15. Februar 2008 Die Vereinigten Staaten befinden sich nach Einschätzung ihres ehemaligen Notenbank-Chefs Alan Greenspan ganz klar am Rande einer Rezession. Mit der Wirtschaft werde es so lange bergab gehen, bis sich die Häuserpreise wieder stabilisierten, sagte er am Donnerstag auf einer Konferenz von Vertretern der Energiebranche. Greenspan betonte, dass es noch ein langer Weg sei, bis die Häuserpreise an ihrem Tiefpunkt angelangten.
Zudem lastete der hohe Ölpreis auf der Wirtschaft. Die Tatsache, dass dadurch nicht mehr Schaden entstanden sei, zeige aber, wie widerstandsfähig die amerikanische Konjunktur sei. Greenspan bekräftigte dennoch, dass er die Wahrscheinlichkeit eines Abgleitens in eine Rezession bei 50 Prozent oder darüber sehe.
Bernanke signalisiert Senkung der Leitzinsen
Zuvor hatte der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed, Ben Bernanke, wegen andauernder Konjunkturrisiken eine weitere Senkung der Leitzinsen signalisiert. Der Ausblick für die Konjunktur hat sich zum Teil wegen der Entwicklung an den Finanzmärkten in den vergangenen Monaten verschlechtert, sagte Bernanke in einer Rede vor dem Bankenausschuss des Senats.
Bernanke rechnet zwar aktuell mit einer Periode schleppenden Wirtschaftswachstums, jedoch anders als Greenspan nicht mit einer Rezession. Später im Jahr, so glaubt er, dürfte die Wachstumsrate etwas stärker werden, wenn Zinssenkungen und das jüngst beschlossene Konjunkturpaket Wirkung zeigten.
Häuser- und Arbeitsmarkt könnte sich noch stärker abschwächen
Bernanke warnte, dass sich der Häuser- und Arbeitsmarkt stärker abschwächen könnte als bisher erwartet. Im Zentrum der Sorgen um die amerikanische Konjunktur stehen die Privathaushalte, deren Nachfrage 70 Prozent der Wirtschaftsleistung beträgt. Sinkende Häuserpreise, steigende Zinsen bei zweitklassigen Hypotheken, hohe Benzinpreise und ein schwächelnder Arbeitsmarkt belasten die Verbraucher.
Die Fed hatte die Leitzinsen seit September von 5,25 Prozent auf nun 3 Prozent zurückgenommen. An der Wall Street wird unterstellt, dass die Fed die Zinsen weiter senken wird. Präsident Bush hatte zuvor ein vom Kongress verabschiedetes Konjunkturpaket im Umfang von 168 Milliarden Dollar ratifiziert. Das beinhaltete Steuerrückzahlungen für Privathaushalte sowie Steuernachlässe für Unternehmen. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt war im vierten Quartal 2007 nur noch mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gewachsen. Im dritten Quartal hatte das Wachstum noch bei 4,9 Prozent gelegen.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AFP, AP
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Japans Regierung will die Wirtschaft stützen
| Name | Punkte | Prozent |
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| Dax | 6.422,30 | +0,03 |
| TecDax | 827,16 | +0,24 |
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| STOXX 50 | 3.365,63 | +0,18 |
| Nikkei 225 | 13.072,87 | +2,39 |
| S&P 500 Zert. | 12,95 | +1,17 |
| Euro/Dollar | 1,47 | -0,24 |
| Bund Future | 114,16 | -0,12 |
| Gold | 829,80 | -0,40 |
| Öl | 113,83 | -0,54 |