Gibt's bald Geldregen vom Staat?

Sozialpolitik

Geld für alle Bürger

Jeder bekommt Geld vom Staat, ob er arbeitet oder nicht. Die Idee klingt utopisch, aber sie findet immer mehr Anhänger. Das ist kein Wunder. Denn das bedingungslose Grundeinkommen erfüllt die Träume ganz unterschiedlicher politischer Richtungen.

Lesermeinungen zum Beitrag

05. April 2007 22:52

Schade

Torsten Klier (TorstenKlier)

dass der Artikel nicht mehr auf der Frontpage ist.
So wird leider kaum noch jemand die tollen Ideen von bernd ullrich und Holger van Tran lesen.

Das Geld wird nach deren Meinung nicht erarbeitet sondern kommt aus der Druckerei. Deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn Firmen ins Ausland verschwinden.
Wenn die weg sind, sind die eben weg. Stört uns nicht; denn das Geld wird nicht erarbeitet sondern kommt aus der Druckerei.

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05. April 2007 16:43

Bürgergeld

bernd ullrich (demokrat2)

Bürgergeld an alle, Mütter, Väter, Kinder, macht Sinn, wenn der Staat damit Geld spart. Nach den Berechnungen von Götz Werner ist dies möglich. Es kann sogar auf Dauer preiswerter sein. Rechnen wir es durch. Die Verwaltung der Sozialbürokratie und der Armut kosten uns Milliarden. Damit könnten monatlich zwischen 600 bis 880 Euro frei werden - eben für das Bürgergeld.

Bei vielen löst das Befürchtungen und Misstrauen aus. Sie vermissen den Anreiz des Geldverdienens. Sie vergessen dabei, dass viele Menschen schon heute nicht mehr bereit sind, für Firmen zu arbeiten, die nicht mehr angemessen eine Arbeitsleistung honorieren. Mit dem finanziellen Polster des Bürgergeldes wären Arbeitnehmer aber nicht mehr erpressbar, unterbezahlte Tätigkeiten aufzunehmen. Auch der Arbeitnehmer hat das Recht zu entscheiden, ob seine Investition - nämlich seine Arbeitskraft - eine angemessene Rendite abwirft. Ein Unternehmer macht das nicht anders.

Vergessen Sie bitte nicht: Das Bürgergeld fliesst in den Geldkreislauf zurück. Davon profitieren alle.

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05. April 2007 14:03

"Arbeiten ist unzumutbar"

Holger van Tran (Gilmour)

Wenn man sich die Arbeitswirklichkeit in der BRD 2007 ansieht, ist der Gedanke nicht von der Hand zu weisen. Wenig Geld, das zum Leben nicht reicht, gegen Überdruck,Mobbing,Bossing und unbezahlten Überstunden.

Das war früher anders, man ging da gerne zur Arbeit.
Und gerade GEGEN die deutschen Arbeitsbedingungen 2007 wäre das Bürgergeld eine tolle Waffe:
Die Arbeitsbedingungen müssen sich bessern, sonst bleiben "einschlägige"Firmen leer.
Verschwinden die ins Ausland - dann haben wir nix verloren, dann verschwinden sie eben.
Bürgergeld:Für eine menschliche Zukunft Deutschlands!!

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05. April 2007 12:40

typisch deutsche Sozialphantasien

Rüdiger Beckmann (rud4711beckmann)

Dass derartige Idee in allen politischen Richtungen
begeisterte Anhänger finden, dürfte nur Deutschland-
anfänger überraschen. Bei uns ist eben die Mehrheit
des Volkes der Ansicht, eigentlich sei es Sache des
Staates, jedem Bürger seinen monatlichen Gehalts-
scheck zu überweisen.

In verschiedensten Ausprägungen und ideologischen
Perspektiven, ob Hartz IV, Studenten- oder Hausfrauen-
gehalt, es läuft immer auf dasselbe hinaus: die Regierung
soll entweder mehr Geld drucken oder es den "Besser-
verdienenden" abknöpfen. Die haben doch sowieso
mehr als sie brauchen !!

