Improvisierte Pressekonferenz (v.l.): Huber, Beck, Kauder

Koalitionsausschuss

Weiter uneins über Pendlerpauschale

Die Koalitionsrunde hat eine Teilprivatisierung der Deutschen Bahn vereinbart. Einig sind sich Union und SPD auch über die Mitarbeiterbeteiligung. Im Streit über die Pendlerpauschale, den Mindestlohn und die Erbschaftssteuerreform gab es keine Annäherung. Von Günter Bannas

Lesermeinungen zum Beitrag

29. April 2008 18:17

Das kommt morgen auf meinen alten VW-Bus

Klaus Vogt (creativ47)

CDU/CSU + SPD sagen: „Wir ziehen unser Ding durch!“ Wir pfeifen auf die mehrheitliche Meinung der Bevölkerung, die gegen eine Bahnprivatisierung ist! Was heißt schon, 70 % von euch sind gegen die Bahnprivatisierung! Was heißt schon Demokratie? Ihr Deppen habt uns doch gewählt! Wir verkaufen Deutschland weiter und Ihr zahlt dicke Zinsen. Alles klar? Demokratie? Die nächste Wahl ist erst 2009, haha, hihi! Bis dahin habt ihr wieder alles vergessen! Eure liebe Merkel, lieber Beck und Konsorten! Wer hat uns seit Jahren verkauft und verraten? „Die Christ- und die Sozialdemokraten!“

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
29. April 2008 13:38

@rolfs2

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Ja, genau der Service, die Kundenfreundlichkeit und auch die Kundenzufriedenheit sind in den ehemaligen Staatsbeterieben nach der Privatisierung geradezu in den Himmel geschossen deshalb laufen der Telekom die Kunden auch massenhaft davon, weil der Service da so toll ist.
Durch die Teilprivatisierung soll sichergestellt werden dass die Sicherheit der Gleisanlagen, der Stromversorgung und der Zustand der Bahnhöfe nicht aus ökonomischen Gründen leidet. Ebenso soll die Preisentwicklung und die Stilllegung von Strecken in einem erträglichen Rahmen gehalten werden.
Der von ihnen angesprochenen Servicebereich gehört aber soweit ich das verstanden habe zu den Teilen die, zumindest im ersten Schritt, zu 24,9% privatisiert werden. Dort können sie sich auf lange Sicht also auf weitere Einsparungen und damit eine Verschlechterung des Serviceangebots gefasst machen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
29. April 2008 12:33

NUR KASSE MACHEN?

WALTER KOHZ (WALTERKOHZ)

Politik und Konzern erhoffen sich nach dem derzeitigen Modell Privatisierungserlöse von vier bis sechs Milliarden Euro. Ein Drittel soll in den Bundeshaushalt fließen, zwei Drittel in den Ausbau und Erhalt des Netzes und den Konzern.

Den Privatisierungstheologen geht es also doch zunächst nur um das Abzweigen von ein bis zwei Milliarden EURO ohne Zweckbindung in den Bundeshaushalt.

Warum werden die Erlöse nicht zu einhundert Prozent in die Bereiche der Bahn investiert, für die der Bund als Eigentümer verantwortlich ist?

Bereits 2000 sind 23 Mittel- und Großstädte vom Fernverkehr abgehängt worden.
Folge: Rückgang der Reisendenzahl in dieser Zeit von 145 Millionen auf rund 119 Millionen.

Weitere 15 Städte drohen vom Fernverkehr abgehängt zu werden!

Bahnreform des Bundes: Rangiererei ohne Raumordnung

Der zu erwartende Rückzug des Bundes im Bereich des Fernverkehrs geht voll zu Lasten des Regionalverkehrs, den die Länder zu verantworten haben, mit steigendem Bedarf an Regionalisierungsmitteln!

Die Bundesländer werden wohl auf ein Bundesgesetz, das ihre Beteiligungsrechte und den zunehmenden Bedarf an Regionalisierungsmitteln sichert, vergeblich warten.
WALTER KOHZ

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
28. April 2008 22:55

'Teilweise privatisiert' bedeutet 'ein bisschen Schwangerschaft'

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Bahnkunde in Deutschland zu sein, bedeutet, dem Hochmut und der Ignoranz der Bahnangestellten ausgeliefert zu sein. Der Name Hartmut Mehdorn sagt alles. Diesen Dauermissstand zu 'teilprivatisieren' heisst, ihn zementieren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche