
Wenn heutzutage von "Diversity" gesprochen wird, soll in erster Linie das Bereichernde des Anders sein (Denken, Fühlen, Handeln) beschrieben & beschworen werden. Wenn Frauen Männern nicht immer ähnlicher in Zielsetzung & Handeln werden, ist das besorgniserregend??!!
Ich denke nicht, daß es von Relevanz ist, daß Frauen wie Männer Unternehmen mit "relevanten" Umsätzen gründen. Es ist von Relevanz, daß Frauen ihren Focus und (Lebens-& Arbeits) -Inhalte (i.d.R.) anders setzen.
Frauen verändern die Welt stets auf ihre Art - leise, unauffällig, nachhaltig. Ob als Unternehmerin, Freiberuflerin oder all' den anderen möglichen Rollen - sind sie doch stets Frauen !
Es scheint mir wichtiger, die bislang erreichte "Gleichberechtigung" mit der Meßlatte "Leben & Arbeiten auf gleicher Augenhöhe" zu überprüfen.
Dies ließe Raum für das so wichtige Anderssein, den gegenseitigen Respekt, der Frauen ihr Anderssein ließe - ebenso wie Männern. Diese oben angesprochene Prüffolie sollte einher gehen mit einer Diskussion, in welch einer (Rollen-) Gesellschaft wir leben wollen. Und daraus dann die entsprechenden Konsequenzen über weitere Generationen hin zu ziehen. Dann wird's auch was.
Sibylle Spannagel

so 6...8 Jahre war, hat er seine Kreativität ausgelebt in dem er andere persiflierte.
So ist er zum Beispiel wie ein Schimpanse herumgesprungen und hat dazu auch die Töne so treffend hingekriegt, dass wir uns fragten ob er die Affen oder die Affen ihn nachäffen.
Auch wie die Damen „Tschüß“ sagen hat er perfekt nachgeahmt. Nicht nur den Tonfall, sondern auch die Gesten (Kopf ganz leicht nach links geneigt, linke Hand auf Schulterhöhe nach innen Richtung Hals, Handfläche offen, dezentes Fingerspiel) hat er sehr gut hingekriegt.
Nu, habe ich gedacht, lass dem Spinner seinen Spaß.
Spinner?
Er ist ein Genie. Obwohl er noch nie eine Uni von innen sah, hat er intuitiv begriffen, was die Wissenschaft jetzt nach langwierigen Forschungsarbeiten herausgefunden hat:
Männer und Frauen ticken unterschiedlich.
Boah, eh, alta, voll die Härte!
Das konnte ja nun wirklich niemand ahnen!
Und wenn die Wissenschaft eines Tages in umfangreichen Forschungsarbeiten herausfinden sollte, dass Schimpansen anders ticken als Menschen - werde ich meinen kleinen Mops für den Nobelpreis anmelden.
Versprochen.

Wenn Frauen bei gleicher Qualifikation (angeblich) 30 Prozent weniger bekommen als Männer, wundern Sie sich dann nicht, dass es immer noch Firmen gibt, die Männer einstellen? Wo sie doch 30 Prozent Lohnkosten einsparen könnten, wenn sie die gleich guten Frauen einstellen?
Und warum hört man nichts von Arbeitsgerichtsprozessen der vielen schlechter bezahlten Frauen, die doch wohl sehr gute Chancen hätten, gegen diese Benachteiligung beim Gehalt vorzugehen, es aber offenbar gar nicht tun? Macht Sie das nicht stutzig?
Fakt ist das, was das Statistische Bundesamt 2006 mitgeteilt hat: “Aus dem geschlechterspezifischen Verdienstabstand kann nicht geschlossen werden, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit anders bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern lassen sich vielmehr durch Unterschiede in der männlichen und weiblichen Arbeitnehmerstruktur erklären. Diese sind beispielsweise gekennzeichnet durch Unterschiede im Anforderungsniveau, der Verteilung auf besser und schlechter bezahlte Wirtschaftszweige, der Größe der Unternehmen, der Zahl der Berufsjahre, der Dauer der Betriebszugehörigkeit und des Ausbildungsniveaus.”

