Reinigungskraft im Bundestag: Ob Ihr ein Mindestlohn hilft?

FAZ.NET-Spezial

Der Streit über den Mindestlohn

Spezial Seit Monaten wird über Sinn und Unsinn von Mindestlöhnen diskutiert. Kann man damit Armut bekämpfen? Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hat 15 Ökonomen befragt. Wir haben die Antworten in einem FAZ.NET-Spezial zusammengestellt. Sie können mitdiskutieren.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Juni 2007 11:45

@wolf amadeus

Andreas Röttger (aroettger)

> "Ein Mindestlohn w.o. würde den vorhandenen Wettbewerb einschränken und viele Frisöre arbeitslos machen durch Entlassung. Zudem können die neuen Preise durch künstliche Lohnerhöhung nicht aufgefangen werden."

Das halte ich für übertrieben. Ob ich nun wie bisher 14€ bezahle oder 20€, macht bei der üblichen Besuchsfrequenz die Kuh auch nicht fett. Bei Preisen für Frauen wird der Unterschied noch weniger auffallen. Wir reden ja nicht über einen Mindestlohn von 12€.

Es kann aber nicht angehen, daß manche Branchen unter 3€/Std. bezahlen (z.B. Zimmermädchen). Diese Arbeit ist mehr wert, und würde bei anderen Dingen juristisch sicherlich als sittenwidrig eingestuft. Man muss von seinem Lohn schon auch leben können.

> "Die Folge wäre, dass künftig in Schwarzarbeit-wie heute bereits- ausgewichen würde."

Nein, das halte ich für einen Denkfehler. Da ich zufälligerweise einige Friseure kenne: Die arbeiten in erster Linie deshalb schwarz, _weil_ sie offiziell so wenig bekommen, daß sie schwarz hinzuverdienen müssen.

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19. Juni 2007 02:06

Substitution

Ossian Peuker (ossipeu)

Es wird immer davon geredet, dass man ja zum Friseur gehen muss und nicht ins Ausland oder auf andere Produkte ausweichen kann, wenn im Zuge eines Mindestlohns die Friseurpreise rauf gehen.
Das ist ein Trugschluss.
Man kann sich zu Hause die Haare schneiden lassen. Viele Leute in den Grenzregionen gehen schon heute ins Ausland zum Haare schneiden. Und wenn das alles nicht geht, kann man noch immer "weniger oft" zum Friseur gehen. Anstatt alle 2 Monate, eben nur noch alle 3, etc.

Bei allen ist das Ergebnis: Arbeit geht verloren!

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18. Juni 2007 22:32

Vergleiche hinken....

wolf haupricht (emilgilels)

.....da man bekanntlich nur Gleiches mit Gleichem und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen darf.
Dafür sind z.B. die sozialen Unterschiede in den jeweiligen Ländern oft gravierend.
Oft wird Luxemburg benannt, wo ein Mindestlohn von 10,10 € besteht. Das reizt natürlich, dem nachzueifern.
Fatal, denn Luxemburg hat einen enormen Arbeitskräftemangel!!!
Daran gemessen, sind 10,00 € noch zu wenig.
Dass das pro Kopf - Einkommen der Luxemburger in Europa an der Spitze steht, ist ein weiteres Indiz für die Unvergleichbarkeit.
Deswegen können nur die innerdeutschen Maßstäbe berücksichtigt werden. Selbst die sind nicht einfach zu ermitteln.

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18. Juni 2007 21:09

Ein Mindestlohn ist selbstverständlich ein absolutes MUSS!

Albert Huber (AlbertHuber)

Gerecht wäre es, im Rahmen eines Solidaritätsausgleiches von den mittleren und größeren Einkommen etwas abzuzweigen (Solidaritätsbeitrag) und auf einen dann gesetztlich vorgeschriebenen geringen Mindestlohn
(ca. 4-5 €/Std.) draufzusatteln.

Sodaß das Argument, ein Mindestlohn würde Arbeitsplätze kosten, wegfällt.

Das wäre doch gerecht, oder?

