
... der bereit ist, seine Entscheidung entschlossen zu korregieren. Das machen nur wenige. Dafür erst einmal eine Dankeschön. Und die Häme, die hier so einige Schlaumeier über Gabriel meinen ausschütten zu müssen, trifft Frau Merkel in erster Linie. Sie trägt für Beschlüsse der Bundesregierung die letzte Verantwortung. Sie ist die Bundeskanzlerin. Also wenn hier jemand zur Verantwortung gezogen werden soll, nicht immer nur die Sozialdemokraten in Haftung nehmen. Wenn schon Gabriel eine taube Nuss sein soll, was ist dann zu Herrn Glos und Frau Schavan zu sagen? In unserem Staat läuft vieles in die falsche Richtung. Grösstenteils ist das politisch sogar gewollt, weil die Gesetze in der Regel so gestrickt werden, dass die Vermögenden den grösseren Nutzen daraus ziehen können. Ich nenne nur als die wichtigsten das Steuerrecht, die Rentenversicherung, die Krankenversicherung, das Bildungswesen. Grundsätzlich begünstigen alle Regelungen in diesen Bereichen die höheren Einkommen. Die Bürgerlichen machen sich die Taschen voll. Diese Entwicklung muss gestoppt werden.

... Gerhard Schröders war Sigmar Gabriel eine taube Nuss. Der gelernte Lehrer, der diesen Job als Trostpreis für die hochkant verlorene Landtagswahl in Niedersachsen erhalten hatte, war coram publico nicht in der Lage, einen Violinschlüssel nachzumalen.
Nun fragt man sich:
Sollen wir glücklich sein, weil dieser adipöse Pädagoge dank einer personell unterkritischen Politik, die ihn fürstlich bezahlt, vielen wehrlosen Schülern erspart geblieben ist?
Oder macht es uns glücklicher, Herrn Gabriel als ahnungslosen Umweltpapst und Solo-Vielflieger täglich irgendwas modisch Ökohysterisches schwurbeln zu hören, was keiner Realität und keiner soliden Forschung standhält?
Er hätte Pop-Beautragter bleiben sollen, der Gute. In diesem Job konnte er nicht so viel kostspieligen Unfug anrichten, und Musiker lachen gern. Jetzt ist er zwar noch immer eine Lachnummer erster Kajüte, aber seine Schnapsideen kosten uns alle richtig Geld.

Herr Gabriel hat diese Niederlage schon längst verdient.
<br>Er ist nicht nur unfähig, er ist in höchstem Maße unehrlich.
<br>
<br>Wo bitte kann ich seine Äußerungen zur zehntgrößten Dreckschleuder der Welt lesen?
<br>Diese Dreckschleuder steht nämlich auf Deutschlands Boden. Ein Knopfdruck eines "beherzten" Umweltminister könnte diesen Dreck sofort per Knopfdruck einsparen.
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<br>Aber nein, der Wahnsinn für die Dreckschleudern in Deutschland geht weiter Hamburg, NRW etc.

Wenn man sich das Trauerspiel Klimapolitik anschaut, könnte man wirklich mit der Zeit sowas wie ein Mitleidsgefühl aufkommen spüren. Egal wo man hinschaut wird versucht mit staatsinterventionistischen Monstren oder einfach nur wirkungslosen Krücken irgendwas für den Klimaschutz zu tun, koste es was es wolle. Hat die Politik eigentlich das gestalten eines sauberen ordnungspolitischen Rahmens aufgegeben und ergeht sich nur noch in teuren Symbolen? Man gewinnt mit der Zeit den Eindruck, dass für die "klimapolitischen Erfolge" nichts weiter als die gefühlte Rohstoffknappheit und die in der Folge steigenden Preise an Tankstelle und auf der Stromrechnung "schuld" sind.
Das Scheitern der Biosprit-Pläne erfüllt einen auf der einen Seite mit Genugtuung, weil ein erneuter Anlauf der sinnlosen Symbolik verhindert wurde, auf der anderen Seite erfüllt es mit Trauer: Man erlebt eine Politik, die das große Aufreger-Thema Klimawandel nicht im geringsten in der Lage ist sachlich in den Griff zu bekommen. Vielleicht bringt ja auch diese Symbolik schon ein Umdenken. Für das Klima bleibt zu hoffen, dass es bis zum "Ende" der fossilen Energieträger durchhält.

