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Finanzminister Steinbrück

„Eine der größten Finanzkrisen in den letzten Jahrzehnten“

Erst machte der Deutsche-Bank-Chef Ackermann deutlich, dass er nicht mehr vollständig in die Selbstheilungskräfte des Marktes vertraue und rief die Regierungen zur Hilfe. Nun proklamiert der deutsche Finanzminister eine Krise historischen Ausmaßes.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. März 2008 17:40

Sollen Notenbanken das Platzen von Blasen verhindern?

Sophia Orti (rum)

"Die Zentralbanken hätten zwar in der Vergangenheit oft frühzeitig vor Gefahren gewarnt, das Platzen von Blasen aber nicht verhindern können" (Ackermann)

Ich meine, die Notenbanken sollten eher die Spekulantenblasen so früh wie möglich zum Platzen bringen. Vielleicht lieber spät als nie.

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19. März 2008 12:32

Vielen Dank für die Ratschläge Herr Ackermann

Lars Kuntermann (Leserlein)

„Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis der US-Häusermarkt über Jahre das Ungleichgewicht abbaut. Es braucht eine konzertierte Aktion von Banken, Regierungen und Notenbanken“, sagte Ackermann.
BITTE WAS HERR ACKERMANN? WIR sollen die AMERIKANISCHEN Kredite tilgen!

„Im Gegensatz zu Lehrbuchweisheiten würden die anschließenden Korrekturen aber nicht graduell, sondern radikal mit hohen Kursschwankungen stattfinden.“ HÄ, HERR ACKERMANN SAGTEN SIE DOCH AUCH NOCH: „Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis der US-Häusermarkt über Jahre... UND „Der Kollaps des japanischen Immobilienmarktes habe gezeigt, dass es bis zu 15 Jahre dauern könne, bis die Investoren neues Vertrauen gefasst hätten“

Hätte es ein radikale Neubewertung gegeben, hätten die Investoren doch SOFORT Vertrauen in die Bilanzen (gehabt). ERFOLGEN KORREKTUREN ALSO DOCH GRADUELL UND FOLGLICH ÜBER LANGE ZEIT?????!

Auch nach dem Neue-Markt-Crash im Jahre 2001 hat es übrigens 14 Monate lang (also graduell) eine Abwärtsbewegung an den Börsen gegeben.

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19. März 2008 09:19

Kollateralschaden

Herold Binsack (Devin08)

Ein bisschen Theater, dass ausgerechnet Ackermann eine globale Regulierungsbehörde einfordert Die „Profitmaximierung“ findet gegenwärtig vor allem innerhalb der Spekulationsblasen statt und manche schaffen es gar beim Platzen der Blase noch Nettogewinne heimzubringen – bestes Beispiel: Stanley Morgan, aber auch die Deutsche Bank. Es war Alan Greenspan, der über Jahre hinweg vor dem Platzen dieser Blase gewarnt hatte. Vielleicht war gar diese aggressive Kriegspolitik der USA einer solchen Blase, resp. der Verhinderung des Platzens der Blase gewidmet. Schließlich bekämpft man zuweilen ja auch Feuer mit Feuer, nicht wahr. Und doch behalten natürlich die Marxisten recht, die nicht müde werden zu erklären, dass das alles nichts nützt. Aber solange es einigen wenigen nützt, scheint das als Kollateralschaden weggesteckt zu werden. Was Ackermann mit Sicherheit nicht verrät, ist, dass sich hinter einer solchen Krise wunderbar ein Bankenkrieg arrangieren lässt. Was Herrhausen nicht geschafft hat, durch seine Politik des „Schuldenmoratoriums für die 3. Welt“, schafft jetzt ein Ackermann, mit Greenspan im Gepäck – ein gefährliches Unternehmen, denn die USA könnten das als Kriegserklärung auffassen - der Griff nach ihren Banken.

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18. März 2008 22:17

mein Senf dazu...

Robert Schrey (etiterum)

Der eigentliche Fehler war, daß Steibrück ja unbedingt beweisen mußte, daß er ein guter Haushälter ist. Eine volle Staatskasse weckt immr Begehrlichkeiten. Das muß man doch wissen...

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18. März 2008 19:48

Reise nach Jerusalem

rene dustmann (reduma)

Alles richtig, was er sagt. Ein einzelnes Institut kann sich den Strukturen nur bedingt entziehen, lediglich kann es darauf achten, rechtzeitig vom Boot zu kommen, wenn´s naß wird - und das ist der DB offensichtlich gelungen.

