100 Tage Schwarz-Rot

Totalausfall auf dem Arbeitsmarkt

Bei den Arbeitsmarktreformen herrscht nur noch Konzeptlosigkeit. Die Reformenideen der rot-grünen Regierung durchzog wenigstens eine Art roter Faden, mittlerweile werden Maßnahmen und Kürzungen verschleppt.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. März 2006 09:55

Als Unternehmer in Deutschland zu investieren macht keine Freude mehr!

Mete Can (Mete1)

s.g. damen und herren,

bin ein türkischstämmiger ökonom und personaldienstleister in deutschland, stelle zunehmend fest, dass deutschland sich immer weiter in den abseits drängt, d.h. es gibt für unternehmen fast überhaupt keinen grund mehr, in deutschland zu investieren, alles voller bürokratie und lästige unverständliche gesetze und steuerregelungen. die politker haben es über viele jahre geschafft, die luft der investierer und unternehmer aus dem mittelstand die luft zuzuschnüren, man hat irrtümlicherweise gedacht, dass vieles über gesetze und paragraphen lösbar sei, so jetzt steckt deutschland im tiefsten schlamm fest und keiner will es gewesen sein! wir brauchen in deutschland verantwortungsbewusste macher , keine unsinnigen juristen, die in der privatwirtschaft nichts gebacken haben und deswegen ihr glück in der politik suchen. politik sollte von erfahrenen managern gemacht werden, nicht von irgendwelchen spinnern aus der juristerei, die ständig nur gesetze weben können, sonst nichts!

auch ich denke, mein unternehmen in deutschland in ein anderes land zu verlagern, muss verantwortung für mein unternehmen nehmen, die rosige zeiten in deutschland sind vorbei, viele meiner ausländischen unternehmerfreunde halten deutschland für ein untergehendes schiff in europa ohne perspektive. keiner will in deutschland investieren, warum auch...

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01. März 2006 08:45

Verschlimmbesserungen

Andreas Rohe (ARohe)

Es ist der Verdienst des Autors nochmals die aktuellen Strukturprobleme und die Zusammenhänge zwischen Politik und Wirtschaft zu skizzieren. Unser Land ist den Herausforderungen der veränderten Wettbewerbskoordinaten der Weltwirtschaft nicht gewachsen. Die Rat- und Konzeptlosigkeit wird derzeit eindrucksvoll von der CDU/CSU/SPD- Koalition dokunentiert. Die aktuell in der Verantwortung stehende Politiker- Generation hängt Paradigmen an, die in der Gegenwart und in der Zunkunft nicht mehr funktionieren. Im wesentlichen basieren diese Paradigmen auf:
1. Vollbeschäftigung, 2. regelmäßiges uns hohes Wirtschaftswachstum, 3. soziale Parität. Auf die veränderte politische Lage: 1. Überwindung des politischen Ostblocks, 2. Wirtschaftsdynamik Fernost; 3. kompliziertes EU- Gebilde; fehlen die Visionen und Strategien. Das ist der entscheidende Unterschied zu den
Wirtschaftsunternehmen die entsprechend handeln, da die Märkte diese Prozesse radikal verlangen. Die Politik hingegen handelt nach dem Prinzip der Verschlimmbesserung nach dem Motto: "Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass". Müntefering ist schlicht der Protagonist dieses Prinzips. Er repräsentiert die Auffassung der Koalition und im Zweifel den Willen des Wählers, das müssen wir endlich ernst nehmen.

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01. März 2006 07:12

Nicht alles ist schlecht

Peter Milka (McDuff)

Sicherlich läuft vieles falsch bei den Arbeitsmarktreformen. Allerdings ist nicht alles schlecht. Es wurde zumindest ein Rückfall in die Frühindustriealisierung verhindert. Es geht schließlich nicht an, daß nur noch die Arbeitgeber den Arbeitsmarkt bestimmen. Auch die Einführung eines Mindestlohnes ist nicht falsch. Warum soll denn auch der Steuerzahler letzendlich das Lohndumping finanzieren. Von einem Vollzeitjob sollte man leben können.
Was fehlt ist eine Steuer, welche Auslandsinvestitionen die mit in Deutschland erwirtschaftetem Kapital finanziert werden belastet. Damit könnten sicherlich Maßnahmen zur Belebung des Arbeitsmarktes finanziert und auch die Vernichtung deutscher Arbeitsplätze verhindert werden.

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