21. November 2006 In China soll die größte Solaranlage der Welt entstehen. Mit dem Bau will die Volksrepublik dem steigenden Energieverbrauch im Land nachkommen.
Das Werk mit einer Leistung von 100 Megawatt soll in den nächsten fünf Jahren in Duanhang in der nordwestlichen Provinz Gansu errichtet werden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Stadt bietet sich wegen der mehr als 3500 Sonnenstunden im Jahr an. Auch der Zugang zur Elektrizitäts-Übermittlung und zu Kommunikationsmitteln sei in Dunhuang einfach.
Kehrtwende in der Energiepolitik
Mit dem Projekt soll die Abhängigkeit von Kohle verringert werden. China hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 rund 16 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Das Land hat das Kyoto-Protokoll 1998 unterzeichnet, ist aber weiterhin der weltgrößte Verbraucher von Kohle und nach den Vereinigte Staaten der zweitgrößte Verursacher von klimaschädlichen Treibhausgasen.
Jedes Jahr baut das Land wegen des Wirtschaftsbooms zahlreiche neue Kohlekraftwerke, hat aber mit erheblichen Umweltproblemen zu kämpfen - just am Dienstag erreichte die Luftverschmutzung in Peking die höchste Gefahrenstufe. Die Regierung hat ihre Investitionen in ausländische Energieprojekte wie in Atomkraft verstärkt.
Das derzeit weltgrößte Solarfeld steht nach Angaben des Betreiber S.A.G. Solarstrom in Arnstein unweit von Würzburg. Es ist mit einer Leistung von zwölf Megawatt aber gut zehnmal kleiner als die geplanten Projekte.
Text: Reuters
Bildmaterial: dpa
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