Sie freut sich, die Wirtschaft flucht:Ist Ypsilantis Politik das Ende für den Standort Hessen?

Kritik an Rot-Grün

Unternehmer bangen um den Standort Hessen

Die geplante Verkehrs-, Energie- und Bildungspolitik der Rot-Grün-Koalition wird von der hessischen Wirtschaft harsch kritisiert. Arbeitsplätze seien gefährdet, der Standort auf der Kippe. Ypsilanti versucht zu beschwichtigen, doch der Unmut bei den Unternehmern wächst. Von Philip Plickert

Lesermeinungen zum Beitrag

03. November 2008 10:13

Sven Weihusen

Wulf Wiederhold (Wuwie)

Herr Weihusen beschreibt sehr gut das St.Florians-Prinzip: Ob Flughafen, Bahn oder Straße; jeder nutzt diese Infrastruktur, sie soll aber nicht an seiner Wohnung vorbeiführen. Und der Öko-Freak will zwar Öko-Strom, aber bitte kein Windrad in seiner Nähe. Aber auch kein Windrad auf der Berghöhe, weil es den Blick in die Landschaft verschandelt. Und der Flughafengegner fährt mit dem Auto auch nach 23.00 Uhr an Wohnhäusern vorbei, ohne das es ihn berührt, daß andere Leute von seinem Lärm in der Nachtruhe gestört werden. Natürlich fliegt der Flughafengegner auch ab und zu in den Urlaub. Scheinheiligkeit aller orten. Ich selbst wohne an einer Bundesstraße. Da kann ich auch nicht verlangen, daß von 23.00-05.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. Und an solchen Straßen wohnen in Deutschland mehr Menschen als alle Einwohner im Einzugsgebiet des Frankfurter Flughafens. Der Flughafen ist und bleibt das wichtigste Infrastrukturobjekt in Hessen und sichert auch die Wirtschaftskraft des Landes.

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03. November 2008 10:08

Ich bange um den Standort Hessen...

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Liest sich wie die Einwände der FDP zu Ypsilanti im Wahlkampf und irgendwie scheint es auch noch wortgetreu abgeschrieben worden zu sein. Ehrlich gesagt bange ich nicht weniger um den Standort Hessen, wenn die FDP und CDU nach einer Neuwahl an die Macht kämen. Zunächst würden nämlich als erste Amtshandlung Kochs die Studiengebühren wiedereingeführt und einheitlich auf 1500,00 Euro pro Semester angehoben, so wie es bereits im Wissenschaftsministerium noch bei Corts geplant war. Dann hat Hessen in der gesamten Bundesrepublik die größte Studienabbrecherquote überhaupt, denn dann muss der Großteil der neu eingeschriebenen Studenten (besonders in den Ingenieursfächern) ihr Studium wieder abbrechen, weil sie diese Kosten eben nicht mehr schultern könnten. Eine Schwemme an Auszubildenden sind die Folge, viele Real- und Hauptschüler werden keine Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Das wäre mit Abstand das Schlimmste für hessische Unternehmen, weil dann nämlich die zukünftigen Fachkräfte fehlen. Das gilt insbesondere fürs Handwerk, kleinere Ingenieurbüros und den Mittelstand, die nicht "mal eben" per EU-Förderung ihren Standort in attraktivere Regionen Osteuropas verlagern können! Lieber Kollegen, bitte nochmal Kopf aufmachen!!!

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03. November 2008 09:57

Ich kann es nicht mehr hören...

Klaus-Peter Menzing (theblueyonder)

Erstmal: Wer gehört den hessischen Unternehmerverbänden eigentlich an? Bislang zeigten die sich nämlich nur FDP-affin. Das mit Herrn Scheer nicht gerade das Gelbe vom Ei sich anschickt, Wirtschaftsminister zu werden, das dürfte den meisten klar sein- aber genauso haben wir auf Bundesebene nichts besseres zu bieten, wenn man ehrlich wäre. Vor was hat man also Angst? Weiteren Windrädern? Photovoltaik? Das da die nächste Blase platzen wird (wenn nach 20 Jahren immer noch keine vernünftige Möglichkeit besteht, Strom aus Windenergie zu speichern), wissen wir Unternehmer doch schon lange- aber solange daran Geld verdient wird, lässt man das außen vor. Warum wird sich jetzt über den sowieso ausbleibenden Regierungswechsel echauffiert? Es zeichnen sich doch längst Neuwahlen ab, was wollen die Unternehmerverbände also? Oder hat man Angst, das in der CDU und FDP dann doch zuviele sitzen, denen man ihre Stimme für Ypsilanti nicht über ein aufgezwungenes Boykott verweigern kann und die Koch und Hahn loswerden wollen? Übrigens: Die Unternehmerverbände sollten dafür sorgen, das ihre Mitglieder ordnungsgemäß Steuern zahlen und ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen, dann stünden Hessen und seine Bürger schon seit Jahren besser da.

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03. November 2008 09:26

Unternehmer bangen um Standort...

Walter Wasilewski (wwasilewski)

Hier geht es nicht um den Standort sondern um Bagemachen der Wähler ! Es könnte ja sein die Meinung schlägt zu Ungunsten der bisherigen Regierungspartei um ..Wer Mehrheiten demokratisch gewählten Parteien zustande bringt braucht nicht die Zustimmung der Unternehmer. Allein das BVG entscheidet ob eine Partei verfassungswidrig ist und nicht Interessenvertreter. Walter Wasilewski

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03. November 2008 09:24

Unternehmer verkennen offensichtlich die Sachlage!

Bernd Walther (Bernd1964)

Die fossilen Kohlenwasserstoffe gehen sehr zügig zur Neige. Peak oil ist schon längst Realität. Bereits um 2025 wird die Menschheit auf dem pro Kopf Energie-Niveau von 1930 angelangt sein, bei einer mindestens 6-fach gestiegenen Anzahl von Menschen auf der Erde. Unternehmer die darüber ein Wehklagen anstimmen, dass der Flughafen nicht ausgebaut wird und nachhaltige Energieressourcen wie Wind oder Solar gefördert werden, verkennen ganz offensichtlich die ressourceliche Situation unserer Zeit. Wer heute noch auf die Wachstumsstrategien des 20. Jahrhunderts setzt, wer heute noch so tut als stünde uns in 10 Jahren noch immer genügend Kerosin zur Verfügung, um den Betrieb am Flughafen aufrecht zu erhalten oder gar noch wachsen zu lassen, der irrt gewaltig. Das Zeitalter eines von fossiler Energie getragenen exponentiellen Wirtschaftswachstums ist endgültig vorbei! 2008 wird aller Voraussicht das letzte Jahr mit positivem globalem Wirtschaftswachstum gewesen sein. Hören Sie darauf was die internationale Energieagentur demnächst verkünden wird: die globale Erdölförderung befindet sich mit ca. 9 Prozent pro Jahr im terminalen Dekline. Und glauben Sie ja nicht, das sei alles nur ein Problem von fehlenden Investitionen.

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03. November 2008 09:12

Wir wollen Ökostrom aus der Steckdose

Sven Weihusen (highlife)

Alle reden von CO2 und Umweltschutz solange sie nicht selbst betroffen sind. Windstrom, super aber das Windrad soll doch bitte ein Dorf weiter stehen. Natürlich soll der Bahnverkehr ausgebaut werden, aber man will schnellstmöglich auf der Autobahn sein solange die mindestens 2 km neben dem eigenen Haus verläuft. Das einzige was ich wirklich kritisiere ist die Haltung zum Flughafen. Es wird immer Regionen geben die stark betroffen sind. Jeder der heute in der Gegend wohnt wußte worauf er sich einließ. Der Flugverkehr ist nunmal ein notwendiges Übel und dadurch das man ihn in andere Regionen verdrängt wird er auch nicht weniger!

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03. November 2008 08:56

Lächerlich

heinz Kaiserbubu (Kaiserbubu)

Die Unternehmer machen sich lächerlich mit dieser Aussage. Die Unternehmer hätten mehr Grund sich vor der Wirtschaftskrise und der Koruption a la Siemens zu fürchten. Wo bleibt da der Aufschrei der Unternehmer? Immerhin sorgen die immer weit verbreiteten Schmiergeldaffären "angesehener Berater der Kanzlerin" und korrupter Beamten für einen verzerrten Wettbewerb unter dem vor allen Dingen kleine Unternehmen zu leiden haben. Gerade in Hessen gab es ja in der Baubranche skandalöse Fälle. Nein, dies ist eine rein ideologische Kampfparole, die mit der Realität nichts zu tun hat. Das Beispiel der Finanzkrise zeigt doch, dass die bürgerlich Konservativen nicht mit Geld umgehen können und dass sie jede Seriösität verloren haben. Vor lauter Gier wird das Weltwirtschaftssystem zum Fall gebracht und schlittert jetzt in Deutschland in eine Deflation. Das hat der "anstehende Kommunismus" in Hessen nicht zu verantworten. Das haben sich die "seriösen" bürgerlichen Marktradikalen selbst eingebrockt. Und richtig, davor müssen sie sich fürchten. Genau wie vor Roland Koch, der einetr der schlimmsten Populisten und Demagogen in der konservativen Politik ist.

