
ich dachte die Probezeit wäre dafür da, um festzustellen, ob der Mitarbeiter zum Unternehmen passt und Leistung bringt...?

Das ist eh alles getürkt und wird schön zurecht gebogen, um es den Auftraggebern genehm zu machen. Von Wissenschaft, geschweige den Objektivität kann da überhaupt keine Rede sein.
Im übrigen finde ich Ihre Forderung nach mehr Qualität und Kritik bei der Berichterstattung der FAZ für gerechtfertigt. Ich beobachte, gerade Online, ein wiederkäuerhaftes rezitieren anderer Nachrichtenagenturen und Quellen.
Anscheinend macht sich da keiner mehr die Mühe selbst zu recherchieren. Schade eigentlich. Da kann ich ja auch bald RTL 2 News gucken und Bildzeitung lesen...

Ich glaube kaum, dass Herr Astheimer weiß wovon der spricht. Ob die Arbeitgeberlobby bei dieser Studie ihre Finger mit im Spiel hatte...?
Ich sehe keine Probleme, bei Praktika während des Studiums. Aber Absolventen als Praktikanten einzustellen und mit falschen Versprechungen zu locken (und dann wie heiße Kartoffeln fallen zu lassen) bringt einige Probleme mit sich:
1) Studierenden wird der Einstieg in ein Praktikum unheimlich erschwert, da sie ja schließlich mit Absolventen um die ausgeschriebenen Stellen konkurrieren
2) Die Anforderungen in den Auschreibungen für Unternehmenspraktika werden künstlich hoch gehalten, da Unternehmen diese Stellen vorzugsweise mit Absolventen besetzen wollen
3) Vollzeitstellen werden mit mehreren Praktikanten substituiert
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass viele Unternehmen Praktikanten schamlos ausnutzen, um sich letztendlich gesundzustoßen (oft entsteht dieses Problem in den Abteilungen selbst, die häufig unterbesetzt sind). Viele meiner Komilitonen waren oder sind in einer ähnlichen Situation. Mittlerweile hat das Thema in der Bevölkerung Gehör gefunden und die Unternehmen sind dazu gezwungen, ihre Strategien bezüglich dieses Grau-Arbeitsmarktes zu überdenken.

"Das hat die repräsentative Umfrage aus Hannover klar belegt."
Das empirische Studien immer genau das belegen, was ich belegt haben möchte, ist doch wohl mittlerweile eine Binsenweisheit. Lieber Autor (oder Autorin): Welches Ergebnis dieser Studie würden Sie erwarten, wenn ein gewerkschaftsnahes Institut diese Studie gemacht hätte? Eben. Es gibt in den gesellschaftswissenschaften keine exakten Ergebnisse und Aussagen. Das liegt am Untersuchungsgegenstand selbst. Und hier kann man halt keine exakten Aussagen (wie beispielsweise in Mathematik oder Physik) treffen. Letzlich läuft es darauf hinaus, dass jeder glaubt, was er glauben möchte.
Ich erwarte als Leser der F.A.Z. ein höheres wissenschaftliches Niveau. Dieser Artikel (wie sehr viele in der F.A.Z.) bekommen in meinen Augen ein zunehmend ökonomisch-mainstreamlastiges-Geschmäckle. So nach dem Motto: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Das "Geschmäckle" kommt bei mir auf wenn ich die Melitta Tasse im Artikel(Sponsoring bei dem die FAZ "mitzieht") und die positive Kommentierung lese.
Betroffene (davon sind bereits mir 5 namentlich bekannt)
werden wohl kaum zugeben, das Sie aus mangelnder Arbeitschance in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis zunächst nach! dem Studienabschluss und nur um die geht es, ein Praktikum absolvieren mussten. ( z.T. auch noch unbezahlt)
Offensichtlich wurden wieder einmal nur die "Richtigen" befragt. Gehen Sie doch einmal zu den öffentlichen und privaten Arbeitsagenturen!
W.Jaensch

die Studie hat das
"Fazit: Der berufliche Einstieg über Praktika ist mitnichten der Regelfall. Probleme beim Berufseinstieg dürften sich stattdessen in anderer Hinsicht äußern, z. B. in Form von befristeten Beschäftigungsverhältnissen, unterwertiger Beschäftigung und/oder schlechter Bezahlung."
somit ist dieser Artikel völlig falsch.