
für Sie, Johanna Colsman, wenn es Ihnen gelingt die Welt von dieser Plage zu befreien.
Nur fürchte ich, das Preisgeld wird nicht ausgezahlt. Denn die Kriegsgewinnler, in diesem Fall: die Kriegsgewinnlerinnen, werden natürlich nicht auf ihre Einnahmequelle verzichten. Gegen die Phalanx der raffgierigen Gerechtigkeitsindustrie haben weder Sie noch ich einen Chance.
Und so werden die uns weiter beglücken mit immer neuen Statistiken, „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen und Studien - jede mit dem Ergebnis, dass wir (mit „wir“ meinen die nicht die Gemeinschaft sondern den eigenen Stall) noch viel mehr Vereinen, Stiftungen, Kommissionen, Beauftragtinnen, Kuratorien und Lehrstühlinnen brauchen.
Was bleibt denen auch anderes übrig?
Denn wenn diese Industrie nicht weiter mit Steuermitteln unterhalten würden, müssten die Protagonisten ihr Geld vielleicht in der Industrie verdienen. Können Sie sich vorstellen, dass Frau „Prof.“ Allmendinger (FAZ 27.03.08, Frauen wollen Karriere - und Kind) fähig wäre ihren Lebensunterhalt durch ehrliche Arbeit zu verdienen? Nein? Ich auch nicht.
Und so werden wir im Wochentakt neue Erkenntnisse lesen über dass böse Patriarchat allgemein, die bösen Männer und ... na, ja, die Litanei ist allgemein bekannt.

Die deutsche Familienministerin freut sich: fast 10% der Antragsteller auf Elterngeld sind Männer. Aber: lediglich 40% der männlichen Antragsteller nehmen mehr als 2 Monate Elternzeit, während 80% der weiblilchen die vollen 12 Monate beantragen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau kindbedingt längerfristig beruflich ausfällt liegt mehr als 20 Mal höher als beim Mann. Dies kann und bleicht nicht ohne Auswirkung auf Personalentscheidungen bei Arbeitgebern.
95% der Erziehung (Mutter, Tagesmutter, Kindergärtnerin, Grundschullehrerin) liegt bei Frauen. Es sind Frauen, die den Kindern nicht das Prinzip der Gleichberechtigung von Mann und Frau vorleben, sondern das Prinzip der strikten Arbeitsteilung. Das Leben von Männern kennen viele Kinder nicht.
Warum sollte es denn ein Ziel von Frauen sein, selbständig erfolgreich zu werden, wenn dann von ihnen erwartet wird, bei einer Mutterschaft alles für mindestens ein Jahr sausen zu lassen, am besten der männlichen Konkurrenz übergeben, die ja schließlich eine Familie ernähren muß.

Zunächst einmal: Die Fakten, so sie denn zutreffend sind, die Frau Oberhuber in ihrem Artikel aufzählte, sind erfreulich! Erfreulich für Frauen, aber auch erfreulich für alle Männer. Es zeigt nämlich, dass wir uns einem Zustand nähern, in dem es keine gesellschaftlichen Unterschiede mehr zwischen Mann und Frau gibt. Das ist insofern auch für Männer positiv, als dann Frauen anfängen können an ihrer Paranoia zu arbeiten. Die Paranoia nämlich, dass Männer Frauen ihren Erfolg nicht gönnen. Die Autorin offenbart ihre Paranoia mit dem Titel des Artikels. Warum sollte ein souveräner Mann sich darüber freuen, dass es keine oder kaum weiblichen Pioniere gibt?
In diesem Sinne erscheint die Wahl des Titels ein Wunschdenken der Autorin zu offenbaren. Der Wunsch ist Vater des Gedankens! Der Mann wird als ein böses Wesen dargestellt, die Frau ist das arme Opfer. Offenbart wird damit eine aggressive Denkstruktur der Autorin.
Aber Aggressivität schränkt Kreativität ein. Es bedarf aber der Kreativität, die spielerische Betrachtung der Probleme und Ziele im Sinne von Schiller um Pionier zu sein!

Dass Sie meinen bescheidenen Kommentar mit so einem langen Monolog beantworten, ehrt mich sehr. Mein erster Satz, Fr. Hassa war aber bestimmt nicht freundlich neckend, sondern bewusst provozierend gemeint. Sie sind dankbarerweise darauf eingegangen und haben somit meine Behauptung auf wunderbarer Art bewiesen: Berechenbar verbissen, denn mit allem Respekt und um nur einen bekannten Sprichwort zu zitieren „getroffene Hunde bellen“. Vielen Dank schon mal für den hervorragenden praktischen Beweis.