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18. Juni 2007 19:21

Mindestlohn z.b. im Friseurhandwerk...

wolf haupricht (emilgilels)

...hier würde besonders deutlich, was ein Mindestlohn von 7,50 € bewirkt.
Die Entlohnung war bereits in der Vergangenheit abweichend, weil z.B. Trinkgeld eingerechnet wurde.
Es ist auch zu berücksichtigen, dass ein Überangebot an Fachkräften und Friseurgeschäften besteht, d.h. ein harter Wettbewerb existiert.
Ein Mindestlohn w.o. würde den vorhandenen Wettbewerb einschränken und viele Frisöre arbeitslos machen durch Entlassung.
Zudem können die neuen Preise durch künstliche Lohnerhöhung nicht aufgefangen werden.
Die Folge wäre, dass künftig in Schwarzarbeit-wie heute bereits- ausgewichen würde.
Verstärkte Arbeitslosigkeit und Schwarzarbeit ist aber nicht das Ziel gesetzlicher Maßnahmen. Der Staat hat bereits in der Vergangenheit gesündigt, als er die Hartz-Regelungen, Minijobs und 1 € Jobs einführte.
Die negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind deutlich sichtbar und sollten im Zeichen des Wirtschaftswachstums verändert werden.
Die das nicht sehen, sind die wahren ideologischen geblendeten Menschen, die auf beiden Augen "blind" sind.

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18. Juni 2007 18:17

Der Streit über den Mindestlohn

Volkmar Grombein (Solitaire)

Die Lobby wird immer dreister.
Ich schlage vor, dass die FAZ den Mut aufbringt, bei der Nennung jedes einzelnen Namens dieser Herren gleich mit anzugeben, für welche Interessengruppe er tätig ist!
Alle werden zwar unisono protestieren, weil sie ja alle " unabhängig" sind. Doch glauben tut das niemand !

Ich würde mir an Ihrer Stelle ernsthaft Sorgen um meine Glaubwürdigkeit machen. Oder Sie sind der neuesten Offensive der INSM und der Versicherungswirtschaft erlegen bzw. müssen deren hanebüchene Thesen vertreten. Dann allerdings gehört Ihnen mein volles Mitgefühl.

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18. Juni 2007 14:47

Weitere Berichtigungen

Ralf Henrichs (nimreem)

@shorafix,
"Die Friseurin in Sachsen (Nähe Tschechische Grenze), die in Zukunft einen Mindestlohn erhalten könnte, verliert wohl eher Ihren Arbeitsplatz"
Wie viel Elsässer (Franzosen, Mindestlohn) lassen sich eigentlich im Saarland (Deutsche, keinen Mindestlohn) die Haare schneiden?

@agw,
"Es fehlt also eine (minutengenaue) Definition, was für die SPD/PDS "Vollzeit arbeiten" bedeutet."
Auch Tarifverträge sind nicht minutengenau sondern stundengenau. Stundenforderungen gibt es. Es ist richtig, dass dies dann bei Halbtagstätigkeit zum Leben nicht ausreichen würde. Aber wenn nur noch Halbzeitbeschäftigte zusätzlich staatliche Unterstützung bedürfen, wären wir ja schon mal einen großen Schritt weiter.

@Torsten Klier,
$5,15 ist der bundesweite Mindestlohn. In 18 Staaten und Städten ist er höher (natürlich nirgendwo niedriger, geht ja nicht). Dies reicht bis zu $10,50 ab 2008 in Santa Fe.

@ ASchalk,
"Herr Prof. Bofinger, als Gewerkschaftsnaher Ökonom, für einen Mindestlohn von 5 Euro eintritt."
Er spricht davon mit 5 Euro "zu beginnen". Damit könnte ich auch leben (und dann z.B. jährlich mit 50 Cent erhöhen. Darauf können sich Unternehmer dann auch einstellen).

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18. Juni 2007 14:36

Berichtigungen

Ralf Henrichs (nimreem)

@ Patou,
da die Grenzen nicht geschlossen werden, keine Zölle erhoben werden und Mindestlöhne für In- und Ausländer in Deutschland gelten, haben Mindestlöhne nicht das geringste mit Protektionismus zu tun.

@ rkimpel,
"Alle Wirtschaftsexperten und Forschungsinstitute bestätigen, dass der Mindestlohn extrem schädlich ist. Drittens: Faktisch haben wir ihn ja sowieso."
Wenn wir ihn eh faktisch schon haben, können wir ihn doch auch einführen. Schaden kann's dann ja nicht...

@ sascha_f,
"Wenn eine Arbeit 3,50 wert ist, wird sie auch so bezahlt."
Und wenn eine Arbeit 7 Euro wert ist, der AG aber aufgrund von Marktmacht 3,50 Euro durchsetzen kann, wird auch nur 3,50 Euro bezahlt werden. Klarer: Ihr Argument gilt nur bei starken Gewerkschaften.

@ Patrick42,
"Wie bereits angesprochen gibt es bereits einen faktischen Mindestlohn durch das ALG II"
Dies wäre nur der Fall, wenn ein ALG II-Bezieher eine Arbeitsaufnahme unterhalb von 6,50 Euro ohne Androhung von Sanktionen verweigern könnte. Da dies nicht der Fall ist, stellt ALG II keinen (faktischen) Mindestlohn dar.