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03. November 2008 08:49

Hessen wird büßen müssen...

Christian Ermecke (ChristianErmecke)

Man sehe sich genau an, wie sich zwei mittlerweile linksextremistische Parteien darum bemühen, die noch extremere, verbotswürdige links zu überholen. Auch soll hinterher keiner sagen, er habe nicht gewußt, mit welchen Methoden eine gewisse Fr. Y. zur Macht gelangte (zunächst massiver Druck gegen Frau Metzger, nun auf und Einzelgehirnwäsche der SPD-Abgeordneten, eklatanter Betrug und Ignorieren des Wählers). Dieses Land ist bereits soweit nach links gedriftet (sprich:abgerutscht), daß der sehr ehrenwerte Helmut Schmidt heute schon fast als "Rechtsextremist" angesehen werden müßte... Man kann aber den hessischen Wähler von der Kritik nicht ausnehmen: Jeder wußte, was die drei Chaoten-Parteien wollten: Geldverschwendung hoch drei mit Windmühlen und Solarspielzeug, Anti-Bildung mit Gesamtschulen, Wirtschaftsblockaden und Steuern hier, Abgaben da, dazu die sattsam bekannte Einstellung gegenüber Gewalttätern. Und man hatte sich doch erst etwa zehn Jahre zuvor vom rot-grünen Chaos befreien müssen. Eine dreiviertel Legislatur müssen die Hessen diese neue "Regierung" ertragen, danach bin ich auf das Wahlergebnis gespannt....

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03. November 2008 08:38

Vielleicht doch zum Sozialismus konvertieren?

lu fauk (Fauck)

Bei knapp 70.000 EUR Pro-Kopf-Einkommen, scheint mir das eine Option. Wenn man das so umverteilt, dass wirklich jeder wenigstens 40.000 EUR erhält, kann eigentlich niemand klagen. Bei einer 5-köpfigen Familie sind wir dann bei 200.000 Bruttojahreseinkommen. Das könnte und müsste doch jedem genügen.

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03. November 2008 08:30

Hessische Demokratische Republik

Matthias Hühn (matthiashuehn)

wenn Frau Ypsilanti einen Satz wie den, dass Hessen "wirtschaftlich, ökologisch und sozial neu und nachhaltig aufgestellt" werden soll, von sich gibt, dann ist schon Angst angebracht. Es gibt wohl wenige Dinge, die schlimmer sind als messianische, inkompetente Politiker. Die sehen das hohe Durchschnittseinkommen doch nur als Gelegenheit, das systematisch runterzupruegeln. Die Sozialisten sehen doch hohe Einkommen als soziales Defizit an. Wieviel verdient so ein Minister eigentlich? B11 plus X ;-) Hoffentlich kommt ihr das "Freundschaft, Genossen!" leicht von den Lippen.

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03. November 2008 08:05

MÜNTE

resi mayer (kimwales)

lässt gewähren !

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03. November 2008 00:44

Mit Statistik ist das immer so eine Sache

Christian Link (Der_Elch)

Zitat: "Im Jahr 2007 lag das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in Hessen mit 69 800 Euro an zweiter Stelle hinter Hamburg, haben die Statistiker errechnet." Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet die Banken-, Handels- und Wirtschaftsstandorte Hamburg und Hessen (bzw. Rhein-Main-Gebiet) ein hohes durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen haben, weil hier besonders viele Millionengehälter für Manager die Statistik verfalschen. Eine aussagekräftigere Größe wäre der Median, weil er gegen diese Ausreißer immun ist. Aber wer von der "Küchenhandelsgruppe MHK" eine objektive Statistik erwartet, macht sich wohl nur selbst lächerlich.

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02. November 2008 22:40

Standort Hessen

Franz Maute (281246)

"Der Unmut wächst"-aber wer tut etwas gegen den sich abzeichnenden Irrsinn? Was sich am Dienstag ereignen könnte, kommt nicht überraschend. Wo blieben Proteste, Demonstrationen, die sonst überall wohlfeile Empörung? Die deutschen Lämmer lassen sich halt wieder einmal zur Schlachtbank führen und danach hat niemand etwas gewußt! Was für ein Land, das jahrzehntelange Totalitarismen erlebt und daraus so erbärmlich wenig gelernt hat?

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