So eine Malaise künftig zu vermeiden wäre in der Tat nur mit "grenzüberschreitendem" Einfluss möglich. Dann sitzen aber auch wieder so zuverlässige Weltpolitiker wie u.a. die Chinesen am Tisch die mit ihrer wahnwitzigen Währungsrelation ganz erheblich in die aktuellen Geschehnisse eingebunden sind. Und ob dann noch etwas funktioniert ist fraglich, denn deren Interpretationshoheit entzieht sich noch immer jeder Kritik.

Will sagen, erst eine Angleichung demokratischer Mindeststandards bei den relevanten Playern schafft Chancen auf eine "Weltvernunft" auch auf wirtschaftlicher Ebene und bis dahin ist noch ein Stück Weg.
Was da anrollte war lange genug bekannt und jetzt haben wir den Salat.

Aber vielleicht sollten wir den Bogen mal zu aktuellen Ereignissen im Himalayagebirge spannen und erkennen, daß ein ständiges Wegducken die Lösung eben auch dieser Probleme nur aufschiebt.

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18. März 2008 19:42

Hilferding lesen

Christoph Rohde (prediger1)

Die hysterische Diskreditierung aller marxistischen Analysen war verfrüht. Denn diese Art der Analyse deckt die Dinge auf den Finanzmärkten am Treffendsten aus.
Auch dieser Raubtierkapitalismus wird nicht zum Guten führen, sondern evtl. zu einer neuen Ära, wo sich Leute das auf der Straße holen, was eine ohnmächtige Politik nicht mehr anbieten kann.

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18. März 2008 19:20

Global Player

Rainer Schlägel (schlaegel)

Nun schreien gerade Global Player und Banker nach der Hilfe des Staates. In Zeiten, da ihre Kassen klingeln, ist ihnen der Staat keinen Pfifferling und keine Steuer wert. Nun soll der Staat Millarden an Steurgeld in die Unternehmen pumpem, Geld von den Arbeitnehmern, denen man aber nicht einmal einen Mindestlohn von siebenfünfzig zugestehen will.

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18. März 2008 18:01

Selbstbedienung und Selbstheilung

Ulrich Schuh (Zapato)

Josef Ackermann, Sinnbild für die unbegrenzten Selbstbedienungskräfte des Marktes, hält die Zeit für gekommen, uns eine Fastenpredigt über die Grenzen der Selbstheilungskräfte der Finanzmärkte zu halten. Endlich spricht jemand aus, was jeweils privatisiert bleiben und was sozialisiert werden muss.

Auch in Hinblick auf den globalen Wettbewerb kann es nicht angehen, dass im Ausland Steuergelder für Northern Rock oder Bear, Stearns eingesetzt werden, für's featherbedding sozusagen, während sich der deutsche Staat aus der Verantwortung für unsere Finanzwirtschaft stehlen will.

Und schließlich: Wo waren die globalen Aufsichtsbehörden, als unseren global spekulierenden Finanzwirtschaftskapitänen die Sicherungen durchgegangen sind?
Chapeau, möchte man rufen.

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18. März 2008 17:47

Hat Ackermann Recht?

Martin Stuermer (Pauline2806)

So verständlich die bisherigen Kommentare auch sein mögen, so ist doch zu beachten, dass 1. die DB sich wacker geschlagen hat und 2. u.a. vorgeschlagen wurde eine weltweite Aufsichtsbehörde zu installieren. Abgesehen davon, dass bei einem weiteren (negativen) Verlauf der Immboilienkrise in USA auch die Sparkasse um die Ecke keine Kredite mehr vergeben wird bzw. diese deutlich teurer werden und insofern wir alle betroffen sein werden, hat doch die jetztige Entwicklung aufgezeigt, dass die vorhandenen Mechanismen nicht ausreichend sind. Nicht damit gemeint ist, dass nun der Staat Junk-Bonds übernehmen soll, sondern im Rahmen der Marktaufsichten (strengere) Regeln auch international gelten müssen. Insofern ist Herrn Ackermanns Vorschlag in dieser Beziehung sicherlich zu folgen. Ob allerdings die Amerikaner zu solch einem Schritt willens sind, ist noch eine ganz andere Frage. Mit der zunehmenden Internationalisierung d. (Geld-) Geschäfte, wären sicherlich auch internationale Aufsichtsbehörden, mit dementspechenden Rechten, angebracht.
Und: hier fordert einer aus der eigenen Branche zusätzl Aufsicht. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Immer noch besser als eine weltweit unkalkulierbare Risikolage. Nur hilft es nicht jetzt.

