Gesundheit

Ärzte bieten immer mehr Leistungen privat an

Kassenpatienten werden in Arztpraxen immer öfter Zusatzleistungen angeboten, die nicht von den Krankenkassen bezahlt werden. Im vergangenen Jahr habe jeder Vierte gesetzlich Versicherte ein solches Angebot erhalten.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juli 2007 22:43

Zustimmung

Malchus Giersch (der_rote_Hugo)

Ich kann dem vorhegenden Kommentar nur zustimmen. Eine optimale Versorgung erhält man im gesetzlichen System schon jetzt nicht mehr, aber man erhalt das Wichtigste = Lebenserhaltende.

Ich zahle für die hochwertige medizinische Versorgung beim Zahnarzt, bei Orthopäden und bei der Behandlung meiner Allergien auch vieles privat, weil eben die 5 - 15 Minuten, die ein gewöhnlicher Facharzt mit Kassenzulassung laut meiner Erfahrung für seine Patienten übrig hat, unzureichend sind.

Diese oft oberflächlichen Behandlungen werden doch nur in Anspruch genommen, weil sie vermeintlich kostenlos sind. Wirklich zufrieden kann kein Patient mit einem wirklich schwerwiegenden Problem sein.

In einer reinen Privatpraxis bin ich gerade wegen meines Rückenleidens nach einer 20jährigen Odyssee zum ersten Mal umfassend und sinnvoll beraten worden. Das mag viel Geld kosten, die Verschwendung von Lebensqualität und Arbeitsvermögen durch meinen schlechten Zustand, den kein Kassenarzt lindern konnte und oft auch nicht wollte, war sicher kostspieliger als diese Investition.

Ich hoffe, daß die (sinnvollen) privaten Angebote Schule machen.

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10. Juli 2007 19:56

Ich vermisse...

Jonas Müller-Hübenthal (Dr_Dolittle)

den Hinweis, daß laut §12 Sozialgesetzbuch V zulasten der gesetzlichen Krankenkassen (ich spreche bewußt nicht von Versicherungen) nur

NOTWENIDIGE AUSREICHENDE ZWECKMAESSIGE UND WIRTSCHAFTLICHE

Maßnahmen verordnet oder abgerechnet werden dürfen.
Die Patienten beanspruchen aber oft eine gute oder gar optimale Behandlung.

Ich bin für Direktabrechnung. Dann rechnet der Patient direkt mit dem Arzt ab und holt sich das was ihm zusteht dann von der Kasse wieder.
Dann gibt es keine Diskussion im IGEL-Leistungen. Dann gibt es keinen Abrechnungsbetrug. Dann gibt es kein Gemauschel und Herumgeschiebe der Gelder. Dann ist klar was die Kasse nun zahlt. Dann ist Schluß mit der Planwirtschaft.
Eine optimale Versorgung kann niemals für eine ganze Bevölkerung solidarisch finanziert oder gar plansozialistisch verordnet werden. Wer hohe Ansprüche hat muß selber entsprechende Vorkehrungen treffen.
Und sollte den Kassen auf die Finger gucken was die mit seinem Geld machen.
Hilfreich wäre wenn Kranke Kassen mal eine einfache Bilanz offenlegen müßten.

Dr_Dolittle

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