Rolf Pohlig soll bei der RWE AG demnächst als Nachfolger von Klaus Sturany das Finanzressort übernehmen. Der dreiundfünfzigjährige Pohlig ist derzeit Generalbevollmächtigter im Eon-Konzern.
In den eigenen Reihen hat RWE nach FAZ-Informationen einen Nachfolger für den für die Energieerzeugung zuständigen Jan Zilius gefunden, der im nächsten Herbst in den Ruhestand treten wird. Seine Aufgaben soll Ulrich Jobs übernehmen, der seit einigen Jahren die tschechische Tochtergesellschaft RWE-Transgas leitet.
Pohlig, der 1993 bei der Eon-Vorgängergesellschaft Veba eingetreten ist, hat sich zwar bei den vielen Unternehmenskäufen und -verkäufen der letzten Jahre, durch die sich Eon zum führenden europäischen Strom- und Gasunternehmen entwickelte, im Arbeitsgebiet Merger & Aquisition einen guten Ruf als kompetenter und effizienter Manager erarbeitet. Wie er auch als ausgewiesener Finanzexperte beschrieben wird. Aber in der Öffentlichkeit ist Pohlig noch weitgehend unbekannt.
Bis die Wahl auf ihn fiel, hat WestLB-Chef Thomas Fischer als Aufsichtsratsvorsitzender von RWE einen Nachfolger für Sturany gesucht, der die Qualitäten besitzt, um einmal den RWE-Konzern führen zu können. Der Vertrag des gegenwärtigen Vorstandsvorsitzenden Harry Roels läuft noch bis Anfang 2008. Zur Zeit ist nicht gewiß, ob der Niederländer dann ausscheiden oder für eine Übergangsfrist eine Verlängerung erhalten wird.
Text: st., FAZ.NET
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa