19. Dezember 2008 Das Wirtschaftsteam des designierten amerikanischen Präsidenten Barack Obama arbeitet einem Zeitungsbericht zufolge an einem Konjunkturpaket, das einem Umfang von 675 Milliarden bis 775 Milliarden Dollar haben soll. Wie das Wall Street Journal in seiner Freitagsausgabe berichtet, soll dieser Betrag im Laufe von zwei Jahren aufgewendet werden, um die erlahmende amerikanische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.
Ein Berater von Obama sagte der Zeitung, das Paket könne sogar ein Volumen von 850 Milliarden Dollar erreichen. Die Hauptsorge ist derzeit, dass nicht genug getan wird, verlautete aus dem Umfeld der Demokraten im amerikanischen Kongress.
Steuersenkungen, Finanzhilfen und Investitionen
Obamas Team will dem Bericht zufolge aber nicht die psychologisch bedeutsame Grenze von einer Billion Dollar überschreiten. Geplant seien unter anderem Steuersenkungen, durch die zwischen 50 Milliarden und 100 Milliarden Dollar in die Wirtschaft fließen sollen. Ebenfalls vorgesehen seien rund 100 Milliarden Dollar Finanzhilfen für die Bundesstaaten, Investitionen in die Infrastruktur sowie in Schulen, neue Energieformen, den Ausbau des Internetzugangs und moderne Medizintechnik.
Bereits Anfang Dezember hatte Obama angekündigt, er werde mit dem größten staatlichen Investitionsprogramm seit 50 Jahren 2,5 Millionen Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten sichern oder schaffen. Die Berater Obamas und die Demokraten drängen der Zeitung zufolge darauf, dass über das Konjunkturpaket noch vor Obamas Amtsübernahme am 20. Januar abgestimmt wird.
Text: Dow Jones
Bildmaterial: AFP
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