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18. März 2008 17:40

Wie günstig,

Ingo Roessler (iroessler)

...daß der deutsche Finanzminister nun das Versagen der von ihm zu beaufsichtigen Banken den amerikanischen Geschäftsbanken zuschreiben kann...da sind die Sündenböcke für die 10 Milliarden, die bei der IKB und WestLB, Sachsen LB etc. verzockt worden, doch praktischerweise außerhalb des Landes zu finden. Da hat die Politik doch mal wieder Glück im Unglück - und die Bürger sind weiter auf der Suche nach der Gerechtigkeitslücke...
Ingo Rößler, Amman

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18. März 2008 17:39

Frechheit

Jürgen Clasen (Heini1946)

Wofür kriegt der Ackermann sein fürstliches Gehalt, Boni etc ?
Jetzt will dieser total überbezahlte Bankenfürst auch noch einen Beirat haben, der
ihm sagt, wo es an den Märkten nach faulen Eiern stinkt.
Ja, besser kann es für diese unkompeteten Flickschuster nicht werden. Alle Mühe
und Arbeit wird ihnen samt Verantwortung abgenommen und sie sacken die fette
Kohle ein.
Was ist aber noch wichtiger? Was wissen diese Herrschaften, von dem wir noch keine Ahnung haben, daß sie solche Töne anschlagen ? Der oberste Kapitalist
glaubt nicht mehr an sie Marktkräfte und will den starken Arm des Staates zur
Stützung ? Der Sozi sieht eine Krise historischen Ausmaßes ?
Herrschaften aufgepaßt, da sind noch Bomben in der Kanone. Sie nur noch nicht
den Lauf verlassen. Die Osterfeiertage wären gut für diese krummen Eier, weil dann die Märkte geschlossen sind.

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18. März 2008 17:25

Bankrott

gisbert heimes (gisbert4)

Josef Ackermann verkündet nichts anderes als eine der zahllosen Bankrotterklärungen des marktwirtschaftlichen Systems. Es geht nur deswegen nicht endgültig bankrott, weil die Menschen immer wieder aufs Neue auf die Bankrotteure hereinfallen.

Natürlich kann man das auch positiv ausdrücken: weil wirtschaftliche Freiheit immer wieder aufs Neue Auswege aus jeder noch so schweren Krise findet.

Geht doch.

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18. März 2008 17:06

Jetzt bin ich weiser!

Stefan Mennewisch (Chariot)

Ich habe gedacht ich wuesste wofuer ich Steuern zahlen wuerde, doch weit gefehlt. Jetzt habe ich zumindest die Gewissheit, dass meine Steuern fuer das Missmanagement geldgieriger Banker eine weitaus sinnvollere Verwendung gefunden hat. Dafuer vielen Dank Herr Steinbrück. Nur stellt sich mir folgende Frage:
Bekommen Sie eigentlich all die vielen Millionen Euro von Ackermann & Co zurueck, wenn es wieder mal heisst, die Kassen sind voll und wir wissen nicht wohin mit den Gewinnen?
Wohl kaum und das scheint auch fuer unsere Poltiker voellig irrelevant zu sein, denn das dumme Volk zahlt ja weiter Steuern.

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18. März 2008 16:50

Die Stunde für den Reformator Schröder!

Peter Böttcher (Joffy)

Aber Herr Steinbrück, wir stecken doch in keiner Krise!

So etwas gibt es bei den Sozialdemokraten doch gar nicht.

Wir stecken in einer Reform!!

Es gibt doch keinen Grund zur Beunruhigung.

Jetzt brauchen wir unseren Qualitätskanzler Schröder zurück, den Retter aller Reformen!

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18. März 2008 16:24

wie funktioniert geld...

Heiko Aydt (heiko_a81)

Ich denke, die Forumsbeitraege sind eindeutig. Da gibt es nichts mehr hinzuzufuegen...

Ausser vielleicht einen kleinen 'Lehrfilm' fuer alle diejenigen, die noch nicht begriffen
haben, wie Geld, Kredite, und Zinsen funktionieren... und warum man Banken jetzt
eigentlich nicht helfen sollte...

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk
(Hinweis: unbedingt alle drei Teile anschauen!)

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18. März 2008 15:53

Ich für mich halte mal fest:

Reinhold Eysel (Eysel)

1.) "... eine der grössten Finanzkrisen." Nur "eine" von Vielen, die alle überstanden wurden.
2.) Steinbrück: "...und plädiert für ein Eingreifen der Politik zum Schutz der deutschen Wirtschaft." D.h. jede Chance nutzen, sich einzumischen, an "Wichtigkeit" gewinnen. Um Himmels Willen! Seit wann durchblicken Politiker Banken??? NOCH mehr Murks droht!
3.) Ackermanns Forderung nach einer "globalen Aufsicht" kann ich nur als ein "Anbiedern" an "Provinzpolitiker" ohne die man - leider - nicht auskommt verstehen. Er will vermutlich nur den GRABEN zwischen Politik und Wirtschaft zumindest verbal verkleinern. Er dürfte selber sehr gut wissen, dass eine globale Aufsicht keine Chance auf -sinnvolle - Realisierung hat. Die Interessen sind einfach zu unterschiedlich. Als wollte der deitsche Bauernverband mit dem chinesischen zusammenarbeiten. Da geht rein garnix!
4.)„Rat der Weisen“ dagegen könne die Entwicklungen". Eine leeeeere Worthülse.
Es gab auch diesmal genug warnende Stimmen. Dadurch, dass die den Titel "Rat der Weisen" tragen, ändert sich nix. Übertreibungen enden IMMER, egal in welchem Bereich, in heftigen Korrekturen. Nicht mehr und nicht weniger als eine KONSTANTE menschlichen Verhaltens.

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18. März 2008 15:45

Kein Geschäft mit der Angst.

Dirk Walbrühl (Kelen)

Die Banken haben sich verzockt, leider. Nun aber ziehen sie die billigste aller Karten, beschwören ein Untergangsszenario der Märkte und üben Druck auf die Regierung aus, die sowieso viel zu tief mit drinnen steckt.
Nun mit dem moralischen Fingerzeig auf eine grundsätzliche "Verwerflichkeit des Systems" loszugehen entlarvt allerdings nur notorische Besserwisser. Dennoch könnte man vielleicht mal überlegen, ob es nicht besser wäre etwas am System zu ändern, sobald die Kriese überstanden ist.
Jedenfalls mausert sich der Umgang mit dem Finanzsystem zu einem brandheißen Thema für die nächste Wahlrunde.

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18. März 2008 15:16

Finanzsystem reformieren

Nils Gösche (cartan)

Vielleicht ist es Zeit für einen kleinen Paradigmenwechsel in der Geldpolitik, wie es ihn schon einmal in den siebzigern gegeben hat. Das derzeitige System, in dem die Zentralbanken durch gezieltes Inflationieren versuchen, sowohl die Wirtschaft am laufen als auch den Preislevel (wie immer der genau definiert ist) konstant zu halten, war zwar ein großer Fortschritt gegenüber dem wilden Gelddrucken, daß davor üblich war, aber anscheinend stoßen wir jetzt an die Grenzen des neuen Systems.

Man sollte darüber nachdenken, ob man nicht mit einer viel härteren Währung letztendlich mehr Stabilität erreicht. Das kann durch einen Goldstandard geschehen, oder auch durch Papiergeld, wenn die Zentralbanken versuchen, die Geldmenge, und nicht das Preisniveau, konstant zu halten. Dabei muß dann auch die Kreditexpansion der Banken in engere Schranken verwiesen werden, was Herrn Ackermann vermutlich nicht gefallen würde, weil sich seine Bank dann nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit bereichern könnte.

Zeit, Ludwig von Mises wieder aus dem Regal zu holen...

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18. März 2008 15:15

Ackermann fordert (sic!) staatliche Hilfe

Joachim Mense (JMense)

Wenn der Karren im Dreck liegt, wird an die Allgemeinheit appelliert. Wenn es einem jedoch glänzend geht (Deutsche Bank Gewinne 2007), möchte man möglichst wenig von Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft wissen. Dann sind Steuern und Reglements nur Belastungen.
Meine Empfehlung lautet daher, dass der Staat jetzt nur einspringen sollte, wenn die Banken die eingeforderten Leistungen vertraglich geregelt auch wieder zurückzahlen. Auf Heller und Pfennig und entsprechend verzinst.
Aber BayernLB und Co werden sich hüten, darauf einzugehen - denn die Notenbanken und Finanzminister dieser Welt sind zu schwach, um die von den reinen Kapitalisten immer so inbrünstig angebeteten freien Marktkräfte wirklich einmal walten zu lassen. Und so werden Scheck- und Inflationsheft gezückt, um dem wertvollen Finanzsystem die Marktbereinigung zu ersparen. Das müsste einmal einem Kleingewerbetreibenden oder Hausbauer so gehen...

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18. März 2008 14:31

Verzockt

juergen brittner (oldcastle)

Die Banken haben gezockt und verloren. Selbstheilung ist angesagt und nicht Staatshilfe. Wie waers mit Haftung, persoenlicher, Herr Ackermann und Co.?
Die Herren nahmen nicht nur den Mund voll sondern stopften sich die Taschen voll in der Gewissheit dass es schiefgehen wird irgendwann.

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18. März 2008 14:23

Verleugnete Krise

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Ist die bisher permanent verleugnete Krise nun doch in der BRD angekommen ?
Welche Massnahmen meint Herr Ackermann könnten helfen? Den Markt mit Zentralbankgeld zu fluten, hat ja in den USA bisher nicht geholfen. Wie wäre es, wenn die EZB sämtliche faulen Verbriefungen aufkauft und somit den Markt bereinigt? Eine solche Theorie ist ja in den USA in Umlauf. Es würde vermutlich den gesamten Jahreshaushalt der EU auffressen, alle überbewerteten "Junk"-Bonds in die eigenen Bücher zu nehmen. Der Steuerzahler würde zahlen und die Banken könnten fröhlich weiter zocken.

