“Ein Vorstand sollte die Belegschaft motivieren, nicht erpressen und beleidigen“

Interview mit Oskar Lafontaine

„Globalisierung führt zu Leid und Elend“

Linksfraktionschef Oskar Lafontaine erklärt im F.A.Z.-Interview, wie seine Partei mit der SPD Hase und Igel spielt, warum er Spitzenmanagern das Gehalt kürzen will und warum die Globalisierung mehr Schaden als Nutzen bringt.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Juni 2007 16:16

Alles prima, nur ein Schönheitsfehler

Julius Franzot (JFranzot)

lafontaine hat sehr sinnige Antworten auf brisante Fragen unserer Zeit gegebenund hat sich als überzeugter Politiker gezeigt, der das Taktieren auf dem politischen Parkett nicht überbewertet.

Nur einen Sachfehler hätte er sich nicht leisten sollen: wenn die Bezüge der Vorstände einer Obergrenze unterliegen, ist es sehr wohl möglich, dass ambitionierte Managers die Weite suchen. Bei dieser heimatlosen Zunft spielt eine deutsche Herkunft keine Rolle! Wenn selbst Lieschen Müller es in Deutschland "nicht mehr aushalten will" und sich ein Fernziel zum Auswandern sucht, wie denkt Lafontaine, dass ein Manager nicht auswandert, wenn er woanders eine halbe Million Euro mehr verdient? Hat er Lust auf Ebbelwoi und Handkäs hat, dann fliegt er am Wochenende mit dem Privatjet heim.

An Lafontaines Stelle hätte ich die Anziehungskraft Deutschlands für Managers trotz niedrieger Verdienste mit der ethischen Verantwortung, mit der sozialen Aufgabe, mit der begeisterung, an einem neuen, ethisch höher stehenden Modell zu arbeiten. Was auch stimmen dürfte und verantwortungsvolle Managers tatsächlich zu einem verbleib motivieren könnte. Geld- und Profilneurotiker, Heuschrecken, Scientologen und so ein Volk kann uns geschenkt bleiben.

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06. Juni 2007 22:34

Herr Lafontaine nennt die Dinge beim Namen

Nathan Seeliger (beth.shalom)

Dies ist sein Verdienst. Seine Argumentation überzeug eher, als diejenige seiner Gegenspieler.

Eine Demokratie benötigt eine argumentativ starke Opposition.

Das Lafontaine mit seinen Argumenten eher richtig liegt, kann man an der Heftigkeit der Angriffe, welche sich gegen seine Person richten, erkennen.

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06. Juni 2007 18:34

Nick Schuster ./. W.Walkiewicz

Klaus Hundertmark (KlausHundertmark)

Ich denke es hat wenig Zweck Herrn Walkiewicz zum Denken anzuregen. Kann es sein das wir für Ihn eine auszubildende Schulklasse sind die Er überzeugen will.
Ich hatte L. schon jede Kenntnis von Globalisierung, freier Marktwirschaft und Unternehmertum abgestritten, dieses erweitere ich aus meiner Sicht auf Herrn W.
mfg
Klaus Hundertmark

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06. Juni 2007 14:17

...

Nick Schuster (Jagor)

Sie müssen lernen Unterschiede zu akzeptieren und nicht aus Neid heraus alles regulieren zu wollen, um Unterschiede zu manipulieren. Sie sollten sich nicht nur als Arbeiter, sondern auch als Konsument sehen, vielleicht geht Ihnen dann ein Licht auf, was die Vorteile von Wirtschaft betrifft.
Ihre Geschichtsauffassung ist grotesk.

Die Verhältnismäßigkeit der Steuerbelastung ist schon jetzt nicht gerechtfertigt. Die Top 10% der Einkommenssteuerzahler sind für 50% des Gesamtaufkommens verantwortlich. Sie wollen das ernsthaft noch erhöhen? EKSt. 45%+Soli.Zuschlag 5,5% + Kirchensteuer. Da ist ein Topverdiener schon über 50% seiner erwirtschafteten Leistung los. Ihr Kommentar, dass derjenige schon nicht verarmen wird, ist einfach unsachlich. Wenn dieser Topverdiener eine Personengesellschaft od. Einzelunternehmen führt, dann wirken sich so hohe Abgaben trotz HEV negativ auf die Betriebstätigkeit aus und im Endeffekt leidet darunter der Endkonsument, also wir alle, wegen höherer Preise.
Die Vorstöße L.s zielen darauf ab, die Wirtschaft durch die Politik zu lenken(Planwirtschaft), wodurch nicht der Arbeitslose Vorteile bekommt, sondern der Politiker selbst mehr Macht erhält. Wenn mehr Macht beim Gesetzgeber ist,leidet die Demokratie.

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06. Juni 2007 11:19

Lafontaine ist doch lieb

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

Herr Schuster, ich möchte mich nicht mit Geschichtskenntnissen brüsten, aber dass es in letzter Instanz kapitalistische, also gewinnmaximierende Motive waren (was Sie banalisierend zu "win-win-Situationen" ver-niedlichen), die zum Sklavenhandel, zur Kolonialisierung, zum Imperialismus, zu den beiden Weltkriegen etc. etc. führten, ist doch nicht mehr bestreitbar. Ebensowenig, wie das elende Scheitern des sowjetischen Systems.

Zur Gegenwart: Schauen Sie sich an (und wenden Sie den Blick nicht angewidert ab), wieviele Verlierer die so geschätzten "win-win-Situationen" produzieren, Verlierer, die hinter Statistiken verschwinden, die uns Erfolge für alle vorgaukeln. Und dann lesen Sie noch einmal die hysterischen Reaktionen auf den Vorschlag Lafontaines, eine höhere Vermögenssteuer zu erheben, ein Vorschlag, der lieb ist (und überhaupt nicht antikapitalistisch), der aber etwas mehr Geld für Investitionen in Bildung, für Altenpflege etc. bringen würde. Sie glauben doch selbst nicht, dass die Reichen dadurch verarmen, dass sie massenhaft auswandern würden.

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06. Juni 2007 03:00

an Herrn W.

Nick Schuster (Jagor)

Da Sie sich mit ihren Geschichtskenntnissen brüsten, dürfte Ihnen ja auffallen, dass es den Menschen heute in Deutschland deutlich besser geht als vor hundert Jahren. Dieser Fortschritt ist undenkbar, ohne die Errungenschaften von Menschen, die bereit waren mehr zu leisten als der Durchschnitt. Man arbeitet schließlich nicht nur für sich, sondern auch für das Wohlergehen kommender Generationen, vorsätzlich die eigene Familie.

Dann kommen Sie und hängen sich an die banale Phrase "Die Wirtschaft muss für die Menschen da sein, nicht umgekehrt." Naja, die Wirtschaft selbst ist ein Geflecht aus natürlichen und juristischen Personen, die mit einander Handel und Leistungsaustausch betreiben - eine Win-Win Situation. Insofern macht Ihr Zweck-Ziel-Ansatz keinen Sinn. Obwohl nach der Definition der Linken Wirtschaft ja gleichzusetzen wäre mit überbezahlten, inkompetenten und raffgierigen Raubmanagern. Wer mit der Diabolosierung der Wirtschaft Ansprüche auf Einkünfte anderer Personen erhebt und die Einführung jeglicher Gesetze (Mindestlohn, Maximallohn, etc.) legitimieren will, der darf nicht gewählt werden.

