Das Thema - Investivlohn - und in Folge die Diskussion darüber ist so unnötig wie ein Kropf. Dies kommt auch mit dem Fazit der Autorin zur Geltung. Im Zeitalter der Globalisierung, einhergehend mit dem Abbau von Arbeitsplätzen und/oder deren Verlagerung ins Ausland, müssten Arbeitnehmer eigentlich die Sinnhaftigkeit der Beteiligung am Produktivkapital erkannt haben. Wer dies bereits macht z. B. durch langfristige Anlagen und Sparen in guten deutschen Investmentfonds, beteiligt sich an den (milliardenschweren) Unternehmensgewinnen und schafft sich somit ein Zweiteinkommen, bzw. päppelt damit nachhaltig seine Altersversorgung auf. Doch mit der neuen Abgeltungssteuer (rd. 28 %! incl. Soli und KiSt) zockt Vater Staat diesen Sparer / Anleger gnadenlos ab.
Investivlohn - Abgeltungssteuer, wer wird denn da für dumm verkauft?! Thema betriebliche Altersversorgung.
Dümpelt nur noch vor sich hin, gibt nur keiner offen zu. Wie denn auch wenn es die Politiker nicht schaffen hier langfristig verlässliche Grundlagen zu schaffen. Die Sozialabgaben sind nunmal recht hoch - und dann soll man sie noch zweimal zahlen? Zusätzliche, eigen-verantwortliche Altersvorsorge ist dringend nötig - Tatsache ist aber dass der Staat dies boykotiert.
... die der alten wirklichkeitsfremden Devise folgt: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Zugrunde liegt ihr das Gefühl, dass der Staat, der der im Falle des Falles zahlen solle "irgendwer Anders" sei, und nicht die Gemeinschaft aller Mitglieder. Man stelle sich einfach einmal vor, das beschriebene System - installiert in guten Zeiten - hätte einige hundert Milliarden angesammelt. Und dann folgt eine Rezession. Die Staatseinnahmen brechen weg und dann soll auch noch, gemäß dem Versprechen, der "Deutschlandfonds" vor Verlusten geschützt werden. Das leicht vorhersehbare Ergebnis wären Steuererhöhungen gemäß dem Motto: Von der rechten Tasche in die linke Tasche. Wirklich DUMM der Vorschlag, allerdings- leider - beim Wahlvolk gut verkäuflich...
"Das ist doch sicherlich etwas für Dumme, der Staat und hier die Sozialträumer machen es besser?"
Das hat nichts mit Sozialträumerei zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Aktienfonds streuen auch das Risiko, indem sie nicht nur auf ein Pferd (sprich die Aktie eines Unternehmens) sondern auf viele Aktien unterschiedlichster Unternehmen gleichzeitig setzen. Einzelverluste werde so abgefedert.
Wer will schon Risiko.?
Das ist doch sicherlich etwas für Dumme, der Staat und hier die Sozialträumer machen es besser?
Ein Staatsfonds solls richten. Die Marktregeln werden außer Kraft gesetzt, der Staat zeigt, wo der Bartel seinen Most holt.
Persönlich würde ich keinen Aktienfonds kaufe, allenfalls dann, wenn der Kurs dazu herausfordert, wie 2003 bis 2005.
Aber heute?
Bei dem von der SPD favorisierten Deutschland-Fonds werden sich die Arbeiter von VW, Daimler-Chrysler und anderen Unternehmungen wie MAN, EON etc. sicherlich freuen, dass ihnen attraktive Kussteigerungen entgehen.
Wie wäre es denn mit einer Bundesanleihe von einer Rendite von 4.35 % und das sogar ohne Risiko(kostenlos)?
Warum so umständlich, wenn einfachere Möglichkeiten auch Chancen bieten, die über den jährl. Lohnsteigerungen liegen?
.... man fragt sich wirklich, wie man auf solche Ideen kommen kann. Hauptsache, das ganze ist umständlich, kostet viel, schafft neue Arbeitsplätze (in der Verwaltung, natürlich steuerfinanziert) und bringt nichts.
Wer hindert den "Arbeiter" eigentlich daran, selbst irgendeinen Fonds über das Internet oder seine Bank vor Ort zu kaufen? Aber halt, da könnte man ja am Ende einen Verlust erleiden, da muß natürlich der Staat vorher eingreifen. Da muß der Bürger natürlich vor sich selbst geschützt werden - mit staatlichen Wohltaten.
Daß der Staat kein mittelalterlicher Fürst ist, der mal eben ein paar Golddukaten aus dem Schatzkeller holt, ist den meisten nicht klar. Auch die ach so sozialen und freigiebigen Politiker zahlen das nicht aus eigener Tasche, sondern die Bürger selbst, die so großzügig beschenkt werden. Die "Wohltaten" dieses Fonds dürfen die so großzügig Beschenkten selber zahlen - und wie wir den Staat kennen, zahlen sie dabei ordentlich drauf.
Daher, Deutschlandfonds nein danke.
Der Artikel ist treffend. Eine Verquickung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen (=hohe Lohn) dient weder den Zielen der Anleger noch denen der Arbeitnehmer / Konsumenten.
Die CDU scheint auf dem Weg zum Ahlener Programm zu sein. Pikant: Die Linke teilt die Meinung der FAZ.
