
Ich bin vermutlich der Älteste, der hier schreibt-im 72.Lebensjahr.- Sie sollten wissen, daß der preußische Reichskanzler Bismarck nach Gründung des Deutschen Reiches zu der Erkenntnis kam, daß soziale Unruhen unvermeidlich waren, wenn das "Reich" so weitermachte wie bisher.So erfand er unser heutiges Sozialsystem, ausgehend von dem Gedanken, daß Sozialbeiträge der Jungen die Renten, die Versicherung der Kranken und die für Arbeitslose finanzieren sollten. B. wußte, daß das nur eine Notlösung war um den von ihm gehassten "Sozis" politisch das Wasser abzugraben.- B.hatte deshalb mittelfristig vor, das ganze System auf "Kapitaldeckung" umzustellen. Warum ihm das nicht gelang lesen Sie bitte nach in seinen Lebenserinnerungen. Wäre ihm dies gelungen, wir hätten heute- deutlich 100 Jahre später- keine Probleme mit unseren Systemen.- Ich selbst habe mich privat rentenversichert, auch nicht "ohne". Ca.3% meiner Prämien konnte ich von der Steuer absetzen-mehr nicht. -Ich frage mich nur , wie die Generation 1970 ff. Prämien, wie ich sie noch zahlen konnte, ohne mich einschränken zu müssen, zahlen können soll wenn deren Bruttoverdienst lediglich 2.500,- EURO beträgt.-

aber meines Erachtens reicht es, dass allen Ernstes erwartet wird, dass meine Frau und ich (neben der Erziehung unserer 2 Kinder) in Riester und bAV bis zu 8.000,00 EUR p.a. (!!) zusätzlich zur Sicherung der Altersvorsorge zu sparen, um den Lebensstandard der heutigen Rentnergeneration zu erreichen.
Dass diese Beträge teilweise steuer- bzw. sozialversicherungsfrei gestellt sind, hilft nicht weiter, denn wo das Geld herkommen soll, ist uns zur Zeit nicht ganz klar...

Die Rentenerehöhung ist vielleicht gut gemeint aber nur der Aufhänger einer politischen Diskussion, die überflüssig wie ein Kropf ist. Jeder familienbewusste Rentner wird in der sozialen Gemeinschaft seiner Familie materiell und ideell solidarisch sein ob mit oder ohne Rentenerhöhung. Die Graphik hat eine andere Botschaft:
1. Wer mit Kindern allein leben will, ist nicht nur finanziell sondern auch in seinen unmittelbaren Sozialgefüge isoliert und ruft nach dem Staat und damit nicht nach Unterstützung gegen Kinderarmut sondern nach der Besserung seiner finanziellen Situation. Dabei ist das Argument der Kinderarmut ein gesellschaftliches Todschlagargument.
2. Die intakten Beziehungen sowohl im Alter als auch in der generativen Lebenphase sichern auch für die Kinder eine gewisse finanzielle Sicherheit. Die geringere finanzielle Ausstattung einer jungen Familie hängt sicher auch mit der kurzen beruflichen Tätigkeit bei Familiengründung zusammen. In der Solidargemeinschaft der Familie ändert sich dieser Sachverhalt recht bald.
Kinderarmut ist also in erster Linie ein Problem der Bindungsfähigkeit oder -bereitschaft und des Solidarverhaltes der Eltern zu ihren Kindern. Es taugt nicht als Argument für einen Generationenkonflikt.

Sie haben mit Ihrem Beitrag den Nagel auf den Kopf getroffen. Allerdings waren die Anreize zum Sparen damals von staatlicher Seite aus besser unterstützt worden. Auch damals war schon klar, dass das Lebensniveau im Rentenalter nur durch private Vorsorge gehalten werden konnte. Heute herrscht die Meinung vor, dass der Staat es zu richten habe. Dabei wäre ein machbarer Konsumverzicht für eine Rücklagenbildung hilfreich. Nachteilig ist dennoch, dass die Förderung von staatlicher Seite für die Eigenvorsorge ungenügend unterstützt wird.
Wenn die Arbeitslosigkeit weiter rückläufig sein wird, kann das Rentenniveau auch steigen, wenn Zweckentfremdungen aus dem Rententopf ausgeschlossen werden.