Ich erlaube mir, einen jüngst in einer großen deutschen
Tageszeitung erschienenen Artikel wörtlich zu zitieren:

"Wie arm ist doch unsere soziale Phantasie, dass zwei Menschen, die eine Familie gründen, in der Regel keine andere Wahl haben, als beide ihr Leben lang fünf Tage in der Woche von morgens bis abends für Geld zu arbeiten."

Dem ist nichts hinzuzufügen. Arbeiten ist unzumutbar.

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05. April 2007 10:48

Grundeinkommen

Jan-Christian Stegmann (JCStegmann)

...Grundeinkommen statt sozialbürokratismus!
Jan-Christian Stegmann

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05. April 2007 10:18

der sozialismus zum greifen nahe

Markus Maiwald (Ernst_Troeltsch)

lebenskünstler und philosophen hätten ihre wahre freude daran gehabt - mehr gerechtigkeit für alle. und bisher schlecht bezahlten jobs müssten vom gehalt her besser entlohnt werden, sonst würde es keiner machen. die große ausbeutung im graubereich unserer wirtschaft hätte ein ende. mehr kinder könnte man sich auch leisten. und augenwischer-jobs, wo sich jeder normalsterbliche fragt: bringt der wirklich so viel für seine firma, dass dieses hohe gehalt rechtfertigt ist. bisher wird es ja über die billigjobs, die leiharbeiter und outsourcing finanziert. die rendite stieg nur buchhalterisch und auf dem papier oder auf kosten derer, die wirklich noch arbeiten und dann halt weniger verdienen. die mitnahme-mentalität würde sinken. die entscheidungsfreiheit würde steigen. niemand müsste 240 stunden im monat für 3 euro lohn arbeiten und käme trotzdem nicht über die runden. wer kann schon für 720 euro in deutschland vernünftig leben. diese sauerei hörte endlich auf.

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04. April 2007 22:45

Bürgergeld,

Edmund Gröpl (egroepl)

Einfach hirnrissig!
Bürgergeld,
einfach hirnrissig!

Eine weitere, phantastische, spleenige Idee. Nach allen Erfahrungen brächte sie allerdings nur eines, Aufblähung von Ämtern und Verwaltungen mit Tendenz zum Selbstläufer. Parkinson läßt grüßen. Eines wäre ganz gewiß: Die geradezu wunderbare Vermehrung von Verwaltungsarbeitsplätzen.

Stören könnte allerdings der Bürger. Will er soviel Fürsorge? Sollte vielleicht gar der sogenannten freien Bürger mit sanftem Druck zum Faulenzerglück gezwungen werden.

Eine Frage noch: Fällt Manna (Geld) für solchen Mumpitz etwa vom Himmel?

Der Artikel könnte glatt als gelungener Aprilscherz durchgehen!

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04. April 2007 18:24

Auswandern

Martin Brauner (Braubundmadin)

Die Idee klingt gut...
Nur was passiert mit den Heerschaaren von Beamten, die dann keinen Job mehr hätten?
Warscheinlich müssen wieder Leute wie ich, die 240 Stunden im Monat buckeln den Spaß bezahlen...wenn´s soweit kommt wander ich aus!

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04. April 2007 15:19

Warum nicht?

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Die Idee eines "Bürgergeldes" ist ein Interessanter Ansatz, bietet er doch die Möglichkeit auch Tätigkeiten wie Kindererziehung, Ehrenamtliche Tätigkeiten oder künstlerisches Schaffen, die allesamt Gesellschaft und Staat zu gute kommen, zu Entlohnen. Genau das, ist doch die Grundidee des Ganzen, so wie ich es vertehe, dass jeder Bürger egal ob er einer entgeltlichen oder unentgeldlichen Beschäftigung nachgeht ein Einkommen zur Sicherung des Überlebens erhält. Nach Meinung vieler Wirtschaftsexperten werden wir, zumindest in absehbarer Zeit, keine Vollbeschäftigung mehr erreichen können, bei steigender Produktivität und Automatisierung wird das auch zunehmend unwarscheinlicher. Weshalb es unbedingt notwendig ist, über alternativen zu unseren heutigen sozialen und wirtschaftlichen Systemen nachzudenken, da die alten zunehmend untauglich zu werden scheinen, wie an der gegenwärtigen lage unserer sozialkassen sehr deutlich abzulesen ist. Finanzieren liesse sich das ganze zusätzlich zu den Mitteln die bei den Sozialkassen frei würden, z.B durch eine "Maschienenabgabe" die jeder Arbeitgeber, der Arbeitsplätze rationalisier und durch Maschienen ersetz hat und so Sozialabgaben einspart, zu entrichten hätte.

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04. April 2007 14:55

Grundeinkommen und Staatsreform

Jörg Grabowski (J.Grabowski)

Die Gewährung eines Grundeinkommens kann richtigerweise nur mit einer umfassenden Staatsreform Hand in Hand gehen. Konkreter Vorschlag dazu: Internetseite www.wahl-eins.de der Initiative Neues Grundgesetz. Dort im Menüpunkt Lösungen, Freiheit/Sicherheit, das Konzept des richtigerweise bedürfnisgebundenen Grundeinkommens in Höhe von € 1.500,- pro deutscher Person. Wohlstand für Alle, Ludwig Erhard pur!

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04. April 2007 13:03

Bürgergeld

Stephan Nohle (stnohle)

Vor dem Hintergrund schwindender Arbeitsplätze im Primär- und Sekundärsektor und der Tatsache, daß darausfolgend immer größer werdende Teile der Bevölkerung (wie auch immer) alimentiert werden müssen, erscheint mir das als ein sinnvoller Ansatz. Man sollte jedoch gleichzeitig eine Arbeitspflicht im staatlichen Sektor und/oder eine (Weiter-)Bildungspflicht mit entsprechenden Restriktionen (Kürzung des Bürgergeldes bei Nichterfüllung) einführen.
Finanziert sollte das über eine Erhöhung der Umsatzsteuer. Das Bürgergeld sollte an einen Index (DAX/MDAX) gekoppelt werden und jedes Jahr angepasst werden.
Vorteil des Bürgergeldes:
- Würdigung von Erziehungsleistungen
- Entschärfung des demografischen Problems.
- Die Menschen haben eine höhere soziale Sicherheit -> der Konsum in Deutschland wird angekurbelt.
- Abmilderung der Altersarmut
... da fallen uns bestimmt noch viele Gründe ein

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04. April 2007 11:45

Umverteilung

Alex Kellner (Alexupery)

Ich stehe Milton Friedman's Idee einer negativen Einkommenssteuer durchaus positiv gegenüber. Insbesondere, wenn sie so dimensioniert wird, dass das Grundeinkommen mehr 'weh tut' als unser heutiges Wohlfahrtssystem und damit endlich Anreize schafft, eine Arbeit aufzunehmen. 600 Euro abzüglich KV scheint mir hier bereits sehr hoch - ergäbe sich doch bei der Bilderbuchpräkariatsfamilie mit fünf Kindern bereits wieder das Einkommen eines Assistenzarztes.

Das eigentliche Problem sehe ich allerdings in der verschärften Umverteilung von den 'Leistungsträgern' zur 'Unterschicht': wie im Artikel richtig angemerkt, würden sich voraussichtlich die Löhne für niedrigqualifizierte Arbeit erhöhen. Zum Einen würde dies Dienstleistungen wie Müllabfuhr oder Strassenreinigung extrem verteuern, und über einen inflationären Effekt die Realeinkommen der Leistungsträger schmälern.
Zum Anderen senkt dies den Anreiz über Bildung und Leistungsbereitschaft in einen qualifizierten Beruf zu kommen.

Deutschland als rohstoffarmes Hochpreisland braucht aber möglichst viele Hochqualifizierte - und deshalb endlich wieder einen 'gesunden Abstand' zwischen Mittelschicht und Präkariat, der einen sozialen Aufstieg wirklich erstrebenswert erscheinen lässt!!!

