In einem vollkommen ueberregulierten Wirtschaftssystem mit astronomischen Grenzabgabesaetzen fuer eine zusaetzliche Arbeitsstunde reuessiert die Variante, die es ermoeglicht, die Beschraenkungen wenigstens in Maszen zum eigenen Vorteil zu umgehen. Das funktioniert so, weil es sich fuer alle Beteiligten lohnt. Staatlich sanktionierte Teilzeit-Schwarzarbeit gewissermassen. Glauben Sie ruhig den Neoliberalen. Die machen sich in Bezug auf die Motive der wirtschaftlich Handelnden wenigstens keine Illusionen und verurteilen auch niemanden deshalb.
Das volkswirtschaftlich benötigte Volumen an Arbeit in den "alten" Industrienationen geht laufend zurück, wie u. a. der ständig wachsende Anteil von staatlich quersubventionierten Einkommensklassen und den verschiedenen Formen der Zeitarbeit unzweifelhaft beweist. Diese Entwicklung ist übrigens keineswegs nur auf den wachsenden Anteil weiblicher Erwerbstätiger zurückzuführen, wie wirtschaftsliberale Kreise gerne immer wieder behaupten. Es wird weniger in unseren Breiten- ob man das nun wahrhaben will oder nicht. Doch solange Politik und Wirtschaft nicht müde werden, mit ausgedienten Begriffen wie Vollbeschäftigung zu operieren, merkt das voraussichtlich auch niemand.
"Berlin - Jede vierte Familie - 26 Prozent - fällt laut „Spiegel” in Deutschland unter die Armutsgrenze. Unter Berufung auf einen Entwurf für den nächsten Armutbericht der Bundesregierung berichtet das Nachrichtenmagazin, insgesamt hätten 18 Prozent der Deutschen weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens zur Verfügung - also fast jeder fünfte. Das Bundesarbeitsministerium bestätigte diese Zahlen nicht. Der Bericht zu den „Lebenslagen in Deutschland” werde derzeit im Ministerium erarbeitet."
Es ist so überflüssig wie die Existenz des BA an sich, daß zu den „Lebenslagen in Deutschland” derzeit im Ministerium irgendeine verlogene Geschichte "erarbeitet" wird, die vielleicht in einem Jahr oder nie veröffentlicht wird. Hauptsache die Bürokratische Pest täuscht Aktivität vor, um sich von einer unangenehmen Meldung zur nächsten duckt und sich überrrollen läßt.
Es ist tatsächlich möglich, in Deutschland eine Vollbeschäftigung zu erreichen.
Aber würde sie mit einer Produktivitätsteigerung einhergehen?
Nein.
Ich beobachte immer mehr eine DDRisierung der Bundesrepublik.
Auch in der DDR hatte jeder Arbeit.
Gut. In der DDR waren die Menschen nicht hungrig, wie es manche Kinder aus HARTZ IV Familien sind.
In der BRD hat - Dank sei HARTZ -jeder Arbeit, nur kein Geld!
Für ein Auto muss man Jahre warten:
in der DDR, weil es zwar geld aber keien Waren gab,
Heute muss man auf ein Auto warten:
in der Bundesrepublik, weil es zwar Waren, aber KEIN Geld gibt.
Das sich hinter den triumphierenden Zahlen der BA und der unfähigen Koalition millionenfaches Elend versteckt ist schändlich!
Da ist die "großartige" Abnahme der Arbeitslosigkeit und der Aufschwung der wie ein Ruck alle Schichten Deutschlands erreicht. Alle Schichten, nein, da sind zig Millionen Arbeitende der Mittelschicht, die in den letzten zehn Jahren einen Einkommensverlust im offiziell noch einstelligen Bereich hinnehmen mußten.
Der Staat frißt seine Bürger und enteignet und verarmt sie, so ziemlich ohne Ansehen der Person. Na das ist doch auch ein demokratisches Element aber eher in Richtung Deutsche Demokratische Republik mit sozialistisch-kommunistischen Elementen.
Ist das nicht gerecht? Alle haben gleich viel,- nein, alle haben immer weniger. Ist doch schön, das wir vor dem Moloch, den wir uns gewählt haben, alle gleich sind.
"das liegt nicht am Minijob selbst sondern am Minijobber, der sich standhaft allen Erklärungsversuchen widersetzt hat, wie wichtig die ach so blöde Matheaufgabe, wie wichtig wenigstens ein paar Worte Englisch sind, wie wichtig der Gesellenabschluss und die Meisterprüfung, das Abitur und das Studium. Und dass das alles auch auf dem zweiten Bildungsweg noch geschafft werden kann."
Oder auf gut Deutsch (ich übertreib jetzt mal): Der Sklave ist selber schuld, dass er Sklave ist. ;-)
Herr Anschütz, schauen Sie sich bitte mal in der beruflichen Praxis in diesem Lande um. Das Problem trifft doch nicht ausschließlich Unqualifizierte sondern zunehmend qualifizierte mit abgeschlossener Berufsausbildung und sogar Akademiker mit teils jahrzehntelanger Berufserfahrung. Für die sind ihre Sprüche einfach zynisch und zudem: Auch Unqualifizierte Arbeit muss getan werden, und auch diese Menschen bringen Leistung. Zudem ist dieser Niedriglohnsektor von vielen in Politik und Wirtschaft auch so gewollt weil man auf dem Rücken dieser Menschen nämlich hervorragend Geld verdienen kann. Sorry für meinen vielleicht harten Ton, aber ich kann dieses pauschale Argument "Jeder ist es selbst Schuld wenn er vor die Hunde geht" nicht mehr hören!
ist ein begriffliches Kardinalmißverständnis.
Bei jeder Beschäftigung - so auch beim Minijob - gibt es nur ZWEI Finanzströme ("Zahlen") zwischen Arbeitgeber (AG) und -nehmer (AN): den Betrag, den der AG entrichten muß (Minijob: 520 Euro), un den Betrag, den der AN erhält (Minijob: 400 Euro). Die Differenz ist der Abgabenanteil. Was allerdings regelmäßig unsinniger- und irreführenderweise als"Bruttolohn" karikiert wird, ist dann (etwa) das arithmetische Mittel der beiden Zahlen, das lediglich als abstrakte Bezugsgröße für die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern herangezogen wird, vermutlich damit die Prozentzahlen "kleiner aussehen" und die "gleichmäßige Aufteilung der SV-Beiträge auf AN und AG" so schön hergebetet werden kann. Das ist dann trivial ob der Definition des Mittelwertes und m.E. reine Augenwischerei: der Minijob kostet den AG 520 Euro, und davon erhält der AN 400; der Rest geht als Steuer und SV-Beitrag an die entsprechenden (staatl.) Kassen. Die Minijob-Regelung hält nur zum einen den administrativen Aufwand geringer, zum Anderen ist die Differenz "AG-AN" kleiner als bei "regulärer" Beschäftigung.
Einerseits verharren Millionen in untätiger Arbeitslosigkeit andererseits
besteht ein gigantischer Bedarf an menschlicher Arbeit.
Als da sind : Handwerk, Dienstleistung und vor allen Dingen Altenpflege.
Die Perversion wird deutlich am Beispiel eines Parkautomaten: Der kostet zwar
150.000 EURO+Wartung ist aber immer noch wirtschaftlicher als ein,zwei
Parkwächter.
Da hilft kein rumdoktern am System, sondern nur eine Kehrtwendung. Die Politik
muß alle Sozialgesetzgebung dahingehend ändern das die Beschäftigung von
Menschen im Vergleich zur Anschaffung von Investitions-und Gebrauchsgütern
wesentlich günstiger wird.
Beispiel Autoreparatur von 200 EURO: 150 EURO für Lohn und 50 EURO für
Material. Besser: 50 EURO für Lohn und 150 EURO für Material ! Kapiert ?
das liegt nicht am Minijob selbst sondern am Minijobber, der sich standhaft allen Erklärungsversuchen widersetzt hat, wie wichtig die ach so blöde Matheaufgabe, wie wichtig wenigstens ein paar Worte Englisch sind, wie wichtig der Gesellenabschluss und die Meisterprüfung, das Abitur und das Studium. Und dass das alles auch auf dem zweiten Bildungsweg noch geschafft werden kann.
Nein, schnelles Geld, wenn auch nur wenig, für Auto und Handy genug, waren wichtiger. Die ewigen Mahner waren sowie so nur nervtötende langweilige Spießer, und das Beste, das sie wollen, bekommen sie nicht. Möglicherweise haben es die Mahner von gestern versäumt, ihre Mahnungen verständlich an den anzubringen.
Und nun kommen die gleichen Mahner als Bewerter an und bejammern das ach so große Leid der geringfügig Entlohnten die gerinffügig lernten.
Auch den scheinheiligen Vorwurf, dass ein Vollverdiener keinen Minijob haben dürfe, könnt ihr euch wirklich schenken. Denn gerade diese Mahner gehören einer Verdienstklasse an, die gar nicht in das Sozialsystem einzahlt sondern eher mit den Griffeln in der Kasse und Schwarzgeld in Liechtenstein erwischt wird.
Frau Merkel, das kommt bei der breiten Bevölkerungsschicht an. Auch das Manager teilweise bis zu 60 Millionen verdienen, dies ist der Verdienst ihrer Regierung die meiner Ansicht die schlechteste Regierung der Nachkriegszeit ist.
Minijobs als Sprungbrett in Vollzeit oder Festanstellung waren nie vordergründige Absicht für derartige Beschäftigungsformen. Denn Minijobs oder Gelegenheitsarbeit erklärt sich begrifflich selbst, dass hier nur saisonale oder zeitlich begrenzte Tätigkeiten gesetzlich legalisiert werden sollten, um die Schwarzarbeit unter Kontrolle zu bringen. (Was aber ein Fehlschuss wurde) Minijobs als Verdienstergänzung oder Teilzeitvariante. Leider aber treten hier Mitnahmeeffekte auf, die eine Massenentlassung von Vollzeitkräften ermöglichten. Gesetze wurden eben nur halbherzig gemacht und kriminelle oder unmoralische Energien sind nun mal des Menschen Begleitung. Logischer Weise gibt es viele Arbeiten für nur wenige Stunden in der Woche - z.B. Reinigung oder Hausmeisterdienste. Wer aber mehrere Minijobs macht und diese miteinander abstimmen kann, muss per Gesetz auch Regeln einhalten. Auch als Übergangsvariante während der Arbeitslosigkeit oder für Studenten können solche Jobs gut sein, wenn diese eine Aufrecht-erhaltung oder Kenntnisse von beruflichen und physischen Leistungsmerkmalen ermöglichen - was in den meisten Fällen aber nicht passiert. Daher sollten Minijobs statistisch nicht in die Arbeitsmarktdaten eingehen - und hier beginnt leider der statistische Selbstbetrug der Politik.
Die Anzahl der Minijobs ist bedarfsmässig angestiegen.
Das heisst, sie füllen eine wichtige, gesellschaftlich vorhandene Lücke in unserem
beruflichen Wirtschaftssystem.
Ein Beispiel:
Mutter mit 2 Kindern und einem Polizeidirektor als Ehemann.
Sie arbeitet 2 x in der Woche, auf Minijobbasis, nachmittags in der Apotheke.
Sie bleibt in ihrem Beruf auf dem Laufenden, hat genügend Zeit für die Familie
und verdient Brutto für Netto.
Noch einige Worte zum Mindestslohn.
Nach den neuesten Aussagen unserer Bundeskanzlerin, kann man getrost
sagen:
" Die Sache ist vom Tisch! "
Immer die gleichen abgedroschenen Phrasen.
Der Staat soll hier... er soll dort ... und überhaupt. Es reicht, wenn z. B. die Steuerlast kaufkraftabhängig bezogen wäre. Aber so (kalte Progression) wird jede Lohnerhöhung zum versteckten Steuererhöhungskarussell über das sich jeder Politiker insgeheim freut. Der Bürger merkt es im Geldbeutel versteht aber nicht die Zusammenhänge und will, daß die Arbeitgeber besser bezahlen sollen. Daraus folgt ... bla bla ... usw. Kennen wir doch alles. Geht doch seit über 40 Jahren so. Davor wurde schon vor 40 Jahren hinreichend gewarnt (der "Soziale Untertan").
Die Probleme die Politker lösen wollen sind von ihnen selbst verursacht und deren Lösungen von heute sind die Probleme von morgen. Auch eine Form der Beschäftigungstherapie.
Schönes Wochenende.