Einkommen. „Offenbar besteht hier die Vorstellung, dass die individuellen Bildungsinvestitionen keine entsprechende Kompensation erfahren“, meinen Schupp und Liebig. Besserverdienende sind aber insgesamt zufriedener - mit einer deutlichen Tendenz: Je mehr Geld, desto mehr Gerechtigkeit.

Text: cag./Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Bildmaterial: dpa/dpaweb

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