Politische Eingriffe in die Wirtschaft schädigen Marktgleichgewichte, was zu Wohlstandsverlust führt.

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05. Juni 2007 22:14

zu: Ich und die anderen von W. Walkiewicz

wolf haupricht (emilgilels)

Ich schätze, wir kommen uns ggf näher, wenn Sie mir bei der Suche nach dem Paradies auf Erden eine Land nennen können, in dem das Von Marx und Engels Prognostizierte
tatsächlich funktioniert?
M.E. sind M. u. E. historische Figuren, die sich überlebt haben und den Beweis für ihre Theorien nicht erbringen konnten in der Weise, dass Menschen damit glücklich, gerecht und befreit leben konnten.
Im Gegenteil haben diese Ideen Armut, Unterdrückung bis zur Knetschschaft, Elend und Tod gebracht.
Von der Verwirklichung von Menschenrechten ganz zu schweigen.
Davor möge uns das Schicksal bewahren und L. davor, je Verantwortung zu übernehmen.
P.S. Da Sie so gern den lateinischen Begriff "ad hominem" verwenden, greife ich diesen gerne auf. Verweist er doch auch darauf, dass die Person für ihr Ziel steht. Bereits da habe ich aufgrund der bekannten Sachverhalte, die ich bereits a.a.O. erwähnt habe, meine großen Zweifel.
mfg

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05. Juni 2007 20:11

Ich und die Anderen

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

wolf amadeus: "Sein ichbezogenes Auftreten allein ist aufschlussreich genug, um keine weiteren Fragen zu stellen."

Ichbezogenheit unterscheidet ihn wohl von anderen Politikern und Unternehmern; nehmen wir Merz und Ackermann als Beispiele. Da braucht man allerdings keine Fragen zu stellen. Wofür sie stehen, ist bekannt.

Womit wir beim Kapitalismus wären, in dem zu leben Frau Hamberger immerhin anerkennt, deren Analyse durch das Kommunistische Manifest 1847/48 sie aber "kalten Kaffee" nennt. Wie beurteilen Sie dann die grandiose Analyse der damaligen "Globalisierung" durch Marx und Engels dortselbst?

Befreien Sie sich wenigstens in Ihrer "freien" Zeit einmal von vielleicht job-bedingten Denkblockaden und Gruppen-Zwängen und überlegen Sie, ob angesichts der Tatsache. dass wir alle auf der Erde nur einmal leben (viele allerdings nur sehr kurz), das kapitalistische Hamsterrad wirklich unser humanes Ziel ist, ob wir Menschen wirklich nur Zweck, und nicht Ziel allen Wirtschaftens sein sollten. Dass liberalistische Speech nur Luft ist, wissen Sie, wenn Sie Praktiker sind, doch auch.

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05. Juni 2007 19:56

Oskar, Du hast "die Welt" verändert!

Andreas Mooshammer (andimoosi)

Nein, ich gehöre nicht zu Deinen Wählerklientel.

Weshalb aber sind die Angriffe auf Dich, Deine Person manchmal so heftig?

O.K., Du hast (mit anderen zusammen) die Parteienlandschaft verändert.

Die FDP'ler sind 'Sauer', weil sie nicht mahr das Zünglein an der Waage spielen können.

Die CDU/CSU'ler sind Sauer, weil sie jetzt wahrscheinlich die Grünen brauchen, um aus der großen Koalition ausscheren zu können.

Deine alten Genossen von der SPD sind eh' sauer auf Dich, seitdem Du sie vermeintlich im Stich gelassen hast.

Und die Grünen lachen sich heimlich ins Fäustchen. Sie sind jetzt das (neue) Zünglein an der Waage. Nur keine Bange, meine Damen und Herren von der CDU/CSU. Warum sollte eine Partei, wie die Grünen, welche neuerdings auch Kriegseinsätze unterstützt, nicht auch die zivile Nutzung der Atomenergie wieder einführen?

Die Verwirrung ist noch groß - aber, Du hast ja alles im Griff Oskar Lafontaine.



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05. Juni 2007 19:08

Oskar Lafontaine?

Albert Beerenbaum (Beerenbaum)

Manche seiner Argumente sind nicht von der Hand zu weisen.

Lobenswert ist seine Haltung zu Kriegseinsätzen.

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05. Juni 2007 17:22

@ W. Walkiewics > Gegenargumente.....?

wolf haupricht (emilgilels)

Sie monieren unter dem 5.6., dass bis dato noch kein Gegenargument zu L`s so genannten "Thesen" artikuliert wurde.
Schade, dass Sie die Beiträge von Hr. Nick Schuster und Hr. Meixner nicht zur Kenntnis nehmen, geschweige denn sich mit diesen auseinandersetzen.
Übrigens haben die pro L. votierenden Teilnehmer bisher nur heisse bis lauwarme Luft abgelassen und eben keine ernsthaften Beiträge.
Das Echo in meinem Umfeld ist eindeutig und zwar so, dass Oscar nach Jahren der Enthaltsamkeit Morgenluft wittert und sein Bad im Fernsehen bei Talkswows etc. und der Presse geniesst und darüber noch nicht einmal überracht ist.
Sein ichbezogenes Auftreten allein ist aufschlussreich genug, um keine weiteren Fragen zu stellen.

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05. Juni 2007 16:30

Teilweise hat er schon recht ...

Niklas Bambach (Argusauge)

Vor allem finde ich bedenkenswert, daß die größeren sog. "demokratischen" Parteien keine Bemühungen erkennen lassen, die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich wieder etwas "zuzudrücken". Dadurch machen diese Parteien die radikalen Parteien erst attraktiv - die sind es ja nicht von sich aus. Wenn der Wähler sich nicht angesprochen fühlt - warum soll er dann wählen gehen? Oder er wählt Protest.
Unternehmen entziehen sich nun mal demokratischer Kontrolle, und im Grundgesetz steht: "Alle Macht geht von Volke aus." Ich erinnere mich an die Fernsehbilder, auf denen Demonstranten im Reichstag ein Plakat enthüllten "Der deutschen Wirtschaft". Leider ist es schwer, gewisse Konzerne zu boykottieren. Aber ich wüßte gern, was ich kaufe. Kaufe ich z. B. ein Nike- oder Puma-T-Shirt, wird dieses wohl kaum von dem Unternehmen hergestellt, dessen Logo es trägt. Ich wüßte gern das Werk, welches das T-Shirt wirklich herstellt - und wenn es das "Textilkombinat Rote Fahne" in Shanghai ist. Bei DVD-Rohlingen habe ich schon in identischer Verpackung Rohlinge von verschiedenen Herstellern gefunden - für mich ist das Betrug.

