
Die Bundesbank verwaltet rund 3400 Tonnen Gold im Bruttowert von fast 50 Mrd. Euro. Die Edelmetallreserven, die ursprünglich zur Abwehr von spekulativen Attacken auf die D-Mark vorgesehen waren, gehören der Notenbank nicht, sondern sind Teil des Volksvermögens.
Seit dem Übergang der geldpolitischen Kompetenzen auf die Europäische Zentralbank (EZB) wächst auch im Bundesbankvorstand die Zahl derer, die einen Abbau der hohen Goldreserven befürworten.
(FTD online)
P.S. Ueber die Verteilung des Erlöses lässt sich selbstverständlich diskutieren. Am besten in Infrastrukturprojekten in Deutschland investieren, und damit Jobs IM INLAND schaffen?
F. Huber

Die sich etwas aufhellende Konjunktur (oder was nach den Streiks davon übrig ist) beflügelt die Finanzpolitiker wohl darin großspurige Ankündigungen unter die Leute zu bringen.
Regelmäßig 20 Mil. Neuverschuldung - das ist ja ein Schenkelklopfer. Da steht dann wohl ein 20-30 Mil.-schwerer jährl. Substanzabbau im Hintergrund, um den jährl. Finazbedarf decken zu können. Man fragt sich aus welchen Rippen die Substanz zu schneiden sein könnte. Wenn die Sozial-Zuschüsse bei ca. 120 Mil. verharren sollen, woher kommt dann die Deckung der sicher wachsenden Sozialausgaben?
-> Beitragserhöhungen: Rente und Pflege schon 2007, Leistungskürzungen parallel dazu. Aber ob das reicht darf bezweifelt werden.
Weil man den Leuten dieses Jahr keine zusätzlichen Hiobsbotschaften mehr zumuten will/kann, wird's wohl am Jahresende wieder eine "ganz überaschende" Notwendigkeit zur kurzfristigen zusätzlichen Neuverschuldung von z.B. weiteren 15-30 Mil. geben. Ein Grund, warum man damit nicht hätte rechnen können wird sich schon wieder finden.
Ein Prosit auf die Kontinuität deutscher Finanzpolitik!!!

Steinbrück,der sich weder in Kiel noch in Düsseldorf als Reformer engagiert hat, ist nun auch auf Bundesebene so.
Nicht ernst gemeinte Ankündigung der Defizitsenkung in der Mittelfristigen Finanzplanung geht einher mit Schuldenerhöhung in der Realität: über 38 Mrd. € 2006 nach 31 Mrd. € 2005 . Das EU-Defizit-Verfahren läuft.
Die Mittelfristige Finanzplanung war allerdings schon unter seinen CSU-, SPD-Vorgängern, die die die exorbitanten Bundesschulden mitgeneriert haben, nicht das Papier wert. Zudem ist der Finanzminister immer auch Opfer seiner Kollegen, hier der großen Koalition. Wer 80 Mrd € Rentenzuschüsse aufbringen muß und 117 Mrd. € für den Arbeitslosenbereich, hat keinen Spielraum zur Senkung von Schulden und Zinslast von 40 Mrd. € .
Frau Merkel muß eingreifen. Sie darf Deutschlands notwendige Reformen und ihr Ansehen nicht verspielen, bevor sie die Arbeit ernsthaft aufgenommen hat. Strohfeuer-Konjunkturprogramme von 22 Mrd. € helfen nicht. Schlüssel sind dauerhaftes steuergenerierendes Wachstum und Beschäftigung.
Deutschland darf politisch nicht nicht in einen ernsten Gefahrenbereich abdriften; es muß 1,5 Bio € Schulden und
5 Mio Arbeitslose auffangen! Der Weg: Weniger Staat/ Subventionen/ Bürokratie, Privatisierung der Alterssicherung und Gesundheitsvorsorge, strategische Wirtschafts- und Forschungspolitik, Förderung von KMU und Jungunternehmern.
Handeln tut not!
Dr.jur. Thomas Bodewig;www.thomas-bodewig.de

Die Notenbank ist zwar eine Bank, aber nicht eine Geschäftsbank, auch wenn sie Gewinn in (möglicherweise devaluierten) Zahlen auf den Büchern machen kann. Ihr Ziel ist nicht, Gewinn zu machen, um dem Staat Geld auszuschütten. Wenn sie Gold verkauft, dann für währungspolitische Zwecke, nicht um demjenigen den Erlös zu geben, der rücksichtslos ihr Probleme macht, der kein Verständnis für die Bedeutung der Währungspolitik hat, obwohl er davon lebt.

Wenn man die Ausgaben bei 262 Mrd € belassen würde, hätte man 2009 eine Neuverschuldung von 6 Mrd €.
Warum ist das nicht möglich?

17.02.2006.
Aus der Schweiz:
"Geprägt wurde das Jahr 2005 für die Nationalbank auch durch die Ausschüttung der Golderlöse. Die Erlöse von 21,1 Mrd. Fr. aus dem Verkauf des für monetäre Zwecke nicht mehr benötigten Goldes überwies die Nationalbank in zehn wöchentlichen Tranchen an den Bund, der den Kantonen deren Anteil weiterleitete."
Zweitens, wenn es hapert mit dem Inlandkonsum, müssen halt mehr Besucher aus dem Ausland nach Deutschland gelockt werden :-) Auf der Tabelle der weltweiten Top-Destinationen liegen Polen und die Tschechische Republik vor Deutschland (Wieso?)
F. Huber