
" Jetzt wird wieder einmal das System der PKV auf Kosten der Allgemeinheit finanziert und unterstützt."
Wer so etwas schreibt, verdreht absichtlich die Realitäten oder kennt die Gegebenheiten nicht!
Die PKV lebt nur und ganz allein von ihren Versicherten, von Leuten, die eigenverantwortlich leben und handeln möchten - das auch finanziell können, ja - was sofort als Makel angesehen wird.
Nur - genau diese Bürger zahlen immens - eben nicht nur für sich selbst - sie halten das Gefüge mit ihren Steuerbeiträgen, ihren Arbeitnehmer-Beiträgen zu den gesetzlichen Kranken-und Sozialversicherungen am Leben!
Gerade die GKV profitiert von den "Besserverdienenden", nicht umgekehrt!
Eine Zerschlagung der PKV hilft niemandem - häufig genug durchgerechnet und dargelegt - sie hilft nur den in Deutschland grassierenden Sozialneid befriedigen, den Ulla Schmidt so publikumswirksam füttert!
Nach 37 J. Mitgliedschaft in der PKV muß ich sie jetzt, wie viele andere auch, vielleicht mal in Anspruch nehmen.
37 J. Einzahlung von Höchstbeiträgen, die ich allein durch fleißige Arbeit in 60 -80Std.Wochen erwirtschaftet habe, sollen einfach so enteignet werden?
Das ist nicht gerecht und sozial - es ist asozial unverschämt!

Frau Rodi-Nohr, leben Sie weiter in Ihrer gerechten Welt aber lassen Sie endlich die Menschen in Frieden, die vernünftig und eigenverantwortlich mit sich UND IHREN MITMENSCHEN umgehen möchten. Stop der Ausbeutung und Sozialisierung durch die Staatsmacht! DAS ist nämlich ungerecht.

Die Regierung wollte hier (Rückstellungsmitnahme in die GKV) nicht nachbessern und beugte sich deshalb doch den Lobbyisten. Mit dieser Mitnahme würde sich die Situation in der GKV merklich verbessern und wäre sozial.
Jetzt wird wieder einmal das System der PKV auf Kosten der Allgemeinheit finanziert und unterstützt.
Es gibt keinen Grund, warum die GKV von der Rückstellungsmitnahme ausgeschlossen werden darf.
Höchstens, die PKVs verpflichtet sich wie die GKV auch, mittellose Versicherte, automatisch zum gleichen Satz wie die GKV, zu versichern - Wechsel ausgeschlossen.
D. h., die PKV muß in Zukunft Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger etc. für immer weiter versichern und dies aus den Beiträgen der zahlenden Versicherten finanzieren.
Das wäre gerecht!

"Ein sofortiges Sonderkündigungsrecht bekommen alle Versicherten für den Fall, daß ihre Kasse den Zusatzbeitrag erhebt. Die Kasse muß ihre Versicherten auch auf Konkurrenten hinweisen, die ohne diese Zusatzfinanzierung auskommen."

Entschuldigen Sie Frau Hackmann,
ich bin in weiten Teilen Ihrer breiter gefassten Kritik ja durchaus bei Ihnen und sage dennoch: Das Aus der privaten KV (als Komplettabsicherer)würde ich begrüßen und auch Sie haben mir die Unterscheidung (KV zu RV) nicht erklaert. Mir ist einfach nicht klar, warum aus einem niedrigerem Einkommen mehr Abgaben in den Sozialtopf zu leisten sind.
Dass sowohl die Steuerlast des Mittelstandes und auch der besserverdienenden Angestellten enorm ist, ist ja vollkommen richtig, aber doch nun kein Feld der Gesundheitspolitik.
Übrigens: Selbstaendige können sich sehr wohl gesetzlich krankenversichern, bei der Rückkehr gibt es Grenzen, die wiederum gewollt und - so denke ich - sinnvoll sind.
In meinen Augen entfernen wir uns zudem in konstanter Geschwindigkeit von der sozialen Marktwirtschaft und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass wir in den Sozialismus rutschen. Bei Fragen der Gesundheit stehe ich aber als überzeugter Kapitalist vor der Frage, wer damit angefangen hat, dass wir mehr Wettbewerb braeuchten?!? Und jetzt wird es hart: Was waere denn, wenn wir nur eine einzige KV haetten?