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04. April 2007 07:50

Arbeit verschwindet

Gerhard Quell (gquell)

Gerade habe ich mir ein Interview mit Jeremy Rifkin noch einmal durchgelesen. Die Kernaussage ist ganz einfach: "Langfristig wird Arbeit verschwinden".
Das gilt weltweit - die 20 größten Volkswirtschaften der haben in der Zeit von 1995 bis 2002 mehr als 30 Millionen Arbeitsplätze abgebaut.
Wer jetzt von Dienstleistungsarbeitsplätzen redet, der sollte sich vor Augen führen, was Geldautomaten und Internet dort schon bewirkt haben - die australische Net-Bank hat nur noch 180 Mitarbeiter bei einer Einlagensumme von 2,4Milliarden Dollar.
Weiteres Beispiel:
1970 benötigte man im Londoner Hafen für das Entladen eines Frachters mehr als 100 Mann und 5 Tage = 500 Manntage. Im Jahre 2000 brauchte man für die gleiche Tätigkeit 8 Mann und 1 Tag = 8 Manntage. Das ist ein Produktivitätsfortschritt von über 98%.
Überall steigt die Produktivität bei gleichzeitigem Abbau von Arbeitsplätzen.
Das bedeutet, daß wir langsam anfangen müssen umzudenken. Das bedingungslose Grundeinkommen stellt einen Lösungsansatz dar, der die Leistung des Einzelnen für die Gesellschaft honoriert. Auch Hausarbeiten, Kindererziehung, Ehrenämter und andere heute üblicherweise nicht honorierte Tätigkeiten sind Leistungen für diese Gesellschaft.

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04. April 2007 07:49

Es müsste sich nicht so viel ändern!

Reinhard Scholz (buddyr1)

Ich glaube nicht, dass eine große Zahl bereit wäre mit einem Existenzminimum den ganzen Tag herumzulungern.
Halbwegs befriedigende Beschäftigung gehört zu einem erfüllten Leben.

Die Finanzierung erscheint mir nur gesichert, wenn die gesamte Wertschöpfung der Volkswirtschaft als Beitragsgrundlage herangezogen wird.

Politisch und finanziell nicht durchsetzbar ist es, wenn nur die Löhne und Gehälter der arbeitenden Bevölkerung für dieses Modell herangezogen werden.

Reinhard Scholz

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04. April 2007 06:22

Michael Puschendorff - Widerspruch

Marco Vogt (MarcoVogt)

Ich würde nicht arbeiten bei einem Einkommen von ca. 1800 Euro für eine Familie. Vielleicht würde ich noch ca. 10h nebenbei jobben, damit ich auf ca. 2600 Euro komme, mehr aber auch nicht.

Danach "arbeite" ich nach Interesse, ohne Einkommen, sondern würde "frei" programmieren. Einkommenssteuern würde ich dafür nicht zahlen müssen.

Tun Sie nicht so, als ob die Menschen arbeiten würden. NEIN, wenige würden wirklich noch arbeiten wollen. Viele würden schwarzarbeiten, oder aber wie ich sich anderweitig sinnvoll beschäftigen.

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04. April 2007 01:54

grundeinkommen

Frank Geiser (geiser123)

Grundeinkommen hoert sich gut an ... ein Einwanderungssturm wird nicht lange auf sich warten lassen ..

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04. April 2007 00:12

Werner, Straubhaar und Brüderle ziehen an einem Strang

Harald Wozniewski (Limpy)

Es wundert nicht wirklich, dass Straubhaar, auf die Linie von Götz Werner einschwenkt. Denn beide verfolgen insgeheim eine Politik der Reichen (siehe Internet "Der Hamburger Appell und der Karlsruher Appell).

FDP-Fraktions-Chef Rainer Brüderle sympatisiert am 27. März 2007 ebenfalls - zum Wohle der Meudalherren (siehe Internet).

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04. April 2007 00:10

Das bGE nach Götz Werner fördert den Meudalismus

Harald Wozniewski (Limpy)

Das bedingungslose, konsumsteuer-finanzierte Grundeinkommen, wie es u. a. Götz W. Werner mit viel finanzieller Macht voran treibt, ist eine heimtückische Falle für unsere Volkswirtschaft. Es lockt die breite, seit Jahrzehnten der Armut verfallenden Bevölkerung wie der Gesang der Sirenen.

