Kommentar

Gemästete Sonnenanbeter

Die Freunde des Sonnenstroms tragen heute keine Schafspullis mehr, sondern Anzug und Krawatte. Sie wollen nicht die Welt verbessern, sondern ihre eigene Renditen. Das ist nicht ehrenrührig. Doch die Solar-Förderung in Deutschland ist zu hoch. Ein Kommentar von Christian Geinitz.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Juni 2007 16:13

"Gemästete Sonnenanbeter" vom 23.6.

Andreas Hänel (AndreasHaenel)

Zu dem Artikel "gemästete Sonnenanbeter" ist Folgendes anzumerken:
- vollkommen unerwähnt bleibt die Tatsache, dass der Gesetzgeber im EEG vorschreibt, dass die Einspeisevergütung für Solarstrom jährlich um 5% für dachmontierte Anlagen und um 6,5% für Freiflächenanlagen gesenkt wird. Diese massive Absenkung übt enormen Innovationsdruck auf die Branche aus und hat in den vergangenen Jahren zu deutlichen Effizienzverbesserungen und Kostenreduzierungen geführt.
- der genannte Einspeisetarif von 49 cent bezieht sich auf dachmontierte Anlagen. Für große Freiflächenanlagen liegt der Einspeisetarif bei nur noch rd. 38 cent
- die Rahmenbedingungen für Solarstrom sind in einigen europäischen Ländern bereits heute deutlich besser als in Deutschland.
- die zitierten Solarmodulkosten entsprechen schon lange nicht mehr der Realität; sie sind schon deutlich gesunken. Heutzutage bekommt man für diesen Preis ein komplettes Photovoltaiksystem
- Es gibt nur zwei deutsche Solarfirmen mit relativ hohen Gewinnen. Ein Unternehmen mit 25% Umsatzrendite gibt es in Dtl. nicht, wenn man einmalige Sondereffekte außen vor lässt.
- die Investitionssumme der deutschen Solarunternehmen übersteigt den Gewinn um ein Vielfaches.

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25. Juni 2007 12:38

Zur Einspeisevergütung

Berthold Grabe (BGrabe)

Die Einspeisevergütung bleibt 20 Jahre lang konstant. die Höhe dieser konstanten Vergütung wird bestimmt durch das Baujahr der Anlage, aktuell sind 0,49 € über 20 Jahre garantiert, diese Vergütung sinkt automatisch mit jedem späteren Baujahr für Neuinvestoren, allerdings nicht so schnell, wie hier für Neuanlagen gefordert.

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24. Juni 2007 20:28

so oder so

Axel Unbehend (unbehend)

der Stromabnahmepreis der durch das EEG festgelegt ist, sollte bitte nur sehr vorsichtig mit Augenmaß geändert werden! Es gilt zu bedenken, dass einerseits ein "wachrütteln der gemästeten Solarproduzenten in Deutschland wichtig und wünschenswert wäre - andererseits würde durch eine zu scharfe Korrektur die Existenz der Firmen gefährdet (siehe Konkurrenz aus Asien und Osteuropa). Wir würden also den Betrag nicht als Strompreis-Abgabe sondern als erhöhte Sozialabgabe bezahlen. Bedenke - nur das EEG gibt ein Förderungsende vor.
Dazu kommt noch der Aspekt der Technologie Führerschaft - falls wir den Unternehmen das Leben und damit auch die Forschung und deren Umsetzung in brauchbare Produkte erschweren, können wir die Forschungsunterlagen gleich ins Ausland verkaufen.
Siehe Bildschirmtechnologie...
Axel Unbehend

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24. Juni 2007 03:23

zweischneidiges schwert

Frank Geiser (geiser123)

Man muss natuerlich ebenfalls sehen das der Standort Deutschland nicht ohne diese Foerderung entstanden waere. Die Solartechnik waere nie soweit gekommen wenn es z.B. nur 20 cent gegeben haette. Wir wollen mal schauen ob die Preise nicht doch ein wenig purzeln. Duennfilm-Tech und die Konkurrenz aus dem Osten stehen schon in den Startschuhen. Auch nahm ich an das die Einspeiseverguetung jaehrlich abnimmt, und nicht eine kontante Zahl darstellt ... richtig?
Die Darstellung das ja der arme Energienutzer die Solarindustrie mitfoerdert (selbst wenn er mit Solar nichts zu tun haben will) ist eine Milchmaennchenrechnung. Im Grunde genommen zahlt der Buerger immer, egal um welche Foerderung (Nucklear, Kohle, Forschung, Militaer etc.) es sich handelt. Woher soll das Geld denn auch kommen wenn nicht aus dem Steuersaeckel?