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18. März 2008 14:22

Verleugnete Krise

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Ist die bisher permanent verleugnete Krise nun doch in der BRD angekommen ?
Welche Massnahmen meint Herr Ackermann könnten helfen? Den Markt mit Zentralbankgeld zu fluten, hat ja in den USA bisher nicht geholfen. Wie wäre es, wenn die EZB sämtliche faulen Verbriefungen aufkauft und somit den Markt bereinigt? Eine solche Theorie ist ja in den USA in Umlauf. Es würde vermutlich den gesamten Jahreshaushalt der EU auffressen, alle überbewerteten "Junk"-Bonds in die eigenen Bücher zu nehmen. Der Steuerzahler würde zahlen und die Banken könnten fröhlich weiter zocken.

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18. März 2008 13:59

Rat der Weisen?

Olaf Christian Hartmann (ochartmann)

So eine Aüßerung haut dem Faß doch den Boden raus! ,,Rat der Weisen". Herr Ackermann entwickelt sich immer mehr zum Entertainer bzw. zum Moderator der Kreditkrise. Wenn solche Herren, wie Herr Ackermann, in ihren eigenem Unternehmen mehr Kontrolle walten lassen würden und nicht nur die Eigenkapitalsrendit vor Augen hätten, würde es es gar nicht zu solchen Auswüchsen kommen. Wenn Manager und Großaktionäre nicht so gierig wären, wäre alles halb so schlimm. Hinzu kommt noch, das in Amerika eine Notenbank sitzt die auf Jahre eine schwachen Dollar produziert um im intanationalen Wettbewerb konkurenzfähig zu sein. Die Zeche werden die Europäer, Asiaten und Kleinaktionäer welche ihre Altersvorsorge bilden sollen, zahlen

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18. März 2008 13:53

Die kommende Kreditkrise wurde schon Mitte 2005 von der DB vorhergesagt

Edgar Timm (duet)

Lieber Herr Ackermann,
die aktuelle Krise hätte auch ohne einen „Rat der Weisen“, der frühzeitig vor neuen Spekulationsblasen an den Finanzmärkten warnen soll, verhindert werden können, denn das aufkommende Problem wurde unter dem Titel "The Trillion-Dollar Bet" bereits am 16. Juni 2005 (!) in der New York Times detailliert beschrieben.
(http://www.nytimes.com/2005/06/16/realestate/16arm.html?n=Top/News/Business/Companies/Deutsche%20Bank%20A.G.&_r=2&oref=slogin&pagewanted=all)

Und das Problem war auch in Ihrem Hause bereits zu diesem Zeitpunkt bekannt ("This year, only about $80 billion, or 1 percent, of mortgage debt will switch to an adjustable rate based largely on prevailing interest rates, according to an analysis by Deutsche Bank in New York. Next year, some $300 billion of mortgage debt will be similarly adjusted.") Was fehlte also, um dieser Erkenntnis Rechnung zu tragen?

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18. März 2008 13:49

Wenn es um Verluste geht, ist der Staat gefragt

Ingolf Heinemann (ingo807)

Amerikanische Wirtschaftswissenschaftler rufen nach Verstaatlichung und deutsche Banker verlangen das Eingreifen des Staates. Sind unsere Wirtschaftseliten Sozialisten geworden?
Mitnichten. Ihre Unternehmen haben hohe Verluste erwirtschaftet und die Lage am Finanzmarkt ist aufgrund der Spekulations-Seifenblasen mehr als gespannt. Da greift der alte Reflex. Solange hohe Gewinne erwirtschaftet werden, soll der Staat die Wirtschaft machen lassen. Stehen hohe Verluste wegen des Zockerverhaltens der Banker ins Haus, soll der Staat doch bitte die Verluste sozialisieren.
Darin liegt das sozialistische Gedankengut unserer Wirtschaftseliten.
Die Politik springt bei und die Herren lassen das Volk bezahlen. Fürwahr, das sind echte Eliten.

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18. März 2008 13:33

So sind sie halt

Rainer Damoisy (Quallenregen)

Gehts ans Geld...kommen die Herren mit der Politik.....gehts an die Gewinne....ab nach L............ oder sonst wohin.

Mal davon abgesehen wäre ein Regulierung der internationalen Finanzmärkte zu wünschen...aber sicher keine Steuermittel für Mies...wirtschaft.
Bekommt der Normalbürger auch nicht....den fängt höchstens ne Privatinsolvenz auf.

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18. März 2008 13:11

Den Bock zum Gärtner machen....

Mist Kaefer (Mist-kaefer)

Ob man mit Herrn Steinbrück durch die Aufgabe der Aufsicht über Märkte und Akteure nicht den Bock zum Gärtner macht? Immerhin hat sein BFM in der Person des Jörg Asmussen im Jahr 1996 Kreditverbriefungen von Grundschulden über den Klee als modernes Investment gelobt und empfohen. Er hat dort die Anstrengungen des BFM zur Schaffung eines Marktes für diese "modernen Investmentvehikel" im Einzelnen dargestellt.
Über Herrn Asmussen hat das BFM dann auch folgerichtig im Aufsichtsrat der IKB mit für die Ausgliederung von 11,9 Milliarden Euro aus der Bilanz (Rhineland Funding) und die Investition in CDOs (Grundschuldbesicherte Kreditverbriefungen) gesorgt.
Jetzt kann sich Niemand offenbar mehr im BFM daran erinnern....
Übrigens ist der Bock schon Gärtner: Herr Asmussen sitzt bei der BaFin im Verwaltungsrat als Vertreter der Ministerien.....

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18. März 2008 13:06

Das Spielcasino schließen

Uwe Paulsen (Wohlmeinender)

Es reicht nicht, eine neue Regulierungsbehörde einzurichten. Auch Herr Ackermann sollte wissen, dass bereits andere Systeme gescheitert sind, in denen man auf Zentralorgane vertraute. Kernproblem ist, dass immer noch davon ausgegangen wird, dass Banken lediglich Geld von Anlegern einwerben und an Kreditnehmer herausreichen. Damit wird ausgeblendet, dass die Finanzwirtschaft mit dem Horten und Umverteilen von gehorteten Geld in Form von Glücksspielen ein eigenes, von der Finanzierungsaufgabe der Realwirtschaft nahezu unabhängiges Tätigkeitsfeld geschaffen hat. Dieses Spielcasino muss geschlossen werden, denn die negativen Konsequenzen dieser Tätigkeit für die Realwirtschaft reichen weit über die aktuellen Ereignisse hinaus.

Eine faktenbasierte Analyse dieses Komplexes frei von ideologischen Eskapaden findet sich in dem Buch von Hauke Fürstenwerth "Geld arbeitet nicht", welches ich immer wieder zur Lektüre empfehle. Ein Pflichtlektüre für jeden, der verstehen will, wie sich die Strukturen der Finanzwirtschaft verändert haben und wie es zur aktuellen Krise gekommen ist.

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18. März 2008 12:44

Die Weisen gibt es doch längst...

Lars Kuntermann (Leserlein)

Warren Buffet und George Soros sowie andere Auguren haben bei absolut jeder Blase der letzten Jahrzehnte Jahre oder Monate vorher vor dem Platzen gewarnt - z.B. bei Asienkrise, Neuer Markt-Krise, Immobilienkrise,...
Angeblich haben die Banken also nicht gewusst, dass diese Herren weise genug waren ihr Geld anders anzulegen und dabei zu Milliardären geworden sind, wobei die meisten Bankvorstände nur Millonäre sind. Eigentlich sollten die Herren Bankvorstände auch selbst gut genug ausgebildet sein, um Blasen zu erkennen. Jedoch verdienen diese am Übermut der Anleger (Hauptsache das Anlagevolumen steigt) und leiden nicht wirklich wenn die Blase platzt.
Ein Rat der Weisen, der nur raten aber nicht einschreiten darf ist dementsprechend wohl kaum ausreichend. Wenn wir stattdessen eine allgemeine Haftung für Bankvorstände hätten, würden Blasen gar nicht erst entstehen.

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18. März 2008 12:42

Verkehrte Welt

Stefan Sieber (schoener-laufen)

Hoffentlich greift die deutsche Politik finanziell nicht ein!
Es kann nicht sein, dass die Banken aus reiner Profitgier und um ihre Aktionäre zu beglücken ihre Risikoeinschätzungen vernachlässigen, dabei Milliarden verlieren, daraufhin Personal entlassen werden und darum betteln mit Steuergeldern saniert werden.
Mit einer soliden Finanzpolitik der Banken sind zwar die Renditen kleiner, aber langfristig stabil. Und man übersteht Krisen wie diese ohne große Verluste. Und wie die Geschichte lehrt, gibt es Krisen am Immobilienmarkt alle paar Jahre.
Vielleicht sollte sich Herr Ackermann lieber an die wenden, die für die globale Wirtschafts- und Finanzpolitik verantwortlich sind. Und das ist sicher nicht der deutsche Steuerzahler! Sondern eher IWF, Weltbank, OECD oder WTO! Und da braucht es auch sicher keinen "Rat der Weisen". Wenn die Banken selbst nicht in der Lage sind ihre Risiken richtig zu bewerten, wer dann?

