Energie

Deutschland entdeckt den Reiz der Atomkraft

Mit Atomkraft hatten die Deutschen abgeschlossen. Doch plötzlich kriegen Reaktoren wieder Strahlkraft. Je teurer die Energie, desto mehr wächst die Akzeptanz billiger Erzeugung. Die Deutschen, die einst fanatisch gegen Atomkraft waren, verlieren ihre Skrupel. Von Winand von Petersdorff

Lesermeinungen zum Beitrag

09. Juli 2008 14:18

@Rabe

Sven Michaelsen (Der_kleine_Amrumer)

Und was hat der Unfall inFrankreich mit der Atomkraft in Deutschland zu tun? und damit, ob wir beim aktuellen austiegsszenario bleiben oder diesen verzögern/verschieben? Richtig gar nichts !!! Ich will gar nicht die Debatten beginnen, ob aufgebauschter oder runter gespielter Zwischenfall und auch nicht ob die deutschen KKW sicher sind oder nicht. Fakt ist: alle schönen Windräder,Solarzellen oder Solarthermikplatten in Deutschland und auch die geplanten, verhindern eben nicht, dass in Frankreich Radioaktives Wasser ausläuft, oder in der Tschechei etc.... Und sie werden es auch nie verhindern !! und jetzt? tja guter Rat teuer oder? vielleicht sollten wir die Franzosen vor sich selber schützen und dort im Namen der internationalen Anti Atombewegung (die es leider nur in Deutschland in signifikanter Grösse gibt) einmaschieren? Oder vielleicht Europa davon überzeugen, dass die beste Technik für Atom aus Deutschland kommt, denn dort gab es nie solche Zwischenfälle, und kommen sie mir nicht mit dem Brand im Trafohäuschen neulich!)

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09. Juli 2008 13:37

die Gründe für ihren Tod werden die Opfer nie erfahren...

Paul Rabe (heidelpaul)

Und schon wieder ist radioaktive Substand aus einem (anbgeblich) 100% sicheren Atomkraftwerk ausgetreten. Und natürlich ist ein Teil davon ins Grundwasser bzw. in den Nahrungskreislauf gelangt. Derjenige der das Pech hat in ein paar Jahren in Deutschland an Krebs zu sterben wird nicht wissen, daß der winzige radioaktive Partikel welcher seinen qualvollen Tod ausgelöst hat mal von einer Kuh getrunken wurde die gestern an dem Fluß stand, wo mal wieder, das 'unmögliche' passiert ist. Der hat nur leckere, französische Rinderpastete gekauft, mit Kernkraft wird er seinen Tod nicht in Verbindung bringen. Und soetwas passiert irgendwo auf der Welt täglich. Wo Menschen arbeiten werden Fehler gemacht, deswegen stürzen ständig 'sichere' Flugzeuge ab, gibt es Arbeitsunfälle an 'sicheren' Maschinen, stürzen 'sichere' Gebäude ein u.s.w. Eine Titanik bei der Kernkraft aber können wir uns nicht leisten, die wäre, bei einem GAU in Mitteleuropa, das Ende unseres Wohlstandes.

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09. Juli 2008 10:52

Bio/Öko-Wasser marsch!

Freddi Frohsinn (Frid0lin)

"Der Unfall hatte sich am Dienstagmorgen um 6.30 Uhr in einem Werk zur Behandlung von Atomabfällen bei Avignon ereignet. Aus einem undichten Tank war radioaktive Flüssigkeit mit 360 Kilogramm Uran ausgetreten. Ein Teil gelangte in die kleinen Flüsse Gaffière und Lauzon und die Rhône. In einem der betroffenen Flüsse wurde eine Urankonzentration rund 1000 Mal über dem Normalwert gemessen. Die Behörden gaben keine Strahlungswerte an, verboten aber die Wasserentnahme, das Baden und Fischen in den betroffenen Gewässern. Wer verseuchtes Wasser trinkt, hat die Partikel im Körper. Auch bei geringer Strahlung entsteht dann erhebliche Krebsgefahr. In einem der betroffenen Flüsse wurde eine Urankonzentration rund 1000 Mal über dem Normalwert gemessen."

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09. Juli 2008 08:48

Forschung im Rahmen der Atomenergie erhöhen?

O. Morrissey (Morrissey)

Warum wird eigentlich nur wenig Geld für die Forschung zur Reduzierung von Atomenergieproblemen ausgegeben? Beispielsweise zur weiteren Reduzierung der Halbwertszeit, damit bekäme man schließlich die Ausdehnung des Endlagerproblems in den Griff. Zum Beispiel Nutzungsmöglichkeiten und Erschließung von anderen radioaktiven Materialien, damit wäre dem Resourcenproblem beizukommen. Es könnte ja auch die Möglichkeit bestehen, dass dieser Weg am Ende der effektivere und bessere ist, als Geld für die Forschung zur stärkeren Nutzung von alternativen Energien auszugeben. Provokativ? Zudem, wie stark soll man sich gegen den Markt zu stellen, wenn die Atomenergie in den meisten Ländern ausgebaut wird und man nun mal nicht die Wasserkraftmöglichkeiten wie bspw. Norwegen hat.

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08. Juli 2008 11:01

Das große Problem

Sven Weihusen (highlife)

Es wird immer über die Kosten der erneuerbaren Energien gejault, hat sich mal jemand überlegt wieviele Milliadren!!! an Förderung in die Kernkraft geflossen sind? Steuergeschenke in x-facher Milliardenhöhe nicht eingerechnet, weil die Energiekonzerne keine Steuern auf die Gewinne der Rücklagen für die Atomkraftwerke zahlen mußten. Die Primärenergiepreise sind momentan exorbitant, die abgeschriebenen atommeiler noch am Netz und trotzdem sind die Preise explodiert UND auch die Gewinne der Stromkonzerne. Irgendwas paßt da nicht zusammen, denn bei steigenden Primärkosten sollten nach meiner Rechnung die Margen der Konzerne unter Druck geraten. Auch werden der Atomindustrie die horrenden Kosten für Versicherungen erlassen, die sie zur Absicherung eine GAUs zahlen müßte. Das Risiko tragen wir alle und wäre es so gering wie immer besprochen wären auch die Versicherungskosten nicht so hoch das die Stromkonzerne sie nicht leisten könnten, oder nicht? Verlängerung, ja, Neubau nein. Und massive Förderung, ala Förderung der Kernkraft in den 70ern, in Solare Großprojekte die über kurz oder lang benötigt werden. Stichworte Sahara und Gleichstromübertragung.

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08. Juli 2008 08:16

Realitäten

Los Närgli (lma666)

Kernenergie birgt Gefahren. Ohne wenn und aber. Werden wir in Deutschland sie los werden? Nein, wenn die Energieentwicklung so weiter geht, müssen wir Strom aus anderen Ländern (Frankreich, Ost-Europa) importieren. Womit wird der zu einem hohen Anteil produziert? Wieviel Einfluß haben wir auf die Sicherheit dieser Reaktoren im Ausland? Womit werden wir in den nächsten Jahrzehnten unseren Energiebedarf sicher decken? Eine Abdeckung rein mit alternativen Energien erscheint derzeit eher unwahrscheinlich. Warum kann diese Debatte nicht sachlich geführt werden? Ein Beispiel: Wiederaufbereitung reduziert die Menge des Atom-Mülls. Warum also dagegen sein, wenn der Müll in jedem Fall anfällt, solange die Kraftwerke in Betrieb sind? Hier wird zu viel mit Ängsten und zuwenig mit Fakten "argumentiert". Man darf natürlich den Versorgern nicht den Weg ebnen, sich aus den alternativen Energien zurück zu ziehen. Insbesondere mit dezentralen Ansätzen könnte man viel verbessern und einsparen, aber da sich solche Ansätze überwiegend der zentralen Kontrolle der Versorger entziehen würden, werden diese von Versorgern und Behörden konsequent blockiert, verzögert oder andersweitig behindert. Sachverstand, nicht Panikmache ist gefragt

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07. Juli 2008 16:54

Nur ein Vorgeschmack

Moritz Petersen (Mo1234)

Ich habe nie behauptet, dass erneuerbare Energien für den Preisanstieg der vergangenen Jahre verantwoltlich sind, sondern ich habe nur dargelegt, dass ein massiver Einsatz teurer erneuerbarer Energien bis zur verdrängung der konventionellen Kraftwerke die Energiepreise vervielfachen würde und dies somit noch massiveren Einfluss auf den Wohlstand in Deutschland, aber auch in dem Rest der Welt haben wird. Die Entwicklungen der Gegenwart zeigen die wahren Konsequenzen von hohen Energiepreisen: Inflation, Abfall der Produktivität und somit Veringerung der Reallöhne. Ich spreche nicht von Brütern, aber ich spreche von bekannten (aber noch nicht erschlossenen) Vorkommen von Uran und Thorium, die bei derzeitigem Verbrauch noch min. 600 Jahre halten. Selbst wenn sich der Verbrauch verzehnfachen würde, reicht dies noch für 60 Jahre und damit für eine volle Kraftwerksgeneration. Die Brennstoffkosten mögen zwar steigen, aber bei Kernkraftwerken betragen sie nur 20% der Produktionskosten, wovon die neuen Importe wiederum nur einen Bruchteil ausmachen. Zudem lassen sich leicht Vorräte anlegen. Die Klimaschutzmaßnahmen sollen nicht zu Atomausstiegsmaßnahmen verkommen, sondern erst die fossilen Brennstoffe verdrängen!

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07. Juli 2008 16:01

@Herrn Schulz - Gefahren von Brutreaktoren Ergänzung

Paul Rabe (heidelpaul)

Man solllte vielleicht noch ergänzen wieso Brutreaktoren so gefährlich sind. Es ist, wie schon beschrieben, die unvergleichliche Giftigkeit von Plutonium aber auch die Tatsache, daß Brutreaktoren in großen Mengen flüssiges Natrium als Moderator benötigen. Flüssiges Natrium entwickelt explosionsartig große Mengen Hitze wenn es mit Luft oder Wasser zusammen kommt. Zudem führt es zu bisher im Langzeittest nicht beherrschbaren Korrosionsschäden. In Japan wäre es deshalb auch schon fast zu einem echten Supergau gekommen, weil im dortigen Reaktor das Natrium sich explosionsartig entzündet hat, kleinste Lecks reichen dafür aus. Um den Reaktor nuklear stabil zu halten müsste im Fall eines ModeratorLecks eigentlich zusätzlicher Moderator hinzugefügt bzw. wieder aufgefüllt werden. Das geht im Falle einer Natriumexplosion natürlich nicht mehr, das wäre so als würde man ein brennendes Auto mit Benzin löschen....

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07. Juli 2008 11:42

@ H.Rabe - mit kommerziel war nicht dessen direkte Stromerzeugung gemeint

thomas schulz (peanutbutter)

Sie dienen zwei Zielen: a) der Gewinnung von Plutonium für den Bau Atomwaffen, das im und nach dem 2. Weltkrieg für die Nuklearmächte der einzige Grund war, sie zu bauen, was aber nicht Thema dieses Artikels ist. b) der Produktion von Brennstoff für "konventionelle" AKWs. Schnelle Brüter produzieren wesentlich mehr Brennstoff als sie selber zum eigenen Betrieb verbrauchen. Als "Abfallprodukt" fallen enorme Mengen an Wasserstoff an, die für den Individualverkehr als Ersatz von Benzin verwendet werden könnte. Allerdings stehe selbst ich der schnellen Brütertechnologie ablehnend gegenüber. Plutonium ist in der Tat das wohl giftigste Material, daß es je auf diesem Planeten gegeben hat, die Versuchung, mit diesen Meilern mal schnell ein paar dutzend nukes zu produzieren, ist enorm und letzendlich sind diese Reaktoren sprichwörtlich hochexplosiv und können unabsehbaren Schaden anrichten.

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06. Juli 2008 21:57

@doerre

Matthias Gleichmann (Slowhand1968)

Hallo Hr. Doerre, vielen Dank für Ihre Berechnung. In der Wikipedia findet sich ein Rechenmodell, das auf einen Flächenbedarf von 2% der Gesamtfläche Deutschlands kommt, wenn man davon ausgeht, daß der gegenwärtige Energiebedarf so bleibt. Immerhin erscheint es nicht unmöglich, so etwas zu erreichen, und der Nutzen eines solchen Quantensprunges wäre extrem: - wesentlich reduzierte Abhängigkeit von Energie-Importen und deren politischen Implikationen - Stichwort Russland, Stichwort Naher Osten - endlich vollständige Abschaffung aller Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke bleiben als Reserve sicher noch bestehen - extrem hohe Ausfallsicherheit der Stromversorgung durch maximale Dezentralisierung - extrem verbesserte Umweltqualität - weniger Sonneneinstrahlung auf den mit Kollektoren bebauten Flächen, was für die Landwirtschaft angesichts des Klimawandels und der laufenden Versteppung bald ein Vorteil sein sollte. Das Problem mit dem Sauberhalten der Kollektoren jedenfalls- tja wenn wir aufhören unsere Umwelt durch das Verbrennen von Öl & Co so zu verschmutzen wie heute, sollte das dann nicht mehr so wild sein, oder ?

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06. Juli 2008 19:30

@Herrn Petersen

norbert doerre (ndoerre)

Es ist zwar korrekt, daß ich die Solarfläche wegen des Nachtbetriebs doppelt plus Speicherverlust gerechnet habee, dafür ist aber in der Gesamtleistung keine Reserve eingerechnet, welche in der Stromversorgungsindustrie bis zu 60% beträgt. Außerdem sind die vielen dezentralisierten Hochspannungswandler und ihre Flächen noch garnicht eingerechnet. Die rund 10% Nutzfläche ist darum als Mindestfläche zu betrachten. Leider paßt ja eine detailliertere Berechnung nicht in einen einzigen Beitrag hinein. Darum muß irgendwo gekürzt werden. Doch die Richtung muß wenigstens stimmen. Man könnte jetzt natürlich auch noch eine ungefähre Kostenschätzung vornehmen. Doch wenn ich dies täte, würde mich die "Solarmafia" lynchen.

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06. Juli 2008 18:21

P.S. Zur Giftigkeit von Plutonium aus Brutreaktoren

Paul Rabe (heidelpaul)

In Brutreaktoren ensteht Plutonium. Das sollte man auch beachten wenn man glaubt durch Brutreaktoren die bevorstehende Uranknappheit zu bewältigen. Plutonium ist extrem giftig, ein Stoff der bei Langzeitversuchen an Tieren schon im Nanogrammbereich zu signifikanter Erhöhung von Krebserkrankungen geführt hat. Der Grund liegt darin, daß Plutonium als Alphastrahler und Schwermetall im Körper nicht ausgeschieden wird sondern auch in winzigsten Mengen direkt an seinem Einlagerungsort solange Zellen bestrahlt bis diese, oft erst nach vielen Jahren, degenerieren. Damit ist Plutonium der in den geringsten Mengen schon potentiell tödlich wirkende Stoff überhaupt. Zum Vergleich: selbst die wirkungsvollsten militärischen Nervengifte benötigen Dosen oberhalb von 10mg, das ist mehr als das 1000 fache einer schleichend, tötlichen Vergiftung mit Plutonium. Um einen Menschen mit dem Gift einer Schlange zu töten benötigt man sogar die 10.000 fache Menge von der Dosis die ausreicht einen langsamen und qualvollen Krebstod durch Plutonium herbeizuführen. Plutonium tötet schon in einer Konzentration die so winzig ist, daß diese mit herkömmlichen Messgeräten (z.B. Geigerzähler) gar nicht nachweisbar ist. PlutoniumLecks werden also gar nicht bemerkt.

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06. Juli 2008 17:37

Herrn Schulz - Kommerziell genutzte Beispiele ??

Paul Rabe (heidelpaul)

Bitte verlinken Sie doch mal einen seriösen Beitrag aus dem hervorgeht, daß irgendwo auf der Welt ein Brutreaktor KOMMERZIELL(!) betrieben wird. Was ihr Beispiel Japan angeht: Der einzige Brutreaktor in Japan (ein Prototyp) war der Reaktor "Monju" in Fukui. Dieser wurde schon im Jahr 1995 nach einem schweren Unfall (der, wie so oft, angeblich hätte nie passieren können) auf unbestimmte Zeit abgeschaltet. Seine Leistung lag bei bescheidenen 300MW, das ist weniger als Prototypen von thermischen Solarkraftwerken heute schon schaffen. Momentan gibt es KEINEN kommerziell betrieben Brutreaktor in Japan ! Die Versuche in Russland und China sind auch nur Prototypen mit vernachlässigbar geringer Leistung und ohne jede kommerzielle, zivile Relevanz. Es gibt gute Gründe anzunehmen, daß die aktuellen chinesischen und russischen Reaktoren keine zivilen Hintergrund haben sondern vor allem das Ziel haben waffenfähiges Plutonium zu erbrüten. Das Atomkraftland Frankreich hat sich bereits 1996 (nach schweren Zwischenfällen) von der Brütertechnologie verabschiedet. Wenn selbst in Frankreich diese Technologie als zu Risikobehaftet gilt kann man sich vorstellen, wie unbeherrschbar und gefährlich Brutreaktoren sind.

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06. Juli 2008 15:19

Meinung von Fritz Vahrenholt

Michael Meyer (Blutsvente)

Fritz Vahrenholt, Vorsitzender von Energieversorger RWE Innogy: "Wir brauchen Zukunftsenergien, denn die Kernenergie ist nur eine Brücke. Die wird uns noch mal 10, 20, vielleicht 30 Jahre helfen. Wir brauchen Zukunftsenergien." http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/809512/ Wenn die Atomenergie uns nur noch so kurze Zeit hilft, dann braucht man auch nicht den Atomausstieg rückgängig machen. (Die Meinung muss er natürlich als RWE Mitarbeiter vertreten. Sonst würde er sicher Probleme mit Großmann bekommen.)

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06. Juli 2008 15:08

@ H. Rabe - sie scheinen nicht auf der Höhe der Zeit zu sein

thomas schulz (peanutbutter)

Um auf auf ihre Frage, wo zur Zeit schnelle Brüter in Betrieb oder geplant sind, eine Antwort zu geben: "Dr. Hartmut Wider, Bad Reichenhall FAZ LB 18.9.07 - Übrigens wird in Rußland ein Schneller Brüter betrieben, ein zweiter steht vor der Fertigstellung und ein dritter wird geplant." und "Petrunin verwies darauf, dass Russland bei Entwicklung und Betrieb Schneller Brüter weltweit führende Positionen hat. Auch Indien wolle zum Jahr 2010 einen Forschungsreaktor dieses Typs fertigbauen, sagte der Wissenschaftler. Nach Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) wollen 15 Länder etwa 60 Konzepte zum Bau von Reaktoren geringer und mittlerer Leistung erstellen." und, wie sie vielleicht wissen (sollten), betreibt Japan seit Jahren ausschließlich kommerziell genutzte schnelle Brüter, um nur einige Beispiele zu nennen. Einfach mal ein wenig zu dem Thema googeln und nicht einfach rhetorische Fragen plakativ in den Ring werfen, um der eigenen Anti-Kernkraft Idiologie den Anschein von Glaubwürdigkeit zu verleihen.

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06. Juli 2008 15:01

Brüter

Martin Griessmann (mg371)

Russland baut gerade eine 880 MWe FBR in Beloyarsk. Dort ist auch ein 600 MWe Brüter in Betrieb. Weiterhin ist dort auch eine 300 MWe Pilotanlage eines neues Types vorgesehen (BREST), 1.200MWe Versionen sind in Planung. In Indien wird eine 500 MWe Pilotanlage gebaut, welche auch Th nutzen soll. Indien hat ein sehr ambitioniertes Thorium-Programm. 4 weitere Reaktoren dieses Typs sollen bis 2020 gebaut werden. In China soll dieses Jahr ein FBR Reaktor (65 MWt) kritisch werden. Bis 2020 soll es einen 600 MWe Reaktor geben, ein 1.200 MWe ist bis 2030 in Planung. Mehr Informationen: http://www.world-nuclear.org/info/inf98.html

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06. Juli 2008 14:53

@Herrn Petersen - Uran ist schon von 8$ auf 130$ gestiegen

Paul Rabe (heidelpaul)

Da die alternativen Energien (leider) noch einen sehr kleinen Anteil am Energiemix haben können sie schon allein deshalb nicht an den Preissteigerungen der letzten Monate 'schuld' sein. Deren Einfluß ist viel zu gering und deren Kosten steigen auch nicht so urplötzlich. Diese Preissteigerungen liegen natürlich daran, daß auf einem Verkäufermarkt der Preis explodiert, wenn die Käufer keine Alternativen haben. Der Uranpreis hat sich von 8 Dollar im Jahr 2000 innerhalb nur 7 Jahre auf bis zu (spekulativ überhöhte) 130$ im Sommer 2007 entwickelt. Was glauben Sie wird mit dem Uranpreis und -Angebot passieren wenn zusätzliche 100 Kernkraftwerke auf der Welt fertig gebaut sind ? Man kommt nur vom Regen in die Traufe wenn man jetzt noch auf Uran setzt. (und NIRGENDS auf der Welt benutzt jemand Brüter um Uran zu sparen...)

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06. Juli 2008 14:42

Der Vergleich ist Ursprung allen Übels

Florian Hörniß (ErebusDetritus)

Im Artikel werden die Kosten der Energiegewinnung von abgeschriebenen Kraftwerken mit denen von zu Bauenden verglichen. Beim Solarstrom wurden sogar die Einspeisungsvergütungen mit eingerechnet (de facto eine Subvention, die aber nichts mit den Kosten der Energiegewinnung als solchen zu tun hat). Vor allem Photovoltaikanlagen sind derzeit überteuert - dies sieht man nicht nur in den Profiten der Hersteller, sondern können wir uns mit volkswirtschaftlichen Grundkenntnissen herleiten: die Subvention erhöht die Nachfrage (künstlich), und schneller als Produktionskapazitäten ausgeweitet werden können. Atomkraft wurde in ihren Anfängen ebenfalls subventioniert, weshalb die Verwendung von Laufkosten abgeschriebener Anlagen eine klare Täuschung der Leser ist. Ansonsten müsste Wertverfall von Grundstücken um Kraftwerke eingerechnet werden - Atomstrom würde sehr plötzlich sehr teuer werden. Auch das Argument, dass Uran unabhängig von "schwierigen" Staaten machen würde, ist ein Hirngespinst: Russland, Niger, Namibia, Kasachstan und Usbekistan gehören zu den größten Abbauländern. Zum Thema Sicherheit möchte ich nur noch darauf verweisen, dass das Kraftwerk in Tschernobyl der sicherste Typ in den Sovjetrepubliken gewesen ist.

