
aber es wäre gar nicht so interessant, den Anstieg der Zahl der Einkommensmillionäre zu erfahren. Wer weiß schon, ob die noch lange arbeiten werden. Vielmehr von Bedeutung ist, zu erfahren, wieviele von den 20-25% der Einkommensbezieher, die über 80% aller anderen finanzieren, das noch lange mitmachen werden, wenn ihnen erst klar wird, in welch erschreckendem Ausmaß sie von den Dauersozialisten in den Regierungen der letzten fünfzig Jahre geschröpft wurden und werden. Da sie regelmäßig damit befasst sind, ihr Bruttoeinkommen halten und ständig erhöhen zu müssen, um nicht zu weit zurückzufallen beim Nettoeinkommen, benötigen sie dringlichst eine längere Pause, um über den praktizierten Schwachsinn einmal ausgiebig nachdenken zu können. Wenn dies geschieht, werden sie stante pede damit aufhören, sich selbst zu verkackeiern. Sodann wird die geistige und andere Kapazität ausschließlich darauf verwendet, abgabenschonend zu wirtschaften. Wo - bitte sehr - kommt dann das viele Geld her, das unsere Umverteiler unter gigantischen Reibungsverlusten von der rechten in die linke Tasche packen - und retour, damit ja kein Leerlauf entsteht?

zum ähnlichen Thema: "25 Prozent zahlen 80 Prozent" - heute erschienen. Ich zitiere ein paar Passagen: __"Mehr als 10 Millionen aller Steuerpflichtigen haben nach Angaben der Wiesbadener Behörde 2004 ein Einkommen von höchstens 10.000 Euro erhalten" und __ "wobei zusammen veranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden." Gemeint ist NICHT das zu versteuerndes Einkommen! ___"Die untere Hälfte der Einkommensbezieher [ ca. 17 Mio.] habe ein Einkommen von weniger als 23.000 Euro bezogen" Was bedeutet das?! Das bedeutet, dass es ca. 10 bis 20 Millionen Menschen in Deutschland gibt, die ein EINKOMMEN von unter 10.000 EUR haben! Berücksichtigt sind hier auch nicht die Kinder von armen Familien! Ferner bedeutet das, dass 17-35 Mio unter 23.000 EUR im Jahr EINKOMMEN (nicht zu versteuerndes Einkommen!) beziehen! Aber alle diese Menschen bezahlen die erhöhten Verbrauchssteuern! Leider setzen sich die deutschen Steuern nicht nur aus der Einkommensteuer zusammen! Die Umsatzsteuer macht etwa 30,8% und die Lohnsteuer aber nur 30% des Steuerafukommens aus. Es bleibt unklar, in wie weit die Zahl der EInkommensmillionäre gestiegen ist. Das wäre mal interessant zu erfahren....

- In DE beträgt die Anzahl der Erwerbspersonen rd 43,2 Mio bei rd. 82,2 Mio Einw. - Die Zahl der Erwerbstätigen liegt bei rd 40,3 Mio - Die Zahl der Erwerbslosen liegt bei rd 2,9 Mio Allein von 2005 bis 2007 fiel die Erwerbslosenzahl von 10,6 % auf 8,3 % und liegt jetzt bei rd 7,5 %. Daher mit rd. 4 Mio Erwerbslosen oder mehr zu argumentieren ist falsch, da z.B. die dauerhaft Arbeitsunfähigen und dem Markt nicht verfügbaren Kräfte nichts in o.a. Zahlen zu suchen haben.

dass seit 2005 sowohl die Zahl der Erwerbstätigen von rd. 38,80 Mio auf 40,32 Mio, als auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten von rd. 26,4 Mio auf 27,32 Mio gestiegen sind. Dabei ist gegenüber dem Vorjahr bei letztgenannter Zahl die Vollererbstätigkeit stärker gestiegen als die der Teilerwerbsjobs. Insgesamt ist im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von 580 Tsd bei den wichtigen sozialversicherungspflichtigen Personen festzustellen. Wichtig ist vor allem, dass die von 2001 bis 2005 anhaltende Talfahrt der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten - im Gegensatz zur Erwerbstätigkeit- seit 2005 unterbrochen wurde und einen Anstieg (w.o. erläutert) erfahren hat. Dass die Zahl der geringfügig Beschäftigen mit Hartz IV u.a. auch gesunken ist, darf doch auch positiv gesehen werden. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit; hier: Arbeitsmarkdaten vom Juli d.J.)

...das Forschungsinstitut IAB der Bundesagentur für 2008, wie es am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Zählt man hier die Zahl der 1-Euro-Jobber hinzu, die etwa 600.000 betragen dürfte, kommt man auf 4 Mio Arbeitslose im Durchschnitt des Jahres 2008. Das ist nicht etwa das beste Ergebnis seit 1992 wie oft behauptet wird, sondern lediglich das beste Ergebnis seit 2002, als im Jahresschnitt 4.061.345 Menschen arbeitlos gemeldet waren und es 1-Euro-Jobber nicht gab. Doch damit nicht genug sind viele Hunderttausende aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden, weil sie älter als 58 sind, an Fortbildungen teilnehmen, Stichtage für die Erfassung von Arbeitslosen verlegt wurden, undundund. Gleichzeitig ist (lt. Stat. Bundesamt) seit 2002 die Zahl der Deutschen von 53,9 auf heute 52,7 Mio um 1,2 Mio zurückgegangen!! 120.000 Arbeitslose sind alleine dadurch aus der Statistik verschwunden! Warum es eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt darstellen soll, dass die Löhne der jungen Mitarbeiter oder der Leiharbeiter so stark gesunken sind, bleibt mir ebenfalls schleierhaft. Da muss man sich wirklich WUNDERn am deutschen Arbeitsmarkt.

Die BRUTTOLÖHNE, sie sind eigentlich gar nicht höher als in der BRD - nur die Abzüge, sie sind geringer: Die Krankenversicherung muss nicht bezahlt werden, da der Staat Kanada eine anderweitige Finanzierung macht; zB auch über höchste Abgaben für Alkohol und Zigaretten, die es in keinem normalen Supermarkt zu kaufen gibt. Eine Flasche mittelguten Whisley`s: etwa 50$, ein Kasten Bier: ähnlich. Wär jetzt zu weitgehend, alles aufzuführen. Auch die anderen SVs sind weitaus geringer im Beitrag als in der BRD. Alle Niedriglohnarbeiter(Mindestlohn in Toronto ab 2011 - 11$, derzeit nur 8.50) zahlen lediglich 14% Steuern - Ende. Da der Staat wenig gibt, schaut er auch nicht so hin und drückt bei Schwarzarbeit (die dort LÄNGST nicht so verfolgt wird, wie bei Euch, auch wenn sie natürlich verboten ist) oft ein Auge zu - er verteilt ja auch nichts und das geld geht in den Konsum, was wiederum Arbeitsplätze schafft. Überhaupt ist eine Gängelung des Bürgers, wie bei Euch (was MICH fast erwürgt hätte - ich empfand es als absonderlich) sehr unüblich. Ich jedenfalls komme mit den Gegebenheiten in CA super klar und reise Ende Sept. wieder zurüc

Das Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) hat jüngst die Zahl der offenen Stellen mit 1,113 Mio sowie die sofort besetzbaren Stellen mit 874 Tsd bekanntgegeben. Dabei sind diese Werte im Vergleich zwar leicht rückläufig, jedoch stabil. Gerade diese Zahlen bekräftigen die Notwendigkeit der Hartz-Reformen in einer Zeit von Wirtschaftswachstum geradezu. Die Nichtbesetzung der offenen Stellen ist nicht hinnehmbar, da weitere Wachstumschancen nicht genutzt werden, dagegen der Staat und die Bürger über die Steuerquote durch Transferleistungen unnötig stärker belastet werden. Das könnte sogar bedeuten, dass die Hartz-Regelungen punktuell nachgebessert werden sollten. Aber wer packt ein solches Thema vor Wahlen an? Von einem Wunder, wie vom Autor zitiert, sollte allerdings nicht die Rede sein, sondern eher von normalen Entwicklungen im Auf und Ab von Konjunkturzyklen. Hier muss die BA- was sie seit Hr. Weise erfreulicherweise forciert hat- weiter verstärken.

Das einzige was mich verwundert ist, dass nun ofensichtlich auch die FAZ die Realität aus den Augen verloren hat. Skandal 1: 1 Euro Jobber werden von der öffentlichen Verwaltung angestellt - sprich ausgenutzt. Skandal 2: Sie zählen nicht mehr als arbeitslos. Skandal 3: Bevor man ALG II erhält darf man nach jahrelangen Einzahlungen in das Transfersstem, seine Altervorsorge auflösen und wird mit Rentenbeginn in die Altersarmut entlassen. Gesetze, die soetwas ermöglichen, gehören abgeschafft. Ich befürworte die Aganda 2010 im großen und ganzen, aber die Politiker müssen auch den Mut zur Korrektur aufbringen, wenn hier offensichtlich was in die verkehrte Richtung läuft.

Wunder gab und gibt es immer wieder. Vor allen Dingen bei den Freunde Friedmanscher "neoliberaler" Ökonomie. Wir erinnern uns an das Wunder von Chile! Aber für welchen Preis? 2007 ist Chile eines der Länder mit dem stärksten Wohlstandsgefälle in der Welt.Von 123 Ländern, die von den Vereinten Nationen daraufhin überprüft wurden lag Chile auf Platz 116! Immer nach dem gleichen Prinzip und mit dem gleichen Ergebnis (Löhne runter, Sozialabgaben kürzen, staatliche Unternejhmen privatisieren) hat sich die neoliberale Krankheit in den westlichen Gesellschaften etabliert. Die Mitte erodiert und eine Elite sahnt ab, während die Armut steigt. Wenn wir jetzt Hartz V einführen und Ein Euro Jobber auch für die Industrie zulassen. Dann ist das Wunder perfekt. Wir haben Vollbeschäftigung!

Abgesehen davon, dass Herr Gemis Tatsachen falsch wiedergibt, spicht der blanke Zynismuss aus den Worten eines Menschen, der kaum aus Selbsterlebtem schöpfen kann. Der absolute Großteil der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen (und ich gehe hier von mindestens 95% aus) wünscht sich nichts mehr als eine baldige Wiederaufnahme der Berufstätígkeit. Zur Erfüllung dieses einen Wunsches bedarf es der Unterstützung, nicht der Bedrohung durch Absturz in die Armut. Die Hauptzahler der Hartz-IV-Zeche waren und sind ältere Arbeitslose 45+, denen die Bezugsdauer der Versicherungsleistung (!) ALG 1 radikal gekürzt wurde. Diesen Fehler hat man spät bemerkt und wenigstens ansatzweise korrigiert. Ein Fehler bleibt es allemal. Die SPD, die sich unter Schröder zu einer neoliberalen Partei entwickelt hat, bekommt jetzt die Quittung für ihr Verhalten. Kürzung von Sozialleistungen bei gleichzeitiger Begünstigung von Topverdienern duch Steuersenkungen waren bisher ein Privileg von Union und FDP. Die Wähler wandern notgedrungen nach links ab. Münte, bleib wo du bist!

...dass Löhne nach "Qualifikation" und nicht nach Eignung, Leistung und Knappheit bezahlt werden. Jetzt wird mir natürlich klar, warum Linke ständig die Bildungsstandards reduzieren wollen - irgendwann sind wir wieder in den guten alten DDR-Zeiten, als jeder ein Diplom-Irgendwas war und entsprechend der (gleich) hohen Qualifikation den gleichen Lohn "zugewiesen" bekam...

... ist ein Statistiktheologe wie es im Buche steht. In der F.A.Z. ist er schon länger als konfrontierender Autor tätig und hat uns schon über viele Jahre mit allerlei Statistikgedöns belehren wollen - besonders aus den sozialen Bereichen der Bundespolitik. Leider hat er noch immer nicht das journalistische Bedürfnis verspürt, einmal fern des vorgegebenen Statistikmaterials zu recherchieren und sowohl objektiv als auch im Fortgang subjektiv zu hinterleuchten welchen Wert seine Thesen haben. Vielleicht ist sein Verdienst an der Leserschaft sein Unvermögen, die geschönten "Tatsachen" so sehr zu verklehren, wie es hochamtliche Stellen felsenfest nicht in der Lage sind, sodass der (traurige)Witz an so mancher Statistik noch deutlicher hervortritt. Eigentlich danke ich Ihnen, dass Sie die Peinlichkeit einer selbstdarstellerischen (Sozial)Politik wieder einmal zur Schau gestellt haben. In Zeiten von Chinas Olympiaiszenierung in Co. mit dem IOC zeigt sich doch, dass unsere Legislative sehr lernfähig ist und man noch immer politische Vorbilder haben kann. Ich bin froh, dass ich mir arbeitsplatztechnisch den ironischen Abstand dazu leisten kann. Wehe den rund 8 Mio Deutschen (Transferempfänger), die das nicht können.

Wirklich frech, der Artikel! Und auch noch falsch: Z.B. musste von Arbeitslosenhilfe auch Wohnung etc. bezahlt werden. Das steht in dem Artikel nicht. Auch bei Arbeitslosenhilfe konnte man einen Nebenjob, 400 Euro Job, machen. Die Zunahme an Arbeitsplätzen beruht auf den vielen 400-Euro und 1-Euro-Jobs, auf die dann aufgestockt werden muss-vom Staat-also dem Steuerzahler. Bevor ALG II greift, muss man seine Altersversorgung aufbrauchen, die in der Regel VOR Riester abgeschlossen wurde, weil es den damals noch nicht gab! Am Ende steht die Altersarmut, weil durch die Billigjobs keine vollen Sozialbeiträge gezahlt werden können. Und was ist mit dem ganzen Wissensverlust der "Mittelschicht", wenn sie nur noch Billigjobs verrichten? Man sollte dazu in der TAZ lesen, "Ex-Leiter Jobcenter RE angeklagt", Not ausgenutzt. In einem Heim wurden vierzig 1-Euro-Jobber wie reguläre Arbeitskräfte eingesetzt. Hunderttausende 1-Euro-Jobber - "staatlich bezahlt", statt regulär eingestellt - erscheinen nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik.Ziel der Arbeitsagentur ist, die Zahl der Arbeitslosen pünktlich zur Wahl 2005 auf 2,5 Mio zu drücken.Die Ostdame weiß, wie man Zahlen schönt.Damals gab es in ihrem Land immer Wahlen mit 99,99% Wahlbeteiligung.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte 3.Quartal 2002 = 27,78 Mio.; 2. Quartal 2008 = 27,42 Mio.(Quelle Bundesagentur für Arbeit)!

Ihr Beitrag ist sehr interessant. Können Sie uns noch versuchen zu sagen, wieso die kanadischen Unternehmer solche Löhne zahlen kann? Das wäre im Vergleich zu Deutschland interessant.

Es ist eigentlich ein unbestrittener Konsens aller Parteien: Wer arbeitet muss etwas davon haben, es ist unerträglich, dass Menschen von Sozialleistungen besser leben als von einer eigenen Erwerbstätigkeit. Soweit so gut. Da erscheint es doch nur konsequent, wenn Sozialleistungen auf ein erforderliches Minimun reduziert werden. Absurd wird es aber meines Erachtens, wenn es dann als segensreiche Folge dieser Maßnahme gepriesen wird, dass Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, hoch qualifizierte Arbeitnehmer auf unterqualifizierten Stellen einzustellen und auf diesem Wege kräftig bei den Löhnen zu sparen. Da lohnt es sich für ein Unternehmen eigentlich nicht mehr, Stellen für Facharbeiter und Akadamiker einzurichten. Lieber noch ein paar günstige Stellen für Hilfskräfte geschaffen und diese mit Facharbeitern und Akademikern besetzt. Schließlich sind die inzwischen hinreichend unter Druck, auch solche Stellen anzunehmen. Juhu! Womit dann der qualifizierte und arbeitswillige Arbeitnehmer wirtschaftlich doch nicht mehr wesentlich besser steht als der Empfänger von Hartz IV. Die Reduzierung von Sozialleistungen ist nur sinnvoll, wenn Arbeit mit fairen Löhnen entsprechend der beruflichen Qualifikation gewürdigt wird.

Damit steht die FAZ nicht mehr für seriöse Berichterstattung auf der Basis von Fakten. Statt der Aussagen des Autors haben wir eine in Statistiken versteckte Arbeitslosigkeit, die um Millionen Menschen höher liegt, einen inhumanen Arbeitsmarkt mit vom Staat subventionierten Niedriglöhnen, von denen kein Mensch (über)leben kann und eine gewollte Überfremdung mit größtenteils osteuropäischen "Deutschen", die hier das Niveau unzumutbar abgesenkt haben.

Sie sagen richtig, dass mich kein Gesetz zwingt jemanden einzustellen... das ist richtig, aber ich werde ducht Hartz-IV gezwungen indirekt keinen bzw. den größten Teil nicht einzustellen, weil den Lohn den die meisten haben wollen (Netto über Hartz-IV) sind diese nicht wert.

Also, das Medizin einem nicht immer schmecken, das ist nunmal manchmal nicht zu andern, wie zum Beispiel bei Hartz 4, aber der Arbeitslose muss wissen, das soziale Hilfe oder auch das Arbeitslosengeld dazu da ist, um Menschen in einer sich befindenen Notlage zu helfen und es ist nunmal so, das diese Gelder das Leben vereinfacht haben und leider viel zuviele Leute glaubten, das man mit einer arbeitsscheuen Taktik um wieder Arbeiten zu mussen, sich drucken konnte. Hartz 4 presst Arbeitslose, auch etwas unterbezahlte Jobs anzunehmen. Gut, es gibt immer Ausnahmefalle und auch Hartefalle, aber es sind ja nicht Millionen solcher Falle und deswegen musste gehandelt werden. Es gibt genug Arbeit und es ist schwierig, aber wer Arbeit hat, ist wieder in einem Teil des Lebens angekommen, das eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlt, namlich selbst fur sich und seiner Familie zu sorgen. Manchmal gibt es auch staatliche Zuschusse und das ist auch gut so. Damals wurde die alte Kohlregierung abgewahlt, weil die alte Regierung so ein ahnliches Prinzip einlauten wollte und Millionen Arbeitsscheue passten diese Art von bittere Pillen nicht und jetzt ist alles viel schlimmer gekommen und aus der moglichen Freiwilligkeit ist jetzt Zwang geworden.

Das - entschuldigt, Sie ansonsten von mir geschätzte FAZ-Journalisten - muss ich wirklich einmal fragen. Stand Herr Hundt hinter Ihnen, oder Frau "Der Aufschwung ist da"Merkel?? Nein, das ganze liest sich wie eine Verballhornung. Trieben wir es auf die Spitze: Hartz 4 nur noch für Menschen älter als 60, und ein Lohnniveau von 5 Euro: Hiesse das dann bei Euch auch:"Das Wunder am Arbeitsmarkt", da man praktisch umsonst Arbeitslose rekrutieren könnte und sie aus irgendeiner Statistik verschwänden? Wirklich - das ist einer der tendenziösesten Texte, die ich jemals in Zeitungen gelesen habe, Neues Deutschland eingerechnet. In Kanada zum Beispiel ist das Sozialsystem lau; es gibt ca 300€ (umgerechnet) und man hat in Gemeinschaftsunterkünften zu leben, wenn man Sozialhilfe begehrt. Nur: Auch vollkommen ungelernte, wenig gebildete Kräfte haben eine absolut reelle Möglichkeit, durch Fleiss 3000kan$ (ca!! 2000€) nach Hause zu bringen. Ausserhalb Torontos (Preissmässig das "München" Kanadas) sind die Lebenshaltungskosten eher noch leicht niedriger als in Deutschland. Und das alles, das macht dieses Faseln über den "Jobaufschwung" zu etwas, wo nicht nur mein Blutdruck steigt. Bitte keine solche halbwahren Texte mehr, liebe Zeitung!

Dieser Artikel enthält nichts als neoliberale Parolen, die absolut durch nichts zu beweisen sind. Der Autor wiederholt lediglich von der INSM erfundene Statements. Für einen Journalisten reicht es nicht aus, vorgegebene Texte nur zu wiederholen. Nur die eigene gründliche Recherche befähigt ihn einen objektiven Artikel zu verfassen. unter diesen Aspekt bleibt dem Autor nur übrig, folgenden Satz unter seinen Artikel zu setzen: "Dieser Artikel ist ein Fehler und ich behaupte das Gegenteil"

Abgesehen von den fachlichen Fehlern, sind die Schlussfolgerungen des Artikels primitiv. 1. Es wird dort nicht erklärt, ob faktisch Arbeitslose, die solche nutzbringenden Seminare, wie "Lebenslauf richtig schreiben" oder "sich richtig bewerben" absolvieren, als Arbeitslose gelten. 2. Ohne eine Altersangabe sind diese Zahlen unbrauchbar: Was passiert mit den Arbeitslosen über 50? Hat Kombi-Lohn eine Wirkung? Was für Arbeitsplätze bekommen Kombi-Lohn-Begünstigten? 3. Gesetzen wir den Fall, die FAZ würde das Personal reduzieren: würde es dem Redakteur schmecken, bei der Frankfurter Neuen Presse als Bote zu arbeiten? Es ist einfach Unsinn, Leute zu zwingen, weit unter ihrer Qualifikation zu arbeiten. Lieschen Müller versteht, dass heutzutage Arbeitslosigkeit nichts über die tatsächliche Qualität des Arbeitslosen aussagt, sondern in den meisten Fällen eine Folge von Machenschaften von Heuschrecken und anderen Finanzjongleuren ist. Wie kann man es für gerecht finden, dass ein, sagen wir, Biologe, der in einer gesunden Firma arbeitet, als besser als einer, dessen Firma von einem namenlosen Ami übernommen wurde und daher arbeitslos wurde, eingestuft wird ? Und da wundert man sich, wenn Frau Dill eine linke Koalition will...

Als aufgeklärter Bürger weiß man natürlich,dass die faktische Arbeitslosigkeit etwa doppelt so hoch ist wie die offiziell ausgewiesene. " Der Aufschwung kommt an - bei den Abgeordneten. Abgeordneten - Bezüge sollen um sechs Prozent angehoben werden." Nur zur Erinnerung:Der Sozialhilfe - bzw. ALG - II - Satz von 345,- Euro ( plus Miete), eingeführt am 1. Januar 2005, wurde zum 1. Juli 2007 um sensationelle zwei Euro angehoben, bis heute also um 0,66 Euro - oder 0,19 Prozent pro Jahr. Fast jeder Vierte arbeitet für Billiglöhne. Laut einer Studie stieg der Anteil der Geringverdiener in zehn Jahren von 15 auf 22,2 Prozent - u. drei Viertel von ihnen sind gut ausgebildet. Gleichzeitig beobachten die Forscher, dass die Billiglöhne weiter fallen. ( Aufschwung a la Neoliberalismus. ) Die vorhandene gesellschaftliche Arbeit sollte nur intelligenter verteilt werden. Aber dann gäbe es kein Arbeitslosenheer u. keine industrielle Reservearmee mehr als Druckmittel gegen jene, die Arbeit haben. Also bleibt alles beim Alten. In diesem dummen, kranken, menschenverachtenden System. Arbeitslose müssen in Zukunft wohl endgültig jede Arbeit,also auch unbezahlte,an nehmen - als Steigerung bliebe,die Einführung offener Sklaverei zu fordern.

Ein Sammelsurium aus euphemistischen, sarkastischen, zynischen Aussagen über die "Erfolge" mindestens zweier Bankrott-Regierungen. Der Resonanz in Form der bisherigen Zuschriften ist zu entnehmen, daß immer mehr Menschen gibt, die die wahre Situation unseres Landes nach ihrem Erleben beschreiben und leiden. Man hat das Gefühl, daß die Unmoral des Namensgebers dieser gewollten Volksverelendung, auch noch Jahre nach ihrer Verabschiedung ihre gleichermaßen betrügerischen Früchte entfaltet. Man lese einfach sorgfältig eine Leserzuschrift nach der anderen, um die Spitze des verlogenen Eisbergs, für den der Autor dieses Artikels offensichtlich blind ist, wahrzunehmen. Ich weigere mich zu glauben, daß der Autor Germis die Grundhaltung der FAZ repräsentiert.

Ein Ökonom, der wegen einem veränderten Berechnungsmodell, von einem Wunder am Arbeitsmarkt spricht, sollte besser den Job wechseln. Jemand erhält einen(!!!) Euro pro Stunde und fällt dafür aus der Arbeitslosenstatistik. Herrlich, das Volk veralbern kann so einfach sein. Das der Bürger offenkundig von seinen Vertretern betrogen und belogen wird, ist schon bemerkenswert. Das es Menschen gibt, die so einen offenkundigen Unfug glauben ebenfalls! Die meisten Menschen sind leider nur in der Lage den vorgekauten Mist nachzuplappern, der ihnen aus irgendeinem politischen Lager aufgetischt wird. Jedes Lager hat nur seine Ideologie aber kein Konzept. Wer stellt Fragen wie: Welchen sozialen Status sollte ein Familienvater haben der Vollzeit arbeitet. Darf so jemand in einem der reichsten Länder zur sozialen Unterschicht gehören, der seinen Kindern allenfalls Gammelfleisch auftischen kann? Wer stellt die Frage ob nicht das ganze System komplett erneuert werden müsste, weil es derzeit vorne und hinten nicht passt? Wer denkt nicht in Kategorien wie, Hartz um 50 Euro senken oder erhöhen, Kindergeld paar Euro erhöhen oder nicht, 10 Euro Praxisgebühr ja oder nein. Wer denkt nicht, mit solchen Kindereien hätte man politisch etwas verändert?

Wenn der Autor alles so schlecht recherchiert hat wie die Höhe der Leistungen nach SGB II( die Grundsicherung beträgt derzeit 351 Euro), braucht man sich über die abstrusen Ergebnisse dieser Betrachtung nicht zu wundern. Man kann zu solchen Ergebnissen nur kommen, wenn man die Claqueure der INSM mit Wissenschaftlern verwechselt. Ansonsten passt ein Zitat von Kurt Kurt Tucholsky ganz ausgezeichnet: „Eine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Krieg: Wer die Butter hat, wird frech.“

Vielleicht können die Minijobber darüber lachen. Wenn alle Pseudo-Jobs ind ie Arbeitslosenstatistik aufgenommen würde (da gehören sie hin!), dann würde man leicht feststellen, daß sich an der Gesamtzahl der Arbeitslosen nichts geändert hat. Mir muß mal jemand erklären was einen 1 Euro Job von einem Arbeitslosen unterscheidet. In allen amtlichen Statistiken wird nur gelogen - siehe Inflation usw usw. Beschäftigungstherapie hat nichts mit einem Arbeitsplatz zu tun.

Dieser Artikel ist unverschämt und manche Kommentare ebenso. Es werden gelernte Fachkräfte in " Bildungsmaßnahmen gesteckt, die ihnen in keinster Weise weiterhelfen. Im Gegenteil, es sitzen Computerfachleute in Kursen, in denen sie lernen sollen einen Pc einzuschalten und eine Maus zu bedienen. In anderen Fällen werden Menschen die in Verkauf keinerlei Erfahrungen haben und für den Beruf auch gar nicht geeignet sind, in Weiterbildungsmaßnahmen gesteckt. Was nützt eine Weiterbildungsmaßnahme, wenn man noch nicht mal die Ausbildung für diesen Beruf hat. Menschen, denen diese Maßnahmen etwas bringen würden, werden diese verweigert. Die unqualifizierten Sachbearbeiter, suchen die entsprechenden Opfer nach Zufallsprinzip aus, per Suchlauf. Und für diesen Schwachsinn zahlen die noch Erwerbstätigen und einige der hier kommentierenden noch horrende Summen an Steuern. Man sollte doch erst einmal über den eigenen Tellerrand schauen und sich effizient informieren, bevor man solche primitiven Stammtischparolen unreflektiert wiederholt. Aber auch Euch wird irgendwann die Wirklichkeit einholen. Denkt Ihr eigentlich auch an die Zukunft und Eure eigenen Kinder ??

Ein Jobwunder. Aber ein Arbeitsplatz, ein Platz mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer die miteinander vom Erfolg geleisteter Arbeit leben den gibt es kaum noch. Firmen, die auf Gewinn bedacht sind,der nur erzielt werden kann, durch Einsparungen die durch Lohnkürzungen und streiichen sozialer Leistungen, bieten keinen Arbeitsplatz, sondern ein Beschäftigungsverhältnis auf Zeit, das mit dem Verkauf und Wiederverkauf mit einseitigem Gewinn nur erzielt werden kann-durch weitere Einsparungen bei Abhängigen. Für Arbeitnehmer ist das kein Wunder, sondern eine Zumutung. Das sollte man nicht anpreisen. Walter Wasilewski

Was soll das bringen, wenn die Arbteitslosigkeit sinkt, die Leute aber nichts mehr verdienen? Arbeitslose suchen nach Arbeit, mit der sie auch Geld verdienen koennen. Hartz IV wird aber als Instrument missbraucht, um die Loehne voellig nach unten zu druecken. Uebrigens: wer nichts verdient, kann auch nichts mehr ausgeben. Am Ende hat den Schaden daher in jedem Fall die deutsche Wirtschaft. Jetzt werden immer niedrigere Loehne gezahlt, naechste Woche beschwert sich die FAZ dann wieder dass niemand mehr Autos kauft.

Da wundert sich man sich eher über "einge Ökonomen", die seit Jahr und Tag eher durch ihre Fehleinschätzungen glänzen. Worauf beruht das "Wunder"? Auf der deutlichen erhöhten Privatisierung des Arbeitslosigkeitsrisikos!! 1) Die Verkürzung der AL Versicherungsleistung im Nomalfall um 1/3 -- 2) Die drastischen Veränderungen (bereits vor Hartz IV) in der Ausgestaltung einer zusätzlichen Auffangstellung (heute ALG2) . Inwieweit das zu einer mittel- bis langfristigen Auszehrung der finanziellen Ressourcen von Millionen betroffener Haushalte und damit zu einer zeitverzögerten staatlichen Belastung führt, halte ich für eine offene und gesellschaftlich risikobehaftete Frage. Da kann man kaum von Reformen reden, allenfalls von Veränderung der Spielregeln. Wenn man dabei noch bedenkt, dass in den 90ern die Lösung der Arbeitsmarktprobleme nach US-Muster ( Ausweitung von Zeit+Leiharbeit, "Working Poor" etc. ) auch von CDU/CSU abgelehnt worden ist, kann man von politischer Teilkapitulation in einer zentralen Frage sprechen. Dazu sollten sich die Verantwortlichen bekennen und nicht Schein für Sein verkaufen.

"Wer will mich verpflichten einen Mindestlohn zu zahlen, wo bei ich Verlust mache?" Niemand, egal ob mit oder ohne Mindestlohn. Es gibt in Deutchland kein Gesetz das Arbeitgeber zwingt, Menschen anzustellen. Die Freiheit haben Sie.

sondern ein Effekt mit mehreren Ursachen. Die schrödersche Hartz IV Regelung hat Wirkung, richtig, jedenfalls ein wenig. Hinzu kommt, daß die zuständigen Behörden vieles tut, um die Zahlen generell zu schönen. Darüber hinaus werden Maßnahmen durchgeführt, für deren Dauer die Betroffenen nicht als arbeitslos gelten. In diese Zeiten werden dann die Stichtage der Statistiken gelegt. Es wird also kräftig gemogelt, um Erfolge vorzeigen zu können, die den zuständigen Politikern und ihren Wasserträgern in der Verwaltung nützen sollen. Viele fallen darauf herein. Deswegen ändert sich an der Praxis bestenfalls mal die eine und andere Methode, nicht jedoch der generelle Ansatz. Solange Arbeitgeber weiterhin durch die verfehlte Überregulierung unserer Politiker nachhaltigst davon abgehalten werden, jemanden einzustellen, den sie nie wieder los werden, blüht das Geschäft der Arbeitsvermieter, über welches sich sodann an erster Stelle die Politiker beklagen. Diese politisch-ökonomische Idiotie hat bei uns höchste Wachstumsraten, weil kaum jemand sie durchschauen will oder kann und vor allem sich vor dem fürchtet, was politische Scharlatane als entsetzliche Folgen für Deregulierung in plakativer Rede an die Wand malen.

... wie schon meine Vorredner kommentierten, ... wenn die Mittelschicht 1600 Euro mit nach Hause nimmt, oh ich vergas ... dies ist ja brutto, also wenn die Mittelschicht 1100 Euro mit nach Hause nimmt, was haben dann Familien zur Verfuegung die sich unterhalb der Mittelschicht bewegen??? Vielleicht waren DM 3200.00 mal eine Summe die sich sehen lassen konnte, 1600 Euro reichen heutzutage nicht mal mehr fuers Klopapier. Das Wunder des deutschen Arbeitsmarktes basiert auf relativ hochqualitativer Arbeit zu absolut niedrigen Loehnen.

"Vor den Arbeitsmarktreformen stand ein Arbeitsloser aus der Mittelschicht viel besser da. Damals zahlte der Staat - zeitlich unbefristet - 57 Prozent des letzten Nettoeinkommens als Arbeitslosenhilfe, wenn Kinder zu betreuen waren 60 Prozent. Ein Rechenbeispiel zeigt deutlich, was Hartz IV vor allem für die durchschnittlich verdienende Mittelschicht bedeutet: Ein Single, der vorher 1600 Euro brutto verdiente, bekam früher vom zweiten Jahr Arbeitslosigkeit an immer noch 912 Euro Arbeitslosenhilfe." Hier scheint ein Fehler in der Unterscheidung zwischen brutto und netto vorzuliegen. EUR 912,- sind 57% von EUR 1600,-. Während der Autor im oberen Abschnitt allerdings schreibt, dass 57% vom Nettoeinkommens bezahlt werden, sind die EUR 1600,- im Beispiel der Bruttoverdienst. Hier scheint ein Fehler vorzuliegen.

Es gibt eine klare empirische Evidenz also dafür, dass die in Lohn und Brot stehenden Arbeitnehmer in diesem Lande eigentlich nichts anderes im Sinn haben, als auf der faulen Haut zu liegen. Schlecht recherchiert, diktiert vom 1. Statistik- Manipulationsverein am Platze, der BA.

Also ich habe ein Versicherungsbüro. Es kommt eventuell einer im Jahr zu mir und fragt, ob ich nicht Arbeit für ihn hätte, oder ob ich jemanden kenne, der jemanden sucht. Es kommen aber viele, denen ich eine Absage schreiben soll oder nur einen Stempel und eine Unterschrift, dass sie sich beworben haben. Wenn ich eine Sekretärin für 30 h suche und sie angemessen bezahlen möchte, dann bekomme ich den Spruch an der Backe, dass sie mit HARTZ-IV fast genauso gut fahren. Unter angemessen bezahlen verstehe ich als Arbeitgeber, dass diese Leute das Geld auch wert sind. Wer will mich verpflichten einen Mindestlohn zu zahlen, wo bei ich Verlust mache? Mich als Selbständiger fragt auch keiner, wie ich meine Krankenversicherung den nächsten Monat bezahlen kann. Michael Schumacher verdient mehrere Milionen im Jahr. Die, die ihn bezahlen verdienen aber durch ihn noch mehrere Milionen. Aber die meisten Eineurojobbler, sind nicht mal den einen Euro wert.

Man könnte die Arbeitslosigkeit noch weiter nach unten drücken: Hartz-IV auf null, Kinderarbeit wieder erlauben, und die Auszahlung von Billiglöhnen in vollem Umfange als Sonderausgaben erlauben, zudem noch die Kinderprostitution legalisieren, den Verkauf von eigenen Organen auch. Dann können wir doch alle jubeln! Was hält uns ab? Es ist zum Kotzen, wie Sozialabbau und Dumping Löhne hier schön geschrieben werden, man kann es nicht mehr anders nennen. Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka, ein Sprecher der Anarchistinnen und Anarchisten in Österreich und der BRD, die ein Deutschland für uns sind.

schon interessant, wie eben nach und nach über Hartz IV Tacheles geredet wird. All die Schalmeienklänge den Arbeitslosen zu "helfen" reduzieren sich wesentlich darauf, den "Druck zu erhöhen". Wenn gut qualifizierte "Mittelchichtler" (nteressanterweise, also nicht der gern so denunzierte "Sozialhilfeadel", aus dem ja sonst angeblich die Arbeitslosen sich rekrutieren) keine Arbeit finden, muss man sie halt zwingen, auch unter ihrer Qualifikation, sprich für niedrigere Gehälter zu arbeiten. Und - wir sind ja frei - nicht in Form körperlicher Zwangsmassnahmen sondern als ihre Entscheidung. Also senkt man die Hilfe auf ein Niveau, das die Alternative für einen niedrigen Lohn zu arbeiten oder arbeitslos zu bleiben eindeutig zugunsten der Ersteren entscheidet. Eigentlich schlicht und ergreifend Erpressung. Und dass dann auch für diejenigen, die eh schon arbeiten, der Lohn sinkt und die Anforderungen zunehmen, weil der "Arbeitgeber" auf jemanden verweisen kann, der in seiner Not auch für niedrigeren Lohn willig zu arbeiten bereit ist, werden die "Experten" wohl auch nicht übersehen haben.Darauf sind dann Politiker und Experten stolz. Und die Medien verkünden "Wunder". Und wie war das noch, dass Qualifikation vor Arbeitslosigkeit schützt?

Reform der Bundesregierung zur Erhöhung der Produktqualität und der Kundenzufriedenheit.

Warum werden uns immer Rechenbeispiele gezeigt, die nicht alle Leistungen eines Hartz IV-Empfängers berücksichtigen? Ein Arbeitsloser muss mit dem Arbeitslosengeld all seine Ausgaben bestreiten (Miete, GEZ, Telefon u.v.m) ein Hartz IV Empfänger dagegen bekommt abhängig von der Größe seiner Wohnung und Lebenssituation (Kind, Partner) die Miete und einen Zuschuss für die Nebenkosten. Die Krankenversicherung übernimmt auch das Amt. Zusatzkosten können vom Amt übernommen werden. Wenn wir die Schreckensnachrichten über die Ämter mal vernachlässigen, dann steht sich ein Hartz IV Empfänger nicht immer so schlecht. 345 € Taschengeld ist doch nicht schlecht. Gruss aus BW

Die Beispielsrechnungen gelten nur für Alleinstehende und auch da nur bedingt. Der Alleinstehende erhält eben nicht nur die 345 Euro, sondern bekommt zusätzlich eine Wohnung finanziert, was ungefähr nochmal soviel kostet. Und schon ist der Abstand zu früher gar nicht mehr so groß. Ein arbeitsloser Familienvater mit 2 oder 3 Kindern erhält einschließlich Miete häufig 2000 Euro oder mehr Hartz IV im Monat. Das muß ein arbeitender Familienvater netto (einschließlich Kindergeld) erstmal verdienen, und ganz abwegig ist die Behauptung, das sei weniger als die 60% vom letzten Netto, die früher galten. Damit ist die lukrative Kombination von Hartz VI uns Schwarzarbeit noch nicht mal angerissen. Es häufen sich die Klagen von Normal- und "Besserverdienern", daß ihre Kinder von denen der Hartz-IV-Empfänger ausgelacht werden, weil sie nicht die angesagtesten Markenklamotten und das neueste Handy haben. Zwar könnten sich das die arbeitenden Eltern eventuell auch leisten, aber die "Staatsknete" gibt sich eben leichter aus als Selbstverdientes. Der Erziehungseffekt zu sehen, daß die eigenen Eltern nicht arbeiten und dabei eher besser leben als die Dummen, die zur Arbeit gehen, dürfte auch nicht zu vernachlässigen sein.

Ich finde Ihre Analyse richtig. Allerdings denke ich, dass am Schluss die richtige Poente fehlt. Richtig interessant wäre zum Beispiel zu erfahren wie viele der Arbeitnehmer mit Gehaltseinbußen sich mit der Zeit wieder in eine höhere Gehaltstufe (höhere Arbeitsposition) heranarbeiten konnten. Und wie der Staat durch individuelle Masterpläne dem Arbeitgeber helfen könnte dieses Gehaltsniveau wieder zu erreichen (Fortbildung, strategische Jobberatung,…). Es wäre wichtig den Arbeitnehmern klar zu machen, dass ein Schritt zurück kein endgültiger Schritt zurück sein muss, sondern eine Chance in vielleicht neuer innovativer Branche richtig Fuß zu fassen um eventuell sein jetziges Gehalt sogar auszubauen. Am Kommentar meines Vorredners lässt sich schließen, dass hier auf jeden Fall noch Überzeugungsarbeit von Nöten ist. Der große Nachteil des alten ALG war es doch, dass Arbeitnehmer mit der Sicherheit eines unbegrenzten Gehalts (60%) erst gar keine Neuorientierung wagen wollte und dadurch Chancen verspielten.

... ist lediglich die Überschrift des Artikels! Selbstverständlich darf die Gemeinschaft aller Bürger , hat geradezu die PFLICHT etwas FORDERN dafür, dass sie eine Sicherheit bietet. Und genauso selbstverständlich ist es ZUTIEFST ASOZIAL die Gemeinschaft aller Bürger für mehr als nur einen sehr einfachen Lebensstils bezahlen zu lassen. Und selbstverständlich darf Trägheit, Faulheit, Bequemlichkeit und "Findigkeit" bei der Ausbeutung der Gemeinschaft NICHT mit Bequemlichkeit belohnt werden. Und es ist absolut KEIN Wunder, dass UNBEQUEMLICHKEIT gewisse Leute aus der Hängematte scheucht! Und LEIDER sind solch deutlichen Worte höchst verpönt, INCORREKT und nur ein Kanzler in statu abeundi KANN sie überhaupt in den Mund nehmen. Und wir MÜSSEN zu dieser EHRLICHKEIT zurückfinden. Zu einem Faulen muss man "faul" sagen dürfen, zu einem Kriminellen, der sich ein Land mit geringem Verfolgungsdruck sucht muss man "kriminell" sagen dürfen, zu einem Bildungsunwilligen muss man "Prolet" sagen dürfen und seine Faulheit und Trägheit ins gesellschaftliche Abseits stellen dürfen ... und nicht wie jetzt mit "schönfärberischen" Ausdrücken wie Prekatiat belegen und seine Primitivität als "Folklore" V E R N I E D L I C H E N ....

Angesichts der vielen negativen Leserbriefe anbei mal ein bewusst provokantes Dankeschön an den Autor! Ja, es ist gut, wenn wir die höchste Erwerbstätigkeit seit vielen Jahren haben. Jeder, der nicht von der Gemeinschaft lebt und arbeitet, ist einer mehr, der seine Arbeitsfähigkeit erhält und letztlich durch weniger Entnahme aus den Sozialkassen seinen Beitrag zu niedrigeren Nebenkosten leistet. Das wiederum lässt - hoffentlich - die Erwerbstätigkeit weiter steigen. Wer zahlte denn die unbefristete offenbar von vielen Lesern für so erhaltenswert gehaltene dicke Arbeitslosenhilfe? Wir alle! Gerade die Arbeitnehmer, die ständig um ihren Arbeitsplatz bangen mussten, weil die immer weiter steigenden Nebenkosten ihren Arbeitsplatz bedrohten, dürfen jetzt h. Bei allem - ehrlichem - Verständnis für die Sorgen und Nöte von Geringqualifizierten muss doch allen klar sein, dass wir uns einen solchen ausufernden Wohlfahrtsstaat nicht mehr leisten konnten. Ein großes Manko der bisherigen Arbeitsmarktpolitik hat der Autor aber leider übersehen. Die Hartz IV - Reform wollte "fordern", aber auch "fördern". Der letztere Punkt ist aber bisher sträflich vernachlässigt. Auch das können wir uns NICHT mehr lange leisten und ist darüber hinaus unsozia

Dieser Artikel ist eine Ohrfeige für Menschen, die verzweifelt nach Arbeit suchen.

Kommt in Ihrer Freude auch der Gedanke vor, daß ein Arbeitnehmer von seinem Gehalt leben können sollte muß oder ist das eher sekundär, Herr Germis? Daß der "Erfolg" bei den Geringqualifizierten nicht so groß ist, liegt nach Ihrer Lesart ja daran, daß deren Bezüge immer noch zu hoch sind und nicht daran, daß manch einer schon zwei Jobs im von Ihnen beschworenen Niedriglohnsektor bräuchte, um nur seine Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

2009 sind Wahlen , die grosen Parteien werden sich wundern wenn die Wähler vor Lauter begeisterung Links Wählen . Hartz IV hat so einige als hoch ungerecht empfundene Bestandteile ( im extremfall verlust der Lebensleistung ) Legitimierte nicht Leistungsgerechte Bezahlung usw. Dafür sollte man sich erkentlich zeigen. Gerade die Fleisigen bekommen wenn alles schief Läuft einen Tritt in den Hintern von dem sich so schnell keiner mehr Erholt.

Die Mittelschicht, so kann man dem Artikel entnehmen verdient 1.600,- EUR brutto im Monat. Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung verbleibt netto ungefähr ein Tausender. Damit ist die Mittelschicht nicht in der Lage Unterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle für ein Kind zu zahlen. Das spiegelt sich auch vor den Familiengerichten wieder. Deutschland verarmt zu Gunsten einiger Großkopferten! Die Forderung - weg mit Sozialleistungen, dann finden sich auch wieder Leute, die für ein paar Cent die Stiefel lecken.

Noch nie zuvor konnten Arbeitgeber so "billig" qualifizierte Arbeitskräfte bekommen, das ist die Kehrseite der Medaille! Einerseits schreien die Gewerkschaften nach immer höheren Löhnen, andererseits werden qualifizierte Arbeitskräfte gezwungen, für einen "Hungerlohn" zu arbeiten. Der Arbeitsmarkt bietet immer weniger Chancen, von seiner Arbeit angemessen leben zu können! Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Die Zeitarbeitsfirmen boomen, verdienen sich eine goldene Nase, nur die Beschäftigten haben wenig davon. Auch die Kriterien, z.B. dass keine Kündigungen möglich sein sollen, wenn ein Zeitarbeitsplatz weg fällt, werden nur selten erfüllt. Dafür liegen die Löhne sehr niedrig, gerade in Anbetracht der teilweise hohen Qualifikation, die viele dieser Beschäftigten aufweisen müssen - denn sie sind gezwungen,sich ständig an neue Aufgaben anzupassen, Routine ist fast unmöglich. Und die Übernahmen in feste Beschäftigungsverhältnisse sind eher spärlich. Das sind sicher nicht die richtigen Instrumente, um den Arbeitsmarkt "zu beleben", sie bringen letztendlich nur den Arbeitgebern Vorteile - sehr zu Lasten der (wieder) Beschäftigten. Man könnte fast schon vom Ausnutzen einer Notlage sprechen.

Als Schröder seinen legendären Satz brachte, es gäbe kein Recht auf Faulheit, da hat er, der ja möglichst bis 75 arbeiten will, immer die qualifizierten Faulenzer vor Augen gehabt, die ihm als Kanzler das Leben nämlich ganz besonders schwer machten. Es konnte ja auch nicht länger angehen, dass es sich Leute mit 4000,- Netto erst in der Arbeitslosigkeit gut gehen liessen und später in der Arbeitslosenhilfe. Besonders gewitzte Zeitgenossen sollen erstmal auf Weltreisen gegangen sein, haben das deutsche Geld also noch nicht einmal im Inland ausgegeben. Dagegen nehmen sich die 711,- EURO, die einem alleinstehenden HARTZ IV Empfänger normalerweise maximal zustehen sollen, schon sehr bescheiden aus. Wenn das Wunder also darin besteht, dass sich Menschen statt 4000,- EURO für Nichstun zu kassieren, lieber 2800,- EURO für einen Fulltimejob nachhause bringen, also fast viermal soviel wie jemand der wirklich zum Nichtstun verdammt wurde, dann ist das in Ordnung. Es sollte aber auch endlich klar sein, dass einer, der von HARTZ IV leben muss, eben kein Schmarotzer ist, sondern eher ein armes Würstchen.

Die Politiker sehen den Erfolg, sie verstehen den Zusammenhang, aber sie leugnen die Tatsachen hartnäckig. Das passt nicht zu ihrem Streben, die Wähler zu beglücken, Wohltaten zu verteilen und widerspricht ihrem von praktischen Erfahrungen ungetrübten Weltbild. Sie drehen die Dinge nicht langsam zurück. Über Verlängerung des ALG I, über Mindestlohn und Abgabenerhöhungen wird eine Trendumkehr mit nachhaltiger Wirkung angestrebt. Politiker brauchen viele, viele Arbeitslose um die Politik zu machen, die ihnen am Herzen liegt: umverteilen.

aber es ist ein Artikel aus der Reihe "Hartz IV - Die Mär vom großen Sozialabbau" (01.01.2006) oder "Die wundersame Vermehrung der Tafeln" (30.07.2008) oder "Schröders Arbeitsplätze" (02.10.2007).... eine fundierte Analyse der Zahlen der Arbeitsagentur unterbleibt, statt desse schwadroniert der Autor über das angeblich "Wunder von Nürnberg". Beispiele gefällig: " Im Aufschwung der letzten zwei Jahren ging die Arbeitslosigkeit stärker zurück als jemals zuvor in der deutschen Nachkriegsgeschichte." Grundkurs Statistik: Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität! Die Zahl der Menschen ohne Arbeit beträgt ca. 6 bis 10 Mio. - je nach Definition. Die "Zahl der Arbeitslosen" ist von der Arbeitsagentur nun mal anders definiert worden, um die Zahl für die Medien künstlich klein zu halten. Ich zitiere hier aus dem Juli-Bericht der AA, der im Netz verfügbar ist: >>die Zahl der Hilfebedürftigen insgesamt [...] 6.951.000<< Nicht eingerechnet sind die Millionen Menschen, die trotz Arbeit, aber aufgrund niedriger Einkünfte an der Armutsgrenze leben. (Sind wahrscheinlich selber schuld!) Nicht eingerechnet sind die vielen Frührentner etc. - hier von einem "Wunder" zu sprechen ist schlecht recherchiert und oberflächlich geschrieben.

"Die hohe Zahl der Aufstocker, die arbeiten und ergänzend Hartz IV bekommen, zeigt, dass viele Menschen lieber arbeiten, wenn ihr Zuverdienst nur noch zum Teil auf das Arbeitslosengeld II angerechnet wird." Hier ist der Aufschwung tatsächlich angekommen! Wir sollten die Menschen unterstützen, die lieber arbeiten als "nur" vom sozialen Wohlstand zu leben und dabei alles tun, um unseren schwachen Aufschwung aufrecht zu erhalten. Wer nun aufschreit, der "Aufschwung komme nicht unten an", sollte dabei bedenken wen er dabei meint. Diese, die sich bereits im Schatten von Kündigungsschutz und Gewerkschaft kuschelig eingerichtet haben oder jene, die gerne am Aufschwung teil hätten aber durch die gleichen Gesetze derzeit noch davon ausgeschlossen werden?