Pro und Contra (6)

Weniger Rente für Kinderlose?

11. September 2003 Die politischen Vorgeplänkel laufen. Auch die nächste Rentenreform muß sich der Frage stellen, wie hoch die Erziehung von Kindern für die gesetzliche Rente zu bewerten ist. Zumindest in der Union gibt es starke Bestrebungen, den Familienlastenausgleich weiter zu verbessern und so möglichst die Geburtenrate in die Höhe zu treiben.

Doch wissen die Befürworter, daß sie dafür kaum auf zusätzliche Steuermittel zurückgreifen können. Das rückt Vorschläge in den Blick, die vorhandenen Mittel zwischen Kinderlosen und Eltern neu zu verteilen, ob über Beitragsrabatt für Eltern oder Staffelung der Rente nach Kinderzahl.

Heißt es hierzulande künftig: Kinder kriegen oder zahlen? Über das Für und Wider dieser Lösung streiten der Ökonom Hans-Werner Sinn und Rentenfachmann Franz Ruland.



Text: hig., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2003, Nr. 211 / Seite 14

 

Pro und Contra

Pro: Weniger Rente für Kinderlose

Bis zum Jahr 2035, dem Maximum der demographischen Krise unseres Landes, wird sich die Zahl der Alten relativ zur Zahl der Jungen verdoppeln.

Pro und Contra

Contra: Weniger Rente für Kinderlose

Eine Verbesserung des Lastenausgleichs für Familien mit Kindern muß allen Familien zugute kommen.

Gesetzesreform

Die Besteuerung der Renten wird umgestellt

Die Beamten im Bundesfinanzministerium arbeiten zur Zeit unter Hochdruck an der Neuregelung der Rentenbesteuerung. Ob die Kernpunkte wie ursprünglich geplant mit der Rentenreform von Ulla Schmidt vorgelegt werden, steht noch nicht fest.

Rentenversicherer

Mit weniger Bürokratie Kosten sparen

Mit der heutigen Vielfalt der Versicherungsträger - der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), 22 Landesversicherungsanstalten (LVA), drei Rentenorganisationen für Bergleute, Eisenbahner und Seeleute - soll 2005 Schluß sein.

Rentenreform

Vor unbequemen Entscheidungen

Der Kanzler läßt nichts unversucht, um die Union zur Zusammenarbeit bei der anstehenden Rentenreform zu bewegen.

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