Studie zur Schattenwirtschaft

Jeder Zehnte arbeitet schwarz

Ungefähr jeder Zehnte in Deutschland gibt zu, Schwarzarbeit zu leisten - und zwar durchschnittlich zu einem Lohn von etwa 10 Euro. Das ergaben Umfragen für eine Studie über die Schattenwirtschaft. Knapp 30 Prozent der Schwarzarbeit findet am Bau statt. Von Philip Plickert

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Mai 2008 11:01

Schwarzarbeit ist...

Harry Hain (zx10)

... die einzige Chance den Abstieg aus der Mittelschicht nach unten zu verhindern. ... die letzte Chance Wohlstand aufzubauen. ... eine Antwort auf den immer "allmächtigeren" und "gierigen" Staat und seiner sich ständig mehrenden kostenintensiven Funktionsträgern. ... ein deutliches Indiz, daß es sehr viele fleißige Menschen gibt, die bereit sind auch mehr als 35-40 Std. in der Woche zu arbeiten. - Wenn es sich lohnt!!! ... ist durchaus auch ein Ausdruck zivilen Ungehorsams gegenüber dem Staat. Der sich leider immer mehr von der (ruhigen und schweigenden) Mehrheit der Bürger entfernt.

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13. Mai 2008 10:18

Arbeit ist wohl...

bernd ullrich (demokrat2)

...... genug da. Das ist erfreulich. Zweierlei Arbeit erfanden dann die, die sich möglichst konkurrenzlos Märkte sichern und die Preise bestimmen wollten. Die Handwerksinnungen haben die Arbeit zur strafbaren Handlung gemacht. Das Dilemma ist hausgemacht. Die Politik könnte handeln. Offenbar will sie aber gar nicht. Sind es nicht die vielen, kleinen Handwerksbetriebe und Selbständigen, die die Frage stellen: Mit oder ohne Rechnung?

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13. Mai 2008 10:17

Die entsprechenden ...

Reinhold Eysel (Eysel)

... Gutmenschen werden sagen: "das müssen die Menschen tun, um überhaupt der"Armut" zu entgehen". Und wieder auf die Tränendrüse drücken. Ich sage, das ist 1.) NOTWEHR, zeigt 2.) dass Menschen fleissig sind, strebsam, wenn es sich lohnt, bis in die Illegalität. Wenn man sie nur L I E S S E ... Das deutsche Problem ist, dass wir uns selber permanent ein Bein stellen, unsere Möglichkeiten nur teilweise nutzen, weil eine Million "REGELUNGEN" ( die selbstverständlich der Schaffung von "Gerechtigkeit" dienen ) uns permanent eher behindern als nutzen. Mir kommt das System immer vor, als ob die Einen Gas geben, die anderen permanent bremsen. Und im Augenblick geben die lauten, bedenkentragenden Bremser den Ton an. Eine MEHRHEIT sind sie meiner Meinung nach nicht! Wir brauchen keine Programme zur Förderung von Irgendwas, eigentlich BRÄUCHTEN wir nur den Fuß von der Bremse zu nehmen...

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13. Mai 2008 09:30

Schwarzarbeit und der Bundesgerichtshof...

alexander thelen (Alex18654)

So lange, wie der Bundesgerichtshof "ein Herz für Schwarzarbeit" hat, wird sich auch nichts ändern. Das BGB regelt sehr deutlich, dass der, der einen Vertrag geschlossen hat, der gegen ein gesetzliches Verbot verstößt, dafür kein Geld verlangen kann (sog. Kondiktionssperre § 817 BGB). Der BGH meint aber seit geraumer Zeit, dass es unbillig währe, wenn der arme Schwarzarbeiter sein Geld nach getaner Arbeit nicht bekommen würde und gibt ihm einen Anspruch auf Zahlung, allerdings mit einem Abschlag. Jüngst ist der BGH noch weiter gegangen und hat sogar Mängelrechte des Auftraggebers zugesprochen, obwohl der Vertrag nichtig ist. Wenn man die Schwarzarbeit also juristisch behandelt als wäre alles in Ordnung, (Zahlung und Mängelrechte können eingeklagt werden) wird sich nichts ändern. Der BGH sollte zur Wortlautgetreuen Auslegung zurückfinden und § 817 einfach als Rechtsschutzversagung verstehen und dem "übers Ohr gehauenen" nicht helfen. Dies ist auch nicht ungerecht, weil die Parteien ja gerade nicht auf dem Boden des Rechts kontrahieren wollten. Vielmehr sollte man sie in der Sandburg aus nicht einklagbaren Abmachungen spielen lassen, die sie sich gebaut haben.