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05. Juni 2007 16:16

Format reicht für gar nix

Jutta Hamberger (Myshkin)

Verehrter W. Walkiewicz,

ich weiß nicht, woher Sie die Zuversicht nehmen, daß das Kommunistische Manifest für andere als Salonkommunisten Erhellendes zu bieten hätte. Es war schon beim ET kalter Kaffee. Und ja, es gibt den Kapitalismus. Wußten Sie das nicht? Dann leben Sie offenbar in einer anderen Welt. Obwohl - angesichts Ihrer Lektürevorschläge, ist das nicht ganz unvorstellbar.

Leider hat Lafontaine nicht mal das Format zum Watschenmann. Seine Postionen - nannten Sie das so? - ich rede da eher von boulevardesken Absonderungen - sind einfach zu widerlegen: denn de facto hat er ja nur eine einzige Postion, nämlich sich selbst mediengerecht zu inszenieren. Schade, wenn Sie auf so was reinfallen.

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05. Juni 2007 15:18

China

John McGregor (mcgregor1)

@Andreas Winkler

Hier Ihre Anwort: Chinas KP hatte ihre Unfähigkeit erkannt, das Land so zu industrialisieren, wie Stalin die UdSSR industrialisiert hat (Maos desaströser "Großer Sprung" etc.). Also hat man durch niedrige Lohne sowie fehlende Umwelt- und Sozialstandards ausländische Investoren angelockt. Die industrialisieren dann das Land (wie man sieht, geht die Strategie bis jetzt auf), und wenn der gewünschte Stand (inklusive Technologieklau) erreicht ist, wird man sie aussperren und alle Produktionsanlagen verstaatlichen, um selbst damit auf dem Weltmarkt zu agieren. Abgesehen davon, daß China eine Atommacht ist, wird schon die ökonomische Verflechtung und die selbstgemachte Abhängigkeit von in China produzierten Bauteilen reichen, damit der Widerstand des Westens sich in Protestnoten erschöpft.

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05. Juni 2007 15:04

Die Argumente von Lafontaine sind beachtenswert

Leon Feltrinelli (Feltronelli)

Vieles, was er anspricht, bewegt die Menschen in Deutschland. Zahlreiche deutsche Bürger fühlen sich offensichtlich von der Politik nicht mehr vertreten.

Lafontaine ist ihr Sprachrohr.

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05. Juni 2007 14:50

Watschenmann für Kapitalisten und solche, die es (vergeblich) werden wollen

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

J. Hamberger: Was würden wir nur ohne Lafontaine machen?"

Gute Frage. Sie hätten keinen zum Beißen.

"Villa als Symbol des Kapitalismus." Historisch nicht ganz richtig, aber schön, dass Sie implizit anerkennen, dass es Kapitalismus gibt. Jetzt müssen Sie an dieser Erkenntnis arbeiten. Beginnen Sie mit dem "Komunistischen Manifest" alks Ganzschrift: aktuelle Lektüre, auch für Kapitalisten.

Übrigens: ein Gegenargument zu den Positionen Lafontaines habe ich immer noch nicht gelesen. Sie bleiben beim Argumentum ad hominem. Lustig der Versuch, Lafontaine mit Hinweis auf das frühkapitalistische China zu widerlegen, nennt sich doch die herrschende Clique "kommunistisch". In dieser Logik wäre das "Dritte Reich" sozialistisch, wo doch jeder (der will) weiß, dass "wer von Faschismus redet, nicht vom Kapitalismus schweigen soll" (Horkheimer).

Insofern. Geben Sie es zu, Sie freuen sich über Ihren Watschenmann Lafontaine.

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05. Juni 2007 14:17

Chapeau vor so viel Dreistigkeit

Jutta Hamberger (Myshkin)

Ach, was würden wir nur ohne Lafontaine machen? Gäbe es dann überhaupt ein (soziales) Gewissen in diesem Land? Einen, der sich der Rechtlosen annähme? Der unverdrossen für mehr Gerechtigkeit streitet? Was für ein Ritter von der traurigen Gestalt!

Mich interessieren nur diese Fragen, die der Interviewer leider nicht gestellt hat:
Kürzt Herr Lafontaine auch seine beträchtlichen Bezüge - als Akt der Solidarität? Sicher verdienen ja auch Parteivorsitzende, Ex-Landesväter und Ex-Minister mehr, als global-ökologisch-sozialistisch zu verantworten ist.
Verzichtet er auf das immense Altersgeld, das ihm aus seinen Stippvisiten in die Bundespolitik zusteht? Wo doch Renter seit Jahren reale Einkommensverluste hinnehmen müssen.
Zieht er aus seiner Villa aus in einen Plattenbau? Denn so eine Villa ist doch ein Symbol des Kapitalismus. Igitt.

Die Antworten kennen wir - sie heißen 3x nein. Lafontaine ist eine Lach- und Luftnummer. Substanzloses Gewäsche. Warum bringt die FAZ Interviews mit diesem verzichbarsten aller deutschen Politker? Seitenfüller??

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05. Juni 2007 13:21

Herr Lafontaine, Sie sind eine Bereicherung für die Demokratie in Deutschland

Francisco Cortes (FranciscoCortes)

Die insbesondere in der deutschen Außenpolitik vorgetragenen doch immerzu gleichen, weltfremden Phrasen sind längst verbraucht und nicht mehr glaubwürdig.

Ihr 'Engagement' bringt frischen Wind in die Politik. Und der eine oder andere Politiker wird gezwungen sein, umzudenken :-).

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05. Juni 2007 01:01

Lothar Strenge das stimmt

Norbert Müller (B417931)

Schaut doch mal wenn Euch auch die Augen glänzen bei diesem Herren.Über Jahre Ministerpräsident im Saarland verbunden mit dem Herren Harz.Ein Bankroteur von der feinen Sorte.Wenn dieser Herr nämlch die sogenannten Fähigkeiten hätte die er selbst immer in seiner geistigen Umnachtung mein,warum ist eigentlich das Saarland eines der ärmsten Bundesländer.Das hat er doch gemein mit Bremen (rot,rot,rot) usw usw. Na und da freuen wir uns doch immer noch auf den Palast der sozialen Gerechtigkeit den er hat sich bauen lassen von dem was die öffentlich rechtlichen und der Spiegel, der Stern und wie sie alle noch heissen mögen bezahlt haben.Also gegen diesen Sozialisten ist doch Erich Honecker ein Weisenknabe.Schade Wladimir wollte den mit den gefärbten Haaren der fällt nicht so auf ist aber genauso RAFFGIERIG.

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04. Juni 2007 23:59

@ Herr Winkler - Recht auf Demokratie

A. Malliki (a.malliki)


Meine Aussage zum "Recht auf Demokratie" habe ich nicht erfunden sondern sie stammt von unserer Staatsanwaltschaft.

Schon Frau Merkel sagte: "Wir Deutschen haben kein immer währendes Recht auf Demokratie".

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. (...) - Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
<<

Das ist aber noch lange kein Recht auf Demokratie, es ist eine Feststellung, keine Pflicht. Denn:

Art. 38. (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

Denn ich bin der Auffassung, dass die persönliche Meinung eines Abgeordneten dem Dienste der Allgemeinheit unterstellt sein muß. Persönliche Meinungen bekomme ich an jedem Stammtisch - sogar nach bestem Wissen und Gewissen.

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04. Juni 2007 23:02

Unfassbar,

Markus Krummer (slooney)

wie man eine solche Partei wählen kann!
Hier kann man das wahre Bildungsniveau in Deutschland erkennen. Die Linken sind nimmermüde in ihren Vorschlägen, wie man diejenigen, die Leistung bringen bestrafen kann, um es dann denen zu geben, die es nicht tun.
Die Gründung dieser Partei hat in Deutschland einen nachhaltigen Schaden verursacht: Alles bewegt sich nach links. Die CDU wird immer mehr zur SPD und die SPD will sich am linken Flügel auch keine Blöße geben.

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04. Juni 2007 21:36

Oskar Lafontaine polarisiert......

Hermann van der Veen (HvdVeen)

Man sollte Herrn Lafontaine nicht unterschätzen. Er hat sein Herz auf dem rechten Fleck.

Dieses Land braucht eine starke Opposition. Es ist doch spürbar, daß viele Menschen in diesem Lande mit willkürlichen Entscheidungen der großen Koalition nicht einverstanden sind.

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04. Juni 2007 20:52

einen hab ich noch

Andreas Winkler (fonzie)

All den großen ung kleinen linken "Weltverbesserern" da draußen möchte ich gerne noch eine Fragen stellen und bin ehrlich auf die Antwort gespannt.

Es gibt auf der Welt noch genau ein großes (ja sogar das größte) Land, dessen politisches System von einer KP dikitiert wird. KP steht meines Wissens für Kommunistische Partei. Als dieses Land entschieden hat, die Spielregeln von marktwirtschaflicher Globalisierung anzunehmen, ist seine volkswirtschaftliche Entwicklung explodiert. Nun schickt es sich an, die zweite Supermacht des Erdballs zu werden.

Gibt das wirklich den Linken nicht zu denken, wenn sogar die KP faktisch eingesteht und danach sofort beweist, dass Markt und Globalisierung viel besser funktionieren als sozialistische Planwirtschaft und Abschottung?

Und jetzt komme bitte niemand mit der Allmacht des Kapitals, die sogar in die chinesische KP reicht ... Auf halbwegs plausible Antworten bin ich aber wirklich gespannt.

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04. Juni 2007 20:37

@Herrn Malliki und Herrn Germann

Andreas Winkler (fonzie)

Herr Malliki,
da muß ich nicht lange forsten:
>>
Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. (...)
<<
Sorry, aber nach solch seltsamen Behauptungen kann ich doch ihren Beitrag nicht mehr ernst nehmen...

Herr Germann,
eine These unter das Volk zu jubeln, die von der Wirklichkeit schon längst überholt wurde, ist eine Lüge. Es ist ja auch gelogen, zu behaupten, die Erde sei eine Scheibe...

Sicherlich habe ich das Thema mit meiner Naivität nicht wie sie in durchwachten Nächten vollständig und eigenständig intellektuell durchdrungen. Dafür fehlt mir einfach die Zeit. Ich plappere daher Leuten wie z.B. Herrn Josef Joffe von "der Zeit" nach oder zitiere so unglaubwürdige Institutionen wie die Weltbank. Dort liest man von chin. BIP-Wachstumsraten von 10% pro Jahr.

V.a. die chin. Arbeiter würde ich fragen, wieso sie ihren mittelalterlichen Knochenjob auf dem Feld gegen die Fabrik eingetauscht haben...Kann ich nicht nachvollziehen...

Es tut mir leid, aber ihr linker Klassenkampf hat sich überlebt.

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04. Juni 2007 20:02

@ Andrea Kiwitt> Lafontaine u. Grundsätze

wolf haupricht (emilgilels)

Hallo Fr. Kiwitt,
endlich mal ein offensichtlicher Anhänger von L., der zumindest Zweifel hat, dass L. ein Patentrezept für vieles und alles hat.
Wenn Sie jedoch L.s Interview vollständig lesen, hat er für alles ein Rezept, oder?
Aber, Hut ab für Ihre Meinung.
mfg

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04. Juni 2007 19:55

Lafontaine denkt in die richtige Richtung.....

Ellen van Ark (e.vanark)

Seine Argumente sind nachvollziehbar.

Endlich mal ein Politiker, der sich auch für die 'einfachen' Menschen einsetzt.

Die nächsten Wahlen werden spannend.

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04. Juni 2007 19:45

@ W. Walciewcz> Mein und Dein

wolf haupricht (emilgilels)

Ihre Antwort auf den Beitrag Meixner zeigt, dass Sie seine Aussage nicht verstanden haben oder verstehen wollen.
Hauptsache Sie fühlen sich wohl und wachen vielleicht auf, wenn es zu spät ist.

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04. Juni 2007 19:37

argumenta ad hominem

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

Konservative und ängstliche Ideologen der "freien"(???) Marktwirtschaft scheinen von der Kritik Lafontaines an der kapitalistischen Globalisierung (die es übrigens schon seit Jahrhunderten gibt. Lesen Sie mal die zeitgenössische Kritik Hobsons am Imperialismus. Was Aktuelleres werden Sie nicht finden!) schwer getroffen zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass ihnen einfach kein Gegenargument einfällt. Sie flüchten entweder in die Geschlossenheit ihrer realitätsfremden marktradikalen Ideologie oder sie diffamieren Lafontaine in bester deutscher (auch sozialdemokratischer) Tradition als "Verräter", "Ideologen" usw. Verweise auf seine Villa dürfen nicht fehlen. Billiger können Argumente nicht sein. Aber Vorsicht: nach dem Marktgesetz gilt: Je geringer die Nachfrage, desto billiger die Argumente! Suchen Sie vernünftige Argumente (dürfte schwer fallen), sonst glaubt Ihnen keiner mehr.

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04. Juni 2007 18:43

Wie lange kann dieser Lafontaine ein ganzes Volk vorführen ???

Klaus Hundertmark (KlausHundertmark)

Warum gibt eine von mir so hoch geschätzte F.A.Z. dem wohl unseriösesten "Politiker" wie einem Herrn Lafontaine eine so tolle Plattform seine Verdummungstheorien anzupreisen, wie auch im Interview zu lesen. Wenn Lafontaine von Glaubwürdigkeit redet, hat es eine gleiche Bedeutung, als wenn in China ein Sack Reis umfällt.
Wenn Er auf Grund seiner übertriebenen Selbstdarstellung nicht den von Ihm geforderten absoluten Beifall und Zustimmung erhält, wendet Er sich, ganz gleich mit wem, neuen Seilschaften zu, die nicht hinterfragen warum Er denn so schnell seine Heimat (Partei) verläßt. Tatsache ist, das die PDS immer noch mit zu vielen SEDlern bestzt ist und Lafontaine mit dem aufzeigen seiner Schreckenszenarien auf der Suche nach den westlichen Schafen ist, die von Ihm zur Schlachtbank geführt werden wollen. Vielleicht wäre Er etwas glaubwürdiger, wenn Er seinen Palast verscherbeln würde und die tollen Einkünfte aus seinem Schriftstellerdasein für gute Zwecke gespendet hätte. Von Globalisierung, freier Marktwirtschaft und Unternehmertum hat dieser Pseudosozi jedenfalls keine Ahnung und käme Er denn an die Macht, das Auswanderungsland Deutschland an die Erste Stelle führen.
Mfg

Klaus Hundertmark

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04. Juni 2007 17:37

Herr Lafontaine ist ein Mensch mit Grundsätzen.....