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06. Juli 2008 14:24

@Manuel Hafner (Kaliastro)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"Unsere AKW sind die sichersten der Welt, ein Unfall wie Chernobyl ist mit unseren AKW technisch schon unmöglich." Ein Unfall wie in Chernobyl vielleicht, aber es gibt ja noch viele andere Unfälle die möglich sind. Immer wenn Menschen eine Technik als 100 Prozent sicher erklärten, ist irgendetwas schief gelaufen. Das hat häufig viel mit persönlicher Eitelkeit zu tun, man möchte als Mensch ja gerne in dem Glauben leben, eine von Menschen hervorgebrachte Technologie sei 100-prozentig beherrschbar. Das kann es in der sehr komplexen Realität aber nie(!) geben und das sollte man nicht vergessen. Dieses "Titanic-Problem" (die ja bekanntermassen auch für unsinkbar erklärt worden ist, worauf ein Unfall passierte, mit dem vorher niemand gerechnet hatte) wird immer aktuell bleiben. Gerade auch bei Hochtechnologien wie in Kernreaktoren, die ja noch um einiges komplexer sind. Deshalb sind ständige Zweifel und Wachsamkeit wichtig, damit man nicht unvorbereitet und überrascht in die nächste Katastrophe rauscht. Das gerade die, die diese Technologie beherrschen müssen (nämlich die Betreiber) solche Gefahren häufig leugnen, finde ich besonders besorgniserregend.

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06. Juli 2008 14:22

@doerre

Moritz Petersen (Mo1234)

Sie haben angenommen, dass am Tag und in der Nacht jeweils die gesamttages Energie verbraucht wird. Dadurch hat sich der Wert in ihrer Rechnung verdoppelt. aber 4.5% der Landesfläche sind immernoch zu viel!

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06. Juli 2008 14:10

@Paul Rabe

Moritz Petersen (Mo1234)

Es besteht kein zweifel daran, dass genug Solarenergie zur verfügung steht. Hierrin liegt nicht das Problem. Das Problem resultiert aus den Kosten für diese Anlagen. Solarthermische Kraftwerke haben mehrere Vorteile gegnüber den Solarzellen: Bei Solarzellen kann die produzierte Leistung innerhalb von wenigen Sekunden um zweistellige Prozentbeträge schwanken, aber Solarthermische Kraftwerke können einen Hitzespeicher als Puffer nutzen. Zum Bau werden weitgehend "normale" Baustoffe benötigt. Sie sind günstiger als Solarzellen bei gleicher Leistung. Sie lassen sich ohne weiteres im Industriellen Maßstab realisieren. Es gibt aber auch einen großen Nachteil: Die Kosten sinken kaum. Solarthermischische kraftwerke funktionieren in weiten Teilen mit konventioneller ausgereifter Technik. Solarzellen hingegen durchlaufen noch immer einem Preisverfall wie in der Elektronik und haben evtl. daher mehr zukunftspotential. Heute ist Strom aus Solarthermischen Kraftwerken immernoch ein Vielfaches teuerer als Strom aus konventionellen Kraftwerken und Kernkraftwerken. Durch die hohen Ölpreise haben wir schon einen Vorgeschmack davon bekommen, was es für den Wohlstand und die Ernährung einer Bevölkerung bedeutet, wenn Energiepreise steigen.

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06. Juli 2008 12:44

@Herrn Ditges - 'Brüter' ? Wo denn ?

Paul Rabe (heidelpaul)

Chinesen, Russen oder Franzosen stehen nicht im Verdacht ideologische Vorbehalte gegenüber der Atomkraft zu haben. Wieso werden dort selbst in den modernsten, grade noch im Bau befindlichen Kraftwerken keine Brütertechnologien eingesetzt wenn diese doch (angeblich) eine so sichere Energieversorgung gewährleisten ? Wieso verbraucehn die ganz klassisch das Uran ? Warum wird dort der Atommüll einfach ins Meer geworfen oder unter der Erde gelagert und nicht so 'elegant' entsorgt wie Sie es hier propagieren ? Wieso gibt es im sehr(!) Atom-freundlichen Frankreich keine Anzeichen, daß ihre Vision vom umweltfreundlichen Atomstrom umgesetzt wird ? Die Antwort ist einfach: Obwohl man schon über 30 Jahre an der Brütertechnologie und anderen Konzepten forscht , ist es bis heute nirgends auf der Welt gelungen diese sicher und kommerziell erfolgreich zu gestalten. Wieso sollte das in Zukunft gelingen ? Die Atomtechnologie ist weltweit(!) trotz gigantischer staatlicher Subventionen(aller Länder) nicht nennenswert über den Zustand vor 20 Jahren, also mit ungeklärter Endlager- und Uranversorgungsfrage, hinaus gekommen.

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06. Juli 2008 12:38

@Mayer und Gleichmann

Moritz Petersen (Mo1234)

Es fehlt nur der Wille? ___ Ja, es fehlt der Wille hunderttausende Hektar mit Windrädern und Solarzellen zuzupflastern! ___ Ja, es fehlt der Wille das 10 fache des derzeitigen Preises für Energie auszugeben! Schon heute verteuern die hohen Energiepreise Heizung, Transport, und alles was unter Aufbringung von Energie hergestellt wird (Lebensmittel, Konsumgüter, ...). Alles wird Teurer und die Inflation übersteigt den Anstieg der Löhne! Nicht die "bösen" Unternehmen sind schuld am absinken der Reallöhne, sondern die steigenden Energiepreise! Und da wundert ihr euch, dass der Wille fehlt, diese Preise nochmal zu verzehnfachen? ___ Und, Ja! es fehlt der Wille weiter diesen "Klimaschutz" zu betreiben, der darauf abziehlt, durch verringerung der Nachfrage die Preise für fossile Brennstoffe so sehr zu drücken, dass deren Förderung nichtmehr lohnt. Nein, die Preise Steigen weiter, und der Kohlenstoff wird immernoch gefördert und gelangt in die Atmosphäre. falls jemand es vergessen hat: dies zu verhindern war das ziel! Es ging nicht darum das Gewissen zu beschwichtigen. Es funktioniert einfach nicht, und wir müssen andere Lösungen finden. Bergwerke müssen direkt geschlossen werden, oder wir müssen lernen mit dem Klimawandel zu leben.

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06. Juli 2008 12:18

Wer möchte soll !

heinz herzing (heinz48)

Warum gibt es nicht einen noch breiteren fächer zur auswahl der kosten. Strom aus solar oder wind ist etwas teurer . Strom aus kohle usw ist etwas billiger als. Atomstrom ist zur zeit am billigsten. Also lassen sie den menschen die freie wahl , richtig billig oder teurer aber der eigenen ideologi gerechten wahl. Entscheidet sich die mehrheit für billig dann muss man über neue kernkraftwerke nicht mehr nachdenken sondern bauen. Die mehrheit der bürger dieses landes entscheidet und sonst niemand aber auch gar niemand...

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06. Juli 2008 12:01

Mein Tschernobyl liegt immer noch in Deutschland

Konstantin Schneider (bundesboy)

Dass die Erregung wegen der grossen Gefahren, die mit der Kernkraft verbunden sind, abgenommen hat, ist kein gutes Zeichen. Denn die Risiken sind durch das Schwinden der Ängste ja keinesfalls gesunken. Die tolldreiste Manipulation der Massenmeinung durch erzeugen von Angst und Hysterie hinsichtlich der Energiepreise wird früher oder später allerdings auch starke Gegenreaktion auslösen. Es war ja nie nur der Anblick von Reaktoren, der die Reaktion hin zu mehr erneuerbarer Energie auslöste, sondern das Entsorgungsproblem. Gerade wegen der terroristischen Gefahren liegt es schliesslich auf der Hand , dass das Szenario des "Kidnapping" von Reaktormüll zwecks Bau's schmutziger Bomben, die Menschen wieder zur Vernunft zurückführt und die ist eben kernenergiefrei.

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06. Juli 2008 11:56

Flächen- und Pflegebedarf für Photovoltaik mal überschläglich berechnet...

norbert doerre (ndoerre)

Für eine Nennleistung von 1 kW werden Solarzellen mit einer Fläche von etwa 8-10 m² benötigt. Daraus ergibt sich für eine neue Anlage ein tatsächlicher Energieertrag von etwa 70-125 kWh pro Quadratmeter und Jahr (entspricht einer mittleren Leistungsabgabe von 8 bis 14,3 W). Laut EU-Bericht benötigt Deutschland mit den Schlüsselzahlen von 2004 eine Leistung von 607,0 TWh/Jahr. (Ein Terawatt entspricht 1.000 Gigawatt oder einer Million Megawatt oder einer Milliarde Kilowatt oder einer Billion Watt. Aus 70 - 125 kWh und Jahr wird im Folgenden der Mittelwert = 100 kWh und Jahr verwendet: Benötigte Nettofläche ohne Nachtspeicherung und ohne Wartungsfläche: 607.000.000.000 kWh / 100 kWh/m² = 6.070.000.000 m² = 6.700 km² Für Nachtspeicherung zusätzlich benötigte Fläche: 10.000 km² (Speicherverluste etwa 30%) Reservefläche für Ersatzmodule: 5.000 km² Für Wartung zusätzlich benötigte Fläche: 10.000 km² Summe der Flächen: 6.700 + 10.000 + 5.000 + 10.000 = 31.700 km² Benötigte Solarfläche: 31.700 km² Gesamtfläche Deutschland: 357.093 km2 Flächenverhältnis: 31.700 km² / 357.093 km2 = 0,09 = 9 Prozent der Landesfläche. Es werden also rund 10 Prozent der Landesfläche benötigt. Diese Fläche muß permanent schmutzfrei gehalten gehalten werden.

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06. Juli 2008 11:56

Warum so idiologisch?

Martin Zwölfer (EinWuschel)

Sachlich geht es bei der weiteren Nutzung der Kernenergie nur um den Erhalt einer Option und die Mehrheit scheint wieder die Ansicht der Sinnhaftigkeit zu teilen. Auch die Kernenergie hat das Problem, dass ihr Brennstoff nicht unbegrenzt zur Verfügung steht und daher die Notwendigkeit der Wiederaufbereitung und Brennstoffverlängerung durch die Brühtertechnologie früh erkannt wurde. Warum wohl wurde erst die Brühtertechnologie, dann die Wiederaufbereitung und schließlich der Betrieb der Reaktoren von den AKW gegnen in dieser Reihenfolge bekämpft? So wie es für diesen Aspekt sinnvoll ist, sich mit den technischen Hintergründen zu beschäftigen, so sollte man es auch mit der Stromversorgung allgemein machen. Es wird dann schnell deutlich, dass neue Enegiesyteme schnell an ihre Grenzen stossen und eine politisch gewollte Verschiebung im Energiemix zu erheblichen wirtschaftlichen nachteilen führt. Energieversorgung wird sich immer im Spannungsfeld zwischen ökologischen, ökonomischen und wohl auch soziologischen Kriterien befinden und abhängig vom Zeitpunkt kann die Lösung sich ändern.

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06. Juli 2008 10:57

Oberflächlicher Reiz

Ivo Huber (jimmycarter1)

Wenn überhaupt ist Atomkraft etwas für Flächenstaaten. Für uns bleibt das Entsorgungsproblem bestehen. Und rechnen tut's sich auch nicht, wenn man berücksichtigt, dass China, Russland etc. groß einsteigen werden und so die Preise in die Höhe treiben werden. Wir sollten uns nach Energiequellen umsehen, die den deutschen Gegebenheiten entsprechen.

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06. Juli 2008 10:37

Manipulation mit der Angst und Kniefall vor Atom-Lobby

Michael Friedrich (Cybermichl)

Für Normalinformierte stellt sich die Frage: Ist dieser Artikel darauf gebaut, die Akzeptanz bezg. Atomreaktoren unterschwellig zu erhöhen? Es wird immer wieder nur von Umfragen gesprochen, nicht davon, ob die Befragten ebenfalls über die Alternativen informiert sind. Meinungsmache kann durch Angst vor hohen Kosten, mangelnde Verfügbarkeit als auch die Abhängigeit gemacht werden. Die Methoden sind die gleichen, wie die Werbung der Versicherungsgesellschaften und Wahlversprechen der Politiker...usw. Kosten können reguliert werden, mit Mineralölsteuer macht man es auch. Hier sollte für Geringverdiener, ALG2-Empfänger usw. ein Kostenzuschuß für alternative Energien gewährt werden. Eine Abhängikeit wird durch die andere abgelöst, kostengünstig kann man Uran eigentlich nur von Russland/Ukraine bekommen, da Australien, Kanada usw. die Lieferkosten zu hoch wären. Über die Entsorgungsprobleme brauchen wir auch nicht zu diskutieren. Positiv ist natürlich die geringe CO2-Belastung, Atomstrom sollte deshalb wirklich nur als Übergangslösung hergestellt werden, zumal die Uranvorkommen auch nicht ewig reichen - eine Frage, die unsere Sozialgesinnung gegenüber unsere Nachkommen betrifft.

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06. Juli 2008 10:06

Re: Klarheit über Tschernobyl

Bernd Stroeher (Faustus34)

Sicherlich ist ein Grund für die bisherig massive Ablehnung der Atomkraft die wenig zutreffenden, aber immer wieder zitierten Auswirkungen des Unglücks von Tschernobyl. So gibt Hermann Scheer, energiepolitischer Sprecher der SPD in einer Replik auf einen Artikel von Randows in der Zeit aus dem Jahre 2005 an, dass das Unglück bisher 70.000 Tote gekostet habe und dass Zehntausende noch einen elenden Tot sterben werden. Das von Randow zititerte Papier von 100 Wissenschaftlern, eingesetzt von der Uno und dem Tschernobyl-Forum, bestehend aus den 3 betroffenen Regierungen, 5 Uno-Organisationen und der Weltbank, spricht dagegen von weniger als 60 Toten, 2000 Schilddrüseneerkrankungen, die bei sachgemässer Behandlung zu 99 % geheilt werden, sowie von etwa 4500 Betroffenen, die eine verkürzte Lebenserwartung haben sowie von ca. 200.000 Menschen, bei denen jedoch kein erhöhtes Risiko besteht. Sicherlich ist eine solche Argumentation ziemlich makaber. Die Differenzen zu den Folgeschäden von Tschernobyl sind jedoch so gravierend, dass man schnellstens für Aufklärung sorgen sollte. Zur Ergänzung : das Reaktor von Three Mill Islands in den USA hat weder Tote noch Verletzte gefordert. Allerdings auch in anderem polit.System.

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06. Juli 2008 09:54

Solarenergie OHNE(!) Solarzellen ist die Zukunft

Paul Rabe (heidelpaul)

Man muss gar nicht erst bis in die Sahara fahren um günstige Solarenergie OHNE(!!!) Solarzellen zu erzeugen. In Spanien wird grade ANDASOL1 fertig gestellt, ein thermisches Solarkraftwerk welches auch Nachts Solarstrom liefert. In Spanien, Portugal, Griechenland und der Türkei gibt es genügend Ödland um mit solchen Kraftwerken auch den zehnfachen Strombedarf der EU einfach zu decken. Pro m2 scheint die Sonne dort mit 2000 Watt im Jahresmittel, das sind 8760 Kilowattstunden im Jahr. Das bedeutet der Energiebedarf einer normalen deutschen Familie (ca. 3500 Kilowattstunden) kann selbst bei größeren Verlusten mit wenigen Quadratmetern gedeckt werden. Der Transport der Energie ist mittels fast verlustfreier HGÜ Technologie auch über große Strecken kein Problem mehr und wurde von Siemens in China längst erfolgreich gebaut ("Gui-Guang" zwischen Guizhou und Guangdong, 940 km Übertragung von 3000 Megawatt - Verluste weniger als 4% auf 1000km)

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06. Juli 2008 09:52

Ein Trauerspiel

Anton Kecac (tonikecac)

Ich werde es mit Sicherheit nicht mehr erleben und meine Kinder vermutlich auch nicht. Die Wohnung des kleinen Mannes wird wieder mit Wachskerzen erleuchtet. Wie die Nachkommen unserer Politiker, Lobbyisten und deren Kinder das erleben, warten wir's ab. Der, der Geld und Macht hat bringt auch seine Schäfchen ins Trocken.

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06. Juli 2008 09:25

Es gibt gute Gründe dagegen...

Mario N. (alle9ne)

1. es gibt Alternativen wie http://www.desertec.org/de/concept.html allerdings verdient EON und Co nicht mehr soviel daran (deshalb die fast tägliche ProAtom-Lobbyarbeit in Bild und Co) Das o.g. Projekt benötigt in den nächste 20Jahren einen Europaweite Anschubfinanzierung von 40Mrd. Ein Mehrfaches davon geben die Europäer zur "Mobilmachung" ihrer Armeen aus damit diese im weltweiten Kampf um Ressourcen "mitmischen" können. 2. kenne ich wenige die ein AKW in 100 km Umkreis stehen haben wollen. 3. wenn AKWs "billigen" Strom liefern gibts keine Gründe für Regierungen und Mittelstands Wirtschaft Geld in Forschung und Bau für Alternativen zu stecken. Jetzt schon steht Deutschland kaum noch für Innovationen sonder reizt nur Uralttechnologien aus. Hauptsache es geht noch ein Weilchen so wie bisher weiter, mit dieser Einstellung kann man auch die Zukunft für seinen Enkel und Kinder verbauen. Gruß

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06. Juli 2008 08:42

Wird auch Zeit

Manuel Hafner (Kaliastro)

Ich kann die meisten Bedenken der Atomgegener nicht navollziehen, zumindest in Bezug auf unsere AKW nicht. Betonung liegt hier auf "die meisten" es gibt definitive starke Bedenken gegen die Atomkraft die absolut beachtenswert sind, wie das Endlagerungsproblem und das Ablaufdatum hervorgerufen von der Verfügbarkeit. Aber noch überwiegen eindeutig Nutzen und Wirtschaftlichkeit, und vor allem auch Umweltverträglichkeit. Wie einige meiner Vorredner halte ich Alternative regenerative Energien für unerlässlich für unsere Zukunft und sehe darin auch den Pool an Konzepten die beforscht werden müssen. Aber leider sind die meisten Alternativen Energien ziemlich schlecht unter aktuellen Gesichtspunkten. Solarenergie ist ein CO2 Apltraum durch ihren noch schlechten Wirkungsgrad und immens hohen Energieaufwand in der Produktion, Windkraft vielerorts nicht einsetzbar. Und völlig neue Konzepte wie Bioalgen stecken noch in den Kinderschuhen. Für heute also ist die Kernkraft ein Lückenfüller der schlicht wichtig ist. Morgen ist das sicher anders, wir investieren ja bereits viel in neue Energien. Last but not least. Unsere AKW sind die sichersten der Welt, ein Unfall wie Chernobyl ist mit unseren AKW technisch schon unmöglich.

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06. Juli 2008 07:57

Deutschland braucht die Atomkraft

Hiep Van Tran (WatersToronto)

....ansonsten wird dieses Land in nicht allzuferner Zukunft bei den Lebensbedingungen China erreichen, da Energiekosten für 90% der Menschen unbezahlbar geworden sind. Ich selber habe wirklich keine Angst vor der Atomkraft - sie hilft jedenfalls dabei, aus oben genannten Gründen einer gewissen weiteren Verarmung entgegen zu wirken. Versöhnen wir uns mit ihr.

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06. Juli 2008 03:12

So viele Lügen haben sie uns erzählt...

Karl Hammer (cromagnon)

[...]Zum ersten Mal ist die stabile Mehrheit gegen Kernkraft ernstlich bedroht[...] Kein Wunder, nie war es so einfach sich auch mit Fachinformationen zu versorgen wie heute und siehe da, sehr vieles was uns von den Ökos und Linksgrünen über die Kernkraft (so heißt sie nämlich) erzählt wurde, all die Schreckensgeschichten und Panikattacken, waren Lügen und Halbwahrheiten. Die Geschichte mit dem Neandertaleratommüll und den Jahrzehntausende langen Halbwertzeichen stimmt nur, wenn man verschweigt, daß sich mit neuen Techniken die Halbwertzeiten auf Jahzehnte verkürzen lassen (aber das verhindern sie ja). Die Geschichte mit dem knappen Uran stimmt nur, weil man den schnellen Brüter verhindert hat, der eine Verfielfachung der Reichweite der Vorräte ermöglicht hätte. Die Geschichte mit der Kernschmelze stimmt nur, wenn man graphitmoderierte Kernreaktoren benutzt, wie man sie in Russland zur Herstellung von waffenfähigem Plutonium verwendet und kein schweres Wasser wie bei uns. Bei einer unkontrollierten Kettenreaktion verdampft das nämlich und die Kernspaltung erlischt. Eine Kernschmelze ist ausgeschlossen. Früher hab ich denen geglaubt und bin ihnen hinterhergelaufen, heute bin ich schlauer.

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06. Juli 2008 02:04

Das wahre Problem ist doch..

Maximilian Roth (lettherebelight)

..nicht die vermeintlich umweltschädliche Technologie, sondern schlicht und ergreifend die Überbevölkerung auf der Erde. Wäre das Bevölkerungsniveau nur weiterhin so hoch wie in den 50er Jahren, dann könnte jeder sein SUV bis zum St.Nimmerleins-Tag durch die Welt bugisieren. Durch die fahrlässig unterschätzte Kraft des exponentiellen Wachstums wird bis 2050 die Weltbevölkerung plötzlich bis auf 10 Mrd. ansteigen. Doppelt so viele Menschen wie jetzt! Das bedeutet weniger Demokratie (die Stimme des einzelnen zählt weniger), noch mehr Konflikte um Ressourcen wie Erdöl, Wasser, etc. Und dann? Möchte man all den Menschen plötzlich verbieten sich zu reproduzieren? Da kann man auch noch so energieeffiziente Autos und Kraftwerke Bauen, die Welle der immer neuen Konsumenten wird alle noblen Bemühungen, die Umwelt zu entlasten, jäh zunichte machen. Das wagt sich natürich keiner der Gutmenschen auszusprechen, betrifft einen 68er-pseudo-Weltverbesserer ja auch vermutlich nicht mehr! Lieber schöpft man in gleicher Manier noch ein bisschen die üppigen Rentenleistungen des Staates auf Kosten der nächsten Generationen ab, während man über die Schlechtigkeit der Welt philosophiert - die letzten beissen die Hunde!

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06. Juli 2008 01:33

Nur Schade ...

Frank Geiser (geiser123)

.. das wir wieder mal die Ersten waren ... in der Zwischenzeit geschlafen haben ... und jetzt wieder alles aufholen muessen. Der Schnelle Brueter ist ja damals auchverkaufft worden. Ich hoffe mal das man die Fusion in den Griff bekommt. Es ist wichtig das Deutschland bei CERN vorne mitmischt. Gebt nicht wieder die Karten aus der Hand ...

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06. Juli 2008 00:42

Standartparolen

Moritz Petersen (Mo1234)

Immer wieder werden diese Standartargumente gegen Atomkraft vorgebracht, obwohl sie schon zig mal wiederlegt wurden: "endlangerproblem": Dieses Problem GIBT ES SCHON! Durch eine vorzeitige Abschaltung der Atomkraftwerke wird man dieses Problem auch nicht los. Moderne Kraftwerke und Aufbereitungsanlangen auf dem neuesten Stand würden es auch ermöglichen, nurnoch Atommüll zu produzieren, welcher mittellange Halbwertszeiten hat, sodass man die Endlager nicht für jahrtausende sondern "nur" jahrhunderte sicher gestalten muss. "restrisiko": Tatsache ist, dass im Rahmen der Produktion von Strom aus Kohle, im Bergbau, über die Kraftwerke bis zu den Abgasen, viel mehr Menschen gestorben sind als durch Atomenergie. "endliche Ressourcen": Die derzeit offenen Uran-Bergwerke reichen vorraussichtlich nur noch für 70 jahre, aber es sind bereits Vorkommen für ca 300 Jahre Bekannt. Allein für Uran! Wenn man noch andere geeignete radioaktive Stoffe hinzunimmt (zb. Thorium) dann reichen die Vorkommen noch wesentlich länger. Wenn die Japaner mit ihrer Gewinnung von radioaktivem Uran aus Meerwasser erfolgreich sind dann können wir noch jahrtausende lang fissionsenergie nutzen. (Ja: unsere Umwelt ist voll mit radioaktiven Stoffen)

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06. Juli 2008 00:05

Mineralölsteuer und Atomstrom

Matthias Gleichmann (Slowhand1968)

Lieber Hr. Maximilian Lorenz, vielen Dank für Ihren Hinweis in die richtige Richtung. Natürlich ist Energie im Moment einfach noch viel zu billig, als das es weltweit zu richtungsweisenden Schritten hin zu erneuerbaren Energiequellen reichen würde. In Deutschland ist es etwas besser, da wir durch die Mineralölsteuer, Ökosteuer und Mehrwertsteuer Energie hoch besteuern und gleichzeitig die Erzeugung von Solarstrom subventionieren. Leider machen wir Deutschen dabei wieder mal unsere üblichen Fehler: das dadurch eingenommene Geld wird nicht konsequent in die Entwicklung zukunftsfähiger Energietechniken gesteckt, sondern es werden damit unsinnige Quersubventionen geleistet, z.B. Steuerzuschuss zur maroden Rentenversicherung. Es gäbe einen einfachen Weg: wenn 2-3 % der Fläche Deutschlands mit Solarzellen bedeckt wäre, könnten wir unseren kompletten Energiebedarf nur mit Solarstrom decken, könnten alle Atomkraftwerke abschalten und wären nebenbei noch unabhängig von Russland und dem nahen Osten. Alles was es dazu bräuchte wäre eine Verdopplung der Mineralölsteuer, den politischen Willen, das Geld dazu zu verwenden und 10 Jahre Zeit. Aber es wird wohl wieder nur zu neuen Atomkraftwerken reichen.

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06. Juli 2008 00:03

DESERTEC - Solarstrom aus der Wüste

Michael Meyer (Blutsvente)

Atomenergie ist nicht die Zukunftsenergie, sondern Solarstrom aus der Wüste und Windenergie von der Küste. Name des Konzepts: Desertec http://www.desertec.org/de/concept.html Wissen und Technik sind bereits vorhanden. Industrie und Politik fehlt nur der Wille. Langfristig würde auch der Preis für Energie sinken. Die Rücknahme des Atomausstiegs wäre daher fatal und das falsche Signal. Man würde die notwendige Entwicklung nur auf die nächsten Generationen verschieben. Ein interessantes Interview zum Thema: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/750168/

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05. Juli 2008 23:38

Reiz der Atomkraft

Jochen Woywadt (buebuebue)

Also, ich bin auch einer von "den Deutschen" und ich war nie fanatisch gegen Atomkraft. Merkwürdig, da hat wohl mal wieder jemand vergessen, mich zu fragen. Atomkraft mag Risiken bergen, für mich sind die aber kalkulierbarer, als sich auf Gedeih und Verderb von russischem Erdgas abhängig zu machen (Gas-Gerd sei Dank!) oder das Land mit Windrädern zuzupflastern.

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05. Juli 2008 22:44

Situation erhofft

Holger Hoeffgen (JochenMohl)

Gut das es niemanden gibt der glaubt da gibt es eine Lobby und diese habe seit Jahren auf eine Situation gewartet auf die sie schon selber nicht mehr zu hoffen wagte. Gut das niemand glaubt das diese Lobby ihre Fürsprecher fürstlich bei Laune gehalten haben bis zu diesen heutigen Tag und gut das die FAZ nicht zu dieser zählt.

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05. Juli 2008 22:37

Böse Kernkraft - gute Solarenergie???

Werner Kuemmerle (wkuemmerle)

Das Thema, wie wir die Energieversorgung für Deutschland nachhaltig sicherstellen, ist so komplex, dass selbst Experten mehr glauben als wissen. Insofern sollte man keine Technologie vorschnell ausschliessen - auch die Kernenergie nicht; Vielfalt in der Energieerzeugung ist angesagt! Ohne Atomstrom wird es nicht gehen, denn Solarstrom ist nicht kostenlos und Halbleitersilizium wird nicht problemlos aus Sand gemacht, sondern in energie-intensiven Verfahren gewonnen, die Mengen von hochreinem Wasser benötigen und zu Abfällen führen, die ebenfalls "endgelagert" werden müssen. Wirkungsgrad und Kosten der Zellen haben sich nicht so verbessert, wie prognostiziert wurde. Auch die Windenergie ist nicht "billig" und permanent verfügbar! Sich für Deutschland nur auf die erneuerbaren Energien zu verlassen, ist genauso gefählich, wie die derzeitige Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Kohleimporten beizubehalten. Kernenergie bleibt aus Gründen der Versorgungsicherheit und der Wirtschaftlichkeit in den nächsten Jahrzehnten unverzichtbar. Wenn Rot und Grün in der derzeitigen Situation am Austiegsszenario für KKWs festhalten, wird ihnen der Wähler hoffentlich die rote Karte zeigen!