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18. März 2008 12:39

Unglaublich

Dieter Kahlmann (DKEH)

Kaum zu glauben! Ein Rat der Weisen oder der staatliche Interventionen? Das ist die „Lösung“ für die Hilflosen und stellt die Unabhängigkeit des Banken- und Börsensystems in Frage! Was tatsächlich fehlt ist WEISHEIT und NACHHALTIGKEIT und VERANTWORTUNG im Handeln der Akteure: Banken, Anleger Zentralbanken und Regierungen. Finanzmärkte sind komplex, die Gier der handelnden Akteure ist „primitiv“, das zu beobachten braucht Erfahrung und Abstand. Und es ist vor allem der Abstand der hier fehlt: Zentralbanken werden immer politischer – d.h. weniger unabhängig von der Regierungspolitik. Die Konsequenzen der fehlenden Unabhängigkeit und einer der Regierung gefälligen Liquiditätspolitik, gepaart mit der kurzfristigen Profitorientierung der internationalen Banken und der individuellen Gier der Anleger, ist die Suppe aus der man Krisen kocht, wie man auch an diesem Beispiel in den USA sieht. Warum sollte die Solidargemeinschaft nun plötzlich versuchen, die Kohlen aus dem Feuer zu holen? Absurd und untauglich, wie die Geschichte (Krise der 20er / Japan der 90er Jahre) beweist! Die Lösung ist Vorbeugung durch Nachhaltigkeit, Weisheit und wahres Verantwortungsbewusstsein, Qualitäten, die auch im Finanzgeschäft leider unbekannte Größen sind.

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18. März 2008 12:13

Marktgleichgewicht

Steve Lutzmann (TomderAffe)

Natürlich erfolgt die Korrektur eines Marktes nicht graduell. Der ewige Irrglauben darin, dass ständig ein Marktgleichgewicht herrscht, ist völlig naiv. Gleichgewicht herrscht in der langfristigen Perspektive; die Momentaufnahme eines Marktes zeigt immer den Ausschlag des Pendels in eine gewisse Richtung, mehr oder weniger stark (könnte sich der Finanzmarkttheoretiker A. auch ganz bequem aus der Random Walk Hypothese, insb. dem Oszillieren um das Marktgleichgewicht herleiten).

Dann knallt es nun einmal. Jede Form der Intervention bekämpt ganz allein die Symptome ... jede Zinssenkung, jede Intervention verschleppt lediglich, wenn es dann zur Grippe kommt, fällt diese umso schlimmer aus.

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18. März 2008 11:58

... jetzt also solls der Staat richten...

Jürgen Falkenstein (jfalkenstein)

Es will mir nicht einleuchten, wieso irgendwelche "Weisen" die von staatlichen Stellen benannt werden, mehr fachliche Kompetenz haben sollen, als bankinterne Berater. Diese Forderung lädt zu sehr abfälligen Gedanken ein, die den Durchblick bei den Banken selbst betreffen.

Und im übrigen läuft hier wieder das alte Spiel: Gewinne werden privatsiert, Verluste sozialisiert - oder hat irgend jemand die Deutsche Bank nach dem Staat rufen gehört, als die ihre glanzvollen Jahresabschlüsse vorgestellt haben?

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18. März 2008 11:53

Papa, hilf' mir!

R. Clemens (ZyNik)

So so, jetzt haben die großen Spielkinder an den Finanzmärkten den Karren in den
Dreck gefahren und "Vater Staat" soll's richten.
Die Gier nach Gewinnmaximierung und die ausufernden Verschiebungen von
geliehenem Geld haben vorwiegend in diese Krise geführt.
Und ausgerechnet Herr Ackermann, der in der Vergangenheit einer staatlichen Einflussnahme entgegengewirkt hat, möchte nun von dieser Stelle
Hilfe in Anspruch nehmen.
Hierfür gibt es eine einfache physikalische Begründung:
Die Fahne weht immer mit dem Wind!

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18. März 2008 11:48

schau an...

Heiko Schlösser (xx5000)

... der große ackermann ruft nach der mami (staat). wenn es nichts zuverdienen gibt is der staat wohl gut genug um zu helfen oder den von "spitzenmanagern" angerichteten schaden zu beseitigen.....
merkwürdige weltanschauung....

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18. März 2008 11:43

Beide haben recht...

