
In den Basistarif muss jeder aufgenommen werden - ohne Gesundheitsprüfung. Daher müssen auch die "schlechten Risiken" versichert werden. Das wäre egal, wenn man das schlechte Risiko zu einem hohen Beitrag versichern könnte. Und gerade DAS ist NICHT der Fall. Denn die Kosten für den Basistarif werden nach oben GEDECKELT, auch wenn die Beiträge des Basistarifs aller in diesem Tarif Versicherten nicht für die Gesamtkosten der Basistarifversicherten ausreichen. In diesem Fall bleibt der PKV nichts anderes übrig, als die (nicht gedeckelten) Tarife der "normalen" privat Krankenversicherten zu erhöhen. Das stellt einen massiven Eingriff in deren durch das GG geschützte Vertragsfreiheit und in ihr Eigentumsrecht aus Art. 14 Abs. 1 GG dar.
Sie sagen: Macht nichts: Jeder privat Versicherte kann doch den Basistarif wählen. Stimmt, aber: Ich zahle aber nicht jahrelang hohe Beiträge, um dann im Alter auf dem niedrigen Niveau der GKV behandelt zu werden. Und ich habe diese Zahlungen auch nicht erbracht, um in den nächsten Jahren einen Großteil der Kosten der Basistarifversicherten zahlen zu müssen. Im Übrigen ginge die PKV Pleite, wenn das alle täten.
Und wir hätten die von der SPD gewollte Bürgerversicherung!
Jetzt kapiert?

Leider muß ich sagen, dass dieser Artikel an der einen oder anderen Stelle schlecht recherchiert ist. Der Optionstarif ermöglicht einen Wechsel in die PKV ohne erneute Risikoprüfung, aber nicht zum gleichen Beitrag. Hierfür wäre eine Anwartschaftsversicherung notwendig, die dann auch Alterungsrückstellungen bildet.
Und der Basistarif sollte gerade von Leuten die eine chronische Erkrankung haben NICHT gewählt werden, da es dann eben vorbei ist mit den besseren Leistungen...

kann man zur demnächst der GKV komplett gleichgeschalteten PKV ja eigentlich nicht mehr sagen.
Wenn die Politiker mit einer derarigen Leichtigkeit in private Versicherungsverträge eingreifen, könnte das in ein paar Jahren auch mit privaten Lebens- und Rentenversicherungen so laufen: Wer bei Zeiten keine abgeschlossen hat, kann jederzeit zu einem Basistarif einsteigen und auf Kosten der anderen privaten Versicherungsnehmer einen Anspruch auf volle Rente erwerben. Das Modell ist beliebig fortführbar.
Ziel: Jegliche private Aktivität restlos sozialisieren und dann verschleiern, indem die Transferempfänger zu "Anspruchsberechtigten" werden. Denn in Deutschland lebt niemand auf Kosten anderer und Familienmitglieder werden in der GKV kostenlos mitversichert. Und es klappt! Hierzulande denkt jeder, er hätte was rauszukriegen.
Erstaunlich: Die Flucht zu ausländischen Krankenversicherern wird schon jetzt verbaut, da jeder im freien Deutschland zwangsversichert sein muß. Dieser Regelung hätte doch eine rückwirkende Einführung besser gestanden.
Beruhigend: In Deutschland gibt es keine Probleme mehr, die man nicht durch Steuererhöhungen lösen könnte.

in einer Hinsicht macht die Reform der privaten Kassen einen Schritt in die richtige Richtung. Bei Wechsel der Versicherung kann man die Rücklagen mitnehmen und man kann zu vernünftigen Konditionen wieder rein, wenn man einmal rausgefallen ist. Der nicht unerhebliche Teil der Beiträge, der für die Altersrücklage von den Kassen gebildet wurde, ging bei den privaten bislang verloren, wenn man die Vesicherung wechselte. Dies kam einer Enteignung gleich, die dazu führte, dass man im Grunden im fortgeschrittenen Alter die Kasse nicht mehr wechseln konnte, da die Beiträge in der neuen Kasse so berechnet werden, als wären noch keine Rücklagen gebildet worden. Dasselbe bei einem Wiedereintritt in die Kasse.
Dass dies nun abgeschafft wird, ist in höchstem Maße zu begrüßen, denn der der sich seine bisherige Kasse nicht mehr leisten konnte oder wollte, wurde zugunsten derer, die damit keine Mühe hatten, abgestraft, jene aber durch diese begünstigt.

Dem Beitrag nach zu urteilen ist entweder vieles nicht richtig interpretiert oder es ändert sich mehr als vorgesehen.
Es ist schlicht eine falsche Behauptung, dass die Private im Alter teurer ist als die GKV. Das hat allerdings etwas mit Beratung, Auswahl der richtigen PKV und mit Vorbeugung zutun. Der Beitrag in der GKV hat sich in den vergangenen 30 Jahren verzehnfacht. Des Weiteren teuert die Gesetzliche jährlich um ca. 7,5 %.
Ein weiterer Punkt der mir auffällt ist, dass hier wohl Basistarif und Standardtarif verwechselt werden, denn in den Standardtarif kann nur der wechseln wer die Voraussetzungen erfüllt.
Als nächtes verstehe ich nicht das der Basistarif für viele interessant sein soll die krank sind und weil daher die Prämien steigen. Dazu möchte ich anmerken, dass bei keinem privaten PKV-Unternehmen die Prämien aufgrund von Krankheit steigen.
mfg
R. Hülswitt

Mit "kostenlos" ist immer gemeint, dass ANDERE
für die Leistungen bezahlen sollen,
die man selbst konsumiert.
Aber in einem Land, wo mittlerweile mehr als die Hälfte
der Bevölkerung am Tropf öffentlicher Transferleistungen
hängt, darf man kaum noch erwarten, dass derartige
Argumente zu Ende gedacht werden.

Die sog. Gesundheits"reform" ist nach wie vor in grundlegenden Punkten verfassungswidrig, insbesondere soweit es die private Krankenversicherung anbelangt. Das sollten sich die Mitglieder der privaten Krankenversicherungen nicht bieten lassen, sondern massenhaft den Rechtsweg beschreiten, um diesem verfassungswidrigen Murks endgültig den Garaus zu bereiten.
Anbei ein Link der PKV, wo man sich über die verfassungsrechtliche Rechtslage informieren und sich für eine gemeinsame Klage registrieren lassen kann:
http://www.pkv-zur-reform.de/Gemeinsame-Klage.22.0.html

...geht jetzt ohne Probleme??? Habe ich das richtig gelesen? Das bedeutet also, wenn ich jung bin und viel verdiene verlasse ich die GKV und die nutze die Vorteile der günstigen PKV und freue mich über 1. Klassebehandlung und wenn ich alt, krank arm werde oder was auch immer komme ich zurüclgekrochen und die dumme solidarische Gemeinshaft der nicht so gut Verdienenden ist gezwungen mich aufzunehmen??? Echt super das System. Oder habe ich mich verlesen?

Es ist nicht richtig, dass ein Wechsel in den Basis- bzw. Standard-Tarif für ältere oder kranke Menschen interessant sei. Jeder chronisch Kranke wäre schlecht beraten, aus der privaten Vollversicherung in einen Basis- oder Standardtarif zu wechseln. In der privaten Vollversicherung wird in der Regel sehr viel mehr erstattet, als in der gesetzlichen bzw. in den Standardtarifen. Dieser Wechsel ist, wenn überhaupt, NUR aus finanziellen Gründen in Erwägung zu ziehen, wenn der monatliche Beitrag nicht mehr zu bezahlen ist. Das muss aber dringend mit den Zuzahlungen in günstigeren Tarifen gegengerechnet werden.

Das ist das Gute aus der DDR, das unsere Sozialisten der großen Koalition hinübergerettet haben.
Endziel: Sozialisierung des Eigentums und Ende unserer marktwirtschaftlichen Wertegemeinschaft.
Wir müssen uns täglich vor Augen führen, daß unser mit Abstand größtes Problem in der Tilgung der Staatsverschuldung besteht, die nicht durch die steuerzahlenden Bürger, sondern durch unsere zumeist fachlich völlig unfähigen und zum Teil dummdreisten Politiker aufgetürmt wurde und immer noch weiter aufgetürmt wird. Als nur zahlende Zwangsmitglieder in unserem Staatsverein haben wir als Bürger keinen Einfluß auf die Ausgabenmentalität und Kreditaufnahmen unserer Vereinsvorstände. Ist das eigentlich demokratisch? Wir zahlen und haften für das, was Dritte für uns beschließen, ohne wiederum dafür haften zu müssen.
Dem Mittelstand geht es jetzt an den Kragen. Er wird, da er in Deutschland keinen Nährboden mehr findet, untergehen. Sollen wir in Zukunft unsere Wertschöpfung mit dem Öffentlichen Rundfunk, mit Dönerbuden, Pennymärkten, Spielhallen und mit der Verwaltung von Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe sowie mit Versicherungsleistungen für völlig mittellose Zugewanderte ohne Aussicht auf Beschäftigung betreiben?

Nicht nur das deutsche Steuerrecht ist recht vielgestaltig und erlaubt kurzweiligen Zeitvertreib. Nein, auch das deutsche Gesundheitswesen eifert ihm recht ordentlich hinterher.
Jetzt haben Wirtschaftszeitschriften wieder neues Brot, bald wird es den Gesundheitsdschungelführer als Existenz geben. Wer sich den nicht leisten kann, kauft sich dicke Ratgeber. Dann hört es endlich auf, sich um berufliche Qualifizierung kümmern zu müssen, man hat eben neue Hobbys. Kinder und Familie müssen eben zurücktreten.
Dafür winkt als Lohn eine optimale, genau auf die zukünftigen Krankheiten zugeschnittene Versorgung. Mit Selbstbehalten gibt es kostenlose Wetten. So wird der Geist gestärkt, auf das Deutschland erstarke. Es lebe der Individalismus.
Will gar nicht von dem aktivierendem Blick auf die Privatversicherten reden. Das spornt an, und im Wettbewerb wächst die Gesellschaft zusammen...

Niemand erklärt bislang, ob und ggf. ab wann auch die gesetzlichen Krankenversicherungen in Zukunft gezwungen sein werden, Unversicherte als "Mitglieder" aufzunehmen. Denn im Moment schreibt das Gesetz vor, daß unter bestimmten Bedingungen die gesetzliche Krankenkasse die Aufnahme ablehnen muß. Deshalb bleiben so viele unversichert.