Dass 2,3 % der Rentner in der GRV Grundsicherung(GS) beziehen, sagt nichts darüber aus, wieviele Rentner anspruchsberechtigt sind. Die Motive , dass anspruchsberechtigte Rentner GS nicht beantragen, sind vielfältiger Natur. Sie reichen von schlichter Unkenntnis über Scheu, diese Leistung zu beantragen und umfassend Auskunft über sich und seine Vermögens- und Familienverhältnisse zu geben, bis zum ebenso schlichten Trotz, sich dadurch nicht dem Staat "auszuliefern". Aus der Praxis ist z.B. bekannt, dass Rentner nach Beantragung partout nicht ihre "Begräbnis-Sparbücher " in Höhe von € 4.000/5.000 bis zum erlaubten Betrag von ca. € 2.200 abbauen wollten - also für den Gegenwert v. wenigen Monaten GS dauerhaft darauf zu verzichten. Conclusio: Wie so häufig bilden quasiamtliche Statistiken die soziale Wirklichkeit nicht ab. Bei der alten Sozialhilfe sind Caritas & Diakonie stets davon ausgegangen, dass auf einen tatsächl. Empfänger ein weiterer Anspuchsberechtigter kommt. Mit dieser "Dunkelziffer" hat sich die Politik nie beschäftigen wollen ( Hartz Flop!). Es dürften insgesamt 8 - 10 % der heutigen Renter ( GRV) anspruchsberechtigt sein mit schnell steigender Tendenz. Das dicke Problem kommt in 10 Jahren nicht in 30.

In der ganzen Diskussion wird immer ein sehr wichtiger Aspekt vergessen:
Das Bruttosozialprodukt von Deutschland wird nach allen Prognosen auch in Zukunft absolut steigen OBWOHL die Anzahl der Menschen in Deutschland rückläufig ist.
Das bedeutet, daß pro Einwohner in Zukunft das BSP deutlich steigt, es ist also pro Mensch mehr da was man verteilen kann.
Diese Steigerung kann aus individueller Sicht daher auch deutlich stärker sein als das gesamte Wirtschaftswachstum. Der Grund liegt im technischen Fortschritt der es ermöglicht mehr Güter und Dienstleistungen mit immer weniger Menschen zu produzieren. Kollege Roboter erarbeitet den zukünftigen Wohlstand.
Damit diese Steigerungen bei der Masse der Deutschen in Zukunft auch ankommen ist es allerdings erforderlich, daß nicht nur die wenigen Kapitaleigentümer (die Besitzer der Roboter) sondern möglichst alle Menschen davon profitieren, das also umverteilt wird.

Der so genannte Generationen Vertrag wurde unter Adenauer in den Fünfziger Jahren eingeführt um der Kriegsgeneration eine Rente zu ermöglichen die ja mit Schießen und Überleben beschäftigt waren und kapital gedeckte Rente sparen konnten.
In den Folgejahren haben sich gewaltige Finanzreserven angesammelt, weil man
1.)den Arbeitnehmern das Umlage System nicht klar genug gemacht hat.
2.)Über den Bedarf für die damaligen Rentner hinaus Rentenversicherungsbeiträge gesammelt hat, so das der Eindruck entstand wir würden unsere eigene Rente sparen.
Diese Finanzreserven wurden zweckentfremdet für die Finanzierung der Wiedervereinigung verwendet.
Um dem derzeitigen und zukünftigen Rentenproblem zu entgehen ist folgendes nötig:
1.Die damals von uns gesparten Finanzreserven sind wieder herzustellen.
2.Aus diesem Rententopf erhalten nur diejenigen eine Rente die darin eingezahlt haben
3.Alle Anderen wie Rentner aus den neuen Bundesländern, Ostrentner usw. erhalten Sozialhilfe.
4.Alle sonstigen artfremden Leistungen sind ebenfalls aus Steuern zu finanzieren
5.In ein neues, wirklich soziales, Rentensystem haben alle (auch Beamte und Politiker,Maschinen und Kapitalerträge) einzuzahlen, eine Bemessungsgrenze gibt es nicht.
Da dies so niemals stattfinden wird, müssen sich zukünftige Rentner warm anziehen.