In Wirklichkeit dient es der Festigung des modernen Feudalismus in Deutschland und fördert die weitere Vermögenskonzentration bei unseren zehntausend Meudalherren (und -frauen) in Deutschland:

1. Diese werden von lästigen Einkommens- und Ertragssteuern befreit, nach heutigem Maßstab in Millionenhöhe. Die Konsumsteuer hängt allenfalls noch vom persönlichen Lebenswandel, aber nicht mehr vom persönlichen Reichtumszuwachs ab. Unternehmer wie die reichsten 300 Deutschen (manager-magazin, Sonderheft 2005), zu denen auch Götz W. Werner gehört, würden ihre Unternehmen völlig steuerfrei betreiben und noch schneller aufblähen als sie es heute können. Konkurrenz am Markt haben sie ohnehin nicht mehr - jedenfalls nicht durch die breite Bevölkerung.

2. Hinzu kommt, dass die längst hereinbrechende Gefahr von Umsatzrückgängen auch bei den Unternehmen der Meudalherren durch das Grundeinkommen abgewehrt wäre.
3. ...
4. ...
(mehr ist hier nicht möglic

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03. April 2007 22:37

von Münchhausen

Franz Wildner (Feluske)

Bei dieser Idee sind wohl die Wirtschaftsprinzipien des Baron von Münchhausen Pate gestanden, der sich bekanntlich am eigenen Zopf aus dem Sumpf gezogen hat. In Australien ist dies schon mal ausprobiert worden, indem man die Jugendrente eingeführt hat. Die beglückten Empfänger sind dann nur noch am Strand herumgelungert und haben die Arbeit anderen überlassen.

Ehrlich gesagt: Ich finde den permanenten deutschen Staatsaktivismus reichlich entnervend.

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03. April 2007 22:11

Die ärmsten Deutschen

Torsten Klier (TorstenKlier)

gehören zu 15% der Reichsten dieser Welt.
Aber es ist zu wenig, Hartz IV ist Armut und Armut ist am einfachsten abzuschaffen, in dem der Staat (wer ist das eigentlich?) den Armen Geld gibt.
Warum nur warum ist die Menschheit nicht schon vor 10000 Jahren auf diese geniale Idee gekommen?

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03. April 2007 21:32

???

Gojko Mitic (gojko6)

Angenommen, jeder Haushalt bekäme z.B. 600EUR, was würde passieren?
Die Mieten stiegen um 400EUR, der monatliche Lebensmitteleinkauf wäre wie durch Zauberhand 100EUR teurer und die monatliche Benzinrechnung würde vielleicht ebenfalls irgendwie 100EUR höher sein.

Und vorbei wärs mit der Herrlichkeit.

Gruß, Gojko.

Zusatzfrage: Bei wem wäre das Geld dann letztlich gelandet?

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03. April 2007 21:02

Was passiert mit den Bürokraten?

Franz Müller (Franzy)

Fällt die Sozialbürokratie weg, fallen auch hundertausende von Arbeitsplätzen weg.

Die von den Sachbearbeitern heute gepeinigten und unfreundlich behandelten Arbeitslosen könnten sich schadenfroh die Hände reiben - ätsch, auch euch hat's erwischt.

Wohin mit all den fleißigen Aktenabstaubern und den teuer bezahlten "Führungskräften", die für viel Geld den ganzen Tag über Gänge rauf und runter laufen?

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03. April 2007 20:37

Schrittweise vorgehen

Andreas Wohlfeld (agw)

Das ganze klingt nur fantastisch, wenn man es von heute auf morgen einführen wollte.
Dabei gibt es ja bereits das gleiche in Grün: Bei den arbeitenden ist das Einkommen in Höhe des "Grundeinkommens" bereits steuerfrei. Bei den praktisch arbeitslosen kann zu Hartz-IV bereits etwas hinzuverdient werden.
Der erste Schritt wäre nun, den Hinzuverdienst zu Hartz-IV weniger anzurechnen und dafür den Eingangssteuersatz (aufkommensneutral) zu erhöhen (ohne das geht es nicht).

Danach müßte man einige unsinnige Hartz-IV-Regeln streichen, etwa die Anrechnung der angesparten Altersvorsorge u.ä.

Wenn man die Schritte gut plant und dabei auf weniger Bürokratie setzt, wird das auch nicht so viel kosten.

Damit weiterhin Menschen arbeiten wollen, muss das leistungsfreie Einkommen jedoch so niedrig sein, dass damit ein wünschenswerter Lebensstandard nicht möglich ist. Der Anreiz zum Geldverdienen muss bleiben. Aber das wollen ja viele Politiker auch schon bei Hartz-IV hinbekommen.