Sie zitieren nur einseitig, Herr Mackeben.
Die Änderungen, die diese sogenannte Reform mit sich bringt, wird für die PKV-Versicherten eine von der Politik gewollte Beitragserhöhung im zweistelligen Bereich bedeuten, was natürlich zu einer ebenfalls gewollten starken Schwächung der PKV führen wird, wenn nicht sogar ihr Aus bedeuten könnte.
Die Mitglieder der PKV bestehen eben nicht nur aus Höchstverdienern, wie Sie es darstellen - es sind viele Selbständige, auch beamtete Zusatzversicherte.
Die Selbständigen werden von der GKV gar nicht aufgenommen.
Die kleinen und mittelständischen Betriebe leisten im Gegensatz zu den Kapitalgesellschaften einen enormen Beitrag zu den Sozialversicherungen (immerhin die Hälfte!), ebenso zu den Steuereinkünften.
Ihre eigenen Beiträge in PKV und Rentenkassen können nur zum geringen Teil steuerlich geltend gemacht werden.
Mit welchem Recht zerschlägt jetzt eine Regierung bestehende Verträge, in die die Versicherten jahrelang eingezahlt haben?
Es gibt keinen Grund, außer durch Bedienen des Sozialneids von den wirklichen Problemen abzulenken!
Leistungsträger werden in unserem Staat nur noch abkassiert - hat die Politik aus dem Untergang der sozialistischen Staaten nichts gelernt?

So sieht eben eine Reform der Krankenversicherung aus, wenn als Kompromiss eine Vermischung der Bürgerversicherung mit der Kopfpauschale dabei herauskommt.
Sei es wie es sei, jede andere Reform der Krankenversicherung hätte annähernd die gleichen Belastungen für den Bürger erbracht, denn ohne diese inklusive kommender unvermeidlicher Kürzungen der Gesundheitsleistungen würde das Gesundheitssystem vollend zusammenbrechen.

"Neues Mitglied darf nur werden, wer zum Stichtag diesen Freitag, 27. Oktober 2006, mindestens drei Jahre lang ein Monatseinkommen oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze von 3937,50 Euro bezog."
Dieser Satz bedarf keines Sozialneids um sozial ungerecht und nicht nachvollziehbar zu sein. Hier wird sich ja viel beklagt über die Ungerechtigkeit, die den privat Kankenversicherten widerfaehrt. Wieso haben denn Besserverdienende ein Anrecht, sich aus dem Sozialsystem zu verabschieden, waehrend derjenige mit einem Einkommen unter der BBG die Kosten für Familien, Arbeitslose und Rentner alleine traegt? Wenn jemand 100.000 im Monat verdient, soll er ja nicht auf diesen Betrag Sozialabgaben leisten, aber kann mir bitte jemand ganz sachlich erklaeren, woher diese Unterscheidung zwischen KV und Rentenversicherung rührt: Rentenbeitrag bis zur BBG, Beitrag zur KV gar nicht? Wieso? Wenn Sie 6000 € verdienen, haben Sie ein Drittel sozialabgabenfrei und können sich privat zusatzversichern wie Sie wollen...Sorry, aber ich verspüre keinerlei Sozialneid, ich verstehe es einfach nicht!

Die Menschen, die in Deutschland noch den "Karren ziehen" werden nach allen Regeln der Kunst ausgeplündert.
Dem Sozialneid werden alle Wahlversprechen geopfert: "Mehr Freiheit wagen" ? Es wird reguliert, bürokratisiert - alles ohne Sinn und Verstand.
Die "Reform" der Privatkassen hilft keinem, ist unsinnig, unlogisch und unverschämt! Ein Eingriff in die Verträge, die diese massiv verteuern werden!
Das gesunde System der Privatkassen wird dem kranken System der GKV angeglichen, anstatt es umgekehrt zu machen!
Sozialneid bestimmt die Poltik - Eigenverantwortung wird bestraft.
Der Weg führt in die Staatsmedizin - Renaissance der glorreichen DDR-Zeiten.
Wer eigenverantwortlich und leistungsbereit sein Leben gestalten möchte, kann eigentlich nur noch seine Koffer packen!

