
Die in asiatischen "Tigerstaaten" verbreitete Sitte, Energie und Lebensmittel zu subventionieren, kommt nun wie ein Bumerang auf die dortigen Regierungen zurück. Gut Gemeintes führt zu brisanten Marktverzerrungen und neuen Verschuldungen, damit zu langfristigen wirtschaftlichen Störungen. Ökonomischer Unsinn hat sich noch nie ausgezahlt. Das sollten wir auch hierzulande wissen und beherzigen - und nicht in dieselbe Subventionsfalle stolpern, auch wennn es so schön populistisch ist.

Eigentlich ist es merkwürdig, dass gerade die eher autoritären Regierungen Asiens heute so sehr Rücksicht nehmen auf die soziale Stabilität und die Bedürfnisse ihrer Völker, Mao hatte dies einst nicht gekümmert als er die Landwirtschaft kollektivieren ließ oder sein „Industrialisierungsprogramm“ durchführte; allerdings hat diese neue Volksfreundlichkeit keinen langfristigen Nutzen, denn anstatt die Möglichkeit wahrzunehmen, gerade in China, dem Volk das Auto als Fortbewegungsmittel zu verleiden, was vorteilhaft für den Umweltschutz und den Rohstoffverbrauch wäre, fördern die Subventionen auf Treibstoff die Zunahme der Autos; was zwar Volkswagen freut, aber nicht die Smog geplagten Städte, den Treibhauseffekt und nicht zuletzt die Handelsbilanz. Ähnlich könnte auch Europa hier einiges tun, wenn man Autofahren und Flüge deutlich verteuert und dafür das Schienennetz ausbaut und verbilligt, da die Züge mit Strom aus Kernkraft, Kohle und neuen Energieträgern betrieben werden können. Eine Politik, die vor einigen Jahrzehnten der Umweltverschmutzung und der außenwirtschaftlichen Abhängigkeit erheblich vorbeugen gekonnt hätte.

Der Autor scheint die im Artikel erwähnte Statistik von Lehmann Brothers falsch interpretiert zu haben. Der Benzinpreis in Hongkong liegt bei 1,9 USD und bei 1,5 USD in Singapur. Der Staat wird das sicherlich nicht nochmal das gleiche dazu geben, sondern im Gegenteil gut, aber nicht so gut wie in Europa daran verdienen.