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03. April 2007 19:40

Geld für Alle

Helmut Heckner (hecknerh)

Die Erfahrungen zeigen, dass Transferleistungen dazu führen , dass die Betroffenen sich noch stärker als bisher von einer geregelten Arbeit mit Einkommen distanzieren.
Kleine Frage: Wer soll dann bitte die notwendigen Steuern zahlen, damit das "Bürgergeld" gezahlt werden kann?
Müssen sich die Politiker denn so gemein machen, dass sie auch diesen völlig unrealistischen Dingen noch Nahrung geben?

Helmut Heckner

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03. April 2007 19:28

Bedingungsloses Grundeinkommen

Michael Puschendorf (micha_p)

Es ist kaum anzunehmen, dass der Chef der Drogeriemarktkette DM, Götz Werner, der diese Diskussion angestoßen hat, kindisch oder naiv ist.
Von zwei Dingen ist meiner Meinung nach auszugehen: Die meisten Menschen wollen arbeiten (die es nicht wollen arbeiten auch jetzt nicht) und es gibt zu viele wichtige Tätigkeiten am Menschen, für die bei uns nicht ausreichend gezahlt werden will oder kann.
Die Frage ist bloß, was machen wir mit unserer riesigen Arbeits- und Sozialbürokratie. Die würden ja dann alle arbeitslos.

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03. April 2007 19:08

So neu ist die Rechnung von Herrn Straubhaar auch nicht

Jürgen Schramm (bogey)

Erschien bereits 2005 bei brand eins.

Wer nicht arbeiten will, und wem das Geld reicht soll doch bitte zuhause bleiben, und jenen, die arbeiten WOLLEN nicht den Arbeitsplatz blockieren...




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03. April 2007 19:03

Bürgergeld ist der richtige Weg

Peter Mocikat (takicom)

Manche meinen ein Bürgergeld von 800 Euro netto und schon krankenversichert sei Utopie. Was war früher nicht alles schon Utopie? Abschaffung der Sklaven, TV, Mondlandung etc. Wenn eines fernen Tages die Rüstungskosten zu 90 Prozent wegfallen würden, weil endlich die Menschheit eine Weltrepublik (auch noch Utopie) gegründet hätten, dann könnte ein Bürgergeld spielend für 1000 Euro gezahlt werden.
Der Vorgabe immer mehr Stunden zu Arbeiten und länger als Zwang ist sowieso wahnwitzig, weil immer mehr Arbeit von Robotern, Computern usw. gemacht werden.
Es gebe noch genug Leute die trotzdem sich ernsthaft Arbeit suchen würden, weil die meistens Menschen sich ja extra was leisten wollen oder sich sonstigen Luxus wünschen. Außerdem würde ein großer Teil der Menschen spüren - ganz ohne zusätzliche Arbeit - ist auch nicht gerade die Erfüllung. Sogar einfache Arbeiten oder sogenannte Drecksarbeiten würden - bei etwas besserer Bezahlung - auch gemacht werden, weil sich doch viele etwas zusätzlich leisten wollen.
Ich vermute nur unsere Politiker sind zu festgefahren und zu ängstlich, wie es schon bei den Vorschlägen des Professors aus Heidelberg zur radikalen Änderung des
Steuerrechts gewesen sind.
Peter Mocikat, Heidelberg


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03. April 2007 18:39

Leben ist bedingt.

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Die Überlegungen zum "bedingungslosen Grundeinkommen" haben natürlich etwas Bestechendes und die angeregte Radikal-Entbürokratisierung sollte realisiert werden.

Aber daß eine Formulierung wie "bedingungsloses Grundeinkommen" überhaupt aufkommen konnte, zeigt ganz deutlich die massenweise Unfähigkeit auch nur einfachste ökonomische Gesetze und Gegebenheiten auf unserem Planeten auch nur ansatzweise zu erkennen.

Das Leben ist bedingt, ein bedingungsloses Einkommen gibt es nicht. Noch einmal: Es gibt es nicht.

