aber 'tschuldigung, ich muß mich hier mal einmischen. Dieser lächerliche Steuerzahler-Gedenktag aber auch :-). Paul Rabe hat vollkommen recht: alles geht zurück in den volkswirtschaftlichen Kreislauf. Selbst das Gehalt des dümmsten, faulsten und überflüssigsten Beamten. Und wenn er es im Puff durchbringt. Und an die UNO, die EU, die NATO zahlen wir auch nicht umsonst. Die Staatsverdrossenen haben natürlich auch recht: der Staat ist eine gigantische (aber nicht die gigantischste) Umverteilungsmaschine (ob das immer richtig läuft, wäre eine neue Frage). Davon profitieren aber nicht nur die 'Armen', nein, auch die Zeichner von Film-, Schiffs- und Energiefonds - zum Beispiel, und das sind gewöhnlich keine Hartz-IV-People. Und die Landwirtschaft. Aber alles kommt zurück. Es gibt keinen Staat, der Geld verschwinden lassen kann. Es gibt auch keine Volkswirtschaft, die Geld auf die hohe Kante legen kann (sie kann Devisenreserven anhäufen). Aber das verstehen manchmal noch nicht mal Wirtschaftsprofessoren, wenn sie den Julius-Turm interpretieren.
Das mag ja alles richtig sein, was sie da schreiben. Aber glauben sie , daß die Bürger welche da beim Staat arbeiten auch ihrer Meinung sind, daß man sie 'freistellen' sollte ? Diese (angeblich) 'gesuchten Fachkräfte' werden auf ihr gewohntes staatliches Gehalt nicht verzichten wollen, die wollen vermutlich nicht in der Privatwirtschaft arbeiten, sonst würden sie es ja schon heute tun. Der Staat zahlt 100% seiner Einnahmen wieder aus, alles(!) geht an die Bürger, an wen auch sonst ? An die Marsmenschen ?
Wenn ich 4-stellige Zahlungen an den Staat (Steuer, RV und GKV) pro Monat leiste, aber nur läppische 154 Euro Kindergeld für meine Jüngste zurückerhalte, frage ich mich, wo der Rest versickert. Da gibt es zum Beispiel eine Familienkasse, die redundant all die Informationen abfrägt, die schon die Gemeinde und das Finanzamt weiß. Wenn ich denen nicht meine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ohne Mahnung, ohne Erinnerung zusende, stellen die die Zahlung des Kindergeldes ein. Die Gemeinde, die Ausländerbehörde, das Finanzamt wissen, daß ich weiter in Deutschland bin. Die Familienkasse kümmert das nicht, die pflegt ihren Bürokratismus. Dort wird Geld vernichtet. Sie sagen, die Steuern, die wir zahlen, kommt den Bürgern zu 100% zu Gute. Ich behaupte mindestens 20% des Steueraufkommens wirdn durch absolute unnötige Bürokratie vernichtet. Fachkräfte in solchen Verwaltungen sollten dem produktiven Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, die anderen sollte man einfach in den nicht verdienten Ruhestand schicken. Deutschland könnte Milliarden sparen.
Wo habe ich geschrieben, daß es 'gut' sei was der Staat macht ? So pauschal wird man das sowieso nie sagen können. Die Bürger welche ZAHLUNGEN vom Staat bekommen, die werden das aber bestimmt, jeder für sich persönlich, als 'gut' empfinden, oder? Es ist politisch wichtig sich immer wieder klar zu machen, daß der Staat 100% seiner Einnahmen auch wieder an die Bürger auszahlt, denn viele Politiker laufen durch die Gegend und reden nicht über die unangenehmen Konsequenzen: Diese heißen bei steigenden Staatsausgaben "mehr Steuern" und bei der Ankündigung von Steuersenkungen eben "weniger Geld vom Staat". Um die spannende Frage drücken sich dann die Politiker, nämlich darum "Welcher Bürger?" soll denn zukünftig weniger bekommen ? Suchen sie sich mal von den Bürgern die ich genannt habe welche aus und dann fragen sie den mal was er zu ihren "Sparplänen" so denkt. Nicht "der Staat" ist da schuld, sondern "die Bürger" müssen sich da einig werden....
meine Stasi-Akte anzusehen. Im Nachgang fand ich den großen zeitlichen Abstand ganz nett, denn das Blättern in den alten Papieren war wie eine Zeitreise; ein Ausflug in eine vergangene Welt. Und genauso kommt mir das vor, wenn ich die Postings von Ihnen, Herr Rabe, lese. Wie Staatsbürgerkundeunterricht 1980 oder Marxismus-Leninimus an der Uni. Der gute, gute Staat tut sooo viel Gutes; Milliarden für den Wohnungsbau, Milliarden für ... bla, bla, die sogenannte „zweite Lohntüte“. Wenn man so was eine Weile liest, kann man richtig froh sein, wenn Vater Staat die Last der Verantwortung von meinen Schultern nimmt, wenn ich nicht mehr nachdenken muss was ich mit einer Kohle mache sondern die Behörden in ihrer unergründlichen Weisheit mir die Entscheidungen abnehmen. Scheinbar hatte Honnecker doch recht: Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
Herr Fischer der Bundeshaushalt ist öffentlich, jeder kann nachlesen wofür das Geld verwendet wird. Die von ihnen genannten Zahlungen an supranationale Organisationen wie z.B. die Nato sind im Verhältnis zum gesamten Haushaltsvolumen vernachlässigbar gering, es sind bestimmt deutlich unter 5%, wenn man alle solche Zahlungen zusammen rechnet. Schauen sie doch selber nach: http://www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2008/html/index.html
Sie sollten gründlicher lesen. Darüber ob die von den Bürgern, welche Empfänger staatlicher Gelder sind, erbrachten Leistungen (falls die überhaupt Leistungen erbringen) sinnvoll sind habe ich kein Wort gesagt. Ich habe jediglich bemerkt, daß 100% der staatlichen Ausgaben wieder zurück in die Hände von Bürgern fließen. Und ich habe gesagt, daß es sehr wahrscheinlich ist, dass jene Bürger welche vom Staat Geld empfangen (das sind sehr viele!) nicht damit einverstanden wären, wenn dieser Zahlungsfluss aufhören würde. Das wäre aber die direkte Konsequenz wenn man die staatlichen Einnahmen begrenzt.
Hr.Rabe ! Glauben sie wirklich, das 100% der Einnahmen an die von ihnen genannten BÜRGER geht. Selbstverständlich zweifelt niemand den Nutzen derer an, die im Auftrag vom Staat Leistung erbringen. Das Problem: Es sind nunmal nicht 100 sondern sehr viel weniger. Der nicht unerhebliche Rest wandert in die, UNO, EU, NATO,Berater der Berater der Berater und was weiß ich für dunkle unerforschte Kanäle.
Der Stat gibt das Geld an die Bürger, also an Beamte, Studenten, Rentner, Soldaten, Mütter, Richter, Straßenbauarbeiter, Politiker, Krankenschwestern, Sozialhilfeempfänger, Ärzte, Bauern, Lehrer, Sachverständige, Professoren, Musiker, Schauspieler, Museumsdirektoren, Entwicklungshelfer, Diplomaten u.s.w. u.s.w. Das sind natürlich oft ANDERE Bürger als die welche das Geld einzahlen, aber das habe ich auch nie bestritten. Ich habe jediglich gesagt, daß 100% des Geldes (und natürlich mehr, da haben sie recht) wieder zurück an Bürger geht. Glauben sie irgendeiner der Bürger oben ist der Meinung, daß seine empfangene Staats-Zahlung entbehrlich wäre ?
Ihre Argumentation auf die Spitze getrieben: Wenn 100% der Staatsausgaben an Angehörige des öffentlichen Dienstes ausgegeben werden, dann fließen 100% an die Bürger zurück. Ist es das, was Sie meinen? Selbstverständlich brauchen wir Polizei, Bundeswehr, öffentliche Verwaltung und Justiz. Brauchen wir aber wirklich all die anderen Geldvernichtungsadministrationen wie Familienkasse, Gesundheitsfonds, eine Unzahl von gesetzlichen Rentenversicherungen/Versorgungswerken und eine noch größere Zahl von gesetzlichen Krankenkassen? Brauchen wir wirklich Tausende von kommunalen Versorgern? Brauchen wir wirklich eine länderspezifische Bildungspolitik? Hier werden Milliarden vernichtet. Qualifizierte Statistiker, Informatiker usw. arbeiten tagtäglich in völlig unproduktiven Bereichen. Das ist Geldvernichtung pur. Dieses Geld fehlt im Konsum, die Fachleute, die dort arbeiten, fehlen in der Wirtschaft.
