Bsirske: „Die Arbeitgeber müssen ein Lohnangebot vorlegen, das diesen Namen a...

Öffentlicher Dienst

Neue Verhandlungsrunde - Fronten verhärtet

Begleitet von Warnstreiks haben Arbeitgeber und Gewerkschaften am Donnerstag ihre Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst fortgesetzt. Die Ausstände trafen selbst das Statistische Bundesamt, den Deutschen Wetterdienst und das Würzburger Mainfranken-Theater - vor allem aber den Nahverkehr.

Lesermeinungen zum Beitrag

09. März 2008 00:58

Verneblung der wirklichen Probleme oder nur Machtdemo?

Frank Adler (fadiart)

Man könnte ausrasten, aber würde es bei den aktuellen Streiks wirklich um Existenz gehen, könnte man Verständnis aufbringen. Ich habe habe den Eindruck, jede Gewerkschaft will intern nur Macht demonstrieren. Aber die wahren Belastungen der Menschen werden nicht ins Licht gebracht. Es ist wahr, die Zeche bezahlen nicht die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes - die wird in Form von Gebühren- u.Preiserhöhungen letztlich nur weitergegeben. Dabei gibt es brandheiße Themen, wie die unerträglichen Auswüchse der Zeitarbeit.(...z.B) Oder die familienfeindlichen Arbeitsbedingungen der Verkäuferinnen für eine irrsinnige Gestaltung der Laden-öffnungen ohne mehr Personal einzustellen. Warum greifen die Gewerkschaften nicht solche Themen auf, wie die mafiösen Strukturen in den ARGEN und Arbeits-agenturen, wo man die Menschen nicht wirklich vermittelt, sondern Sklavenhandel regelrecht organisiert. Wo Menschen auf der Suche nach Arbeit sabotiert werden, damit die Verwaltung ihre Daseinsberechtigung nachweisen kann. Wo Weiterbildung ohne Praxistraining stattfinden muss, da die Arbeitsagenturen sämtliche Mittel für die Eingliederung älterer Arbeitslose drastisch reduzieren. Wofür stehen die Gewerkschaften wirklich?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 10:53

Warnstreik oder Urlaub?

Othmar König (oko_finder)

Eine Szene aus Köln: die Kölner Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Auf der für die obligartorischen Kundgebung herbeigeschafften Bühne tritt eine regional bekannte Rock- und Karnevalsband auf. Das Publikum (uups, entschulidgung, die Mitarbeiter) feiern ausgelassen ihren Streik. Willkommen bei der Partygeneration Verdi...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 10:01

Welche Kitas...?

Michael Fichtner (ebaristo)

Streiken kann man doch nur, wo auch etwas da sind und ein Streik in Kindertagesstätten in Baden-Würtemberg und Bayern ist doch irgendwie ein Witz - da vor allem die Kitas dort ein Witz sind. Wo wollen die den streiken? Bei den dämlichen Öffnungszeiten bringt das eh nichts!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 09:08

alle Jahre wieder

Andreas Baustein (ABaustein)

diese Streiks sind die Pest. Denn diejenigen, die es am meisten angeht und die die Zeche bezahlen müssen, sitzen nicht am Verhandlungstisch. Nämlich die Bürger und Fahrgäste, die durch diese exorbitante Gehaltserhöhung geschröpft werden und die bereits jetzt Geld bezahlt haben, für das sie keine Leistung bekommen.
Das nennt man unzulässigen (Tarif)Vertrag zu lLasten Dritter !!!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:49

Verdi nervt nur noch...

Michael Meier (never1)

....jeder Streiktag macht die Leistuingen des öD doch nur erkennbar überflüssiger. 8% für die immer noch wachsende Krake öffentlicher Dienst. Die Personbal- und PEnsionskosten werden uns und unseren Kindern die Haare vom Kopf fressen und diesen Staat weiter verschulden und letztendlich handlungsunfähig machen.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
06. März 2008 08:43

Schon heute

Stefan Schmidt (StSchmidtSG)

haben die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst Probleme, mit ihrem kargen Gehaltsniveau qualifiziertes Personal zu finden. Und der sichere Arbeitsplatz? Na ja - in Zeiten von europaweiten Ausschreibungen, Outsourcing, Fusionen und Beteiligung privater Kapitalgeber zieht das längst nicht mehr. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ist in weiten Bereichen des öffentlichen Dienstes bald ebenso verbreitet wie in der Privatwirtschaft.
Weitere "Vorteile" für Neueinsteiger? Urlaubsgeld - weg; Weihnachtsgeld - gekürzt; Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - zusammengestrichen auf gesetzliches Mindestniveau, Beihilfeleistungen im Krankheitsfall - kaum noch; dazu Beförderungsstopp und Überstundenberge.
Dieser bunte Strauß an Perspektiven für das Berufsleben wird sicher zuhauf geeignete Bewerber in die Personalabteilungen der Kommunen schwemmen.
Die Gesellschaft wird sich entscheiden müssen: Ordentliche Bezahlung für motivierte und gute Mitarbeiter oder Almosengehälter für Angestellte, die nur deshalb im öffentlichen Dienst anfangen, weil sie die besseren Jobs nicht ergattern konnten. Schöne Aussichten!

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 6 von 6 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche