Mit Sicherheit ist auszumachen, daß die Magnetschwebebahn(MSB) mal als Museumsatraktion in Nähe des badischen Dorfes RUST zu finden sein wird, weil der Autobahnzubringer konstant verstopft ist. Vielleicht mit Anbingung an Freiburg, Offenburg, Kehl oder Karslruhe. Das ist das eine, daß sich unsere Politiker technisch verewigen wollen, am besten mit ihrem Namen. Genauso ist es verständlich, daß mit Abstand von ein paar Jahren ein Mitentwickler der MSB, Defizite beim Einsatz von Punkt A nach B einräumt. Bei keinem der Diskussionsteilnehmer aber habe ich mal den Gedanken entdeckt, welch wohlhabende Volkswirtschaft wir haben, welche sich solch eine technisch vielleich garnicht brauchbare Entwicklung leisten kann. Erschreckend am Diskussionsstand ist nicht die Beerdigung der MSB, sondern die Tatsache, daß uns findige Ingenieure und Wissenschaftler aus dem eigenen Land davonlaufen (siehe Gen-Technologie), weil solche Entwicklungen gar nicht mehr ermöglicht werden; selbst junge Tüftler/Lehrlinge werden sich das merken. Wann kommt die (politisch gesteuert) nächste Green-Card-Aktion? Allerdings, den Hinweis auf den Lärmfaktor und die Privatvermögensentwertung unterschreibe ich zu 100%.
Jemand schreibt hier von anschlusslosen Teillösungen, reginal begrenzter Diarrhoe. Ja da hat jemand den Sinn des Förderalismus nicht verstanden, wir machen es doch mit allen Dingen so. Wenn in einem Bundesland ein Berg zum rodeln frei gegeben wird, wird in einem anderen B-Land der Berg gesperrt wegen akuter Verletzungsgefahr.
In diesem Sinne Schieh(t) und Rodel gut!
In "Abwegige Entwicklung" vom 26.09.2007, 16:45, ist mir ein Fehler unterlaufen. Der Rollwiderstand des Rad-Schiene-Systems liegt nur bei 0,15%, d.h. um 100 t Zuggewicht zu bewegen, am "Rollen" zu halten, braucht man eine Zugkraft von nur 0,15 t, also 150 kp. Anders ausgedrückt, beim Rad-Schhiene-System reicht ein Gefälle von 1,5 m auf 1000 m, um ein rollendes Gefährt nicht von selbst anzuhalten. Dieser Rollwiderstand ist gegenüber dem Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten eine völlig vernachlässigbare Größe. Der Sachverhalt, daß der Transrapid eine herumgeschobene, nicht abschaltbare Wirbelstrombremse mit quadratisch von der Geschwindigkeit abhängiger Bremswirkung ist, führt dazu, daß beim Transrapid bei Geschwindigkeiten oberhalb 300 km/h der Energieverbrauch für den Antrieb den des ICE übersteigt.
Es gibt eine gute Tradition, Bahnstrecken nach dem König zu benennen, der sie bauen ließ. Unter diesem Gesichtspunkt hätte es schon etwas für sich, auf der Edmund-Stoiber-Bahn zum Franz-Josef-Strauß-Flughafen zu fahren. Schöner wär's, einfach Edmundsbahn und Franz-Josefs-Flughafen zu sagen.
Spaß beiseite: Fehlende Netzfähigkeit, Ausbaufähigkeit (die mögliche Zugfolge wird beim Bau quasi zementiert) und ungünstiger Energieverbrauch bei hohen Kosten machen den TR unattraktiv. Der Bedarf an isolierten Direktverbindungen ist gering. Ob eine Verbindung Frankfurt-Flughafen nach Hahn sich angesichts der Investitionskosten und der Preisvorstellungen der Kunden besser rechnet, ist auch zweifelhaft. Expreß-S-Bahnen zu den Flughäfen und einigen Städten wären billiger als der TR oder attraktiver als ICE-Umwege:
Flugh. Köln, die geplante Anbindung von Darmstadt, ICE-Halte an den Flughäfen in D, M, S usw. sind oder wären nicht bedarfsgerecht für einen Schnellverkehr. Politiker fordern hier nur Unsinn.
Man vergeudet in Deutschland Milliarden für Prestigeobjekte, die nur isolierte Vorteile bringen, statt mit diesem Geld die gesamte Eisenbahnnetzqualität zu heben (besonders Knotenausbau), was gesamtheitlich wesentlich mehr Vorteile brächte.
Was in die Transrapid-Diskussion offenbar noch nicht eingegangen ist: Alle reden von Energie-Einsparung, aber zur Aufrechterhaltung des enormen Magnetfeldes des Transrapid werden Riesenmengen Strom benötigt.
2. Während die Benutzung bestimmter Handys als gesundheitlich bedenklich eingestuft wird, ist über die gesundheitliche Gefährdung der Menschen, die sich in das starke elektromagnetische Kraftfeld des Transrapid begeben, noch nichts gesagt.
Die geplante Route ist nicht optimal, aber besser als gar keine.
Als Mittel-/Fernstrecke wäre München-Stuttgart-Frankfurt nicht schlecht, um die wichtigsten Wirtschaftszentren Deutschlands schnell zu verbinden (mit Stationen in Augsburg, Ulm und im Rhein-Neckar-Gebiet). Speziell zwischen München und Stuttgart könnte man den Transrapid gut brauchen, denn die überlastete Autobahn ist teilweise noch im Vorkriegszustand und die Bahn fährt auf 150 Jahre alten, ebenfalls ausgelasteten Trassen; die geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken sind noch nicht gebaut und kämen wegen der Topographie sehr teuer (der Transrapid hingegen könnte seine Fähigkeit zu größeren Steigungen ausspielen, was viele teure Brücken und Tunnel einspart, ohne die es bei der Bahn nicht geht).
Weiterer Vorteil: Die geplante Münchner Strecke würde diese Strecke (und damit Augsburg und Ulm) gleich an den Flughafen München mit anschließen.
Der Transrapid besticht technikferne Laien, weil er angeblich schwebt und damit widerstandsfrei gleiten sollte. Falsch gedacht! Der magnetische Aufhängemechanismus führt zu einem "Schweben" nur bei Stillstand und geringsten Geschwindigkeiten. Sobald er schneller bewegt wird entpuppt sich der Schwebemechanismus als ungesteuerte Wirbelstrombremse. Und deren Wirkung steigert sich mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Während ein ICE auf 100 t Masse einen Rollwiderstand von lediglich etwa 1,5 t zu überwinden hat, steigt die Magnetbremswirkung meilenweit darüber hinaus an. Und beim Luftwiderstand sind Transrapid und ICE praktisch gleichwertig zu gestalten. Der ICE ist und bleibt eine Sache für das Technik-Museum, wie zuvor schon der Aerotrain oder die ALWEG-Bahn den Weg dorthin gefunden hatten.
wirklich jemand daran, das wegen so einer TR-Stadtbahn nun der große Exportboom losbricht. In Wirklichkeit will den deutschen Transrapid doch niemand, und die Chinesen haben ihn nur gekauft um schneller und preiswerter an das notwendige Wissen zu kommen, und überdies noch mit Geldern vom deutschen Steuerzahler subventioniert.
..ist auch verkaufbar. Wie wärs denn gewesen, wenn die Herren Techniker in all den Jahrzehnten mal ihren Vertrieb gefragt hätten, ob es denn einen Markt für den Transrapid gibt? Weltweit will das Ding keiner haben, den Chinesen hat unser Staat noch Geld hinterhergeschmissen, damit sies nehmen!
35 Jahre plus wahrscheinlich 5 weitere Jahre fuer Gerichtsprozesse zeigt wie offen dieses Land fuer neue Technologien ist. Auch bei der Gentechnik gab es bis vor kurzem einen Rueckstand von 20 Jahren und die Stammzellforschung ist gerade dabei politisch ausgebremst zu werden. Deutschland mag zwar manchmal noch Ideen haben aber umgesetzt werden diese nicht mehr. Wundert es noch jemanden wenn Ingenieure und Naturwissenschaftler dieses Land verlassen?
Wenn der Transrapid Zukunft von gestern ist, dann ist der ICE Zukunft von vorgestern. Dann wird in der Verkehrspolitik kräftig etwas falsch gemacht.
Da stimme ich meinem Vorredner zu: Ein Transrapid vom Flughafen Frankfurt zum Flughafen Frankfurt-Hahn (der die Bezeichnung "Frankfurt" im Namen einfach nicht verdient hat) wäre mal wirklich eine sinnvolle Sache!
Im Normalfall sollte vor dem Bau eines Flughafen der Transfer der Reisenden überlegt werden.
In Bayern funktioniert es andersherum. Erst gab es bestimmte Landstriche die unbedingt für einen Flughafen dienen sollten, ganz abseits und ohne Anschluss. Der Transfer interessierte damals beim Beschluss nicht. Heute muss ein Transrapid von Thyssen-Krupp für 1,85 Mrd. her.
Nach einer langen Odyssee über Autobahnen zu Bahnhöfen mit häufigem Umstiegen und der Ungewissheit, ob der Zug auch pünktlich ankommt, erreicht der Flugwillige endlich den Münchner Hauptbahnhof.
Seine Belohnung ist eine teure 10-Minuten-Fahrt im Transrapid.
Vorbei an Wohnhäusern, deren Bewohner um ihre Lebensqualität beraubt werden. Ganze Stadtteile (Privatvermögen) werden für den Transrapid entwertet und zum Lärmgetto. Ein Obolus, den Bayern wie selbstverständlich von seinen Bürgern für die Wirtschaft ohne Entschädigung abverlangt.
Lärm ist eine Begleiterscheinung von CO2 und gesundheitsschädlicher wie rauchen.
Aber für ein paar Euro Gewerbesteuern und geschönte Arbeitslosenzahlen muss der Bürger jede Art von Lärm bis zum Umfallen ertragen.
Bleibt die Frage: Braucht Deutschland an jedem entlegenen Fleck einen Flughafen und Flüge ab 19 Euro?
Also hier in Shanghai gibt es den Transrapid schon. ich kann sozusagen im Sueden von Pudong quasi schon ins Flugzeug einsteigen, wenn ich ich mit S-Bahn oder dem Taxi dorthin gefahren bin; naja, muss halt etwa 5 Minuten dort laufen und dann noch mal am Flughafen zum Checkin. aber auf den letzten 37 Km kann ich allen Taxis eine lange Nase machen, muss aber vorsichtig sein, denn die Fahrgaeste werden in der Schlange beim Checkin vor mir stehen und nicht so verschwitzt sein wie ich, weil der Taxifahrer ihr Gepaeck quasi gleich zum Checkin gebracht hat. Also morgen fliege nach Qingdao und steige quasi schon zuhause in das Flugzeug ein: der Taxifahrer ist bestellt und wird puenktlich an meiner Wohnungstuer stehen und mein Gepaeck zum Auto tragen udn dann beim Checkin abliefern. dauert etwa 40 minuten. ich bin zwar auf den letzten 37 Km langsamer als die Maglevfahrgaeste, habe aber insgesamt weniger Geld bezahlt und bin nicht ca. 1 Stunde unterwegs. Aber fesch ist es schon im Maglev, besonders wenn man nicht aussteigt, sondern gleich wieder zurueckfaehrt. Da kommt man auf einen unglaublichen Reiseschnitt. man kann also quasi sagen, dass man mit dem Maglev unheimlich schnell langsam ist
Den Vorläufer des Transrapid habe ich bereits vor 35 Jahren auf einer kleinen Teststrecke in München gesehen. Wir diskutieren 35 Jahre!!!! später immer noch ob oder auch nicht diese Technik genutzt werden soll. Ein Jammerspiel!
Die Technik ist nicht von gestern, sondern die Antwort auf die Herausforderung der Zukunft - Thema Klimawandel, Co2 Ausstoß, etc. Keine Emissionen, sparsam, sicher. Mit dieser Technik, könnte man schon Heute der Flugverkehr innerhalb Deutschlands und einen guter Teil des Flugzeugverkehr in Europa ersetzen. Was wäre gewonnen? Mehr Sicherheit am Himmel und eine erhebliche Redzierung der doch so allzeit gehassten Treibhausgase. Eigentlich das, was doch insbesondere die jetzigen „Gegner“ des Transrapids vorgeben zu wollen. Oder geht es ihnen doch, wie so viele vermuten, um etwas anderes als dem Umweltschutz und dem Wohle des Volkes? Das was unsern Menschen und Politikern fehlt ist schlicht und ergreifend die Zukunftsfähigkeit – ohne Visionen keine Innovation ohne Innovation keine Zukunft! Wir wollen nicht für 35 Cent die Stunde arbeiten, sind aber auch entschiedene Verhinderer von Technologien die uns den technischen Vorsprung sichern. Mit was wollen wir denn eigentlich künftig noch unser Geld verdienen???