Das waren ihre Worte:"sondern zahlt sämtliche Einnahmen gleich wieder an Bürger aus. Bürger zahlen also nicht nur an den Staat sondern erhalten in gleicher Höhe (wegen der Verschulung sogar mehr) auch Zahlungen VOM Staat" Ende. In gleicher Höhe? Natürlich gibt er wieder jeden Euro aus. Seit Anbeginn der Zeit sogar mehr, als er einnimmt. Die Frage sollte doch erlaubt sein, wofür? Wie einige hier schon ewähnten, fließen nicht unerhebliche Summen in Taschen, die nicht dem Einzahler ansich, oder dem einzahlenden Staat zu Gute kommen. Also genau betrachtet, schafft der Steuerzahler bis ende April für Ausgaben in nichts sagende Kassen, ab dann bis heute für die Ausgaben, wo er v`leicht beteiligt wird, und danach.............
Noch etwas Klimakatastrophenstimmung anheizen und die Deutschen werden freiwillig - Dank CO2-Steuer - demnächst bis zu 8. August 11.55 Uhr für die Steuer und Abgaben arbeiten. Mit dem guten Gefühl die Welt gerettet zu haben. Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. ;-)) Ich konnt´s mir nicht verkneifen. Schwarzer Humor ändert nichts, aber hilft über manches hinweg.
Wer diese 100% bekommt ? Na schauen sie mal in den Bundeshaushalt: z.B. Bürger die als Soldaten arbeiten oder in der Rüstungsindustrie ca. 15 Milliarden, Rentner, Sozialhilfeempfänger und andere Transferempfänger ca. 123 Milliarden, Gläubiger ca. 41 Milliarden, Bürger die als Beamte die Sozialtransfers organisieren (beim Bundesminister für Arbeit&Soziales) ca. 0,15 Milliarden, Bürger die in den deutschen Botschaften arbeiten ca. 1,7 Milliarden, Bürger die von Beruf Landwirt sind, ca. 4 Milliarden etc. etc. In die Entwicklungshilfe geht kaum etwas, nicht mal 1% des Bundeshaushaltes. An die EU fließt ein bisschen mehr, aber da bekommen auch viele Bürger wieder etwas, z.B. EU Subventionen für Ostdeutschland.
ich teile ja Ihren Wunsch, aber ich fürchte Herr Rabe meint es wie immer todernst. Allerdings finde ich seine These(n) diesmal nicht ganz so schlimm wie sonst, denn in einem gewissen Sinne hat er auch Recht, z.B. damit dass fast alle Politiker gern von "Sparen" reden, aber nie sagen, welches Budget sie konkret kürzen wollen. Auch, dass die Steuergelder, als ganzes uns in irgend einer Form wieder zum Teil zu gute kommen, liegt er nicht ganz verkehrt. Leider schiesst Herr Rabe nur wieder über das Ziel hinaus. denn: 1. Steuergelder die ins Ausland fliessen divere "Projekte") 2. gewaltige Sickerverluste beim Umverteilen der Steuergelder 3. Steuern sind entzogenes Einkommen ,und das bremst die Wirtschaftliche Entwicklung aus!! Bei einer Steuer von 100% wäre der Staat pleite, bei einer Steuer von 20% reich, alle Länder mit Niedrigsteuern machen es vor !!! 4. Aktive Geldvernichtung durch Steuer/Mittelverschwendung
Herr Fischer, ich glaube sie haben nicht so recht verstanden was ich gemeint habe: Der Staat gibt jeden(!) Euro den er einnimmt auch wieder aus, das ist erstmal eine unbestrittene Tatsache. Wenn SIE jetzt sagen eine solche Ausgabe sei eine zu vermeidende 'Verschwendung' so befürchte ich stark, daß der Bürger dem diese Ausgabe zu Gute kommt, der diese also als persönliche 'Einnahme' verbucht, ganz anderer Auffassung ist als Sie. Sie könnten z.B. der Meinung sein, daß die Verwaltungskosten für das Gästehaus der Bundesregierung viel zu hoch sind. Ok, aber glauben Sie das die dort in der Verwaltung arbeitenden Bürger auch ihrer Meinung sind ? Glauben sie die wären damit einverstanden, daß der Staat diese Ausgaben (und damit deren Gehälter!) reduziert ? Und so wie in diesem Beispiel wird es ihnen mit ALLEN(!) Staatsausgaben gehen. Jedesmal werden sich andere Bürger finden, die nicht der Auffassung sind, daß der Staat ihre individuellen Einnahmen (=Staatsausgaben) kürzen sollte.