07. Dezember 2007 Die staatlichen Förderbanken sollen bei der Rettung der in Existenznot steckenden Mittelstandsbank IKB zur Kasse gebeten werden. Die Staatsbank KfW forderte im Namen des Bankenpools, der die milliardenschwere Rettungsaktion für die IKB koordiniert, den Verband Öffentlicher Banken (VÖB) erneut auf, sich an der Sanierung der IKB zu beteiligen. Die KfW bestätigte am Freitag einen Brief an den VÖB. Details über die Höhe der Forderungen wurden nicht genannt. Zu den staatlichen Förderbanken gehören Institute wie die L-Bank oder die NRW.BANK.
Der VÖB wies die Anfrage zurück. Der enge rechtliche Rahmen der Landesförderbanken lasse eine Einbindung in die Rettungsaktion nicht zu, sagte ein VÖB-Sprecher. Zwar sei auch die KfW ein Förderinstitut, hier sei aber die Sachlage als Großaktionärin eine andere. In dem Schreiben des KfW-Vorstands an den neuen VÖB-Präsidenten Siegfried Jaschinski heißt es nach Informationen des Handelsblatts, im Namen des Bankenpools bitte man erneut eindringlich, sich an der Nachsanierung der IKB zu beteiligen.
Die IKB hatte sich mit riskanten Kreditgeschäften auf dem amerikanische Immobilienmarkt verspekuliert. Die KfW, die 38 Prozent an der IKB hält, musste bereits Risiken von 4,8 Milliarden Euro übernehmen. An der Rettungsaktion sind auch die Sparkassen, die privaten Banken und die genossenschaftlichen Institute beteiligt. Insgesamt hat die Bankenszene inzwischen IKB-Risiken von über sechs Milliarden Euro abgesichert. Am Montag kommt in Berlin erneut der Verwaltungsrat der KfW unter Vorsitz von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) zusammen.
Text: dpa
Bildmaterial: dpa
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