Christian Roigk (Dubai1)

... mit der tasache, dass die Krise ernst, global und besorgniserregend ist.
Regierungen und Zentralbanken muessen konzertiert eingreifen, um die Maerkte zu beruhigen. Allerdings muessen Regierungen oder Zentralbanken nicht ins Straucheln geratene Banken retten ( IKB, Northern Rock oder Bear Stearnes ), die sich amateurhaft mnit Produkten verspekuliert haben, die nicht einmal die Spezialisten im Risiko bewerten koennen. Herr Ackermann hat insofern unrecht, dass Banken " aus Wettbewerbsgruenden " in Produkte investieren MUESSEN, die sie selbst nicht verstehen oder beeinflussen koennen. Aus Wettbewerbsgruenden kann nur bedeuten stetig steigende Gewinne einzufahren, um die Aktionaere zufriedenzustellen; auch wenn Bankentitel unisono an der Boerse verpruegelt worden sind, ist es ok, wenn die Aktionaere nun die Last schultern muessen. Was fuer andere Branchen gilt ( Airlines, Enro, Tyco, Neuer Markt ) sollte auch fuer Banken gelten. Selbstreinigung war nie schlecht fuer eine nachhaltige Gesundung.

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18. März 2008 11:39

Von der Politik kann man keine seriöse Einschätzung der Situation erwarten

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Herrn Ackermann sollte man ein besseres Urteil möglich sein. Leider bringt sein Vorschlag nur den Verdacht, daß auch die Deutsche Bank tiefer in Problemen steckt als bisher zugegeben.
Jemand der auch nur ein wenig von Marktsystemen versteht, weiß natürlich, daß alle Maßnahmen, ob in USA oder in Europa getroffen, den großen Knall nur nach hinten verschieben. Die Schlußrechnung wird am Ende nur dramatisch höher. Es ist jedenfalls mehr als unredlich irrwitzige Gewinne einzustreiche und bei den gringsten Problemen sofort nach öffentlichen Hilfen (sprich Geldern) zu rufen. Eine ordentliche Pleite hat auch eine erzieherische Wirkung. Für mich persönlich ist es einigermaßen rätselhaft, wie ein durchschnittlich begabter Mensch auf Ratschläge von Banken hereinfallen kann. Wer Werte investiert muß sich nun einml mit dem Investitionsumfeld beschäftigen. Und wer das in der jüngsten Vergangenheit getan hat kam vermutlich zu richtigen Entscheidung und konnte Verluste vermeiden. Zu große Geldgier kann dabei allerdings eher hinderlich sein.

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18. März 2008 11:27

Wie interessant...

Ruf Christian (Neuling2008)

Noch vor wenigen Jahren hieß es, der Staat solle sich ganz raushalten, aber jetzt wo die Banken sich selbst in eine Krise manövriert haben, kann nur noch der große, mächtige Staat helfen, den es nach Wünschen diverser Wirtschaftsvertreter und vorallem ihrem Verhalten der letzten Jahre nach, gar nicht mehr geben sollte?
Das das gesamte Wirtschaftssystem von sich heraus suboptimal ist, wurde bereits in diversen Artikeln auch dieser Zeitung dargelegt.
Wer weiterhin an ein funktionieren des freien Spiels der Kräfte (des Marktes) glaubt, dem seien insbesondere diese Artikel, aber auch ein Artikel auch dem aktuellen P.M. Magazin empfohlen, welcher eines der Grundprobleme, wenn auch auf populärwissenschaftlichen Wege, aufzeigt. Nämlich dasjenige das die Zinsen der Finanzwelt die übrige Wirtschaft zu immer größerem Wachstum zwingen. Das aber gleichzeitig jeder Wachstum irgendwann zum Erliegen kommen muss.
Äußerst interessant ist in dem Zusammenhang auch die Standart Antwort der Wirtschaftswissenschaftler auf dieses Problem, wonach sowieso kein Geldsystem so lange hält, dass man sich darüber Gedanken machen sollte.
Also schauen wir alle jetzt zu und warten auf den nächsten großen Knall oder wie?
Das kann doch nicht des Rätsels Lösung sein

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18. März 2008 11:07

Und die wahre Nachricht ?

Markus Teuber (arathorn)

Steinbrück: "Die richtige (!) Nachricht ist, dass die deutsche Volkswirtschaft robuster aufgestellt ist als die amerikanische“,..."

Die richtige Nachricht ist wohl die,die man gerne hören und weitererzählen möchte!
Aber ob es auch die wahre (!) Nachricht ist,das steht auf einem anderen Blatt.

Steinbrück war immer schon. ein Meister der Propaganda .
Einen Wirtschaftsabschwung wie in den USA könnte Deutschland gar nicht überleben!
Weil hier die Wählerschaft schnurstracks zu den Wahlurnen maschieren und tiefrot (dh. kommunistisch) wählen würde.
Das weiß auch Steinbrück .

Die amerikanische Wirtschaft war immer die robustere,denn sie hat Krisen zwar vielleicht heftiger erlebt,aber diese zeitlich immer kürzer beschränkt und ist jeweils kräftiger aus diesen Krisen herausgegangen.



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