Kommentar

Einfach praktisch

Praktikant auf dem Weg ins Büro.

Praktikant auf dem Weg ins Büro.

12. April 2007 Die Zahlen sind eindeutig: Das Schicksal der meisten deutschen Hochschulabsolventen besteht nicht in endlosen Praktikaschleifen zu Hungerlöhnen und einem unerfüllten Wunsch nach einer Festanstellung. Es gibt keine „Generation Praktikum“. Das hat die repräsentative Umfrage aus Hannover klar belegt. Zwar mögen einige Unternehmer in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit auf die Idee gekommen sein, teure Vollzeitstellen durch billige Praktikantenplätze zu ersetzen. Doch von einem Massenphänomen, das vor allem die Vertreter der Gewerkschaften ausgemacht haben wollen, kann keine Rede sein.

Diese Erkenntnis sollte nun in Berlin alle Überlegungen im Keim ersticken lassen, auch noch den Arbeitsmarkt für Praktikanten stärker regulieren zu wollen. Eines haben der DGB und seine Mitstreiter mit der Generationen-Frage allerdings schon erreicht: Das Praktikum hat ein „Geschmäckle“ bekommen – völlig zu Unrecht. Denn für Absolventen stellt das Instrument die Chance dar, potentielle Arbeitgeber kennenzulernen und theoretisches Wissen in der Praxis zu erproben. Für Personalverantwortliche bietet es die Möglichkeit, genau zu prüfen, an wen man sich eventuell für länger bindet. Wer daran zweifelt, möge sich die große Zahl der positiven Bewertungen ehemaliger Praktikanten anschauen. Die fanden ihre Vorbereitung auf das Berufsleben einfach praktisch.

Text: svs./F.A.Z.
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb

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