Sie schreiben:
"Neues Mitglied darf nur werden, wer zum Stichtag diesen Freitag, 27. Oktober 2006, mindestens drei Jahre lang ein Monatseinkommen oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze von 3937,50 Euro bezog."
In der Unterzeile der Überschrift steht dagegen:
"Wechselfrist zur privaten Krankenversicherung endet am Freitag"
Beide Aussagen passen nicht zusammen, denn die Textpassage läßt auch einen späteren Wechsel zu.
In der letzten Spalte schreiebn Sie, dass vor allem Beamte den Basistarif beanspruchen werden. Wie geht das, wenn sie erst gar nicht in die PKV hineinkommen? siehe oben. Fällt die Beihilfe und wird dadurch die PKV im Zeitfenster geöffnet?
Klaus Ortmann, Am Fridericussiel 38, 26506 Norden

Es geht doch nur um eine dramatische Beitragserhöhung.
Was ist mit
- Transparenz?
- Bürokratieabbau?
- Korruptionsbekämpfung?
- Mißbrachsbekämpfung?
- Effizienzsteigerung?
- Freiheit in der Wahl von Tarifen und Leistungen?
Um das mehr an Wettbewerb verstehen zu können muß man wohl wie die Kanzlerin in der DDR studiert haben.

Ich finde es sehr logisch, dass man die Rückstellungen, beim Wechsel mitnehmen kann.
Unlogisch fand ich, dass diese einst auf Gesetzesinitiative eingeführt wurden. Jeder privat Versicherte hätte privat Rückstellungen bilden können und die Probleme wären nicht vorhanden. Insofern ist das ganze Theater auf die Politik zurückzuführen.
Ganz unlogisch finde ich nun aber, das deshalb die Prämien steigen.
Zu- und Abgänge gleichen sich ja wohl aus. Probleme bekommen also nur die, die eh schon teuer sind und per saldo mehr Abgänge haben. Und wenn sich das ändern soll, wird sich auch in deren Tarif etwas ändern müssen...

Im ersten Halbjahr habe ich in der Schweiz gearbeitet (mal wieder). Bin ja selbstständig. Dort mußte ich in die obligatorische Krankenversicherung einzahlen, während meine PKV hier ruhte.
Statt 430€ mußte ich dort aber nur 120-130€, also ca. 200 CHF bezahlen, wofür ich dort den Standardtarif erhalten habe, den alle KV anbieten müssen.
Bin 44 und habe in beiden KV hohen Selbstbehalt.

Nur ein kleiner Auszug aus der Gesundheitsreform,der aber alles sagt:
"Weil dies aber zu Klagen der Privatversicherten auf Gleichstellung führen würde, wird das Ziel im Gesetz ummäntelt und nur in der Begründung mit angeführt."
Niemand im Berliner Geisterhaus ist darauf bedacht,eine
Gesundheitsreform (mt Hirn) zu machen.
Statt dessen wird nur darauf geachtet,alles schön zu formulieren,damit ja keine Klagen kommen!
Da offenbar so von Berlin aus regiert wird :
Gute Nacht Deutschland!
Apropos : Was heißt eigentlich "ummäntelt" ?

Es werden also Steuern von allen (und damit massgeblich von den Gutverdienern, die nebenbei überproportional privatversichert sind) verwendet, um die Mitversicherung von Kindern NUR der gesetzlich Versicherten zu finanzieren.
Damit gegen diesen zum Himmel schreienden Diebstahl nicht geklagt werde, wird er "im Gesetz ummäntelt und nur in der Begründung mit angeführt".
Für wie blöd hält man die Richter eigentlich? Wenn das wirklich funktioniert, bedarf es dringend einer Rechtsreform in Deutschland!
Abgesehen von diesem gesetzgeberischen Skandal scheint die Koalition schon wieder vergessen zu haben, dass sie noch vor nicht allzu langer Zeit diskutiert hat, wie man Gutverdiener ermuntern könne, wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen.
Nicht, indem man ihnen Geld nimmt, um damit anderer Leute Kinder zu finanzieren!

wie sich in dieser, den Namen nicht verdienender, Reform, Hilflosigkeit im Umgang mit wahren Problemen und Machtgier die Hand reichen. Die Masse der zukünftigen Wählerstimmen kann man gewinnen, indem man der dieser Mehrheit der gesetzliche Versicherten angeblich schmarotzend gegenüberstehenden Minderheit noch mehr an den Kragen geht. Die Neiddebatte, sie lebe hoch. Einfach perfide, dieses Vorgehen.
Als privat Krankenversicherter kann ich nur hoffen und wünsche sehr, dass der Verband der privaten Krankenversicherer alle rechtlichen Mittel ausschöpft, um solche Unsinnigkeiten wie den Basistarif mit seinen Folgen für alleinverantwortlich Vorsorgende zu kippen.
Es ist eine Schande ...

Ich bin kein Katholik. Aber ich bekreuzige mich für meine Iddee dankbar, mit meiner österreichischen Frau 1996 von D.nach Ö. übersiedelt zu sein.-Von Problemen, wie sie die AOKs in D.haben sind die Krankenkassen in Ö.noch weit entfernt.