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18. Juni 2007 10:38

Ah! So macht man Stimmung.

Andreas Röttger (aroettger)

Man nehme 14 mehr oder weniger landbekannte Mietmäuler und Bofinger als zugelassene Gegenstimme, und schon meint man "belegen" zu können, was eine stark wachsende Anzahl Ökonomen inzwischen als unrichtig erkannt hat. (Dort geht der Trend ja wieder deutlich in Richtung Keynes.) Von bisher der äusserst positiven Empirie mal ganz abgesehen.

Nun, die deutliche Mehrheit der Deutschen wollen einen Mindestlohn - und zumindest theoretisch leben wir in einer Demokratie. Ich denke, er wird zwangsläufig kommen, und dann wird man sehen, wie schnell man die Unkenrufe vergessen wird.

FAZ, ihr wart auch schon mal besser...

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18. Juni 2007 10:36

Die Dominanz von "Laienexperten"......

wolf haupricht (emilgilels)

Es ist schon erstaunlich mutig, die Expertisen von gestandenen Wissenschaftlern als ideologisches
Geschwätz abzutun.
Die Einschätzung wird aber nicht widerlegt. Das ist der entscheidende Unterschied.
Selbst ein Mindestlohn z.B. in USA verhindert nicht die notwendige Annahme mehrer Jobs, um leben zu können.
Dabei werden häufig lange Anfahrten in Kauf genommen.
Also Butter bei die Fische. Nur das zählt!
Von einer notwendigen Qualifizierung ungelernter Kräfte wird eine entsprechende Bezahlung abhängen und daran mangelt es. Die Rolle der Gewerkschaften ist auch nicht hilfreich, wenn keine Interessen verteten werden.

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18. Juni 2007 09:19

Deutschland ist einzigartig unter allen Ländern

Joachim Schröter (Karasek)

Es ist schon seltsam. Da gibt es in beinahe allen entwickelten westlichen Ländern, sowohl in Europa als auch in Übersee, Mindestlöhne. Und dort wo es keine Mindestlöhne gibt sind die Gewerkschaften institutionell so eingebunden das sie ob ihrer Stärke Tariflöhne durchsetzen können (Skandinavien). In keinem dieser Länder kam es zu den Erscheinungen die unsere Experten für diesen Fall vorhersehen. Das kann natürlich nur heißen das Deutschland ein so einzigartiges, wunderbar anderes Land ist das sämtliche Regeln, die in anderen Ländern gelten, bei uns aufgehoben sind. Denn würde man der praktischen Erfahrung anderer Länder und deren empirischen Daten glauben schenken würde das ja andersrum heißen das wir es in Deutschland nicht mit Wirtschaftsexperten sondern mit einem Haufen Ideologen zu tun haben welcher raionale Erfahrung knallhart ignoriert. Und das glaubt doch wohl keiner...

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17. Juni 2007 22:54

15 Professoren - 16 Meinungen

Rolf Nagel (vermoegensverbrater)

Das kennen wir doch längst vom Studium: Jeder Prof muss sich nuanciert absetzen. Und fleißig wird am Problem vorbei diskutiert. In Großbetrieben wird für die gleiche Arbeit und Leistung oft das Doppelte und Dreifache bezahlt, obwohl sich die Qualifikation der Beschäftigten nicht unterscheidet. Da müssten diese Betriebe also nach der Logik dieser Diskussion längst pleite oder wenigstens in Moldawien sein.
Nächstes Glanzstück sind die kolportierten Zahlen der verloren gehenden Arbeitsplätze: 100.000, 250.000, mehr bietet mehr? Ah, da wird eine Million aufgerufen! Höre ich 2 Millionen? Keiner Ex - perten bringt einen annähernd stichfesten Beweis. Saudummes Geschwätz, würde der Valentin sagen.

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17. Juni 2007 21:20

andere blätter, andere sichten

Thomas Martin (Achja)

Bei der SZ erschien ein ebenfalls interessanter Artikel zum Thema: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/876/118737/

Auch mit dem Bewusstsein eines drohenden Angebotsüberhangs aufgrund eines Mindestlohnes, bedingt doch eine gewisse Menschlichkeit sich aktiv gegen 3.20€ die Stunde zu wehren? Um Stundenlöhne in dieser Größenordnung gut zu heißen, braucht es schon einen stark ausgeprägten Marktfetischismus. Wenn man bedenkt, dass all die schönen Rechnereien von einem vollkommen polypolistischem Ideal ausgehen, was es nicht gibt.