Es mag ja sein, dass der zur Zeit in Deutschland eher wenig verwendete Biosprit aus nachhaltiger Produktion stammt. Wird es plötzlich für ALLE Benziner Pflicht 10% Biosprit zu tanken wird der Anteil nachhaltig gewonnenen Brennstoffs wohl deutlich sinken. Woher kommt das Zeug dann? Von Ackerflächen die bis jetzt zur Nahrungsmittelgewinnung genutzt wurden und Millionen von Menschen versorgt haben und ökologisch bedenklichen Neurohdungen.
Also: Finger weg vom Biosprit !!!
Ihre vorgeschlagene Alternative, ein Tempolimit einzuführen wäre eine Alternative. Es würde etwa so viel bringen, wie der bisher in Deutschland gewonnene Energieverbrauch aus Biomaterialien!!! Solche Vorschläge, die an die Bequemlichkeit der Deutschen kratzen, sind leider Mangelware in der Politik.

Biodiesel, oder besser Agrardiesel, ist nicht so klimaneutral, wie Sie sich das denken. Die einfache Rechnung, Agrardiesel sei klimaneutral, geht nämlich nicht auf. Es ensteht bekanntlich das dem Klima weit schädigendere Lachgas. Und noch etwas: Umweltverbände haben deshalb bei Gabriel gegen die Pläne protestiert. Hiervon ließ sich dieser aber nicht überzeugen, überzeugt hat letztlich die Autofaherlobby (ADAC). Im Ergebnis, ist die Entscheidung jedoch richtig.

Ein seltenes Ereignis:
Ein schwachsinniges, hirnrissiges Projekt wird n i c h t durchgeführt !
Wenn doch nur öfter in Berlin im letzten Moment der Verstand eingeschaltet würde !

Nun warte ich nur noch auf den Tag, an dem Herr Gabriel zur Kenntnis nimmt, dass (fast) all seine Vorbehalte gegenüber der Atomenergie rein ideologischer Natur sind und wissenschaftich weitestgehend unhaltbar sind.
Insbesondere die Frage der Endlagerung: Gorleben ist geologisch 3 Millionen Jahre sicher.
Aber, bauen wir lieber neue Kohlekraftwerke. Die sind ja in Gabriels Logik klimaneutral. Oder zumindestens wählerneutral.

Wenn die geplante höhere Beimischung nicht kommt, geschieht dies in erster Linie aus Rücksicht auf die Autofahrer, also praktisch die gesamte deutsche Wählerschaft. Deutschland ist und bleibt eben das Land des Dienstwagenprivilegs, des fehlenden Tempolimits und der schweren Karossen. Ein Aufschub bei E10 wäre ein Sieg der Halter älterer Autos – ein Sieg für die Umwelt ist der Verzicht auf Biosprit indes nicht.
Unterdessen fällt es schwer, die vielen kontrastierenden Aussagen bezüglich der Klimabilanz von Biosprit zu überblicken. Ethanol, das vormalige Waldflächen verdrängt, ist sicher keine Option. Lediglich den Mineralölkonzernen passte E10 ins Konzept, weil so die Quoten zwar umweltschädlich, aber billig zu erfüllen gewesen wären. Dabei liegen die Alternativen nah: Biodiesel aus heimischem Raps spart 40% CO2, der Rohstoff wird in Europa nach guter fachlicher Praxis angebaut, Schutzgebiete sind Tabu und es gibt genügend Restflächen, so dass Nahrungsmittelversorgung oder Ausweitung des ökologischen Landbaus nicht gefährdet werden. In Deutschland beigemischter Biodiesel stammt zu 80% aus europäischem Raps und vom kleinen Rest kommt der Großteil aus kontrolliert nachhaltig angebautem brasilianischem Soja (bestätigt Greenpeace).

sind nicht zu verachten! So wird gerechnet.

Dies alles hätte Herrn Gabriel und seinen Beratern, aber auch der Umweltbewegung insgesamt, mit einiger Überlegung schon bei Beginn der Debatte klar sein müssen.
Aber offenbar war der Anspruch Gabriels und seiner Gesinnungsfreunde, Weltmeister bei der Ökologie zu sein, größer als sein Fachwissen.
Gabriel muss lernen, dass es mit Ankündigungen und Aktionismus nicht getan ist.
Auf jeden Fall ist dies für Gabriel eine ziemliche Blamage. Und mit Belehrungen anderer Regierungen wird er etwas vorsichtiger sein. Die werden sich eine gewisse Portion Schadenfreude nicht verkneifen können.
Und für die deutsche Bevölkerung gilt, dass sie den ökologischen Sprüchen der Umweltschützer nicht blind vertrauen darf.
Vielleicht ist das mit der Klimakatastrophe auch gar nicht so gravierend.