Was ist das für ein Argument ? Es wird dann höchste Zeit die Jüngeren Leistungsgerechter zu bezahlen!
Die aktiven Arbeitnehmer werden abgezockt- das ist das Dilemma !! Die Wirtsachaftsweisen sollten den Beruf wechseln.
Walter Wasilewski

So ist es! Silber im Haar, Gold in den Zähnen und Blei in den Knochen. Vielleicht sollten die Jüngeren mal anfangen, uns Ältere zu recyceln, die Rohstoffpreise sind doch enorm gestiegen.

Der relative Wohlstand der heutigen Rentner ist keine Gnade der frühen Geburt, sondern selbst erabeitet. Wenn ich heute - ich bin Rentner - allein von meiner Sozialrente leben müsste, könnte ich kaum ein lebenswertes Leben führen. Ich habe zeitlebens gespart (überwiegend in Lebensversicherungen) und beziehe außerdem eine Betriebsrente, die weitgehend durch Gehaltsverzicht finanziert wurde.
Das Fatale an der Situation der heutigen jungen Beitragszahler ist die Tatsache, dass die Politik heute nach Belieben die Rentenformel manipulieren will und dadurch das Vertrauen in die Zukunft der Rente verspielt. Rüttgers jüngster Vorstoß zur Einführung höherer Mindestrenten ist nur ein Beispiel von vielen für diese Klientelpolitik. Die Rentenversicherung war noch nie eine Versicherung im klassischen Sinn, sondern ist ein gigantisches Umlagesystem, das durch die Altersstruktur unserer Bevölkerung immer mehr gefährdet wird. Umsteuern auf ein anderes System ist dringend erforderlich. Dann kann sich auch die junge Generation besser gelassener auf ihren Ruhestand vorbereiten.

Herr Kaiser,
Ihrem Beitrag kann ich gerne zustimmen.
Jedoch den Wähler dafür verantwortlich zu machen, dass er an der Rentenmisere schuldig sei, ist allerdings nicht zielführend. In keinem Wahlkampf wurde dieses Thema zur Abstimmung gestellt. Zudem versicherte ein Arbeitsminister Blüm, dass die Rente sicher sei. Ferner ist das Sozialsystem derart komplex, dass selbst Politiker sich darin verirren. Wie aber soll ein Durchschnittsmensch das verstehen können? Neutral gesehen hätten die Renten bei ausschließlich zweckentsprechender Verwendung nicht nur die heutige Generation, sondern auch die nachfolgenden besser stellen können. Das ist das Versäumnis, das wohl nicht mehr zu reparieren ist. Wir haben einfach über die Verhältnisse gelebt und die Mahnungen des Altbundeskanzler Erhard zum Maßhalten nicht wahrhaben wollen.
mfg

Ihre Aussage: "Vergleichsweise hohe Steuern auf Betriebsrentenbeitraege, sowie hohe Kranken- und Pflegeversicherungsbeitraege machen den gewuenschten Ausbau der betrieblichen Altersversorgung unattraktiv." ist nicht richtig.
Für den Aufbau der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) hat der Gesetzgeber im Rahmen der Entgeltumwandlung die Beiträge bis zu einer Höhe von 4% der Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung steuer- und sozialabgabenfrei gestellt. Das sind immerhin über 200€ Beiträge monatlich, die, wenn rechtzeitig angefangen schon ein ordentliches Polster zusätzlich zur gesetzlichen Rente ergeben.