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17. Juni 2007 17:03

Frage: Rechnung zum Mindestlohn

Andreas Wohlfeld (agw)

Ich frage mich auch, wie der gerechte Mindestlohn errechnet werden soll und wie dadurch das Ziel erreicht werden kann, dass kein Arbeitender je wieder Hartz-IV beantragen muss.

Selbst im Falle eines Alleinstehenden finde ich dort keine Antwort.
Wenn man von 40 Stunden/Woche und 7,50 Euro ausgeht, liegt das gerechte Monatsbrutto also bei 1290 Euro.
Darunter wäre zu wenig.
Jeder, der nur einen Job mit z.B. 38,5h Stunden/Woche und Mindestlohn angeboten bekommt, müßte ja doch wieder zum Amt (was ja verhindert werden soll).

Es fehlt also eine (minutengenaue) Definition, was für die SPD/PDS "Vollzeit arbeiten" bedeutet.

Sobald dann weitere Personen zum Haushalt dazukommen kann man die obige Rechnung aber wieder über den Haufen werfen.
Im Prinzip kann (auch im Zuge der Familienförderung) von Links nur ein Mindestlohn gefordert werden, der abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen ist.
Und das ist so wahnwitzig, dass man darüber wohl nicht diskutieren muss.

Der Weg zum Amt würde also in jedem Falle nur dem Alleinstehenden mit min. 40h Wochenarbeitszeit oder Doppelverdienern erspart bleiben.

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17. Juni 2007 16:55

die Welt ist leider nicht immer einfach...

Alfred Schalk (ASchalk)

Ich denke die hier dargestellten Meinung der Ökonomen treffen auch die Mehrheitsverhältnisse der Wissenschaft. Dabei finde ich es besonders Interessant, dass Herr Prof. Bofinger, als Gewerkschaftsnaher Ökonom, für einen Mindestlohn von 5 Euro eintritt. Damit bleibt er doch sehr deutlich unter dem, was SPD und Linke vorschlagen. Der Populismusverdacht verstärkt sich dadurch.

Das hier das Problem der Mitnahmeeffekte bei einer negativen Einkommensteuer/Kombilohn angesprochen worden ist, finde ich exemplarisch. Jeder kann sich das Vorstellen und es erscheint auf den ersten Blick auch logisch. Jedoch ist es falsch, nur die Erklärung ist etwas komplexer. Dazu muss man wissen, was das Wertgrenzprodukt ist und was passieren würde wenn, wie hier impliziert, der Lohn unter diesem Niveau liegt. Da ist es einfacher Stammtischargumenten zu Vertrauen und an das Bild vom Ökonomen im Elfenbeinturm zu glauben.

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17. Juni 2007 12:28

Immer schön Quantität und Qualität durch den Wolf drehen,

Torsten Klier (TorstenKlier)

Andreas Neubert.
Weil Herr Neubert uns zwar die USA als vorbildliches Mindestlohnland präsentiert, jedoch „vergisst“ das zahlenmäßig zu unterlegen, hier die notwendige Information für die Beurteilung des Vorbildes USA:

Der Mindestlohn liegt dort bei 5,15$, das sind ca. 4€.

Wie hoch dort die Arbeitgeberleistungen für die Sozialversicherungen sind, sollte jedem bekannt sein.

Also, Herr Neubert, wie sieht´s aus, Mindestlohn nach US-Norm?
Natürlich nicht, denn dann würden Sie und Ihresgleichen sofort das Klagelied vom Manchesterkapitalismus anstimmen. Frechheit, ein Mindestlohn von dem keiner leben kann, usw. usf.
Oder sehe ich da was falsch?

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17. Juni 2007 12:05

Wem soll es nützen?

Andreas Grünebaum (shorafix)

Die Friseurin in Sachsen (Nähe Tschechische Grenze), die in Zukunft einen Mindestlohn erhalten könnte, verliert wohl eher Ihren Arbeitsplatz nebst Trinkgeld bevor die Kunden eine Preiserhöhung akzeptieren. Sie wird dann eben Ihren Beruf anderweitig ausüben und dabei noch Steuer und Sozialabgaben sparen. Vielleicht wird der Betrieb stattdessen in Zukunft einen all-inklusive Tarif anbieten (Bedienung inklusive Trinkgeld) und damit die höheren Preise durchsetzen.

