Automobile

Union will Förderung für Elektroautos verdreifachen

Zum Tanken an die Steckdose: Die Union verspricht für den Fall eines Wahlsiegs eine stärkere Förderung der Entwicklung von Elektroautos

Zum Tanken an die Steckdose: Die Union verspricht für den Fall eines Wahlsiegs eine stärkere Förderung der Entwicklung von Elektroautos

25. August 2009 Die Union will im Fall eines Sieges bei der Bundestagswahl die staatliche Förderung von Elektroautos verdreifachen. „Der Staat muss mit Investitionen in Forschung und Entwicklung helfen, damit die Elektromobilität vorankommt“, sagte Unions-Fraktionschef Volker Kauder.

„Ich kann mir vorstellen, dass eine neue Bundesregierung dafür noch einmal etwa eine Milliarde Euro zur Verfügung stellt, um die Batterietechnologie voranzubringen“, zitierte die Zeitung „Financial Times Deutschland“ den Fraktionsvorsitzenden. Direkte Verkaufshilfen schloss Kauder aber aus. „Das Elektroauto muss sich schon allein am Markt durchsetzen.“

Bis das Elektroauto eine Selbstverständlichkeit werde, würden jedoch noch einige Jahre vergehen (siehe dazu auch: Kommentar: Wie elektrisiert). Die Bundesregierung beschloss vergangene Woche, die Entwicklung von Elektroautos mit über 500 Millionen Euro zu unterstützen. Damit soll Deutschland zum Weltmarktführer für elektrisch betriebene Fahrzeuge werden. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge unterwegs sein.

Tiefensee: „Raus aus der Nische, rein in den Massenmarkt“

Am Montag hatte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bereits gesagt, die Elektromobilität müsse „raus aus der Nische und rein in den Massenmarkt“. Acht Modellregionen in Deutschland sollen deshalb die Voraussetzungen für den massenhaften Einsatz von Elektroautos prüfen.

In den Modellregionen solle geklärt werden, wie und wo eine sichere Infrastruktur für Ladestationen aufgebaut werden könne und welche Herausforderungen an die strombetriebenen Autos selbst zu stellen sind.

Das Verkehrsministerium fördert die Modellregionen Berlin/Potsdam, Bremen/Oldenburg, Hamburg, München, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Sachsen und Stuttgart mit 115 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. „Schon bald“ sollten „mehrere hundert Elektro-Pkw namhafter Unternehmen und eine dreistellige Anzahl Ladestationen auf den Straßen unserer Modellregionen stehen“, kündigte Tiefensee an. Dabei solle auch Hybridtechnologie bei Bussen, Lkw und auf der Schiene getestet werden, genauso wie etwa Elektro-Motorroller.

Text: FAZ.NET
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

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