Wieder mal „erobern Frauen die Männerdomänen“.
So neu ist das nicht, denn das tun die schon seit Jahrzehnten.
Behaupten sie jedenfalls.
Leider sind die bisher immer als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet. Denn außer dass immer mehr Prinzeßchen auf von Männern finanzierten Sesseln sitzen, ist nun mal kein Fortschritt erkennen. Jedenfalls nicht wenn wir sehen, dass Marie Curie schon vor 100 Jahren 2 Nobelpreise gewonnen und Margarete Steiff bereits 1880 eine weltbekannte Firma gegründet hat; was die "Wissenschaftlerinnen nicht hindert zu „beweisen“, dass Frauen erst seit 3 Jahren die Schule besuchen dürfen (oder so).
Denn „obwohl die Frauen die Hälfte der Weltbevölkerung stellen“ sind es „immer noch“ Männer, die Mülltonnen leeren, Kanäle reinigen, Baugruben ausheben, Schalung bauen, Firmen gründen und leiten, installieren, reparieren, konstruieren, erfinden.
Am erfolgreichsten sind die Powerfrauen immer noch beim Erforschen der Frauen - und beim Schreiben von Büchern über Frauen.
Wir wissen nicht, warum Frauen ständig über sich selbst Bücher schreiben. Offensichtlich scheint nur eins: Frauen können alles, und alles besser. Weiß der Kuckuck, warum sie darüber ständig Bücher schreiben müssen, statt es einfach zu tun.

Naja, Herr Declerq, wenn Sie nicht so giftig schreiben würden. Inhaltlich tät ich Ihnen ja zustimmen. Sie finden Ihren ersten Satz wahrscheinlich freundlich neckend - in Wirklichkeit ist er in genau dem selben Tonfall verfasst und drückt genau das gleiche aus, wie vor 100 Jahren "mein Frauchen", die Bücher der Trotzkopf Serie oder die Diskussion in den siebzigern, ob Frauen Tagesschausprecherin werden können.
Diesen Kampf haben wir geführt und diesen Kampf haben wir gewonnen. Wir haben Ihrem Satz und allen ähnlichen Sätzen "Das liebenswürdigste an Frauen ist eindeutig ihre Berechenbarkeit" den Boden genommen, auf dem sie unsere Unfreiheit verfielfältigen konnten.
Als so ein Satz von der Unterdrückung der Frau zeugte, war die Welt noch einfach. Die Unterdrückung der Frau (als Unterdrückung einer Person wegen ihres Geschlechts) ist nicht mehr vorhanden - diese Sätze sind geblieben. Geblieben sind umgekehrt, von Frauen über Männer, natürlich auch ähnlich verletzende Sätze.
Wir hätten jetzt die Freiheit, den Geschlechterkampf aufzugeben :-)

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Nur jeder dritte Unternehmer ist eine Frau.
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Jede Mutter ist eine Frau. Das ist kein Verdienst, kostet aber trotzdem Zeit und Kraft. Wir müßten uns ja um die Männer Sorgen machen, wenn Frauen zusätzlich zu den biologischen Unabänderlichkeiten überall die Hälfte täten.

Das liebenswürdigste an Frauen ist eindeutig ihre Berechenbarkeit. Wie erwartet dauert es nach dem Artikel „Frauen wir haben versagt“ nicht lange, bis das erste schmollende alpha-Mädchen eine schmollende Antwort gibt.
Berechenbar zählt Fr. Oberhuber (nachdem sie für die FAZ den Nachtleben der Ranking-Städte getestet hat) die Paar bekannten historischen Leistungen von Frauen der dritten Reihe herunter (Kaffeefilter, Ada, usw.). Rührend werden dann erfolgreiche Power-Frauen genannt und schließlich werden in herrlicher Vorhersehbarkeit auch die Gründe für das Versagen heruntergespult: Es fehlt den Frauen an nötigem Geld, an Förderung von Eltern, Schule und Staat (Wie viel noch??), anders ausgedrückt: Frauen sind (wie kann es anders sein) benachteiligt.
Gerade auf solche Haltung und die hier eingebrachten „Argumente“ hat Fr. Weiguny in ihrem Artikel hingewiesen und vorhergesagt (siehe „Der Ton wird schnell biestig!“) .
Der Titel der Artikel verdeutlicht die hier vermittelte unsachliche und verbissene Haltung: Was haben nun die Männer verbrochen, Fr. Oberhuber, dass Fr. Weiguny ihren Artikel geschrieben hat. Spricht hier etwa eine Tiefsitzende Missgunst und ein allgegenwärtiger Neid gegenüber den Männern??

Muß ich mich jetzt in die "Nichtnormal"-Ecke verziehen, wenn ich es begrüße, dass die weiblichen Qualitäten endlich in zentralen Bereichen der Gesellschaft die tragende Rolle einnehmen, die ihnen zusteht.
Wenn jemand intelligent genug ist, wird er sich bei wichtigen Fragen Zeit für Überlegungen nehmen - "zaudern"? oder einfach klug.
Die weiblichen und männlichen Qualitäten sind bestimmt nicht deshalb so unterschiedlich, damit wir unendlich streiten können.
Beim Wettbewerb werden beide Seiten herausgefordert, das Beste zu zeigen- gut so.
Nach dem Wettbewerb - wie viele haben wir schon hinter uns - wird es Zeit, nachzuschauen, wie wir uns ergänzen können, um das zu erreichen, was keine Seite allein verwirklichen kann.
Aufeinander loshacken dient der Selbstdarstellung. Diejenigen, die ihre Möglichkeiten kennen, brauchen sie nicht zu beweisen. Sie suchen nach Ergänzungen und Weiterentwicklungen. Interesse?

Augusta Ada Lovelace hat keinen Computer entwickelt, sie hat Programme fuer einen Computer geschrieben, der ist aber von Charles Babbage entwickelt worden.