Bundesagentur für Arbeit

Mehr Bürokratie wagen

Alle reden von Entbürokratisierung, nur Arbeitsminister Olaf Scholz nicht. Er bastelt intensiv an Plänen, mit denen er die Bundesagentur für Arbeit zur neuen Superbehörde für Soziales machen will. Von Carsten Germis

Lesermeinungen zum Beitrag

25. Februar 2008 18:38

Noch mehr Bürokratie?

Klaus Niemann (Hartz58iger)

Und vor allem, lasst die Sozialhilfesachbearbeiter bei den Sozialhilfeempfängern, und Hände weg von den Arbeitslosen, auch wenn sie länger als ein Jahr arbeitslos sind.
Damit vermeidet ihr das kalte Grauen, was einem normalen Nicht-Kriminellen Arbeitslosen widerfährt, wenn er sich von dieser Kommunal-Sachbearbeiter-Kaste bedienen läßt.

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25. Februar 2008 13:43

Danach privatisieren wie Post etc.?

Alex Merck (AlexM3)

Und anschliessend sollte der neue staatliche Super-Arbeitsvermittlungskonzern, der massive zu viel Bürokratie hat (und haben wird) dann privatisiert werden. Dann können die jetzt schon zwei bis drei überflüssigen Hierarchie-Level bereinigt werden, der deutsche Michel wird als Volksaktienkäufer benutzt und trägt ab dann das Risiko ... etc.. Dann wird man per Gesetz und Verordnungen sicherstellen, das private Arbeitsvermittler und Zeitarbeitsfirmen gegen diesen Konzern keine Chance haben - und alle bereinigten Mitarbeiter werden schliesslich in einer neuen unnützen Bundesbehörde verbleiben, die dieses Unternehmen und potentielle Konkurrenten überwacht (selbstverständlich auf unsere Kosten). So schafft man insgesamt mehr unnötige Stellen im Land und weitere massive Schäden.

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25. Februar 2008 07:28

Die BA weitet nicht nur hier ihr Betätigungsfeld aus..

Ulrich Reinhardt (trullrich)

Schon seit einigen Monaten ist deutlcihe sichtbar, daß die BA Ihre Betätigungsfelder immer mehr ausweitet. So schreibt Sie die Produktion von Lernprogrammen aus, führt Bewertungssysteme für Lerneinheiten anderer Anbieter ein, geht mit einer Business-Lounge auf bundesweite Tour, berät Studienabbrecher (Münster), gibt theoretische Nachhilfe für potentielle Lehrabbrecher usw. Noch mehr Hinweise und mehr finden sich unter: www.trendbote.de/info-ausschreibungen-ba.htm .

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24. Februar 2008 17:01

Mehr Bürokratie – Chancen für kreative Ideen

Hermann Trouvain (liwiz)

Herr Scholz will eine neue Superbehörde. Er hat doch recht, Frau Schmidt war ja mit dem Gesundheitsfond schon erfolgreich. Das Gesundheitsministerium erhält seine Geldvernichtungsmachine, wieso nicht das Arbeitsministerium auch?
Frau vdL wäre zu empfehlen, eine Bundesagentur für Kinderkrippen zu initiieren. Diese Agentur könnte dann auf Kindergärten und Schulen ausgeweitet werden. Lokale, bürgernahe Verwaltung ist doch eher suspekt, das kann man aus Berlin heraus sicherlich viel besser.
Herr Scholz könnte zudem von seiner Parteifreundin Schmidt lernen: Zusammenfassung der Rentenversicherunganstalten (BFA+LVAs) und der berufsständigen Versorgungswerke unter einer neuen Superbehörde. Das böte Gelegenheit, die Ungleichbehandlungen "auszugleichen".
So stellt man als MinisterIn in Berlin Einfluß sicher, ob es den Bürgern und den Betroffenen nützt, sollte bitte nicht allzukritisch hinterfragt werden. Hauptsache die Bürokratie wächst und wächst und wächst.
Was sagte Frau Merkel 2005 zu diesem Thema?

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24. Februar 2008 15:43

Als Kommunalbeamter müsste man mit dem Klammerbeutel gepudert sein...,

Wilhelm Friedrich (WillyF)

wenn man freiwillig einen Dienstherrenwechsel zum Bund hin vollzöge. Denn Bundesbeamte sind grundsätzlich im gesamten Bundesgebiet einsetzbar. Was das bedeutet haben vor 20 Jahren schon BGS-Beamte in Aachen-Lichtenbusch erfahren, als dort die Grenzkontrollen abgebaut wurden, aber die Grenzen zu Polen gesichert werden mussten... Von einem Tag auf den anderen fanden sie sich in Frankfurt/Oder wieder, obwohl die meisten von ihnen ihr klein Häuschen in Aachen hatten.

Und was der Abbau von Bundesbehörden bedeutet, davon können Beamte der Bahn und der Post ein ein gar garstig Liedchen singen.

Also aufgepasst, liebe Kommunalbeamte und nicht voreilig den Dienstherrn wechseln. Sie könnten es irgendwann bitter bereuen!

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24. Februar 2008 15:42

Erhellend und bezeichnend ...

Bernd Siegel (bsgl)

Es ist ein informativer Artikel, der Programmatik und taegliche Politik der Sozialisten am praktischen Beispiel demaskiert: Immer wohl Staat, immer weniger Eigenverantwortung, weniger Freiheit - und dafuer noch mehr (Beamten-) Pfruende. Fuer all das stehen die SPD und ihr Arbeitsminister. Bezahlen muss all dies der Steuerzahler. Aber der will dies wohl so - sonst wuerde doch nicht eine Mehrheit der Deutschen immer wieder so waehlen? Der SPD-Plan verfolgt eine perfide Methode: Je mehr Arbeitslose und Hartz IV-Empfaenger, desto mehr potentielle Waehler. Denn wer arbeitet, Steuern zahlt und Sozialversicherungsbeitraege abfuehrt, der ueberlegt sich doch lieber drei Mal, ob er seine Stimme der sozialistischen Umverteilung gibt.

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