28. Juli 2006 Die von der spanischen Energieaufsicht verhängten Auflagen für die Pläne von Eon zur Übernahme von Endesa werden womöglich die Gerichte beschäftigen.
Eon wird nach Erhalt der Entscheidung die Auflagen im einzelnen prüfen, sieht jedoch für die bislang bekannten Auflagen keine Berechtigung und behält sich rechtliche Schritte ausdrücklich vor, teilte der Konzern am Freitag mit. Die CNE fordert unter anderem, daß Eon nach einer Übernahme eine Erzeugungskapazität von Endesa in Spanien von rund 7600 Megawatt abgibt.
Zahlreiche Auflagen für Eon
Nach Angaben der spanischen Energieaufsicht CNE muß sich Endesa bei einer Übernahme durch Eon vom Atomkraftwerk Asco I trennen. Es ist das einzige Atomkraftwerk, das Endesa komplett gehört, alle anderen sind Gemeinschaftsunternehmen. Zudem müsse Endesa dann seine Kohlekraftwerke abgeben, die mit spanischer Kohle betrieben werden, hieß es weiter.
Der spanische Energieregulierer CNE hat auch die weiteren Auflagen bestätigt, die mit der Genehmigung der Endesa-Übernahme verbunden sind. Bei einem Kauf des spanischen Stromkonzerns müsse Eon das Endesa-Stromgeschäft auf den Balearen und den Kanarischen Inseln verkaufen, teilte der Regulierer am Freitag mit.
Eon will Endesa für rund 27 Milliarden Euro übernehmen und damit an die Weltspitze der Strom- und Gasversorger rücken. Der deutsche Konzern trifft mit seiner Offerte auf den Widerstand der Regierung in Madrid. Diese hatte sich für eine Übernahme von Endesa durch die heimische Gas Natural ausgesprochen, um einen großen spanischen Energiekonzern zu schmieden. Die von Gas Natural im September vorgelegte Bar- und Aktienofferte ist rund sieben Milliarden Euro weniger wert als die Offerte von Eon.
Umstrittene Regulierungsbehörde
Die spanische Regierung hatte die Rechte der CNE ausgeweitet, nachdem Eon im Februar die Offerte von Gas Natural überboten hatte. Die EU-Kommission hat das Vorgehen kritisiert und die Pläne von Eon bereits gebilligt. Die Kommission in Brüssel hatte vor wenigen Tagen angekündigt, nicht vor Anfang September darüber zu entscheiden, ob das Vorgehen von Spanien rechtens ist. Zu den Auflagen will die Kommission allerdings eher Stellung nehmen.
Text: FAZ.NET mit Material von Agenturen
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
Fangquoten: Weniger Kabeljau, mehr ![]()
Auch S&P stuft Griechenland herunter
Wie wir reich wurden (12): Freie Preise sind gerecht
Gipfel im Kanzleramt: Bund beteiligt sich zu 40 Prozent an Bildungsausgaben
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.903,43 | +1,58% |
| TecDAX | 822,83 | +1,33% |
| MDAX | 7.428,92 | +0,86% |
| SDAX | 3.560,32 | +0,68% |
| REX | 377,45 | +0,07% |
| Eurostoxx 50 | 2.926,52 | +1,31% |
| Dow Jones | 10.441,10 | −0,10% |
| Nasdaq 100 | 1.800,82 | +0,15% |
| S&P500 | 1.109,18 | +0,11% |
| Nikkei225 | 10.177,40 | +0,93% |
| EUR/USD | 1,4528 | −0,06% |
| Rohöl Brent Crude | 73,56 $ | +2,05% |
| Gold | 1.122,00 $ | +0,18% |
| Bund Future | 122,62 € | +0,09% |