Leben ist bedingt: Pflanzen brauchen z.B. fast ausnahmslos Wasser, Luft und Sonne, Kühe fressen Gras und atmen, um leben zu können und auch die menschliche Existenz ist an Bedingungen geknüpft. Einkommen muß geschaffen werden, die gebratenen Tauben (oder Hühner) fallen nicht vom Himmel.

Um effektiver und mit weniger Aufwand zu schaffen, benötige ich Innovation, Arbeitsteilung und Technik. Um Innovationen zu realisieren benötige ich fast immer Kapitalakkumulation. Diese ergibt sich real ausschließlich durch Sparen (Geldschöpfung ist Betrug und verzerrt zudem). Zum so zu verstehenden Kapitalismus gibt es darum keine Alternative. So können wir tatsächlich schaffen, wovon wir träumen.

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03. April 2007 18:35

Geld für alle - dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... aber der entscheidende Punkt muss dann auch heißen:

ARBEITSPLFLICHT FÜR ALLE !

Ich finde, das wäre gar kein so schlechter Ansatz, und es würde viele Fehlentwicklungen, die uns 'unsere' Politiker eingebrockt haben (z.B. die unkontrollierte Massenzuwanderung), korrigieren... Außerdem bestünde die Chance, dass in einer sich atomisierend globalisierenden Welt, in der der Einzelne im Überlebenskampf allein gelassen wird und wo der Staat nur noch einen anonymen Organisationsrahmen mit abstrakten (und vielfach absurd-widersinnigen) Regelungen darstellt, erneut das (Zusammengehörigkeits)Bewusstsein zu Volk und Staat schärfen.

Und dass es funktioniert: dafür gibt es Beispiele (auch, wenn diese heute als nicht politisch-korrekt abgetan werden)

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03. April 2007 18:30

Wo bleibt dann der Anreiz?

Marta Lohse (martalohse)

Dieses Grundeinkommen ist ungerecht und anreizarm. Es ist jetzt schon so, dass viele Menschen von äusserst grosszügigen staatlichen Zuwendungen leben ohne etwas dafür tun zu müssen. Ein entsprechendes Wohlleben ist gesichert, bei Sozialhilfe, Hartz IV usw.
Denn wenn gejammert wird, die Sätze seien zu niedrig, dann müsste man sagen, ja, wenn derjenige etwas dafür tun würde. Da jedoch die meisten dieser Bezüger nichts dafür tun, ist es sehr viel - und dies müssen die anderen mit ihren Abgaben erst erwirtschaften.
Und sieht man sich Hartz IV-"Stadtteile" an, so wird häufig deutlich, dass es genügend Sozialkontakte gibt. Sozialkontakte eben unter denen, die Bezüger sind. Und weil man alles bezahlt bekommt, gehen die Wege von der Glotze zum Discounter zum Amt und zurück. Und wie die dortige Bildungsmisere zeigt, ist häufig schon der kleine "Umweg" in die städtische Bücherei zu viel.
Wie schon im Artikel angeklungen ist. So würde es dann wohl auch massenhaft bei einem Grundeinkommen werden. Wieso noch arbeiten, wenn man Geld "umsonst" bekommt?
So würde man dann das Leistungsideal, welches unsere westlichen Gesellschaften so weit gebracht hat, opfern.

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03. April 2007 18:05

kindisch naiv

Volker Kulessa (solelite)

Wie gut, daß es zu allen Zeiten Träumer gegeben hat und gibt.
Wie bei der Verkürzung der Arbeitszeiten braucht man die Sache nur zu Ende zu denken. Dort war die Gesellschaft dem Paradies nahe, wenn die Arbeitszeitverkürzung bis auf 1 Stunde im Monat weitergeführt worden wäre, bei vollem Lohnausgleich natürlich. Mit dem Bürgereinkommen ist es ähnlich: Man stelle sich vor, alle erhielten Bürgergeld, möglichst hoch natürlich, dann bräuchte niemand mehr zu arbeiten. Vielleicht würde ja auch niemand mehr arbeiten. Welch eine Ent-Bürokratisierung das zu Folge hätte!!! z.B. kein Finanzamt, da keine Einkommen, daher auch keine Einkommens-Steuern, keine Arbeitsvermittlung, da keiner arbeiten will usw. usw. Na, dann macht mal schön.

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