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23. Juni 2007 23:18

Rotgrüne Gehirnblähungen

Rudolf Neuber (r.neuber)

Endlich einmal ein Beitrag, der mit der ideologisch verzerrten Gesundbeterei der Stromversorgung mit Hänschen-klein-Energien aufräumt. Immer wieder wird gegen jede Wahrheit von subventionierter Seite behauptet, die Hänschen-klein-Energien würden schon in aller Kürze die ideologisch verhetzte Nuklearenergie ersetzen. Was für eine gigantische Lüge! Rechthaberei aus sturen Dummköpfen!

Autor Christian Geinitz spricht zu Recht von gemästeten Sonnenanbetern und der Aufpäppelung nicht wettbewerbsfähiger Wirtschaftszweige durch Zwangseintreibung von Geldern bei den Stromzahlern – eine ideologische Schweinerei der rotgrünen Besserwisser-Regierung unter Schröder.

Es ist nicht nur höchste Zeit , über diese politische Pestbeule zu diskutieren, sondern dringend notwendig, die Subvention und Zwangseintreibung beim Stromverbraucher sofort abzuschaffen!

Aber der Begriff "Konsequenz" ist für die Schröder-Ableger in der Koalition genauso verhaßt wie "Verantwortung" oder "rechnen" oder "haften" oder "Logik" – davor laufen die rotgrünen Sonnenanbeter lieber davon. Also wird es keine Einsicht geben und der Stromzahler wird immer weiter abgezockt.

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23. Juni 2007 21:47

Strompreise

Günter Piske (piskebuedingen)

Diese Klarstellung war fällig! Vielen Dank dafür. Es ist nur merkwürdig, dass dieselben Kreise, die die steigenden Strompreise anprangern, selbst für deren Steigen sorgen. Es ist auch kein Wunder, wenn die Energiekonzerne im Hinblick auf steigende Abnahme-Verpflichtungen schon einmal Vorsorge treffen.
In der DDR zahlte der Staat den Kleingärtnern für ihre Stallhasen und andere Produkte mehr als nachher nach deren Verarbeitung im Laden dafür zu zahlen war. Beim Strom sind wir schon so weit, nur dass wir das schon im Voraus zahlen.
Wie einer mit vorgefaßter Meinung über die CO2-Bilanz von Kernkraftwerken sich blamieren kann, haben wir gesehen. Nun treibt der mit der erzwungenen vorzeitigen Abschaltung dieser Kraftwerke auch noch die Strompreise.
Wir werden noch dazu kommen, dass wir unseren Energieverbrauch nach der zu erwartenden Sonnenscheindauer und der Windvoraussage zu planen haben. Ich warte auf das gute Beispiel des Öko-Instituts

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23. Juni 2007 21:03

Guter Kommentar

Bernhard Sporkmann (bsfaz)

Der Kommentar stellt richtig heraus, daß zu unterscheiden ist zwischen der Finanzieriung von Forschung, begrenzter Hilfe zum Markteintritt und verzerrender Subvention. Hoffentlich findet sich ein Weg, die Bereicherung weniger auf Kosten aller zu beenden.
@ Timo Schöler
Sie werfen dem Verfasser von oben herab vor, nichts verstanden zu haben, und haben selber nichts verstanden. Es geht hier um ökonomische Mechanismen, nicht um die Bewertung von Technologien und nicht um die Berwertung der Motive von Geschäftsleuten. Lesen Sie zuerst mal sorgfältig, was sie kritisieren wollen.

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23. Juni 2007 18:16

Heuschrecken mit Schafpulli-Image

Wilhelm Friedrich (WillyF)

Sehr guter Kommentar!

Er zeigt, dass die rot-grünen Gutmenschen nur eines wollen: eine sichere Rendite auf Kosten aller Energieverbraucher.

Es wird Zeit, dass man diesen Profiteuren den Subventionshahn abdreht!

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