Vertrauen in den Aufschwung schwindet

Unternehmen streichen mehr Stellen als sie schaffen

Die Firmen in Deutschland verfolgen eine vorsichtige Personalpolitik. Das belegt eine Auswertung der F.A.Z. Ankündigungen zufolge sollen 45.000 Arbeitsplätze wegfallen, während 38.000 neue geschaffen werden. Auf Bankmitarbeiter hat die Finanzkrise bislang geringe Auswirkungen. Von Sven Astheimer und Hanno Mußler

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Juli 2008 23:30

Kommt nun die Lüge raus?

Margrit Steer (Margrit-Steer)

die angeblich so stark sinkende Arbeitslosigkeit die man uns immer vorgegaukelt hat, war doch ohnehin zu großen Teilen eine Lüge.
Wo hin sind die denn gesunken?
In mehr als eine Mio 1 €-Jobber,
in ganz viele 400 €-Jobs
in Niederiglohnjobs über Zeitarbeit
in Niedrigstlohnjobs
dazu kommen noch die vielen kostenlosen Praktikanten
sowie die 58er-Regelung.
Wirklich gute versicherungspflichtige Stellen sind doch nicht entstanden.
Also die Selbstbeweihräucherung de Regierung war doch fehl am Platze.
Ist es eigentlich bekannt, dass der Arbeitgeber der einen 1 €-Jobber einstellt 345 € erhält? Ist doch ein gutes Geschäft, nicht wahr?
Diese Jobs führen außerdem zum Abbau von richtigen Ganztagsarbeitsplätzen. Aber das verschweigt man gerne.
der 1 €-Jobber macht nun die Parkanlagen für die Stadt, dafür hat der Gartenbaubetrieb der das bisher machte, große Verlute und muß Leute entlassen.
Aber die dürfen ja dann nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wenn sie per Gestz zu Asozialen gemacht werden und Hartz IV beziehn als 1 €-Jobber dann wiederkommen.
In Pflegeheimen findet man das gleiche Spielchen
Wann wird denn das ganze Ausmaß diese Lügen mal aufgedeckt?

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21. Juli 2008 09:48

Es liegt in der Natur der Sache,

Andreas Seidl (ASeidl)

daß das System Wirtschaft schwingt. Auf Basis des aktuellen Geschäftes und der Prognosen werden die Budgetplanungen für den nächsten Berichtszeitraum, bzw. das nächste Geschäftsjahr erstellt. Daran hängen die Personalzahlen. Entwickelt sich das Geschäft positiver als der Plan, wird die nächste Prognose noch optimistischer, entwickelt es sich schlechter, wird die nächste Prognose pessimistischer. Da die Investitionen auch an diesen Plänen hängen gibt es Wechselwirkungen mit der gesamten Weltwirtschaft und die bekannten Wirtschaftsschwankungen entstehen. Nur Narren, unverbesserliche Schöndenker und Politiker können glauben, daß der Aufschwung der letzten Jahre eine generelle Trendwende darstellt. Im übrigen fehlen der Statistik einige Firmen mit signifikanten Personalveränderungen, z.B. Nokia Siemens Networks, O2, Rohde und Schwarz etc.

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21. Juli 2008 08:51

Na, wer hätte das gedacht ...

Steve Lutzmann (TomderAffe)

... nach 3 Jahren des "kleinen Booms" und stetigem Aufbau der Beschäftigung kommt es plötzlich zu einem Abbau an Arbeitsplätzen. Was aus volkswirtschaftlicher Sicht vollkommen normal erscheint, wird in Berlin wieder für zahlreiche Strohfeuermassnahmen sorgen. Plötzlich zerplatzt der planwirtschaftliche Traum des dellenlosen stetigen Wachstums. Plötzlich zerfallen Umverteilungsträume unserer Minister. Den klassischen Konjunkturzyklus habe ich -soweit ich mich erinnere- schon am Gymansium gelernt. Unsere Ritter der sozialen Gerechtigkeit planen aber munter weiter an den Umverteilungsaktionen, vollkommen vorbei an der kommenden Wirklichkeit der Steuereinnahmen. Deutschland, Du hast Deine Regierung verdient.

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21. Juli 2008 07:01

Und was für Stellen WURDEN geschaffen??

Hiep Van Tran (WatersToronto)

Ja, Unternehmen streichen derzeit mehr, als sie schaffen. Vor einem jahr war es umgekehrt. Allerdings: 2/3 der Stellen, die der "Aufschwung" geschaffen hat, waren schlecht bezahlte Arbeitsstellen, die zudem noch prekär waren und aus den Neuangestellten oft das letzte Restchen W+rde rauspressten:Callcenter, Leiharbeit oder Security; die Stellen, die damals abgebaut wurden, waren vormehmlich Arbeitsplätze, die eine gute Bezahlung bei normalen Arbeitsbedingungen sicherten. Daher übrigens (ist ein anderer Beitrag) sehen die Deutschen "zu aller Überraschung"(!!) eher pessimistisch in die Zukunft. WENN nun ein Minussaldo bei Stellenschaffungen besteht, so sind selbst die Billigheimerstellen nicht mehr attraktiv genug für die Arbeitgeber. Daher wollen D. Hundt und co auch verstärkt Zuwanderung aus dem (billigen!) Ausland, auf dass man NOCH geringere Löhne zahlen kann, deutsche Arbeitnehmer gegen ausländische ausspielen kann und mit berstenden Sozialsystemen - das ist letztlich der Sinn der ganzen Aktion!- sogar 3 Euro-Stellen als attraktiv erscheinen lassen kann. PS:Jedes Jahr wird ein "Unwort des Jahres" gewählt. Ich werde dann (auch, wenn ich dann schon wieder in Kanada bin), das Wort "Aufschwung" vorschlagen.