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17. Juni 2007 11:15

Land der Experten

Florian Gaspar (F.Gaspar)

Was mich an dieser Diskussion am meisten erstaunt, ist dass die meisten Otto-Normalbürger meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Jeder meint er könnte bessere Entscheidungen treffen als der Bundestrainer, ein besserer / eine bessere Bundeskanzlerin sein und ganz nebenbei noch die Fachmeinungen von 14 führenden Wissenschaftlern auf dem Gebiet der Ökonomie über den Haufen werfen.
Hintergrundwissen sucht man dabei vergeblich - die meisten hier können wohl noch nicht einmal Angebot und Nachfrage auseinander halten.
Fakt ist: Ein genereller Mindestlohn ist aus wirtschaftlicher Sicht mit Wohlstandsverlusten verbunden (das bedeutet das die Kosten höher als der Nutzen sind).
Ja, werden jetzt einige schreien: Die "Reichen" können ruhig an Wohlstand verlieren.
Eben darum geht es hier aber nicht: Bei einem Mindestlohn verlieren vornehmlich die Menschen, die derzeit in solchen Niedriglohnsektoren arbeiten. Bei einer Erhöhung bzw. Einführung eines Mindestlohns über dem derzeitigen niedrigsten Lohnniveau müssen viele Unternehmen einfach dichtmachen oder halt auswandern. Es gehen hier also Arbeitsplätze verloren.
Betroffen sind die Ärmsten der Gesellschaft: Junge, schlecht ausgebildete Arbeitnehmer.

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17. Juni 2007 11:05

Mitnahmeeffekte bei negativer Einkommensteuer

Jürgen Weber (weberjn)

"Herr Müller, wir wissen, dass zwei Euro die Stunde nicht viel sind, aber bedenken Sie, Sie erhalten doch vom Staat noch die negative Einkommensteuer dazu"

Wenn die Unternehmen wissen, dass der Staat geringe Einkommen aufbessert, können sie natürlich die nominalen Löhne senken. Letztlich ist das wieder Gewinnerhöhung für Unternehmen zu Lasten des Steuerzahlers.

Beim Mindestlohn haben die Unternehmer diese Möglichkeit nicht.

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17. Juni 2007 01:34

Ideologie

Dirk R Bode (Patou)

Mehr als fünfzig Jahre lang galt, das die Lohnfindung eine Freiheitskonstante der sozialen Marktwirtschaft war und bleiben sollte. Daran war nichts falsch. "Mindestlöhne" schaffte der Markt. Nun, da in vielen Marktsektoren die Konkurrenz schärfer geworden sind, schreien alle nach Protektionismus. Mindestlöhne sind nichts als eine Form des Protektionismus. Man kann für Protektionismus sein. Aber dann wandern eben die Märkte - oder schrumpfen und verschwinden. Das sind altbekannte Tatsachen. Die "sozialistische Staatengemeinschaft" war - zum Schutz der "eingeborenen" Arbeiterklasse - hochprotektionistisch. Das Ergebnis ist bekannt - aber politisch wie es scheint vergessen. Menschen- und/oder Warenströme hat es in der Geschichte immer gegeben - und kaum war der "Limes" errichtet, fand sich ein anderer Weg nach Rom. Will sagen: diese Diskussion ist ebenso illusionär, wie menschlich verständlich. Sinn macht sie dennoch kaum. Es gibt Branchen, Situationen und Momente, da kan ein Mindestlohn notwendig und erfolgreich sein oder aber auch hochschädlich. Niemand weiss es sicher. Also que sera,sera. Viel Lärm um fast nichts. Die Karawanen ziehen weiter - zu neuen Märkten u. Ufern

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17. Juni 2007 00:23

Volkswirtschaft

Hans H Niller (Niller)

wie kann man über die Wirtschaft schreiben, ohne den Begriff der Nation auch nur zu erwähnen?

Die deutschen Ökonomen und die FAZ scheinen sich mit dem kommenden Status Deutschlands als Schwellen- oder Drittweltland bereits abgefunden und das deutsche Volk schon abgeschrieben zu haben.

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16. Juni 2007 23:18

Furchtbar !

constantin b (LHStarAlliance)

Was sind denn das für Experten ?

Das sind Interessen Vertreter der Aktionäre ! Nichts anderes !

Sowieso Herr Sinn , so eine Null !

Unglaublich ! Die FAZ wird von Tag zu Tag schlimmer !

Konstantin

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16. Juni 2007 22:41

Ein Eingriff...

Sascha Franz (sascha_f)

durch den Staat in die Lohnautonomie ist niemals gut. Löhne müssen sich bilden.
Wenn eine Arbeit 3,50 wert ist, wird sie auch so bezahlt.

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16. Juni 2007 19:57

Demnach machen also viele Staten Unsinn,da sie Mindestlohn schon langehaben

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Also am Deutschen Wesen soll die Welt genesen...
Man will hierzulende alles besser wissen als die ganze Welt.
Das ist aber ganz sicher Unsinn.
Der Mindestlohn muss das nicht sein.

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16. Juni 2007 18:53

Mindestlohn als Gebot des Ordoliberalismus

Paul Schächterle (paulimausi)

Der Mindestlohn ist auch aus ordoliberaler Sichtweise eines der Gebote der Stunde. Danach muß nämlich die Gesellschaft, also der Staat, den Marktteilnehmern Spielregeln setzen, damit der Wettbewerb keine für die Gesellschaft schädlichen Auswirkungen hat.

Die Konkurrenz der Unternehmen um die niedrigsten Lohnzahlungen führt dazu, daß sich auch unproduktive Unternehmen am Markt durchsetzen. Dann nämlich, wenn sie es schaffen, ihren Arbeitnehmern niedrigere Löhne zu zahlen. Dies führt ohne starke Gewerkschaften oder staatliche Eingriffe zu einem Fall der Lohnsätze.

Diesen Effekt kann man in der Realität überall sehen. Unternehmen, die aus im wahrsten Sinne des Wortes besseren Zeiten noch Arbeitnehmer zu den damals üblichen Konditionen beschäftigen, bezeichnen diese Arbeitnehmer als "Altlasten" und versuchen sie (z.B. durch Auslagerung) in schlecht bezahlte Positionen zu drängen.

Das Lohndumping ist auch der Hauptgrund für die vermeintlich höhere "Produktivität" vieler privatisierter Unternehmen.

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16. Juni 2007 18:35

Preiserhöhungen und Rationalisierungen

Christoph Braun (mrcoolvogelbert)

Schön, dass wir nicht bereit sind mit unseren Steuern ein Mindesteinkommen der Schlechtverdienenden zu sichern. Sehr solidarisch.

Soldidarischer scheint es ja dann zu sein, statt mit Steuern eben mit Preiserhöhungen das Auskommen der unteren Einkommensklassen zu finanzieren. Dann bezahlen wir eben nicht mehr 50 Euro fürs Hotelzimmer, sondern eben 60 Euro. Dann kostet der Wachschutz eben 5 Euro mehr und auch der Friseurbesuch wird teurer.

Wollt Ihr nicht? Na dann schreit doch wieder nach der gerechteren Verteilung der Einkommen, der Vermögenssteuer und höheren Spitzensteuersätzen!

Auch wird es bei der Einführung von Mindestlöhnen am unteren Ende der Lohnskala zu Rationlisierungsmassnahmen kommen. Musste ein Bett innerhalb einer bestimmten Zeit gemacht werden, so müssen sich die Angestellten nun mehr beeilen, weil, ja, weil wir keine höheren Preise bezahlen wollen oder unsere Steuern eben nicht für die Mindestabsicherung der Menschen verwendedet werden sollen.

Es ist doch immer das gleiche: Allen soll es besser gehen und nur ich will dafür nicht bezahlen.

Ach ja, was ich mich immer frage ist, warum für 14 Ökonomen überhaut Ausbildung, Geld und Gehöhr gewähren wenn wir doch eh nicht auf sie hören wollen.

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16. Juni 2007 17:07

Deckt ein Mindestlohn die Lebenshaltungskosten...?

wolf haupricht (emilgilels)

Es wird beispielhaft mit 7,50 €/Std gerechnet. Bei 160 Std/Monat sind dies 1.200,00 € oder alt in= DM gerechnet wären es rd. 2.400,00 DM gewesen.
Vor zehn Jahren und erst recht früher hätte dies zum Leben in etwa gereicht.
Sind es nicht auch die Kosten, z.B. Miete plus besonders NK und Lebensmittel, Abgaben an den Staat etc., die extrem steigen?
Da hält die Lohnentwicklung schon lange nicht mehr mit. Kostenentwicklung einfrieren? Geht auch nicht.
Mindestsicherung als Staatsgarantie? Vielleicht eine Vereinfachung, jedoch keine Beschäftigungsgarantie.
Bei einem Wirtschaftswachstum von z.Z. 3,2 % dürften kräftig Arbeitsplätze entstehen.
Das und die Qualifizierung ungelernter Kräfte sind m.E. die Maßnahmen, die auf lange Sicht helfen können und den Staat, sprich Steuerzahler, entlasten.

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16. Juni 2007 16:59

@Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

"In der DDR gab es ja für alles einen Rechtsanspruch, auf Arbeit auf Mindestlohn, auf Krippenplatz - nur nicht auf Freiheit die Chance, aus dem Einheitsbrei herauszukommen durch Leistung, Fleiss und ein bisschen Glück."

Selbst die Mutterländer des Wirtschaftsliberalismus – Großbritannien und die USA – haben einen Mindestlohn. Sind diese Länder dann in Ihren Augen auch sozialistisch?