Sehr geehrter Herr Fass,
Ihre Auffassung, dass die heutigen Rentner eher mehr Rente erhalten als sie eingezahlt haben, erstaunt. Wie hoch wäre eine Rente erst dann, wenn die tatsächlich erbrachten Beiträge über beispielsweise 40 Jahre hinweg renditegünstig (z.B. Zinsen von bis zu 12 % p.A.) angelegt und nicht zweckentfremdend abgezweigt worden wären?
Im Regelfall erhält ein heutiger Rentner eben keine adäquate Rente, die den Einzahlungen entsprechen würde. Das ist Fakt und traurig zugleich, weil die Politik mit dem Rententopf unkaufmännisch nach Lust und Laune (Wahlversprechen) umgegangen ist.
Unverzeihlich ist auch, dass die Ostrenten allein dem Rententopf (West) aufgebürdet wurden und nicht als Gemeinschaftssonderaufgabe aller Bürger
realisiert wurden.
mfg

Adenauer interessierte die zukünftige Rentner nicht, da er schon lange nicht mehr sein wird. Brandt und Schmidt hatten andere Probleme und Kohl konzentrierte sich auf Machterhalt und krönte seine mäßige Amtszeit mit der Wiedervereinigung, die West wie Ost teuer zu stehen kam (u.a. Rentenkassen geplündert). Eine Umstellung zu Kohl´s Zeiten auf Pflichtprivate Vorsorge hätte vielleicht 10 oder 20 Euro pro Person notwendig gemacht um die Lücke aufzufangen, war es unter Schröder schon 100 Euro. Es wird verschlimmbessert mit immer neuen steuerlichen Winkelzügen, die mit nachgelagerter Besteuerung bestraft werden und auch die Freibeträge spotten jeder Beschreibung. Die Agenda 2010 nutzten die Unternehmen extensiv aus für Minijobs und Leiharbeiter, und auch die Manager.
Es ist 5 Sekunden vor 12!!!
Keine Abgeltungssteuer, Freibetrag pro Person auf 20.000 Euro, Abschaffung aller Subventionen, etc. (siehe Prof. Kirchhof). Dafür private Pflichtabdeckung für Rente, Gesundheit und Arbeitslosigkeit, wie bei der Kfz-Haftpflicht durch den Staat überwacht. Bisher eingezahlte Beiträge entsprechend in das neue System überführen und mit einem Sozialfonds die derzeitigen Renten sichern. Dann kann man auch im Alter in D würdevoll leben!

Es ist zunächst unverständlich, dass unsere Nation nunmehr anfängt, sich gegenseitig Schuld zuzuweisen. Sicherlich, der vorangegangenen Generation ist Dank und Anerkennung für die Leistungen zu zollen, doch warum kommt berechtigte Kritik der nachfolgenden Generation als "Neiddiskussion" "Respektlosigkeit" etc. an. Viele Kommentare greifen die Problemfelder unserer Sozialkassen auf, doch anstatt das wir uns darauf konzentrieren diese zu lösen, fallen gegenseitige Anschuldigungen und die Politik läuft der zahlenmäßig überlegenen Zahl der Rentner in die Arme. Ich bin der festen Auffassung, das die Vertreter meiner Generation (33) durchaus bereit sind (und es ja auch schon tun) zusätzliche Aufwendungen für den Ruhestand aufzunehmen. Als Kompensation kann meines Erachtens auch etwas Entgegenkommen und Mitarbeit an den zu leistenden Reformarbeiten seitens Rentner erwartet werden.

Laut DIW-Studie hatten Seniorenpaare 2003 - neuere Auswertungen liegen noch nicht vor - durchschnittlich ein verfügbares Einkommen von 20.218 Euro je Person. Ich halte diese Zahl für total falsch, es sei denn, dass es sich hier um Pensionäre und nicht um Rentner handelt. Die Einkommen in früheren Jahren waren erheblich geringer als heute, zumal die damaligen DM-Renten durch die Einführung des EURO halbiert wurden. Laut kürzlicher Statistik der FAZ liegt die Durchschnittsrente nach 45 Jahren zurzeit bei rd. 1.250 EUR. Das gilt sicher nicht für Frauen, die früher meist nicht oder nur kurze Zeit berufstätig waren.
Meine Frau bezieht eine Rente von weniger als 300 EUR, da sie nach Geburt unserer Kinder nicht mehr berufstätig war. Meine Rente liegt auch deutlich unter den 1.250 EUR, obwohl ich nach dem Studium 40 Jahre berufstätig war.
Diese falschen Studien und die nicht nachprüfbaren Aussagen von Herrn Prof. Raffelhüschen tragen die Gefahr in sich, falsche Vorstellungen der Jüngeren von den Einkommen der Senioren zu bekräftigen. Man vergesse nicht, dass die Pensionen der Beamten gravierend höher sind als die Renten. Man vergleiche auch: Die Arbeitnehmer erhalten zurzeit ca. 3,5-4 Prozent mehr im Jahr, die Rentner nur 1,1 Prozent.