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13. Mai 2008 00:07

Von eierlegenden Tieren

Florian Hörniß (ErebusDetritus)

Werte Damen und Herren, Sie können die Lage auch von einem anderen Blickwinkel aus betrachten: Wie viel höher wären Steuereinnahmen, wenn es keine Steuerhinterzieher gäbe? (denn dies sind Schwarzarbeiter unter anderem; dazu sind sie noch leichtsinnig, da sie in keiner Form versichert sind) Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen, dass Steuergelder unnötig verpasst wurden und werden und Sie haben ebenso Recht, wenn Sie darauf verweisen, dass unser Steuerrecht kompliziert, ungerecht, kurz deutlich verbesserungswürdig ist. Was Sie aber hier tun, ist unverhohlen zum Gesetzbruch aufrufen. Sie rufen dazu auf Sozialkassen und Staatseinnahmen zu plündern, wo es nur geht. Und vor allem rechnen sie betriebswirtschaftlich-kurzfristig. Würden endlich unsinnige Steuervergünstigungen und Steuerwirrungen abgebaut werden, könnten Steuern sinken. Würde die allgemeine Erwartungshaltung gegenüber dem Staat zurückgehen, so würden weitere Spielräume geschaffen. Bildung, Infrastruktur, Sicherheit, politische Vertretung und was der Staat noch weiteres leisten muss und leistet, werden ständig als unzureichend beschimpft und doch wollen alle die Mittel hierfür stehlen. Eventuell passt dies nicht zusammen...

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12. Mai 2008 18:46

So ist das nun mal im Sozialismus

Jochen Woywadt (buebuebue)

Da der Mensch keine Biene oder Ameise ist, wird er in einem System, das Leistung bestraft, immer versuchen, seine eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen.

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12. Mai 2008 18:22

Untergrenze!

Reinhold Eysel (Eysel)

Die ermittelten Zahlen dürften wohl eher eine Untergrenze darstellen. Die Dunkelziffernicht Unwesentlich sein, speziell, wenn man die geleisteten Stunden betrachtet da die typische Wertschöpfung pro Schwarze Stunde wohl eher unterdurchschnittlich sein dürfte. Zum Teil wird sie regelrecht "systematisch" begangen. Ein 20 Std Job offiziell; damit ist die Krankenkasse und Rentenvers. bezahlt + 30 Std. schwarz. da kommt das Geld her. Das Thema ist tabuisiert. Klar, welcher Politiker hat schon den Mut, sich die Hälfte der Bevölkerung zum Feind zu machen. Ein paar wirkungslose Gesetze und ein klein wenig Verfolgung als Alibi. Das reicht. - Bloß nicht das Grundübel anfassen !!!! Die Belastung der Arbeit mit Steuern + Abgaben. Die Götter die man rief, wird man nicht mehr los!!!

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12. Mai 2008 18:18

Abschaffung der Lohnsteuer als Lösung gegen Schwarzarbeit!

Michael Fichtner (ebaristo)

Der Staat soll doch froh sein, wenn die leute überhaupt arbeiten. Jeder der arbeitet, egal ob er dafür Steuern bezahlt oder nicht, verdient Geld, was er konsumieren kann. Und ein kleiner Arbeiter, der zusätzlich Geld verdient, gibt dieses auch aus und fördert somit das Wachstum des Binnenmarktes. Darüber sollte sich die Regierung mal Gedanken machen, anstatt um die entgangenen Steuern und die "Schwarzarbeiter" somit so kriminalisieren. Das Problem der "Schwarzarbeit" läst sich aber auch ganz einfach bekämpfen, in dem der Staat die Lohnsteuer abschafft und stattdessen die Mehrwertsteuer anhebt, d.h. das Geld wird erst beim Ausgeben besteuert und nicht schon beim Verdienen. Somit wird legale Arbeit wieder profitabler und Schwarzarbeit ist keine Schwarzarbeit mehr, da der Staat dadurch keine Steuern mehr verliert, sondern mehr einnimmt, durch eine erhöhte Verbrauchssteuer - anstatt wie aktuelle, den Bürger doppelt und dreifach abzuzocken!

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12. Mai 2008 18:18

Jeder Zehnte arbeitet schwarz...

Stephan Jansen (StephanJan)

...und das sind noch viel zu wenige. Man muss ich dass mal in Ruhe vor Augen halten: fast die geamte berufstätige Mittelschicht gehört steuerlich in de höchste Progressionsstufe und zählt somit zu den Spitzenverdienern auf Grund der kalten Progression der letzten Jahrzehnte und kommt gleichzeitig mit dem Netto nicht oder nur knapp hin. Dauert nicht mehr lange und der Laden fliegt den Politikern um die Ohren. Von wegen Politikverdrossenheit; Politikerverdrossenheit muss es heissen. MfG

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12. Mai 2008 17:16

Wie ist denn der umgekehrte

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

Fall zu beurteilen, daß nämlich der halbwegs ordentlich bezahlte - wenn auch zu hoch abgabenbelastete - Mitarbeiter in Wirtschaft und Behörde als Erstes täglich danach trachtet, möglichst wenig zu leisten, um auf diese Weise seinen als kümmerlich empfundenen Nettolohn in das aus seiner Sicht angemessene Verhältnis zur Leistung zu bringen? Dieser demotivierende Effekt unseres Abgabensystems ist mit Sicherheit deutlich schädlicher für die Gesellschaft, als jede mit Emphase dargebrachte Schwarzarbeit, die zumal hilft, das Bruttosozialprodukt zu steigern - was vom faulen Mitarbeiter nicht behauptet werden kann. Im Gegenteil.

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