Es gibt wenige Dinge, die bei näherer Betrachtung so unsinnig sind, wie der Verzicht auf die Diätenerhöhung. Pro Jahr und Bürger haben wir 4 Cent auf diese Weise eingespart! Und mit diesem Beitrag soll das Land gesunden? Auch dem Dümmsten müsste einleuchten, dass dies noch nicht einmal der Tropfen auf den heissen Stein ist. Das Ärgerliche an dieser Debatte ist, dass Symbole wieder einmal echte Politik ersetzen. Jede Woche könnte jemand ein neues Ressort ausmachen, bei dem man wiederum auf Gehaltserhöhung verzichtet. Die Bildzeitung würde über all diese "Siege" jubeln, aber es würde nicht im Geringsten dazu beitragen, dass es dem Land besser geht. Besser ginge es dem Land, wenn die Abgeordneten sich – statt sich zu überlegen wie die Bildzeitung über sie berichtet - einmal Gedanken über die Reformen machen würden, die die Produktivität des Landes steigerten. 1% mehr Wirtschaftswachstum würde dem Staat bis zu 150 Euro pro Bürger mehr Steuern bringen, insbesondere dann, wenn dieses Einkommen bei den Reichen anfiele. Müsste man Menschen, die noch nicht einmal über fundamentale Kenntnisse der Ökonomie verfügen, nicht eigentlich von den Wahlen ausschließen? Nur, wen könnte man dann noch überhaupt noch wählen?
Jetzt haben sie auf eine Diätenerhöhung verzichtet - die sie noch garnicht bekommen haben: eine tolle Leistung! Es fehlt jedoch der Kernverzicht auf 50% all ihrer Bezüge als angemessene Leistungsanpassung! Wiefelspütz fordert jetzt auch als einsamer Rufer in der Wüste den Verzicht auf die sogenannte Kostenpauschale und Altersversorgung: so kommen wir der Gesundschrumpfung der Abgeordnetenbezüge schon näher.
Wie wäre es, wenn die Diäten der Politiker zu dem Durchschnittslohn angepasst wären. Zum Beispiel: die Politiker dürften nicht mehr Geld kriegen als der dreifache Durchschnittslohn. Wollen sie mehr verdienen, sollen sie dafür sorgen, dass es dem Volk besser geht!
wollen , kann ich nur lachen. M Ü S S E N von wollen kann überhaupt keine Rede sein. Dieses Abzocker Geschwerl gehört abgewählt basta.
Abgeordnete sind nicht mit Führungskräften zu vergleichen! Sie sind entsprechend ihrer Funktion beim Staat ungefähr das, was Aufsichtsratsmitglieder bei Dientleistungsfirmen sind. Bundesminister dagegen kann man mit Führungskräften vergleichen - das ist aber auch eine andere Bezahlung, auch wenn das in unseren Medien gerne ignoriert wird. Bei Ministergehälter kann man sich tatsächlich streiten - Abgeordnete halte ich dagegen bei der eher miserablen Erfüllung ihrer Aufsichtsfunktionen (aber auch allgemein) im Vergleich zu Aufsichtsräten (typisches Jahreshonorar zwischen 30.000 und 90.000 Euro) überbezahlt.
EINE WEITERE ERHOEHUNG DER BEZUEGE WAERE ABZULEHNEN, ZUMAL DIE FINANZIELLEN FRUECHTE DES AKTUELLEN DEUTSCHEN WIRTSCHAFTSAUFSCHWUNGS WOHL ZUM AUSGLEICH DER FINANZIELLEN VERLUSTE DER BANKENKRIESE VERPULVERT WERDEN.
Von mir aus können Abgeordnete oder Minister das Mehrfache verdienen. Wenn Sie dieses Land wirklich zukunftsfest machen. Denn was kommt auf uns: 1. Steigende Ölnachfrage bei sinkenden Vorräten werden unsere bisherige Lebensweise drastisch verändern 2. Mehrere Milliarden Menschen werden in den nächsten Jahrzehnten zusätzlich die Erde bevölkern 3. Die weltweiten Phosphorvorräte als Grundlage der Düngung/Landwirtschaft reichen wohl auch nur noch einige Jahrzehnte. Was machen unsere Abgeordneten: Schaffen ständig neue Schulden, setzen die ausreichenden Staatseinnahmen nicht zielgerichtet ein, erfinden ständig neue Abgaben und Gebühren und normieren unser Leben immer mehr. Dabei kann Deutschland als (noch) Hochtechnologieland von diesen Veränderungen profitieren und sich zu einer neuen Blüte aufschwingen! Solche massiven gesellschaftlichen Umbrüche sind nicht nur Risiko, sondern auch Chance. Diese ergreift die Politik aber nicht, sondern verwaltet nur und das eher mäßig. Das spiegelt sich dann in der Bezahlung wieder. Und schließlich hat kein Abgeordneter irgendwelche persönliche Risiken wie ein GmbH-Geschäftsführer, der ständig in Gefahr ist, irgendwelche der vielen Gesetze zu verletzen.
