Existenzgründung

Selbständig ohne Geschäftsidee

Immer mehr Menschen gründen eine Ich-AG. Unternehmergeist spielt selten eine Rolle. Die Gründer wollen an die Subventionen. Die Industrie- und Handelskammern sehen für den größten Teil der Unternehmen keine Überlebenschancen.

Lesermeinungen zum Beitrag

21. Juni 2006 11:14

Nicht vergessen...

Andreas Wessels (PhunkyData)

Ich stimme sicherlich zu das es einige möchtegern Selbständige geben wird die aus reiner Fördermanie in die Selbständigkeit gehen.
Bei alledem sollte man jedoch nicht diejenigen vergessen die mit Überzeugung und unglaublicher Energie in etwas starten bei dem sie selbst ihre Bestimmung sehen.

Firmenmonopole und finanzstarke Unternehmen trocknene einen Heute mit all seiner Überzeugung und Energie einfach aus.
Es ist eine dreckige Wirtschaft des Geldes. Da wird gemobt, gesperrt und Stolperfallen gebuddelt. Oder aber man bezahlt einfach seine rechnungen nicht und kommt dank unserer völlig überholungsbedürftigen Rechtssprechung erst an sein Geld, wenn man selbst bereits wieder ordentlich Finanzen ins Unternehmen gepumpt hat.

Ich spreche aus erfahrung, bin ich doch jüngst aus meiner Firma ausgeschieden.Nicht weil ich genug verdient hatte, sondern weil 6 Jahre mit 150% Leistung nicht gereicht haben darauf zu warten das die Politik endlich wieder eine volkswirtschaftsnahe Unternehmenspolitik betreibt.

Zuletzt waren gerade fast die Fördermittel getilgt, da ging es abermals um neue Kredite dank säumiger Zahler und großer Dreckschweine die auf unseren Kohlen saßen.

Da gibt es durchaus Paralelen zur Wirtschaftspolitik.
Die Kleinbetriebe und Mittelständler hätten aber auch durchaus eine Statistik verdient die Aufzeigt wieviele von ihnen gescheitert sind weil sich andere auf ihre Kosten und Innovation bereichert haben.

Das geht nämlich durchaus auch anders herum!!

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20. Juni 2006 16:43

Hauptsache, Geld mitnehmen

Steffen Lantz (slantz)

Ich habe vor einem Jahr meine Arbeitsstelle als Kellner selbst gekündigt und mich selbständig gemacht. In der Pause dazwischen habe ich einen Existenzgründerlehrgang besucht: Es war ertaunlich mit welchen - oder besser ohne - Ideen manche die Veranstaltung besucht haben, nur weil sie gehört haben, dass es Geld vom Staat dazu gibt. Ich selber hatte keinen Anspruch auf staatliche Förderung, weil ich selber gekündigt habe. Es geht auch ohne, wenn man nur vorher ein bisschen rechnet und sich über seine potentiellen Kunden Gedanken macht.

Unabhängig dabon halte ich die Bezeichnung "Ich-AG" für schwachsinnig, ein Einzelunternehmer ist von einer AG weit entfernt. Kann man es nicht einfach Starthilfe für Einzelunternehmer nennen?

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