Andrea Kiwitt (kiwitt)

Dadurch hebt er sich wohltuend von der üblichen Politikerriege ab.

Er hat zwar keine Patentrezepte für Alles und Jedes, aber seine Überlegungen sind nachvollziehbar.

Weiter so.

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04. Juni 2007 17:02

Bedeutet Meinungsfreiheit...

H. Kreuer (hhk01)

..., dass wir uns immer noch die abgedroschenen Phrasen eines Leistungsflüchtlings anhören müssen ? Wieso geben wir solchen Personen der linken Szene eigentlich noch eine Plattform, um diese Ohnmachtsthesen verbreiten zu können ?

Hat der Zusammenbruch aller sozialistischer Staaten dieser Erde (inkl. dem Wirtschaftssystem Chinas) nicht gezeigt, dass diese staatliche Lenkungswut in den Abgrund führt ?

Werden hier gar Minderwertigkeitskomplexe therapiert ?

Bitte nicht auf unsere Kosten.

Gruss nach Frankfurt.

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04. Juni 2007 16:42

Euer Geld ist unser Geld

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

Johannes Meixner: "Glaubt Ihr, dass EUER GELD in STaatskassen besser aufgehoben ist, als in EUREN PORTEMONNAIES?"

Aber natürlich! EUER GELD, das Ihr UNSERER ARBEIT verdankt, gehört ganz logisch in die STAATSKASSEN!

Ich vermute jedoch, Sie glauben, dass IHR PORTEMONNAIE völlig zu Recht prall gefüllt ist, und dass die von der STAATSKASSE Abhängigen einfach nicht so CLEVER sind wie SIE.

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04. Juni 2007 15:57

@ Jagor

Ralf Henrichs (nimreem)

Tja, in der EU gibt es mittlerweile in allen Staaten (außer Zypern und Deutschland) Mindestlöhne - staatlich oder tariflich. Der von Ihnen beschriebene Effekt ist nirgendwo eingetreten.

Warum nicht? Weil Löhne eben nicht nur Kostenfaktoren sondern auch Nachfragefaktoren sind. Und weil wir ja heute praktisch schon Mindestlöhne haben: wer von seinem Lohn nicht leben kann, kann dies mittels ALG II aufstocken.

Diese Geld muss aber auch bereitgestellt werden (über Steuern). Es ist ja schon so weit, dass selbst Polen lieber in GBR als in Deutschland Spargel stechen - weil sie zu den deutschen Löhnen nicht mehr arbeiten wollen. Dabei ist 1 Euro in Polen kaufkraftparitätisch mehr wert als in Deutschland.

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04. Juni 2007 15:16

@ N. Schuster> Oskar vs Mindestlohn

wolf haupricht (emilgilels)

Lieber Herr Schuster,
hoffentlich lesen viele Teilnehmer Ihren zutreffenden Beitrag.
Lafontaine weiss natürlich, dass die meisten Menschen von Ökonomie nichts verstehen. Deswegen lässt er seine flotten, populistischen Sprüche gern ab und sehr viele gehen ihm auf den Leim.
Dass L. von Ökonomie auch nicht viel versteht, steht auf einem anderen Blatt. Dann hat er sich Rat bei seiner Frau eingeholt, die jedoch auch merkwürdige Ansichten vertritt.
Mit freundl. Gruß
w. amadeus

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04. Juni 2007 14:59

Angst

Wolfgang Walkiewicz (leloup)

Da fühlen sich aber viele Kommentatoren auf den Managerschlips getreten! Die blanke Angst, (erstrebte) Privilegien zu verlieren! Nur noch das 20fache verdienen zu können, wie schrecklich! Dann hauen wir sofort ab - ins Dorado der Globalisierung. Denken Sie wirklich so - oder möchte Ihr Chef, dass Sie so denken?

Wie aus Flauberts "Wörterbuch der Gemeinplätze": Lafontaine? (wissend lächeln): "Ach, der Populist und Demagoge, der, der seine Partei im Stich gelassen hat, der sich vor der Verantwortung gedrückt hat" (sich zublinzeln und dann blind weitermachen).

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04. Juni 2007 14:52

Wer sorgt für Ungleichheit?

Andreas Spengler (a.spengler)

Herr Ortwein, sie fragen: "Wer sagt ausser ihm etwas über die eklatante Ungleichheit in der Welt? Wer nennt ausser ihm die Namen der Absahner, die sich Millionen in die Tasche schieben, während gleichzeitig Hunderte Millionen Menschen hungern aufgrund der Ausbeutung der internationalen Konzerne ?"

Viel wichtiger ist doch: wer sind die Verursacher dieser Ungleicheit(en)? Die Staaten und Ihre Apparate sowie die Diktatoren in der "dritten" Welt, die den freien Handel verhindern und mit Korruption (Diktaturen) und Subventionen (EU) direkt oder indirekt das Geld anderer Leute abschöpfen.

Wer kann die Ungleichheit beseitigen? Nur der freie Handel zwischen den verschiedenen Volkswirtschaften.

Herr Lafontaine würde durch die Zwänge, die er aufbauen würde, nur neues Leid und neue Ungleichheit verursachen.

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04. Juni 2007 14:46

Globalisierung?

Liam Aberdeen (Aberdeen)

Hier einige Rahmendaten:

Die aktuellen G-8-Staaten vertreten ungefähr 14 % der Weltbevölkerung.

Dafür tragen sie aber mit etwa 66 % zum CO2-Ausstoß und dementsprechend zum aktuellen Klimawandel bei.

Dieser Klimawandel betrifft heute schon insbesondere auch die Menschen in Afrika. Zum Beispiel durch fortschreitende Wüstenbildung und Versteppung von Lebensraum.

Die Afrikaner z. B. bezahlen einen hohen Preis dafür, daß Nord-Amerikaner und Europäer nicht bereit sind, die notwendigen Mittel für eine weitestgehende Zurückführung des z. B. CO2-Ausstoßes - aufgrund Ihrer Konsumgewohnheiten - bereit zu stellen.

Es ist eine Umverteilung finanzieller Mittel zu Lasten z. b. Afrikas.

Darüber hinaus sind die Märkte Europas bzw. Nordamerikas (z. b. im landwirtschaftlichen Bereich)weitgehend abgeschottet.

Wer genaueres Wissen will, kann sich über die Internetseite des Bundesfinanzministeriums.de Sachbereich Zoll / Elektronischer Zolltarif detailliert informieren.