Eigentlich sollte es den Populisten doch zu denken geben, dass die Proteste gegen eine Anpassung der bezüge am lautesten vom Bund der Steuerzahler (der nur den Satz "Steuern müssen runter" beherrscht) und von der Boulevard-Presse kommen. Vernünftigerweise kann man einen Führungsposten, auf dem die 70-Stunden-Woche angemessen ist und auf dem man einen (a la Steinbrück) einen unabhängigen Einsatz für die eigene (!) vor der Wahl bekannt gegebene Überzeugung erwartet, nicht mit dem Gehalt eines 35-Stunden-Beamten bezahlen und dann erwarten, dass die Bewerber den Anforderungen gerecht werden. Aber nun haben wir wieder ein paar Euro gespart und nehmen in Kauf, dass Politiker vernünftigerweise nur die werden, die ein gesteigertes Geltungsbedürfnis haben oder die keinen besseren Job finden. Armes Deutschland.
Sehr geehrter Herr Gehb, können Sie mir bitte mal erklären, was daran peinlich bzw. feige sein soll, wenn Abgeordnete eine Entscheidung rückgängig machen, nachdem das Volk=die Wähler mit Diätenerhöhungen in kurzer Folge hintereinander nicht einverstanden ist? Es ist die verdammte Pflicht jedes einzelnen Abgeordneten, Volkes Wille zu respektieren. Ich rechne es dem Parlament hoch an, daß sie speziell in diesem Fall einen Rückzieher machen. Irgendwie scheinen Sie, Herr Gehb ein Demokratieverständnis zu haben, das einer Einbahnstraße gleicht. Sehr geehrter Herr Uhl, wieso ist der Verzicht auf eine Diätenerhöhung so kurz nach der vorherigen "unerträglich"? Haben Sie die Erhöhung schon verplant? Da empfehle ich einen Bankbesuch oder eben sparen. Wissen Sie, wenn ich ständig lamentieren würde, weil ich nicht so viel verdiene, wie jemand mit gleicher Qualifikation in einer anderen Firma, hätte man mir bestimmt schon den Stuhl vor die Tür gesetzt. Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, Sie machen den Politiker-Job nur wegen des Geldes... An Sie beide und alle anderen Abgeordneten: Kümmern Sie sich bitte um die wirklich wichtigen Dinge in diesem Land. Kleine Gedächtnisstütze gefällig? Der Armutsbericht der Bundesregierung.
Ich weiß, dass meine Meinung nicht besonders populär ist, aber ich finde es einfach nur peinlich, was da abgeht. Von einem Politiker der über Wohl und Wehe eines ganzen Volkes mitzubestimmen hat, erwarte ich, dass er sich Gedanken macht, bevor er eine Entscheidung trifft. Wenn er die Entscheidung getroffen hat, dann erwarte ich auch, dass er seine Überzeugung vertritt und zu ihr steht und nicht beim kleinsten Gegenwind umfällt. Aber genau so wird in Deutschland Politik gemacht. Nicht was für richtig gehalten wird, ist für die Entscheidungen maßgeblich, sondern wieviel Zustimmung ich in den Medien/Öffentlichkeit damit erreichen kann (siehe Änderung Arbeitslosengeld für Ältere, Rente, Studiengebühren). So kann man keine nachhaltige Politik machen. Problem ist nur, dass die Mehrheit des Volkes genau dies von den Politikern auch erwartet und froh ist, wenn Sie wider besseren eigenen Wissens unpopuläre Entscheidungen zurücknehmen. Es ist ja keiner der wichtigen Entscheidungsträger der Meinung, dass die Erhöhung nicht richtig wäre, sie ist lediglich dem Bürger "nicht zu vermitteln". Vielleicht ist an dem Satz wirklich was dran, wonach jedes Volk die Politiker hat, die es verdient...
Ich glaube, das Gemeinverständnis im Umgang mit Volksvermögen zwischen der Bevölkerung und den Politikprofis ist dringend vermittlungsbedürftig! In einer Zeit, wo alles auf Kante genäht wird, unsensibel überhöhte Forderungen nach Gehaltsanpassungen zustellen, ist der Punkt an dem Aufklärung die Bindung zwischen Repräsentanten und Repräsentierten eher darstellt als Durchwinken. Leider ist hier keine Einsicht erkennbar. Bei einem Riesenberg Schulden, der lediglich etwas weniger schnell wächst als noch vor Jahren aber - zumindest beim Bund - weiterhin wächst, sich von der Einkommens- und Rentenentwicklung abzukoppeln ist eine Unstinktlosigkeit. Da helfen auch Hinweise auf öffentliches Auspeitschen für Abgeordnete nicht weiter aber bezeugen mangelnde Wahrnehmung in der Sache bei stets gewaltiger Arroganz. Ein Laden, welcher vor der Pleite steht, agiert so nicht. Sondern er versucht, zu sparen, wo es geht. Diesen Beweis kluger und vorausschauender politischer Führung kann man leider von unseren politischen Repräsentaten nicht mehr erwarten. Jetzt gehört alles auf den Prüfstand, vor allem in die Öffentlichkeit. Das heucheln von Selbstreinigungskräften ist da völlig fehl am Platze, Frau Bundeskanzlerin!
