Dem Gesundheitsfonds wird weiter auf den Zahn gefühlt

Gesundheitsfonds

Vorhang auf zum letzten Akt

Der faule Kompromiss zur Gesundheit holt Schwarz-Rot ein. Der umstrittene Gesundheitsfonds ist ein weiteres „Megathema“, das die Berliner Koalition ernsthaft bedroht. Von Carsten Germis

Lesermeinungen zum Beitrag

17. Januar 2008 20:02

Herr Germis und seine gesundheitsökonomisch engagierten Kollegen sollten

Johann A. Cuntze (Johann14)

- statt mit Herrn Lauterbach für “Zurück auf Los“ und indirekt für die automatischen Gesichtsverluste von im Wahlkampf stehenden Akteuren zu plädieren - mit ihren Berichten und Kommentaren helfen, dass Frau Merkel, Herr Beck und Herr Westerwelle, auch jene Teile der SPD, die an sozial gesichertem GESUNDHEITSWOHLSTAND FÜR ALLE interessiert sind, zusammen mit Unionsparteien, Liberalen und betroffenen Verbänden das KONSENS-KONZEPT aufgreifen

> zu “Mauerdurchbruch und Flucht nach vorn“ in die SOZIALE GESUNDHEITS-MARKTWIRTSCHAFT, zur BASISDECKUNG als zivilrechtlichem Mindestschutz für alle Bürger,

> zu Freiheitswagnis und Reformsprung auf eine sozial und demographiefest finanzierte Systemebene, auf der ein GESUNDHEITSFOND zivilrechtlicher Natur den Planwirtschafts-und Entmündigungs-Fonds des GKV-WSG ersetzt und, wie von der Initiative Mehr Gesundheit e.V. (Abschn. 5 des Konsens-Konzepts) vorgeschlagen, als autonomer VEREIN aller Kranken Versicherer aus GKV und PKV den Freiraum schafft für
- intensiven PREIS- UND QUALITÄTS-WETTBEWERB
- Therapievielfalt bei permanentem Bemühen um Ergebnis- und Effizienz-Verbesserungen.

So bietet der Ordnungs-, Rechts-und Finanz-Rahmen des Konsens-Konzepts die Win-Win-Situation für alle.

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15. Januar 2008 16:05

ungelöste Probleme

harald schneider (asklepion)

sind das Markenzeichen der großen Koalitionsreformen. Schliesslich löst auch der Gesundheitsfonds nur ein Problem, dass ohne ihn garnicht da war. An die ursprünglich geäusserte Idee, die gesetzliche Krankenversicherung für die Zukunft sicher zu machen kann (mag?) sich wohl keiner mehr erinnern.
Gesunder Menschenverstand hiesse tatsächlich das Stück (die Tragödie) absetzen. Das dürfen wir wohl nicht erwarten. :(

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13. Januar 2008 23:20

Wer wollte denn den Fonds.....?

wolf haupricht (emilgilels)

Vom Aktienfonds für alle Arbeitnehmer hört man auch nichts mehr! Das ist auch gut so. Fonds sind generell etwas für leute, die andere für sich arbeiten lassen und an der Verwaltung viel verdienen.
Zum Thema:
Schließlich hat man sich auf einen Kompromiss durchgerungen und U. Schmidt als Gesundheitsministerin war zufrieden. Allerdings sind große Reformen nur erfolgreich, wenn sie transparent und überzeugend sind. Daran mangelt es sehr.
Allerdings, pacta sunt servanta. Daran hält sich die Kanzlerin auch bei schlechtem Wetter. Wenn jedoch Herr Beck der Meinung sein sollte, dass diese Reform den Namen nicht verdient, wird Frau Merkel sich dem nicht verschliessen.
Also Herr Beck, wie steht`s ?


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13. Januar 2008 21:44

Gesundheitsfonds = Bürgerversicherung ohne Privatversicherte

Marco Koranzki (M2008)

Der Gesundheitsfonds in seiner derzeitigen Form mit einem zu erwartenden Beitragssatz von 15% plusminus x ist doch in Wahrheit eine Bürgerversicherung unter Ausschluss der Privatversicherten- noch jedenfalls.

Die Versicherungspflichtgrenze, die das maximale Arbeitsentgelt festlegt, bis zu dem ein Arbeitnehmer verpflichtet ist, sich gesetzlich zu versichern, wurde überdies schnell erhöht, so dass möglichst ja viele Gutverdiener zu Kasse gebeten werden können.

Dass die Privatversicherten in den Gesundheitsfonds miteinbezogen werden sollen, wurde von der SPD längst gefordert und dürfte im Falle von Rot-Grün, Rot-Rot oder Rot-Rot-Grün nur noch eine Frage der Zeit sein.

Aber was mich eigentlich so sehr verwundert: Die Bundeskanzlerin ist fürl den Gesundheitsfonds und auch für einen einheitlichen Beitragssatz, aber gegen einen einheitlichen Mindestlohn. Macht das Sinn Frau Bundeskanzlerin?




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