15. Dezember 2004 Der deutsche Arbeitsmarkt kommt im kommenden Jahr voraussichtlich nur langsam in Schwung. Das zeigt das am Dienstag vorgelegte Arbeitsmarktbarometer der Zeitarbeitsgesellschaft Manpower.
Nach der Umfrage unter mehr als 1.000 Arbeitgebern hat sich die Einstellungsbereitschaft für das erste Quartal 2005 merklich verschlechtert. Für das vierte Quartal dieses Jahres hatten sich die Befragten noch zuversichtlicher gezeigt.
Weiterer Stellenabbau
Verglichen mit dem Vorjahr ergab sich eine leichte Verbesserung. Den Angaben zufolge rechnen 13 Prozent der Gesellschaften mit einem Personalabbau im ersten Quartal, nur 7 Prozent wollen mehr Mitarbeiter einstellen. Etwas mehr als drei Viertel halten ihre Belegschaftsstärke aller Voraussicht nach konstant.
Im Saldo ist so mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen. Manpower schreibt die eingetrübte Stimmung den Krisen bei Unternehmen wie Opel, Karstadt und VW zu, aber auch der Einführung des Arbeitslosengeldes II.
Im Branchenvergleich signalisieren nur die Arbeitgeber in der Verkehrs- und Kommunikationsbranche leichten Optimismus. Am schlechtesten schneiden das Baugewerbe und der Bergbau- und Rohstoffsektor ab. Im internationalen Vergleich ist nur in Deutschland und Italien per Saldo mit Personalkürzungen zu rechnen. Die einstellungsfreudigsten Unternehmen sind in Hongkong, in Neuseeland und in Europa in Großbritannien zu finden.
Text: clb. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.12.2004, Nr. 293 / Seite 14
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