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21. Juli 2008 02:15

Ich hatte eigentlich ...

Frank Geiser (geiser123)

... schon das Gefuehl das es einen gewissen Aufschwung gab. Unsere Firma verzeichnete in den letzten zwei Jahren 15% plus in Sachen Umsatz. Als elektronischer Zuliefer sagt mir dies, dass es auch mit meinen Kunden bergauf ging. Und die kommen aus allen moeglichen Sparten. Auch Kollegen von der Automatisierung waren im Allgemeinen ausserst zuversichtlich dank tonnenweiser Auftraege aus Fernost. Vermutlich wird jetzt erst mal wieder schlecht Wetter herbeigeredet, wie sonst sollte man dem Volk verkauffen koennen das die Gehaelter hinter der Inflation hinterherhinken muessen und das es sich im Ausland billiger produzieren laesst.

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21. Juli 2008 01:29

Weniger Arbeit hilft der Umwelt?

Philipp Schwab (PhilippSchwab)

und Arbeit gerechter verteilen? In welchem Wolkenkuckuksheim leben Sie denn? Das ist ja unfassbar. Heizung rausschmeissen - spart Öl, Kühlschrank aus -spart Strom, 50% aller Arbeitsplätze nach Afrika outsourcen -verteilt die Arbeit gerechter. Sorry aber ich muss da wirklich zynisch lachen. Ich kann um ihrerer Willen nur hoffen, dass das ein schlecht gemachter Scherz war.

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21. Juli 2008 00:43

Tabellen sind nicht fair und durchsichtig

Uwe Harling (mittelschicht)

Die Tabellen Stellenabbau und Neueinstellungen hätte man zu einer besseren Transparenz ruhig zusammenfassen können. Dann sieht man auch, wer wirklich Stellen schafft und wer Stellen abbaut. War das zu viel Arbeit oder Absicht ?

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20. Juli 2008 23:25

Surprise,Surprise

J voelzing (lazarus06)

Wen wundert den das?

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20. Juli 2008 20:20

Weniger Arbeit hilft der Umwelt

Konstantin Schneider (bundesboy)

In einer Welt in der sowieso neu darüber nachgedacht werden muss, wie die Arbeit zukünftig am gerechtesten verteilt werden soll, darf auch darüber nachgedacht werden, wo der Wegfall von Arbeit der Umwelt weiterhilft. Natürlich ist hier immer die Rede von bezahlter Arbeit. Es macht keinen Sinn, wenn wir uns weiter darüber hinwegtäuschen, dass Arbeitszeitverlängerung zu Lasten der Umwelt geht, da schon heute unnötig viele Bürogeräte zur Stromverschwendung beitragen. Die Abschaffung des Proletariats war richtig und sollte durch sinnlose Beschäftigung auch nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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20. Juli 2008 19:25

Vertrauensschwund

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Die normale Reaktion eines Unternehmers beim Nachlassen der Aufträge ist ein Versuch, die gelernten Arbeitskräfte zu halten, denn Training ist kostspielig. Erst wenn das Vertrauen in baldigen Aufschwung schwindet, denkt man ernstlich an Entlassungen. Wenn 50% mehr Arbeitsplätze wegfallen als neu geschaffen wurden, ist das mithin als gravierender Vertrauensschwund anzusehen.

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20. Juli 2008 18:37

Aufschwung war zum Teil Gerede

Margrit Steer (Margrit-Steer)

uns wurde von der Regierung doch manipulativ mit Hilfe der Medien ständig erzählt, der Auschwung sei da, er sei groß, es würden zig Stellen geschaffen, die Arbeitslosigkeit sinkt. In Wirklichkeit war doch alles ein bißchen anders. Der Aufschwung war nie so groß, wie man sagte, die Stellen die geschaffen wurden waren vornehmlich im Niedriglohnbereich. Oder gar nur 400 € - Jobs. In Wahrheit ist die Arbeitslosigkeit nicht wirklich gesunken, die Statistiken wurden nur geschönt. Also es war zum Teil alles nur heiße Luft und am Ende des Jahres wird dies vermehrt rauskommen und der Regierung um die Ohnen schlagen.

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20. Juli 2008 18:00

PIN-Group

Rainald Maaß (dr.maass)

Die PIN-Group zu nennen halte ich für verfehlt: hier handelt es sich qua Stärkung eines alten Monopolisten um eine von seiten der Regierung direkt zu verantwortende Arbeitslosigkeit. Dr. Rainald Maaß, Heidelberg

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