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Arbeitskampf

Streik bei Telekom ausgeweitet

Die Gewerkschaft Verdi hat ihren Protest gegen den Sparkurs der Telekom ausgeweitet. Bundesweit blieben nach Verdi-Angaben rund 15.000 Beschäftigte der Arbeit fern. Wirtschaftsminister Glos forderte die Parteien auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. Mai 2007 10:42

Streik der reichen mit magerem Service

Günter Jäger (rohrbacher)

aus alten Staatsunternehmenszeiten sind wir gewohnt, dass kein Auftrag erteilt sondern ein Antrag gestellt wird. Wann der dann freundelicherweise ausgeführt wird, bleibt offen und ist nicht zu erfahren, zumal die Telefonnummern der Telecom eher geheim sind. In den Hotlines wird dann tüchtig kassierte, während der genervte Kunde wartet.

Ach Gott, die Armen sollen in der Woche 38 STunden arbeiten. Da wären viele Schüler froh, wenn es dabei bliebe.

Statt zu streiken, sollten die T-Com-Mitarbeiter lieber darüber nachdenken, wie sie den Service verbessern können. Nicht nur das Management muss nachdenken, sondern auch jeder Mitarbeiter.

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14. Mai 2007 18:42

Ein Pyromane

Michael Lutz (mhwl1955)

Mir kommt Obermann so vor wie ein Pyromane : Hauptsache, er gewinnt seinen persönlichen Kampf gegen die Mitarbeiter........auch wenn die Firma dabei draufgeht.

Als mehrfacher Millionär kann ihm das ja auch egal sein...

Schade !

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14. Mai 2007 17:05

Ver.di kämpft um den eigenen Einfluß - die Telekom Mitarbeiter sind zweitrangig

otto morgenroth (aurora2)

Es ist das Gefecht der Verdi Führung, ob in einem ehemaligen Staatsunternehmen mit hohen Anteil an Mitgliedern eine Firma oder der Staat zur Alimentation gezwungen werden kann.
Da es inzwischen Alternativen zur Telekom gibt wird sich der Exodus der Telekom durch den Streik noch beschleunigen und noch mehr Telekom Mitarbeiter verlieren mittelfristig durch den Streik ihren Job. Der Einfluß, den die Telekom hat liegt derzeit noch im Teilnehmeranschluss und Verteiler, den Rest können andere Anbieter ebenso machen. Dies ist momentan fast ein Monoplbereich und ein Streik führt dazu, dass auch dieses Monopol noch schneller beendet wird - Externe können das zukünftig auch machen.
Die Politik möchte Ihre Aktien für Geld verkaufen und möchte, dass die Telekom die Mitarbeiter auch ohne Arbeit behält bei gutem Einkommen - doch letzteres geht nur in einem monopolartigem Staatsbetrieb, den es nicht mehr gibt. Eigentlich bleibt Verdi nichts über als eine langsamer Anpassung der Mitarbeiter und Gehälter an die Realität auszuverhandeln, sonst kommt der Absturz für die Mitarbeiter und später auch für Verdi. Die Realität kann nicht zurückgedreht werden.

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14. Mai 2007 14:13

Hallo Richtung Telekom-Friedhof und Herrn Menzel (II)

Hans Makkensen (hansdampfer)

Wettbewerbsfähig wird die T. aber sicher nur sein, insoweit sie mit den Preisen der Konkurrenz zumindest mithalten kann und insoweit ihr Service mindestens auf Augenhöhe der Konkurrenz sich befindet. Beides ist aber nicht gegeben. Die Kunden wandern ab, der Service ist schlecht, die Betriebskosten für das Personal sind weit überdurchschnittlich - 34 Std./Woche und die Top-Gehälter werden wohl bei der Konkurrenz für vergleichbare Mitarbeiter nichts mehr als ein Traum sein.

Fazit: Auf dem Telekom-Friedhof werden zur Zeit wieder mögliche Erweiterungen vermessen und erschlossen; kräftigt am Gräber buddeln sind aber weder gute noch schlechte Manager - sonder, oh siehe da, die streikenden Mitarbeitern selber.

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14. Mai 2007 14:12

Hallo Richtung Telekom-Friedhof und Herrn Menzel (I)

Hans Makkensen (hansdampfer)

Hallo Richtung Telekom-Friedhof und Herrn Menzel (I)

Fakt ist:

-. 50 % des Telekom-Umsatz kommen aus dem Ausland, und zwar sehr profitabel.
-68,3 % sind STreubesitzt,damit hat der Staat gerade noch ein gutes Vetorecht - und bestimmt sicher nicht alleine, wie die Dividenden-Politik aussieht.

Siehe www.telekom.de

Die Entlassung von 50.000 Mitarbeiter ist beschlossene Sache? Aus meinem Blickwinkel kann das nur spekulativ sein. Als bereits entschieden anzunehmen, macht logisch keinen Sinn.

Ganz klar ist: Die Konkurrenz wird in dieser Sparte schärfer werden. Das ist Sache der EU. Die Zukunft ist für die Telekom (T.) entscheidend. Gerade bei einem so rigiden Arbeitsrecht wie dem Deutschen muss die T. sehr langfristig denken: Also, nur in soweit wie die T. wettbewerbsfähig bleibt, in dem Maße KANN sie Mitarbeiter halten. Kann ein Mitarbeiter sogar als langfristig profitabel beurteilt werden, wird die T. ihn liebend gerne behalten wollen – es wäre ja schlecht für den Gewinn.

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14. Mai 2007 13:06

Verkorkste deutsche Struktur

Rüdiger Kimpel (rkimpel)

Die Telekom ist ein Paradebeispiel für die verkorkste deutsche Struktur der alten Deutschland AG. Der Staat ist grosser - oder grösster Aktionär, die Arbeitnehmervertreter sind fast allmächtig über den Aufsichtsrat und die politische Verbindung - aber der Staat braucht Geld - und dann soll das Management aus dieser verkrusteten Struktur plotzlich ein modernes, angelsächsisch geprägtes Unternehmen machen.

Ein unmögliches Unterfangen - weil Gewerkschaften ihre politische Funktion wahrnehmen müssen, Aufsichtsräte wohl wissen, dass es ökonomisch keinen Ausweg gibt, aber aus Räson zur Gewerkschaft nichs sagen können, der Staat hält sich fein säuberlich raus und der CEO Herr Obermann ist der Bösewicht.

So geht das aber nicht. Hier muss mal Farbe bekannt werden. Wenn dieses Unternehmen, an dem Hunderttausende beteiligt haben (nach VW die Volksaktie Nummer 2) am Kapitalmarkt orientieren will und - es muss es - dann muss diese unglaublich überhöhte Kostenbasis gekappt werden - und da müssen Gewerkschaften und der Staat Farbe bekennen und zugeben, dass die Fehler in früheren Zeiten gemacht wurden und diese Altlasten das Unternehmen erdrücken.

Aber das wäre zuviel verlangt. Politik und Gewerkschaft wollen ja keine Verantwortung.

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14. Mai 2007 09:50

Der Anfang vom Ende der Telekom

Michael Menzel (Galenos)


Die betroffenen einzelnen Mitarbeiter mit ihrem individuellem Schicksal, sind zu bedauern. Der Eiertanz mit Auslagerung in "Service-Unternehmen" läuft auf nichts anderes hinaus, als eine verzögerte Entlassung. Taktischer Umweg, um den Schock einer plötzlichen Entlassung von 50.000 Mitarbeitern ohne sozialpolitische Eskalationen zu verhindern. Die jetzige Streik wird beigelegt werden aber der Abbruch der 50.000 Arbeitsplätze ist längst beschlossen - dann eben morgen.

Es gab engagierte Mitarbeiter die immer wieder gegen den täglichen Wahnsinn und das Chaos in diesem Moloch angelaufen sind. Die meisten haben resigniert und viele haben sich in effektivem Nichtstun, das in dem verkorkst gelenkten Haufen noch am ehesten toleriert wird, eingerichtet.

Seit mindestens 10 Jahren hat sich der Dienstleister per se, zu einem totalen Dienstverweigerer entwickelt.

Obermann wird das Erbe seiner Vorgänger nicht schultern, noch die irrationalen Gewinnforderungen des Staates erfüllen können. Das Unternehmen war nie "privat". Es blieb ein Staatsunternehmen (wie die anderen auch), hat durch eine Scheinprivatisierung unzählige Kleinaktionäre mit zukunftslosen Aktien betrogen und mit Strohmännern an der Spitze im Ausland deren Geld verbrannt.

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