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05. Juli 2008 21:07

Eine Logische Konsequenz...

T. Philip (tp2006)

die abzusehen war. Politiker wie unser Umweltminister Gabriel, der sich eigentlich nur durch dieses Thema in der Öffentlichkeit profilieren will, aber sonst eigentl. zu nichts zu gebrauchen ist, haben uns in die jetzige Situation gebracht. Natürlich gibt es viele Probleme wie Risiken bzgl. Gesundheit, der Entsorgung der Spaltprodukte uvm. Wenn man jedoch kein wirklich brauchbares Alternativkonzept hat, kann man doch nicht etwas - "zum jetzigen Zeitpunkt" - so sinnloses wie den Atomausstieg beschließen! Die Zukunft wird die Meinung vieler noch ändern. Von den bereits verursachten Kosten, wollen wir mal nicht anfangen zu reden...

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05. Juli 2008 21:04

Unverantwortbar

Volker Kulessa (solelite)

Die CO2 Hysterie zahlt sich aus, für die Atomlobby, die diese Hysterie genial geschürt hat.

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05. Juli 2008 21:03

Dilemma der Energiepolitik

O. Morrissey (Morrissey)

Ich denke, es kann heute niemand verlässlich sagen, wie viel an Zeit und Geld eine Weiterentwicklung der alternativen Energien benötigt wird, damit das notwendige Energielevel damit abgedeckt werden kann. Klar, Autos werden immer weniger Benzin oder Strom brauchen. Und vielleicht schafft die Technik in den nächsten x Jahren auch Autos, die mit alternativen Energien alleine fahren können. Gleiches gilt für unsere sonstige benötigte Energie, in manchen Bereichen sind wir schon recht weit. Das x können wir aber nicht bestimmen, leider. Und klar, die Endlagerung ist ein ungelöstes Problem. Und das betrifft auch die anderen Ländern. Auch Abbau von Kohle hat ewige Folgeschäden, man schaue sich die unterhöhlten Gegenden mit der neuen Erdbebenqualität, den Rissen in den Häusern und der zerstörten Naturlandschaft an. Es wird leider nur nicht evaluiert, was der vernünftigste Mix, der beste Weg auf lange Sicht ist, da jede Interessensgruppe nur ihren Weg als den einzig Wahren sieht und nicht die gemischte Strategie.

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05. Juli 2008 20:28

Wahre Kosten der Kernenergie

Fürchtegott Riefenstahl (fuerchtegott1)

Als Chemiker kann ich zu Laufzeitverlängerung und Neubau von Reaktoren mit guten Gewissen mein d'accord geben. Allerdings sollte man nicht den kWh-Preis des von abgeschriebenen Meilern produzierten Stroms vergleichen, sondern den Preis inklusive der Kosten für Endlagerung und staatliche Einsätze zur Sicherung des Betriebs der Kraftwerke mit einrechnen. Wer zahlt die Polizeieinsätze gegen AKW-Gegner? Wer übernimmt die Verantwortung bei einem Unfall? Der Staat. Wer macht Profit auf Kosten der Bürger, weil er den Preis des billigen Atomstroms lieber an Öl und Gas orientiert? Die Konzerne. Desweiteren hat die Vergangenheit gezeigt, dass Stromkonzerne Profitmaximierung über eine der Technik angemessene Informations- und Sicherheitspolitik nicht verfügen. Ich sehe als einzig möglichen Betreiber der Kraftwerke einen Staat, der mit den KKW wirtschaftet.

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05. Juli 2008 20:26

Höchste Zeit!

Peter Zentner (Caterwaul)

Höchste Zeit, dass auch Deutschland den unter Schröders Rot-Grün ideologisch erzwungenen, unter Merkels Rot-Rot (kein Tippfehler) idiotisch wiederholten Unfug namens Atom-Ausstieg für alle absehbaren Zeiten einmottet. Wir alle, auch ich, haben eine heftige Anti-Kernkraft-Episode hinter uns. Was haben wir uns erregt, als Sellafield, Four-Mile-Island und Chernobyl für begründete Bedenken sorgten! Wie haben wir unsere Säuglinge von München nach Norddeutschland verfrachtet, nachdem wir zuvor Jahresvorräte an Trockenmilch für sie eingekauft hatten! Doch diese Katastrophen wurden nach allem, was man heute über sie weiß, durch menschliches Versagen angesichts einer damals ziemlich neuen, ungewohnten Technologie eingeleitet. Und blieben in ihrer Unbarmherzigkeit, sofern man mich für diese Relation nicht sofort steinigt, bis auf fürchterliche Konsequenzen in der Ukraine unter den Folgen einer jährlichen bundesdeutschen Verkehrsopfer-Statistik. Heutige Kernkraftwerke sind besser, verlässlicher, leichter beherrschbar und wesentlich effizienter. Umweltfreundlicher und billiger für uns alle sowieso — wenngleich der CO2- und sonstige Klima-Hype in erster Linie eine Geschäftsidee und längst keine wissenschaftliche Erkenntnis sind.

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05. Juli 2008 20:23

Längere Laufzeiten sind sinnvoll - lösen aber kein Problem

Paul Rabe (heidelpaul)

Es wäre sinnvoll die schon bestehenden KKWs in Deutschland bis ans Ende ihrer Lebensdauer zu betreiben. Das damit zusätzlich verdiente Geld sollte aber streng zweckgebunden in den Ausbau der alternativen Energien gehen. Die Kernkraft kann höchstens eine Übergangstechnologie sein. Die Endlagerfrage ist nach wie vor ungelöst und hat durch den (angeblich unmöglichen) Wassereinbruch in das Endlager Asse noch an zusätzlicher Brisanz gewonnen. Auch werden die Uranabbaukapazitäten, wenn man all die KKW Neubauten überall auf der Welt berücksichtigt, schon bald an ihre Produktionsgrenzen kommen, ein Engpass bei der Uranversorgung ist also absehbar. Technologien wie der Brüter werden aber nirgends auf der Welt kommerziell eingesetzt, darauf sollte man keine zu hohen Hoffnungen setzen.

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05. Juli 2008 20:20

Werden die Deutschen vernünftig

Heinrich Koch (heinrichkoch)

Je älter die Altachtundsedchziger werden, desto vernünftiger werden die Deutschen vielleicht.

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05. Juli 2008 19:38

Ab 2070 kein Uran mehr

Maximilian Lorenz (maximilianlorenz)

Nach der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) reichen die Uranvorkommen bei jetzigem weltweitem Verbrauch und Wiedervertungsanteil bis 2070. Wird der Verbrauch der Atomenergie erhöht , sinkt diese Zeit. Da Uran auch noch aus dem Ausland und sogar bis zu 30% aus Russland bezogen werden muss, erhalten wir unsere Energieabhängigkeit gegenüber dem Ausland. Da mittel- bis langfristig Atomenergie aufgrund der Uranvorkommen keine Option darstellt, sollte man lieber gleich auf Technologien setzen, die in der Lage sind unseren Verbrauch zu garantieren. Ausserdem ist das Energieeinsparungspotenzial immer noch enorm. Eine weitere Verteurerung der Energiepreise wird eine Innovationskraft freisetzen, wie wir es schon bei der ölkrise in den 70 er Jahren erlebt haben. Nicht günstigere Energiepreise sondern teuere wird die Lösing der Zukunft sein. Die aktuellen Energiepreise werden quasi von der Umwelt und der Gemeinschaft (Katastrophen- und Gesundheitsrisiken) getragen.

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