Und noch was zu den Schlagworten Leistung und Fleiß: Beim Thema Mindestlohn geht es um Menschen, die für ihr Geld arbeiten(!). Es soll hier also keinem was geschenkt werden.

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16. Juni 2007 16:25

Und wo soll das Geld herkommen für den vom Staat finanzierten Ausgleich?

Andrea Weigelt (Andrea.Weigelt)

"marktgebildetes Lohnniveau" = kein ausreichendes Einkommen für den Lebensunterhalt und erst recht kein Einkommen für Konsum, das bedeutet
a) staatliche Zusatzleistung für Lebensunterhalt bezahlt aus Steuern, die wer? bezahlt
b) geringerer Umsatz für Einzelhandel und Konsumgüterindustrie = weniger Arbeitsplätze

Weniger Umsatz, weniger Arbeitsplätze bedeutet wiederum weniger Steuereinnahmen aus Einkommens-, Mehrwert-, Unternehmenssteuern.

Weniger Staatseinnahmen = weniger Ausgaben für Investitionen des Staates = weniger Aufträge für Unternehmen, weniger Arbeitsplätze

und das in einem bis zur Rezession verlaufenden Kreislauf.

Wo soll da doch gleich der Kreislauf durchbrochen werden? Der Staat soll Zuschüsse zum Lebensunterhalt geben, das dann durch Steuereinnahmen von den Unternehmen bezahlt wird die, ... ja wer denn? Diejenigen, die noch Einkommenssteuer bezahlen? oder die Unternehmen, die dann ihren Firmensitz ins Ausland verlagern, weil dort die Steuern so viel niedriger sind?

Wir leben in einer Zeit in der Gier und unsoziales Verhalten "sexy" geworden ist. Und es wird langsam Zeit, dass wir als Gesellschaft sagen, es reicht! Gute Geschäfte ja, aber keine Ausbeutung.

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16. Juni 2007 15:22

In anderen Ländern funktioniert es gut

J Guest (dejogu)

Ein Zitat aus der Süddeutsche Zeitung:

"Tatsache aber ist, dass in zahlreichen, mit Deutschland strukturell vergleichbaren Ländern der gesetzliche Mindestlohn funktioniert. So betrug der minimale Stundenlohn Anfang 2007 laut Eurostat in den Niederlanden 8,13, in Irland 8,30 und in Großbritannien 7,90 Euro. Alle drei Länder glänzen mit niedriger Arbeitslosigkeit."

Also, warum nicht hier? Wäre auch sozialgerecht.. Ich bin dafür, auch wenn ein Besuch beim Friseur mich dann mehr kostet.

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16. Juni 2007 14:26

Sozialismus voran

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Als ob wir aus der Vergangenheit nichts lernen. In der DDR gab es ja für alles einen Rechtsanspruch, auf Arbeit auf Mindestlohn, auf Krippenplatz - nur nicht auf Freiheit die Chance, aus dem Einheitsbrei herauszukommen durch Leistung, Fleiss und ein bisschen Glück.

Das ausgerechnet unter einer CDU geführten Regierung dieses Thema wieder aufkocht, ist doch blanker Hohn in vielfacher Hinsicht: Frau Merkel kommt doch aus den neuen Bundesländern und müsste wissen, dass dieses System versagt. Alle Wirtschaftsexperten und Forschungsinstitute bestätigen, dass der Mindestlohn extrem schädlich ist. Drittens: Faktisch haben wir ihn ja sowieso.

Was also bewegt Frau Merkel: Ganz einfach - der unermessliche Drang nach Macht. Anstatt die Regierung daran platzen zu lassen, hat sie Angst um ihren Posten, um ihr Gehalt und natürlich endlich die Möglichkeit, auch über Potsdam heraus die Welt kennezuleren - trotz des katastrophalten Englisch ---- ja - und dann kann man ja alle Prinzipien über Bord werfen.

Frau Merkel, sie sind eine schlechte Kanzlerin. Ich hoffe nur, dass diese Koaltiion bald zerplatzt und sie dann von einem anderen Spitzenkandidaten, zB Herrn Koch abgelöst werden.

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16. Juni 2007 13:54

Nicht nur eine Frage der Ökonomie.

Andreas Neubert (Citizen_Kane)

Jeder der gegen einen Mindestlohn ist muss auch die Frage beantworten, was mit den Menschen gemacht werden soll, die von ihrer Hände Arbeit nicht (über)leben können. Das bedarf einer gesellschaftlichen und nicht rein ökonomischer Antwort.

Das man Menschen in unserer Gesellschaft (erst recht wenn sie arbeiten) nicht verhungern lassen darf, steht wohl außer Frage. Die Ökonomen machen es sich aber zu einfach wenn sie sagen, der Markt lässt höhere Löhne nicht zu und der Staat soll sich aus dem Markt raushalten. Ein Staat der dann Geld zuschießen muss, weil arbeitende Menschen von ihrem Lohn nicht leben können, stellt nämlich auch einen Eingriff in den Markt dar, der zu Marktverzerrungen führt.

Ich sehe es als Steuerzahler dieses Landes nicht ein, mit meinem Geld die Lebenshaltungskosten von anderen Arbeitnehmern zu subventionieren, nur weil deren Arbeitgeber keine angemessenen Löhne zahlen wollen oder können.

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16. Juni 2007 13:32

Professoren vs gesellschaftlicher Konsens ?

Thomas Gerth (MarcaurelI)

Wenn Professoren an ihren Lehrstühlen mathematische Modelle ausbrüten, muß dies nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun haben. (Dies habe ich im eigenen VWL/BWL Studium zur Genüge erfahren)
Da ich nicht glaube, daß die zu frisierenden Köpfe/die zu bewachenden Objekte sofort nach Polen auswandern, ist weit und breit kein Grund erkennbar, weshalb Friseuerinnen und Wachleute nicht soviel verdienen sollen, daß sie davon leben können. Wenn dieses Argument auch nicht für alle Branchen gilt, so trifft es zumindest auf weite Teile des Dienstleistungsgewerbes zu.
Ob es sich nach einer Zeit des Übergangs noch lohnt, Hotelwäsche in der Ukraine waschen zu lassen bezweifele ich. Könnte nicht die herrschende "Geiz ist geil" Mentalität die wesentliche Ursache der Misere ist, denn wieviel kann eine Friseuse verdienen, wenn der Haarschnitt für 5 oder 10 Euro angeboten wird. Hier wird eine Gruppe von Menschen durch den Rest der Gesellschaft regelrecht ausgebeutet!
Sind wir uns eigentlich darüber im Klaren, was es bedeutet, zugunsten der ständig zitierten "Produktivität" unseren gesellschaftlichen Konsenz aufzukündigen ? Sind die - mathemitisch sicher korrekten- Forschungsrgebnisse der Professoren dies wert ? Es geht hier auch Würde !

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16. Juni 2007 13:17

Ökonome sind zu nix gut!!!!!

Christian Pack (flumer)

Zitat::
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Denn kein Arbeitgeber ist gezwungen, zu einem Mindestlohn einen Arbeiter zu beschäftigen. Er hat Alternativen, kann seine Produktion in ein anderes Land verlagern oder die Arbeit von Maschinen machen lassen
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Diese Leute sollten doch erst mal wenn sie von Ihrer schönen kleinen Villa am Stadtrand zu Ihren Arbeitsplazt im 20 Stockwerk fahren mal anhalten wenn sie sich das überhaupt trauen, aber bitte nicht auf der Königsalle in Düsseldorf sondern dort wo sich Arbeitnehmer aufhalten dort würden sie schon in erfahrung bringen das es vorallem der Dienstleistungs sektor ist der zu wenig verdient das man davon nur grade so über die runden kommt und von den arbeitgebern wird wohl keiner ins ausland gehen oder meinen die ökonome das alle ins andere land fahren um sich die haare machen zu lassen.
Das sind alles nur ausreden sie haben nur angst sie müssen dann ein paar euro mehr bezahlen an der autowaschanlage und bei ihrer zeitungsabo. Es werden keine Arbeitslose dadurch enstehen DENN die arbeiten müssen gemacht werden auch wenn es teurer ist aber was die arbeitnehmer in der tasche haben geben sie ehh wieder aus .

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16. Juni 2007 13:08

Der eigentliche Grund...

Frank Adensam (Adensam1)

...weshalb die Einführung von Mindestlöhnen bei aller ordnungspolitischen Skepsis wahrscheinlich unumgäglich sein wird, ist die Öffnung unseres Arbeitsmarktes ab 2011 in Richtung Osten. Alles andere ist Spiegelfechterei.

Ich hoffe nur, dass er dann aber in einer Höhe liegt, in der er unserer Volkwirtschaft keinen Schaden zufügt, also nicht höher als der bereits heute real existierende Mindestlohn, nämlich das ALG II.

Ein abstoßendes Schauspiel im politischen Zirkus der darauf folgenden Jahre wird leider sein, dass die Höhe des Mindestlohns dann regelmäßig zum Wahlkampfthema gemacht wird.

Ob die Linke dieses Thema deshalb so vehement nach vorne treibt?

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