Die meisten beruflich erfolgreichen Männer haben nicht wirklich was von ihrem Erfolg. Sie stehen ständig unter Druck und opfern die meisten schönen Dinge des Lebens für Statussymbole und berufliche "Positionen". Die sind aber nichts als wertlose Konstrukte. Nach dem freiwilligen oder unfreiwilligen Ausscheiden aus dem Karrierezirkus stehen sie vor dem Nichts, wenn sie nicht vorher bereits durch einen Herzinfarkt dahingerafft wurden.
Es spricht für die Frauen, daß sie sich das mehrheitlich ersparen. Die Differenz zwischen den verbalen Welteroberungsfantasien in der zitierten Frauenzeitschriftsumfrage (bei Jugendlichen, die die Arbeitswelt nur aus Karrierefrauen-Heldinnengeschichten aus solchen Zeitschriften kennen) und der Realität ist ein Tribut an das Mainstream-Ideal, in dem nur beruflicher Erfolg von Frauen zählt. Kluge Frauen bekennen sich zu solchen Zielen, setzen sich dieser Tretmühle aber nicht wirklich aus.
Was die Gründungen angeht: Begabte Frauen mutieren spätestens Mitte 20 zu Vernunftswesen. Die Verrücktheit mancher Männer selbst im fortgeschrittenen Alter, die von Ideen besessen sind, verlieren sie, und den hilfreichen Spieltrieb haben sie nie besessen.

der Frauen auf die Männer (Sohn, Ehemann)? Ist das nichts?

Sie fragen, ob Studienfächer von Frauen ohne den Blick auf die wirtschaftliche Autarkie gewählt werden. Das ist (nach meiner Beobachtung) sicher teilweise richtig: Selbst die "bewegtesten" Männer wachsen immer noch stärker in dem Bewusstsein auf, bei Bedarf später mal die ganze Familie ernähren zu müssen. Frauen scheinen dagegen meist maximal das eigene Auskommen, vielleicht gerade noch die (unerwünschte) Variante "alleinerziehend", im Auge zu haben. Der nicht selbst verdienende Partner kommt hingegen meist nicht mal als Option in Frage.
Diesen Unterschied sollte man aber nicht mit Sorglosigkeit gleichsetzen. Auch Frauen planen ihren Erfolg, nur vielleicht anders - auch mit dem Selbstbewusstsein, es zu schaffen, aber weniger risikofreudig. Mir ist aufgefallen, dass die klassischen "Frauenfächer" überwiegend Schulfächer sind: Sprachen, Biologie, künstlerische Berufe, Gesellschaftswissenschaften stehen allesamt auf dem gymnasialen Lehrplan. Dort hat frau im Zweifel schon Erfahrung und gute Noten aufzuweisen. Sie weiß also, dass sie da gut ist - und sieht deshalb keinen Grund, sich auf ungewohntes Terrain zu begeben. Ingenieure, Juristen, BWLer oder Informatiker haben aus der Schule nur das Rüstzeug, keine Sicherheit in der Materie.

Es wird zu jeder Zeit Frauen geben, die über andere hinauswachsen. Es hat sie früher auch schon gegeben - ohne Gleichstellung und Förderplan. Nur, dass es heute nicht viel mehr sind. Das gibt eben zu denken. Wir, die wir an dem Umgang mit ganz durchschnittlich begabten Frauen gewöhnt sind, haben immer voller Staunen von den Wunderdingen gehört, deren die sagenhaften neuen Frauen fähig seien. Wir waren wohl zu Recht skeptisch. Das eigentliche Problem der Gesellschaft ist ja auch nicht die Frau und ihre strittige potentielle Fähigkeit zur Innovation, sondern die nachlassende Kraft der Männer auf diesem Gebiet. Diese sind ja durch den Feminismus selbst so auf den Hund gekommen, dass fraglich ist, ob sie zukünftig noch dieses Potential haben werden. Aktuell kann man miterleben, wie junge Frauen Schwierigkeiten haben, einen einigermaßen lebenstüchtigen jungen Mann als Partner und Erzeuger ihrer Kinder zu finden. Unsere demographische Lage ist Ausdruck dieses Dilemmas. – Zukünftig wird für unser Überleben wieder wichtig werden, dass wir die Fähigkeiten der Männer reaktivieren und sichern. Dies ist nicht selbstverständlich. Die Bevölkerung wird darin vorangehen, die Politik wie immer hinterher. Und der Feminismus wird nur als unglückliche Episode in Erinnerung bleiben.

Ohne als Mann überheblich wirken zu wollen, bedaure ich Frauen.
Was scheinbar zählt, sind spezifisch männliche Eigenheiten; und die Frau ist wirklich Frau, die in der männlich geprägten Welt den Wettbewerb mit Männer nach männlichen Spielregeln am besten meistert. Weibliche Spezifika gelten weniger und bleiben auf der Strecke. Ich würde mir eine Emanzipationsbewegung wünschen, die weibliche Eigenheiten aufwertet - gerade in gesellschaftlicher und finanzieller Hinsicht - und es Frauen zugesteht, ein weibliches Selbstbewusstsein als Gegenpol zum Mann zu entwickeln (und die Öffentlichkeit entsprechend zu prägen) anstatt zu versuchen, den Mann zu kopieren.

Es verwundert doch, daß die Autorin hier von Gleichberechtigung spricht.
Das Gehaltsgefälle ist doch zum Himmel schreiend ungerecht. Immernoch liegt dieses bei 30 Prozent bei gleicher Qualifizierung. Mehrausgaben für Frauen beim täglichen Bedarf sind unstrittig. Benachteiligung bei Einstellungen usw.. Wieso lügen wir uns denn permanent vor, daß es eine Gleichberechtigung gibt.
Der Artikel erscheint mir geradezu als Aprilscherz.
János R. Sin

Es häufen sich mal wieder die journalistischen Abhandlungen über die Luxusproblemchen von Frauen und die Erklärungsversuche, warum sie denn verdammt noch mal immer noch so selten Karriere machen. Die Zeit zwischen Frauentag und Girl's Day muss halt irgendwie überbrückt werden.
Ganz schön clever. In der Zeit, die man solchen Artikeln widmet, braucht man sich wenigstens nicht den Problemen der Männer zu widmen.
Daher: Vergesst diese Artikel, Männer. Und fragt doch mal die FAZ und die anderen Zeitungen, wann sie in vergleichbarem Umfang Artikel über die speziellen Probleme von Männern zu veröffentlichen gedenken.
Über die diskutieren wir dann gerne.

tja, so isses! Frauen haben mehr als einen Wunsch im Leben. Und andere Prioritäten.
Ich gehöre zu den Alpha-Frauen. Gut ausgebildet, von meinen ELtern gefödert, selbstbewußt. Ich habe schon lange die 100.000€ - Einkommen-Marke hinter mir gelassen. Es macht mir Spaß, gut zu sein, Erfolg zu haben, und ja, auch Männer hinter mir zu lassen.
Aber eben nicht nur. Männer mag die reine Konkurrenz befriedigen. Mich nicht. Ich möchte geliebt werden - ok, nicht unbedingt von allen, auch nicht von meinen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Aber von einem Partner. Und dafür bin ich bereit, Kompromisse zu machen. Der Waaaahhnnnsinnig wichtige Kunde geht bei mir eben nicht vor meiner Beziehung. Und wenn ich zu entscheiden hätte, einen Riesen-Karrieresprung zu machen oder eine glückliche Beziehung zu haben, würde ich letzteres wählen.
Jaja, ich weiß, wir können beides haben. Theoretisch. Denn solange es Männer gibt, denen der Kunde vorgeht, solange Karriere heißt weniger Zeit für die Liebe zu haben, werden Frauen nicht so erfolgreich sein wie Männer.
Ich bin froh, dass wir Frauen heute wirklich alle Chancen haben. Wie wir sie nutzen, ist unsere Sache. Mein Märchen endet: die Männer konkurrieren jetzt auch um den ersten Platz als liebender Partner.

"Einen Sklaven kann mann nicht befreien, er muß dies selbst tun." (Lincoln)
D.h. die innere Befreiung, muß aus den Mädchen und Frauen selbst kommen und ist ein psyschologischer Prozess. Soetwas braucht Zeit. Geben wir doch der "besseren Hälfte" der Menschheit die Zeit dazu! Schauen wir nicht immerzu darauf, lässt sich die Emmanzipation ja auch messen?! Kurz gehen wir es unaufgeregt und mit Zeit an. Die Bedingungen sind geschaffen, in 100 Jahren wird man sagen können ob wir erfolgreich waren,
"Spann Deine Schwingen, flieg Ikarus, nicht das Gelingen, nur der Versuch zählt am Schluß!" (aus einem Lied aus Österreich)

Ich muss an dieser Stelle einmal die FAZ-Redaktion loben, dass sie es gewagt hat auch mal einen Standpunkt zu veröffentlichen, der nicht die Frauen hochjubelt und die Männer diffamiert oderwider besseren Wissens behauptet, die Frauen werden diskriminiert, d.h. die Geschlechterthematik wir mal nicht aus feministischer Perspektive betrachtet.
Mir gefällt vor allem der letzte Abschnitt: Hier wird endlich mal ausgesprochen, was vielen aus persönlicher Erfahrung bekannt sein dürfte. Die meisten Frauen wollen nicht in die Spitzenpositionen und sind deshalb nur selten dort anzutreffen, d.h. die Frau Cornelia Koppetsch hat vollkommen recht. Wenn das bei unserer Regierung ankommen würde, könnten wir jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag für Frauenbevorzugungs... äh Gleichstellungsbeauftragte einsparen.
Im Zweifel bevorzugen Frauen häufig ein Leben, indem sie nicht die Hauptlast der Familieneinkommens tragen müssen.
Sicherlich wird jeder auch Ausnahmen kennen, aber die Tendenz geht in diese Richtung.

Bei dieser Debatte sollte man doch erst einmal klären, was es denn bedeutet, ein "erfolgreiches" Leben zu führen, was bedeutet es, zu "versagen"? Wenn man Erfolg mit möglichst großer Geld- und Machtanhäufung gleichsetzt, haben tatsächlich viele Frauen versagt.
Der eigentliche Skandal ist ja, dass Frauen (selbst von angeblichen Feministinnen) nur an ihren "männlichen" Tugenden gemessen werden. Weibliche Tugenden werden seit Jahren als wertlos, ja zum Teil als lächerlich dargestellt. Wer wagt denn noch, z.B. die Mütterlichkeit als etwas Positives darzustellen (selbst meine automatische Rechtschreibkorrektur unterstreicht mir dieses "Unwort" rot!) Frauen sollten endlich auch wieder zu ihren weiblichen Seiten stehen und stolz auf sie sein.
Dörte Lauerbach

Laut Autorin wollen Frauen angeblich sicher und komfortabel leben, und sie nehmen Beruf und Studium zu Selbstverwirklichungszwecke.
Leider führt aber gerade diese Berufswahl zu Unsicherheit und Armut. Die Rentensituation von Frauen ist erschreckend. Viele Frauen sind nicht in der Lage sich selbst zu ernähren und schon garnicht ihre Kinder.
Das Armutsrisiko von weiblichen Alleinerzieherinnen ist wesentlich höher als das der männlichen Alleinerziehenden - und leider gibt es viel mehr weibliche als männliche Alleinerziehende, obwohl Männer offensichtlich besser in der Lage sind, Kinder zu erziehen UND zu ernähren.
Die angeblich multi-tasking-fähige Frau kann das meist nicht.
Gerade wenn es Frauen um Sicherheit ginge (auch die ihrer Kinder), dann sollte ein Beruf mit guten Verdienstchancen höchste Priorität haben.
Sind Frauen vielleicht zu egoistisch: ihre Selbstverwirklichung im nutzlosen Studium und als Voll/Teilzeit Hausfrau/Mutter hat höchste Priorität und um die finanzielle Seite darf sich wer auch immer kümmern?