"Die Zentralbanken hätten zwar in der Vergangenheit oft frühzeitig vor Gefahren gewarnt, das Platzen von Blasen aber nicht verhindern können" (Ackermann)
Ich meine, die Notenbanken sollten eher die Spekulantenblasen so früh wie möglich zum Platzen bringen. Vielleicht lieber spät als nie.
„Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis der US-Häusermarkt über Jahre das Ungleichgewicht abbaut. Es braucht eine konzertierte Aktion von Banken, Regierungen und Notenbanken“, sagte Ackermann.
BITTE WAS HERR ACKERMANN? WIR sollen die AMERIKANISCHEN Kredite tilgen!
„Im Gegensatz zu Lehrbuchweisheiten würden die anschließenden Korrekturen aber nicht graduell, sondern radikal mit hohen Kursschwankungen stattfinden.“ HÄ, HERR ACKERMANN SAGTEN SIE DOCH AUCH NOCH: „Wir haben nicht die Zeit zu warten, bis der US-Häusermarkt über Jahre... UND „Der Kollaps des japanischen Immobilienmarktes habe gezeigt, dass es bis zu 15 Jahre dauern könne, bis die Investoren neues Vertrauen gefasst hätten“
Hätte es ein radikale Neubewertung gegeben, hätten die Investoren doch SOFORT Vertrauen in die Bilanzen (gehabt). ERFOLGEN KORREKTUREN ALSO DOCH GRADUELL UND FOLGLICH ÜBER LANGE ZEIT?????!
Auch nach dem Neue-Markt-Crash im Jahre 2001 hat es übrigens 14 Monate lang (also graduell) eine Abwärtsbewegung an den Börsen gegeben.
Ein bisschen Theater, dass ausgerechnet Ackermann eine globale Regulierungsbehörde einfordert Die „Profitmaximierung“ findet gegenwärtig vor allem innerhalb der Spekulationsblasen statt und manche schaffen es gar beim Platzen der Blase noch Nettogewinne heimzubringen – bestes Beispiel: Stanley Morgan, aber auch die Deutsche Bank. Es war Alan Greenspan, der über Jahre hinweg vor dem Platzen dieser Blase gewarnt hatte. Vielleicht war gar diese aggressive Kriegspolitik der USA einer solchen Blase, resp. der Verhinderung des Platzens der Blase gewidmet. Schließlich bekämpft man zuweilen ja auch Feuer mit Feuer, nicht wahr. Und doch behalten natürlich die Marxisten recht, die nicht müde werden zu erklären, dass das alles nichts nützt. Aber solange es einigen wenigen nützt, scheint das als Kollateralschaden weggesteckt zu werden. Was Ackermann mit Sicherheit nicht verrät, ist, dass sich hinter einer solchen Krise wunderbar ein Bankenkrieg arrangieren lässt. Was Herrhausen nicht geschafft hat, durch seine Politik des „Schuldenmoratoriums für die 3. Welt“, schafft jetzt ein Ackermann, mit Greenspan im Gepäck – ein gefährliches Unternehmen, denn die USA könnten das als Kriegserklärung auffassen - der Griff nach ihren Banken.
Der eigentliche Fehler war, daß Steibrück ja unbedingt beweisen mußte, daß er ein guter Haushälter ist. Eine volle Staatskasse weckt immr Begehrlichkeiten. Das muß man doch wissen...
Alles richtig, was er sagt. Ein einzelnes Institut kann sich den Strukturen nur bedingt entziehen, lediglich kann es darauf achten, rechtzeitig vom Boot zu kommen, wenn´s naß wird - und das ist der DB offensichtlich gelungen.
So eine Malaise künftig zu vermeiden wäre in der Tat nur mit "grenzüberschreitendem" Einfluss möglich. Dann sitzen aber auch wieder so zuverlässige Weltpolitiker wie u.a. die Chinesen am Tisch die mit ihrer wahnwitzigen Währungsrelation ganz erheblich in die aktuellen Geschehnisse eingebunden sind. Und ob dann noch etwas funktioniert ist fraglich, denn deren Interpretationshoheit entzieht sich noch immer jeder Kritik.
Will sagen, erst eine Angleichung demokratischer Mindeststandards bei den relevanten Playern schafft Chancen auf eine "Weltvernunft" auch auf wirtschaftlicher Ebene und bis dahin ist noch ein Stück Weg.
Was da anrollte war lange genug bekannt und jetzt haben wir den Salat.
Aber vielleicht sollten wir den Bogen mal zu aktuellen Ereignissen im Himalayagebirge spannen und erkennen, daß ein ständiges Wegducken die Lösung eben auch dieser Probleme nur aufschiebt.
Die hysterische Diskreditierung aller marxistischen Analysen war verfrüht. Denn diese Art der Analyse deckt die Dinge auf den Finanzmärkten am Treffendsten aus.
Auch dieser Raubtierkapitalismus wird nicht zum Guten führen, sondern evtl. zu einer neuen Ära, wo sich Leute das auf der Straße holen, was eine ohnmächtige Politik nicht mehr anbieten kann.
Nun schreien gerade Global Player und Banker nach der Hilfe des Staates. In Zeiten, da ihre Kassen klingeln, ist ihnen der Staat keinen Pfifferling und keine Steuer wert. Nun soll der Staat Millarden an Steurgeld in die Unternehmen pumpem, Geld von den Arbeitnehmern, denen man aber nicht einmal einen Mindestlohn von siebenfünfzig zugestehen will.
Josef Ackermann, Sinnbild für die unbegrenzten Selbstbedienungskräfte des Marktes, hält die Zeit für gekommen, uns eine Fastenpredigt über die Grenzen der Selbstheilungskräfte der Finanzmärkte zu halten. Endlich spricht jemand aus, was jeweils privatisiert bleiben und was sozialisiert werden muss.
Auch in Hinblick auf den globalen Wettbewerb kann es nicht angehen, dass im Ausland Steuergelder für Northern Rock oder Bear, Stearns eingesetzt werden, für's featherbedding sozusagen, während sich der deutsche Staat aus der Verantwortung für unsere Finanzwirtschaft stehlen will.
Und schließlich: Wo waren die globalen Aufsichtsbehörden, als unseren global spekulierenden Finanzwirtschaftskapitänen die Sicherungen durchgegangen sind?
Chapeau, möchte man rufen.
Die Rollenverteilung stimmt nicht. Es wäre besser gewesen, Herr Ackermann hätte geschwiegen und Kurt Beck den Vorschlag machen lassen. Der SPD hätte einige Pluspunkte gesammelt, Herr Ackermann hätte die Deutsche Bank nicht ins Gerede gebracht und sich nicht zur Zielscheibe nutzloser Kommentare gemacht.
Wenn die Realwirtschaft von der Krise betroffen werden sollte, ist es egal, ob die Folgen vom Staat oder den Konsumenten und Beschäftigten oder von beiden Seiten getragen werden.
So verständlich die bisherigen Kommentare auch sein mögen, so ist doch zu beachten, dass 1. die DB sich wacker geschlagen hat und 2. u.a. vorgeschlagen wurde eine weltweite Aufsichtsbehörde zu installieren. Abgesehen davon, dass bei einem weiteren (negativen) Verlauf der Immboilienkrise in USA auch die Sparkasse um die Ecke keine Kredite mehr vergeben wird bzw. diese deutlich teurer werden und insofern wir alle betroffen sein werden, hat doch die jetztige Entwicklung aufgezeigt, dass die vorhandenen Mechanismen nicht ausreichend sind. Nicht damit gemeint ist, dass nun der Staat Junk-Bonds übernehmen soll, sondern im Rahmen der Marktaufsichten (strengere) Regeln auch international gelten müssen. Insofern ist Herrn Ackermanns Vorschlag in dieser Beziehung sicherlich zu folgen. Ob allerdings die Amerikaner zu solch einem Schritt willens sind, ist noch eine ganz andere Frage. Mit der zunehmenden Internationalisierung d. (Geld-) Geschäfte, wären sicherlich auch internationale Aufsichtsbehörden, mit dementspechenden Rechten, angebracht.
Und: hier fordert einer aus der eigenen Branche zusätzl Aufsicht. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Immer noch besser als eine weltweit unkalkulierbare Risikolage. Nur hilft es nicht jetzt.
...daß der deutsche Finanzminister nun das Versagen der von ihm zu beaufsichtigen Banken den amerikanischen Geschäftsbanken zuschreiben kann...da sind die Sündenböcke für die 10 Milliarden, die bei der IKB und WestLB, Sachsen LB etc. verzockt worden, doch praktischerweise außerhalb des Landes zu finden. Da hat die Politik doch mal wieder Glück im Unglück - und die Bürger sind weiter auf der Suche nach der Gerechtigkeitslücke...
Ingo Rößler, Amman
Wofür kriegt der Ackermann sein fürstliches Gehalt, Boni etc ?
Jetzt will dieser total überbezahlte Bankenfürst auch noch einen Beirat haben, der
ihm sagt, wo es an den Märkten nach faulen Eiern stinkt.
Ja, besser kann es für diese unkompeteten Flickschuster nicht werden. Alle Mühe
und Arbeit wird ihnen samt Verantwortung abgenommen und sie sacken die fette
Kohle ein.
Was ist aber noch wichtiger? Was wissen diese Herrschaften, von dem wir noch keine Ahnung haben, daß sie solche Töne anschlagen ? Der oberste Kapitalist
glaubt nicht mehr an sie Marktkräfte und will den starken Arm des Staates zur
Stützung ? Der Sozi sieht eine Krise historischen Ausmaßes ?
Herrschaften aufgepaßt, da sind noch Bomben in der Kanone. Sie nur noch nicht
den Lauf verlassen. Die Osterfeiertage wären gut für diese krummen Eier, weil dann die Märkte geschlossen sind.
Josef Ackermann verkündet nichts anderes als eine der zahllosen Bankrotterklärungen des marktwirtschaftlichen Systems. Es geht nur deswegen nicht endgültig bankrott, weil die Menschen immer wieder aufs Neue auf die Bankrotteure hereinfallen.
Natürlich kann man das auch positiv ausdrücken: weil wirtschaftliche Freiheit immer wieder aufs Neue Auswege aus jeder noch so schweren Krise findet.
Geht doch.
Ich habe gedacht ich wuesste wofuer ich Steuern zahlen wuerde, doch weit gefehlt. Jetzt habe ich zumindest die Gewissheit, dass meine Steuern fuer das Missmanagement geldgieriger Banker eine weitaus sinnvollere Verwendung gefunden hat. Dafuer vielen Dank Herr Steinbrück. Nur stellt sich mir folgende Frage:
Bekommen Sie eigentlich all die vielen Millionen Euro von Ackermann & Co zurueck, wenn es wieder mal heisst, die Kassen sind voll und wir wissen nicht wohin mit den Gewinnen?
Wohl kaum und das scheint auch fuer unsere Poltiker voellig irrelevant zu sein, denn das dumme Volk zahlt ja weiter Steuern.
Aber Herr Steinbrück, wir stecken doch in keiner Krise!
So etwas gibt es bei den Sozialdemokraten doch gar nicht.
Wir stecken in einer Reform!!
Es gibt doch keinen Grund zur Beunruhigung.
Jetzt brauchen wir unseren Qualitätskanzler Schröder zurück, den Retter aller Reformen!