"Die Alten" sind keine homogene Gruppe und sie haben bis auf das Alter auch keine gemeinsamen Merkmale.
70% des deutschen Vermögens sind bei weniger als 5% der Bevölkerung konzentriert. Die meisten dieser Vermögensmillionäre sind über 50 Jahre.
Im arithmetischen Durchschnitt sind "Alte" also sehr wohlhabend, aber dieser arithmetische Durchschnitt ist keine sinnvolle Art der Betrachtung.
Wenn man sich den Median anschaut ändert sich die Sache erheblich und man stellt fest, daß dieser deutlich kleiner ist.
Was sagt uns das ?
Es gibt kein Problem der Verteilung zwischen den Generationen sondern ein Problem der Verteilung INNERHALB(!) der Generationen.
Vielen armen Alten stehen wenige sehr, sehr reiche Alte gegenüber....

Dieser Beitrag mit den entsprechenden Statistiken ist ein tolles Machwerk um allen Rentnern zu zeigen wie gut es ihnen geht und das kein Grund zur Vermutung von Altersarmut besteht.
Die Statistik der Rentenversicherung 2003 Einkommensverteilung der Rentner sei kurz erwähnt.
53 % der Männer und ca 80 % der Frauen haben eine Rente bis € 1050. ( West )
60 % der Männer und ca 85 % der Frauen ( Ost )
11,8 % der Männer im Westen und 6,5 % im Osten erreichen eine Rente > € 1500.
Die % Zahl der Frauen liegt unter 0,5 %.
Es bleibt sicher für ca 80 % ein Rätsel wo das verfügbare Einkommen von
ca € 20000 / Person ausgezahlt wird.
Möglicherweise geben die Wirtschaftsforscher die Auskunft ?
Anmerkung : auch die heutigen Senioren haben in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt und bekommen heute auch weniger als in jungen Jahren angenommen oder berechnet.

Nicht "die Rentner" sind schuld an der Rentenmisere sondern die Politiker, die trotz jahrzehntelanger Warnungen die Rentenkassen geplündert und das System nicht frühzeitig umgestellt haben. Die Wiedervereinigung war IMO der letzte "gute" Zeitpunkt dafür.
Jetzt zahlen wir (Generation 70er und später) eiegntlich nur eine Steuer, die Rente, die wir mal bekommen werden, wird IMO nicht einmal mehr eine Grundsicherung sein. KV und AL rennen mit Höchstgeschwindigkeit einem ähnlichen Schicksal entgegen oder haben es (Hartz IV) schon erreicht.
Aber zu grundlegenden Entscheidungen von derartiger Tragweite, wie sie hier notwendig wären, haben die "Politiker" (Originalbezeichnung von Autor zensiert) weder den Mut noch die Kompetenzen.
Leider gibt es derzeit außer Auswandern keine echte Alternative mehr, es wird nicht mehr lange dauern, bis man auch die Selbstständigen zum Erhalt dieser Systeme einbinden wird...

Prof. Raffelhüschen soll mal die Rentner und Pensionäre die über 15.000 Euro bekommen rausrechnen und den Durchschnuittsrentener nehmen, der bekommt va. 1.100 € Rente muß Strom Gas und Wasser bezahlen, wenn er Pech hat noch Miete dann kann der Wissenschaftler mal vorrechnen was übrigbleibt. Das kann ich allerdings auch und ich bin kein Wissenschaftler. Es bleiben ca 350 - 400 € übrig. Da soll mir R s mal sagen, wie die Oma oder Opa dem Enkelchen noch n Eis spendieren soll.
Natürlich gibts Rentenr wie den Herzog der ca. 15.000 € Rente im Monat bekommt dem gehts gut obwohl er nicht viel geleistet hat als rumlabern. Ein Handwerker der 40 gebuckelt hat soll doch nach der Hoffnung der Politiker mit 67 in die ewigen Jagdgründe eingehen damit diese Politiker genug Rente haben und feiern können.

Das ist schon wahr!- Aber es wird nicht so bleiben. Die Generation meiner Tochter-demnächst 35-tut mir schon heute leid. Der wird es einmal wirklich so ergehen wie in dem wirklich grauenhaften Senioren-Film, der in einem westafrikanischen "Pflegeheim" ohne Pfleger endet.--
Dabei waren die Probleme unserer Sozialsysteme vorhehsebar: Der längst verstorbene Bundeskanzler Adenauer hat sie uns "eingebrockt". Der ging-entgegen dem Rat erfahrener Banker-gedanklich von immerwährender Vollbeschäftigung in Deutschland aus. Das war irgendwie auch verständlich: D.brauchte jede Hand, um das zerstörte Land wieder aufzubauen- und darüber hinaus zeitlich konnte der alte Mann offenbar nicht mehr denken.-
Ich habe mich 1967 -im 30.Lebensjahr-selbständig gemacht, nachdem ich über Jahre Angestellter war. Die NL hatten schon damals etwas, das sie "Grundrente" nannten und heute in D."Grundsicherung" heißt, d.h., schon damals funktionierte das Rentensystem der NL nicht mehr. In dieser Situation habe ich einen Berater der BFA konsultiert. Das war ein weitsichtiger Mann: Der sagte mir-was ich ohnehin schon zu wissen glaubte-das ganze System gerate ins Wanken, wenn die "Vollbeschäftigung" auch nur um 10% nachlasse.-

Es ist zu begrüßen, dass endlich jemand aus der älteren Generation das Thema anspricht - und natürlich sofort alle Rentenbezieher gegen sich aufbringt.
Fakt ist doch, dass unser bereits von Adenauer auf das Umlageprinzip umgestellte Rentensystem selbst altersschwach ist und dessen Kollaps mit allen Tricks und Verfahren immer wieder um ein paar Jahre hinausgezögert wird, d.h. je später der renteneintritt (dann mal) kommen wird, desto schlechter sind die Chancen auf ein daraus resultierendes erträgliches Einkommen. Fakt ist weiterhin, dass die Relation von Einzahlungen zu Auszahlungen immer schlechter wird und mittlerweile bereit unter der Quote 1:1 liegt. D.h. die aktuellen Rentner bekommen noch mehr, als sie damals eingezahlt haben, während die zukünftigen (immer) weniger bekommen werden. Und genau wie die damaligen "Einzahler" (und heutigen Rentner) finanzieren auch wir derzeit alle steuerfinanzierten Sozialleistungen des Staates mit.
Die (vor allem) nur an Macht(erhalt) denkende Politik sieht jetzt nur (wie am Beispiel von Rütgers zu sehen), dass tatsächlich immer größer werdende Wählerpotenzial der Rentner und fängt an, sich entsprechend zu positionieren - und ich befürchte, dass andere dem folgen werden ...

Sehr geehrter Herr Jansen, es stimmt einfach nicht, dass die Juengeren alle Kraft und Zeit dieser Welt haben, sich eine eigene (Betriebs)Rente anzusparen. Dazu fehlt es an geeigneten Anreizen. Vergleichsweise hohe Steuern auf Betriebsrentenbeitraege, sowie hohe Kranken- und Pflegeversicherungsbeitraege machen den gewuenschten Ausbau der betrieblichen Altersversorgung unattraktiv. Gleichzeitig wird aber die gesetzliche Rentenversicherung der Juengeren gekuerzt. Damit wird also die juengere Generation doppelt belastet -- sie muss sowohl fuer die Rente der Generation ihrer Eltern aufkommen als auch fuer die eigene Rente sparen. Das ist ungerecht. Die Politik koennte wenigstens steuerliche und finanzielle Anreize fuer einen Ausbau der betrieblichen Altersversorgung setzen, aber dies ist bislang nicht geschehen. Ich stimme mit Herrn Raffelhueschen ueberein, dass (im Durchschnitt) Kinderarmut in Deutschland ein groesseres Problem ist als Rentnerarmut. Da jedoch Renter die demographisch bedeutsamere Waehlergruppe stellen (im Gegensatz zu Kindern und jungen Familien), wird sich an dieser Ungerechtigkeit nicht viel aendern.

Ja, die Rente ist ein Gnadenbrot! So wie die Herren Beck und Rüttgers, unterstützt von Frau Merkel, die Rentenformel manipulieren, so wird die nächste Generation das auch tun. Allerdings wird es dann nicht um Erhöhungen sondern um „Anpassungen“ gehen.
Anpassung an das Schrumpfen der Beitragszahler, an die Leistungsfähigkeit der Beitragszahler, an das, was unseren Kindern zumutbar sein wird. Das Sinken des Rentenniveaus ist schon längst eingeplant und wird dramatischer ausfallen als alles, was bisher geplant ist.
Den von ihnen angesprochene Reichtum der Jüngeren, gibt es nur, wenn wir Älteren den „richtigen“ Samen gepflanzt haben. Haben wir das? Wo sind die Jungen, die Ingenieur werden wollen, die leistungsbereit sind?
Die Alten haben versagt: Immense Staatsschulden angehäuft und für zu wenig Nachwuchs gesorgt, also auf Kosten der Jugend gelebt.
Aber die ist nicht wirklich leistungsbereit, macht lieber auf HARTZ IV.
Also wird "Gnadenbrot" die zukünftige Rente sein.

Die Albrecht Brüder und ich sind im Durchschnitt Milliadäre.
Wo sind die Rentner mit verfügbarem Einkommen pro Kopf mit 20.218 € bei einer Durchschnittsrente von 1200 € (für 2 Personen)?
"Nach einer DIW-Studie zur Vermögensverteilung in Deutschland ist die Altersgruppe der 56 bis 65 Jahre Alten die wohlhabendste. Ihr individuelles Vermögen an Immobilien, Betriebs- und Geldvermögen abzüglich der Schulden beträgt fast 130.000 Euro je Bürger. Die 66 bis 75 Jahre Alten haben immerhin durchschnittlich ein Nettovermögen von mehr als 110.000 Euro" --> Erzählen Sie das mal einem "Normalrentner".
Herr Raffelhüschen sollte zusammen mit seinem Bruder im Geiste, Herrn Sinn, einmal die Statistikern beiseite legen, aus seinem Elfenbeinturm klettern und mit den "ganz normalen Menschen reden".
Seit 15 Jahren sinken die Realeinkommen, Neueinstellungen werden grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel) nur noch zu schlechteren Konditionen vorgenommen. Das heute weniger Menschen arbeitslos sind, beruht im Wesentlichen auf Einstellungen im Niedriglohnbereich. Erzählen Sie diesen Menschen einmal, dass sie 80.000 Euro an individuellem Vermögen ihr Eigentum nennen.

Sehr verkürzte und kurzsichtige Betrachtung und m. E. nach fragwürdige 'Experten', die in diesem Artikel zitiert wurden. Der alles entscheidende Reichtum, der die Jüngeren in unerreichbaren Vorteil gegenüber den Älteren versetzt: sie haben noch alle Kraft und Zeit dieser Welt, an Ihrer persönlichen Situation zu arbeiten. Mir persönlich stösst beim Verfolgen der jüngsten Diskussion übel auf, dass die Rente anscheinend immer mehr als ¡Gnadenbrot' oder 'Gnadenakt' verstanden wird. Ich halte dies für politisch gewollt.

...endlich mal ein Beitrag, der der Realität näher kommt.
Es rächt sich insbesondere, dass etliche Personen, vor allem Frauen, früher ohne Steuerkarte und ohne RV einschl. GKV gut verdient, jedoch nichts zurückgelegt haben und heute von "Sozialhilfe" leben müssen.
Die Anzahl der so genannten Saisonberufe, in denen das möglich war, ist beträchtlich. Ähnlich wird es den vielen langjährigen 400 € - Jobbern gehen, die beim Erreichen des Rentenalters vom Steuerzahler unterstützt werden müssen.
Das kann nicht das Ziel von Beschäftigung sein.
Diese Art der Subbeschäftigungen sollten auf bestimmte Fälle, wie Studenten, Rentnern etc. beschränkt werden.