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04. Juni 2007 13:30

@meine Kritiker

Nick Schuster (Jagor)

Wenn ich alles widerlegen wollte, säße ich morgen noch dran. Deswegen beschränke ich mich mal auf das Kernthema von Lafontaine - den Mindestlohn!
Der Lohn ist ein Gleichgewichtssystem von Arbeitsangebot und Arbeitsnachfrage und variiert deswegen auch bei den jeweiligen Branchen. Wenn man nun eine Zwangsregelung einführen würde, dass jeder Arbeitgeber 8 Euro/Stunde zahlen muss, würden die meisten Arbeitsplätze deren Vergütung unter 8 Euro lag, nichtmehr bezahlbar sein und würden gestrichen werden. Das hat Auswirkungen auf den Betrieb, der sich dann verkleinern und sogar schließen müsste. Einige wenige werden vorübergehend Glück haben, weil ihr Lohn sich auf 8 Euro erhöhen würde, jedoch trügt der Schein, weil die Erhöhung des Lohnes eine Erhöhung der Preise der Vertriebe um die Mehrkosten auszugleichen zur Folge hätte. Somit wäre die Lohnerhöhung sogar noch schwieriger für die gekündigten Menschen zu verkraften, da sie nun mit generell höheren Lebenskosten zu rechnen hätten. Die Nachfrage und Bereitschaft für weniger als 8 Euro zu arbeiten bliebe, wodurch Schwarzarbeit inflationär entstehen würde. Die Steuereinnahmen für den Staat würden erheblich zurückgehen, weil weniger Menschen arbeiten können und viele Betriebe schließen!

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04. Juni 2007 12:49

Oskar, erklär uns mehr von der Welt :-)

gisbert heimes (gisbert4)

http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~E3FEBCC60BBAB4D508391ECE66B0181A4~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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04. Juni 2007 12:47

Globalisierung

Armin Ortwein (sozialist1)

Gewiß ist Herr Lafontaine ein Demagoge, er hat es ja so wie alle anderen Politiker in seiner jahrzehntelangen Karriere gelernt. Aber was ist mit seinen Argumenten? Wer sagt ausser ihm etwas über die eklatante Ungleichheit in der Welt? Wer nennt ausser ihm die Namen der Absahner, die sich Millionen in die Tasche schieben, während gleichzeitig Hunderte Millionen Menschen hungern aufgrund der Ausbeutung der internationalen Konzerne ?

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04. Juni 2007 11:42

Herr Lafontaine vertritt zwar eine Minderheitsmeinung.....

Francisco Cortes (FranciscoCortes)

aber so ganz 'ohne' sind seine Thesen nicht.

Das mit der Deckelung der Gehälter von Spitzenmanagern ist allerdings kaum nachvollziehbar. Aber auch hier muß eine freiwillige Selbstkontrolle her. Es paßt manchmal nicht mehr - der Unterschied im gehaltsgefüge zwischen dem Vorstand einer AG und dem 'nomalen' Mitarbeiter.

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04. Juni 2007 11:30

Frage ohne Sinn...

Andreas Spengler (a.spengler)

Welchen Sinn soll die Frage: "Die Frage ist nur, welcher Maßstab ist genutzt worden, um zu diesem 'Ergebnis' zu kommen?" denn überhaupt haben?

Natürlich ist die Definition von Armut woanders eine andere als bei uns.

In D ist Armut immer relative Armut, gemessen an irgendeinem willkürlichen Durchschnittswert über alle Einkommen.

Wenn also die Gehälter aller Menschen gleich bleiben und nur die Entlohnung einer Person um einen Euro steigt, erhöht sich die "Armut" in Deutschland!

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04. Juni 2007 11:12

Der Handtuchwerfer und sein "Leid und Elend".....

wolf haupricht (emilgilels)

Wenn L. schon so weitsichtig ist zu behaupten, dass die Globalisierung zu Leid und Elend führt, frage ich, warum er - in Verantwortung stehend - damals als "Superminister" über Nacht das Handtuch warf und die gebotene Chance auf Veränderungen im System überhaupt nicht wahrnahm. Flucht vor der Verantwortung?
Mit Worten scheint er stark auftrumpfen zu können, wenn es jedoch ans Umsetzen und Kämpfen für das gesteckte Ziel geht, zieht er schnell den Schwanz ein und kneift.
Wer kann einem solchen Menschen sein Vertrauen schenken?
Zudem ist er bisher den Beweis für seine These, dass die Globalisierung zu Leid und Elend führt, schuldig geblieben.
Dass muss er glaubhaft belegen, sonst ist er auch hier unglaubwürdig. Leute, die nur Negatives äußern können, sind mir reichlich suspekt, weil realitätsfremd.
Schade, dass ein intelligenter Mensch sich so verhält.

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04. Juni 2007 09:14

Ein Beitrag zum globalen Umweltschutz !

Markus Teuber (arathorn)

Schaltet diesen Schwätzer doch endlich ab!
DAS wäre ein Beitrag zum Umweltschutz!
In seine Zeit als Finanzminister fällt die Verursachung der größten Finanzlöcher der Geschichte der Bundesrepublik.
Als er erkannte,"welche" Kompetenz er hat,hat ersich klammheimlich aus dem Staub gemacht.

Wenn sich dann noch Leute finden,die behaupten,Lanfontaines Argumente wären nicht von der Hand zu weisen,dann frage ich mich,was das denn für eine Zuhörerschaft ist.

Scheinbar findet auch heute noch jeder Grimassenschneider
genug Publikum,dem auch noch die dümmste Rechnung aufgemacht werden kann.

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04. Juni 2007 09:12

Die Globalisierung hat also fast 500.000.000 Menschen aus ihrer Armut 'befreit'

Rainer Maria Schmitz-Winnenthal (rmsw)

Dies ist ein Hauptargument der Befürworter von Globalisierung. Die Frage ist nur, welcher Maßstab ist genutzt worden, um zu diesem 'Ergebnis' zu kommen?

Nun, die Definition von Armut, wie wir sie hier in Deutschland (Europa) messen, kann es ja wohl nicht gewesen sein.

Letztendlich ist dieses Argument nicht mehr als heiße Luft, leider.

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04. Juni 2007 08:34

Globalisierung - Wunschtraum der Linken wird erfüllt

Jean Münster (ueberflieger)

Die Globalisierung kann man als nichts anderer als die Erfüllung des Wunschtraums der Linken nach "Internationaler Solidarität" ansehen - nur daß diese Solidarität von Kapitalisten ungleich effzienter und ohne Schnörkel in die Tat umgesetzt wird.

Dass diese Solidarität nur durch einen Wohlstandsabbau bei uns erreicht werden kann, haben die Linken immer schamhaft (oder unredlich) verschwiegen, unsere damit verbundene zunehmende Armut den sog. Neoliberalen in die Schuhe zu schieben, ist reine Demagogie. Es bleibt fraglich, ob linke Ideologen im Fall der Machtergreifung die Geschicke der Menschheit besser lenken könnten, als es die heutigen Machteliten tun, die Geschichte beweist - eher nicht.

Die ungleiche Verteilung von Reichtum und Chancen wird auch durch linksradikale Politik nicht aufhören, sie wird sich nur anders äußern und in einem erstickenden System der Heuchelei, der Unfähigkeit und Unfreiheit wie gehabt enden...

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04. Juni 2007 08:25

Charakter d. Demagogie

Dirk R Bode (Patou)

Es ist ein schlimmes Missverständnis zu glauben, dass ein Demagoge daran zu erkennen sei, dass er "lügt" oder "dumm" sei.Demagogie erkennt man an ihren HALBEN WAHRHEITEN. Demagogie verschweigt die andere Hälfte eine Sache, einer Komplexität, einer Entwicklung. Natürlich ist immer "etwas" dran, was OsLa so schwadroniert. Eloquent ist er auch. Arrogant, pseudoelitär. Er ist der verkannte "Weltpolitiker". Bei solchen Typen muss man beckmesserisch sein, erst dann entpuppt sich Lafontaines Provizialität, seine Undifferenziertheit, populistischen Reduktionen von komplexen Zusammenhängen auf handhabbare Phraseologie. Das Demagogische kann man so zusammenfassen: ALLES IST RICHTIG (irgendwie) NICHTS STIMMT (zugleich). Darin liegt das Dämonische. Oskar ist nicht "dumm". Oskar ist ... na, wer kommt auf das richtige Wort? Wie nennt man das, wenn einer nur die halbe Wahrheit sagt und Menschen bewusst in die Irre führt? Wenn einer absichtsvoll etwas verschweigt, um etwas zu erreichen? Genau! Oskar ist... Na, Sie alle haben das richtige Wort ja selbst gefunden, oder?

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04. Juni 2007 06:54

Mindestlohn

Andreas Müller-Goldenstedt (amuego2)

Gerade hat sogar Busch den Mindestlohn in den USA nach zig
Jahren politischer Auseinandersetzung mit einem Gesetz auf 7,50 $ erhöht.Das ganze in mehreren Stufen bis 2009.
Fast 10 Millionen armerikanische Arbeiter und Angestellte sind davon betroffen.
Insofern freue ich mich sehr, daß die Linke und vorallem Lafontaine dieses Thema in Deutschland auf der Agenda hält.

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04. Juni 2007 06:38

Sommerloch

Matthias Gläßer (mymag)

isses schon da das Sommerloch oder war der Interviewer auf der Suche nach einer Büttenrede?

Bin Führungskraft und demnächst auf einem Globalisierungsseminar. Ich werde mir noch einmal überlegen, ob ich da überhaupt hingehen soll.

Jedenfalls sollte sich Hr. Lafontaine mal überlegen, warum das Saarland auch so eine richtige blühende Landschaft ist, vielleicht sollte man hier mal die Subventionen kürzen.

Zu viel Polemik. Macht nichts.

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04. Juni 2007 04:49

Dem Oskar bitte immer GENAU zuhören

Christian Everling (ElCartman)

@Frau Frazer: auch Herr Lafontaine hat das Recht, daß man ihm zuhört. Ich bin sogar der Meinung, daß man ihm sehr genau zuhören muß, um zu verstehen, was er will.

Er will KEINE Globalisierung. Aber er will, daß sich die 3. Welt entwickelt. Nur, wer soll die Produkte der 3. Welt kaufen, wenn es keine Globalisierung gibt? Wir jedenfalls nicht. Wir sollen ja die Produkte der lokalen Bauern kaufen.
Wie soll sich also die 3. Welt entwickeln? Herr Lafontaine will, daß wir mehr Kontrolle ausüben darüber, wofür unsere Entwicklungshilfegelder verwendet werden. Wie soll das aber geschehen? WAS will er also? Etwa eine neue Kolonialära???

Wenn man ihm genau zuhört, sieht man, daß er sehr viele Forderungen stellt, ohne sich mit ihnen tiefer beschäftigt zu haben. Thema Aktienoptionen: unsittlich, weil Manager angeregt werden, Angestellte zu kündigen. Nur, daß die Aktienoptionen erst weit in der Zukunft ausübbar sind und Entlassungen eher kurzfristig den Aktienkurs beeinflussen, läßt er weg.

Wenn Herr Lafontaine also spricht, sollte man genau zuhören, um sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. Wenn's um's Handeln geht, wissen wir ja, wie schnell er kneift.

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04. Juni 2007 04:01

Mindestlohn

Sebastian Schulze (S.Schulze)

In einigen Kommentaren wurde die Meinung geäußert, man könne die Argumente Lafontaines nicht "von der Hand weisen".

Auf die Frage, ob ein Mindestlohn von 8 € nicht negative Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen hat gibt Lafontaine dieses zugegeben sehr überzeugende Argument: "Nein, das hat uns in unserer Anhörung unter anderem der Präsident des britischen Unternehmerverbands bestätigt."

Gibt es hier jemanden, der sich mit einer so einfachen "Erklärung" einer so schwierig zu beantwortenden Frage zufrieden gibt?
Ich hoffe, dass sich die Mehrzahl der FAZ Leser über dieses Interview sehr amüsieren konnten.

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04. Juni 2007 03:05

Lafontaines Argumente sind nicht das Gelbe vom Ei

Johannes Friedrich (jf007)

Wenn ich lese:
(Zitat) "Befürchten Sie nicht, dass durch einen so hohen Mindestlohn [8 Euro/Stunde] gerade in Ostdeutschland viele Arbeitsplätze vernichtet werden?"
und Lafontaine dann antwortet:
"Nein, das hat uns in unserer Anhörung unter anderen der Präsident des britischen Unternehmerverbands bestätigt."

Genau dann frage ich mich, was so raffiniert an Lafontaine sein soll. Dass er nicht fähig ist, einen Satz richtig zu formulieren? Man bedenke, er stimmt der Aussage "vernichtet werden" durch "bestätigt" zu - und außerdem halte ich es für lächerlich, dass der Präsident des britischen Unternehmerverbands einen ostdeutschen, nicht existenten Sachverhalt bestätigen soll, !

Genauso inkonsequent ist seine Telekom-"Analyse", wo er erst richtig feststellt:
(Zitat Lafontaine) "Für einen Außenstehenden ist das schwer zu beurteilen."
und dann einen Satz später seine Inkonsequenz beweist:
"Ein Management, das ein solches organisatorisches Durcheinander anrichtet, ist ungeeignet."
Was er natürlich beurteilen kann - obwohl es doch angeblich so schwer ist?
Es ist ja auch ein Management - die Telekom hatte zwar in der von ihm angesprochenen Zeit 4 Vorstandsvorsitzende - aber für die Linkspartei ist das ein Management.

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04. Juni 2007 01:39

@Andreas Winkler(fonzie)

Julian Germann (Julian99)

Aber doch keine Lüge, Herr Winkler, sondern eine These, die sie mit ihrem hoffnungsvollen, aber doch leider sehr naiven Ausblick nicht widerlegen. Vielleicht möchten Sie sich die Frage stellen, wem Sie da nachplappern und welche 'Klientel' Sie bedienen, wenn Sie behaupten, dass Afrika nicht zu viel, sondern zu wenig 'Globalisierung' abbekommen hat. Und wenn genau in China, Brasilien oder Indien möchten sie denn bitteschön zum Segen des 'globalen Wettbewerbs' befragen? Die Millionen chinesischer Arbeiter, die unter erbärmlichen Bedingungen unsere Billigwaren produzieren? Die 350 Millionen Inder, die trotz Agrarüberschuss Hunger leiden? Die anderen 50 Prozent der brasilianischen Bevölkerung, die in absoluter Armut leben? Oder sind es denn dann nicht doch nur die politischen und wirtschaftlichen Eliten dieser Länder?

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04. Juni 2007 01:14

@ Herr Winkler - sanfte Landung für Deutschland

A. Malliki (a.malliki)


Globalierung bedeutet in Bezug auf Afrika, dass Subventionen (vom G8-Gipfel genehmigt) nur bezahlt werden, wenn die Länder ausländische Firmen ins Land lassen und deren Rohstoffe ausbeuten dürfen. "Hilfe für Afrika" nenne ich das nicht. Ich nenne das "Hilfe für Weltmonopolisten" - die Bevölkerung bekommt dadurch nur neue Herren, außerhalb der Demokratie.

Wenn eine Bundeskanzlerin aus dem Hause der CDU öffentlich verkündet, dass die Globalisierung auf ein menschlich erträgliches Maß gebracht werden muß, frage ich mich, warum sie die Globalisierung noch GUT heißen können.

Alleine diese Aussage sollte ihnen Schrecken und Angst einflößen - denn übersetzt heißt das: Die Globalisierung wird auch die Bevölkerung in Deutschland voll und ganz treffen, wir werden aber versuchen den Übergang so sanft wie möglich zu gestalten.

Die sanfte Landung wird mit einer globalen Verarmung und Verelendung der Weltbevölkerung enden. Sämtliche Ressourcen (Wasser, Energie, Nahrung, Land ect.) werden unter wenigen, privaten Hände aufgeteilt sein - da nutzt uns Demokratie nicht mehr viel.

Denn in Deutschland gibt es kein Recht auf Demokratie - durchforsten sie mal das Grundgesetz.

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04. Juni 2007 00:12

Nicht von der Hand zu weisen?

Daniel Schleicher (DanyoS)

1.) "das hat uns der Präsident des britischen Unternehmerverbands bestätigt" - Wie will er das abschätzen können? Hatte GB eine Wiedervereinigung zu verkraften?

2.) "mehr als das 20-fache des niedrigsten Einkommens dürfe einer seiner Manager nicht verdienen" - Bei Investmentbanken ist das niedrigste Einkommen gar nicht niedrig. Servicebereiche sind alle ausgelagert.

3.) "Von einem Exodus deutscher Manager nach Amerika ist nichts bekannt." - Natürlich nicht, es gibt ja auch (noch) keine Gehaltsobergrenze.

4.) "Die Manager sind total unglaubwürdig, weil sie sagen, die Globalisierung erzwinge ein ständiges Absenken der Löhne der Beschäftigten, aber eine ständige Steigerung der Managergehälter." - Wieso unglaubwürdig? Das ist eine Folge von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt.

5.) Thema Telekom: Keine Branche durchlief in den letzten Jahren einen derartigen technologischen Wandel wie die Telekommunikation. Und: Wie viele Umorganisationen gab es denn bei der Bahn?

6.) Thema Aktienoptionen: Bei Ad-Hoc-Meldung gibt es eine Sperrfrist zur Ausübung der Optionen. Und langfristig haben derartige Meldungen keine Auswirkungen auf den Aktienkurs.

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03. Juni 2007 23:34

Halbe Wahrheiten...

Björn Bierström (bierstroem)

Nein, dumm ist Oskar Lafontaine wirklich nicht (was ja allgemein bekannt ist). Umso schlimmer wirken daher seine Milchmädchenrechnungen, sein Phrasendreschen und die oft nur halb aufgeführten Wahrheiten. Ob Wendeling Wiedeking jetzt 500.000, 800.000 oder 1 Million € pro Jahr verdient, ist doch nebensächlich. Dem Unternehmen Porsche und seinen Mitarbeitern geht es hervorragend und das ist letztendlich entscheidend. Selbstverständlich, es gibt auch genug Beispiele, wo Manager am Ende ihrer Laufzeiten trotz negativer Resultate ihr Konto kräftig aufgepolstert haben und man sich schon fragt, warum denn jetzt noch eine dicke Abfindung notwendig ist. Nur ob eine generelle Obergrenze von 500.000 € pro Jahr der Unternehmenskultur in Deutschland dienlich ist, darf bezweifelt werden.

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03. Juni 2007 23:26

"Totgeglaubte leben länger"! Ein Mythos!

Sophia von Harsdorf (zickezacke)

Wo läuft der Hase hin? Was will ich nun damit sagen?
Ganz einfach, liebe Freunde. Der alte Hase Lafontaine hat als glaubwürtige politische Lichtgestalt schon längst sein eigenes Grab ausgegraben und sich darin eingebudelt. Er ist mausetot! Nein! Er ist in der Zeitung! Und er ist kein blasses, mageres Gespenst, er sieht gut aus! Es scheint nun ein gutes linkes Karma gehabt zu haben und er durfte wieder auf die Welt. Als cleverer Igel! Soweit so gut. Dumm ist er nicht! Er ist ein opportunistischer Populist und ein Demagoge. Alles Eigenschaften, die ein besonderes Geschick verlangen. Und er hält uns alle für dumm. Er erzählt uns das, was unsere Herzen hören wollen, um sich wohler zu fühlen und nicht fehl am Platz. Das Herz jedes Menschen schlägt auf der linken Seite! Darauf basieren unsere linken Utopien. Der Igel Lafontaine wird auf der Überholungsspur der heutigen internationalen mehrspurigen Autobahnen unter die Räder geraten. Als schneller Hase, allerdings mit der nötigen Ausdauer eines Igels, hätte er vielleicht eine bessere Lebenserwartung! Jetzt hat er eine schlechte Prognose.
Es mangelt uns nicht an guten, gerechten Ideen und Vorsätzen. Wir sehen das Leid und das Elend der Welt. Wir brauchen aber tatkräftige Politiker.

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03. Juni 2007 23:06

Doch sind Sie Frau Frazer...

Sebastian Olbrich (Basti1976)

...zumindest die ökonomischen: Die Globalisierung führt in einmaliger Weise zu mehr Wohlstand, Friede und auch Gerechtigkeit in der Welt. Nein, perfekt ist das alles noch nicht aber um Welten besser als die selbige von vor 60 Jahren!

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03. Juni 2007 22:22

Lafontaine...

Michael Schultz (Offensichtlich)

...hat es schon immer verstanden, dem Volk nach dem Munde zureden. Das im Endeffekt selten mehr als warmer Dampf dabei rum kam, kommt sicherlich nicht von ungefähr.

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03. Juni 2007 21:55

Lafontaine's Argumente sind nicht von der Hand zu weisen

Anne Frazer (Anne.Frazer)

Man sollte ihm zuhören, was er zu sagen hat.

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03. Juni 2007 21:55

Eine hab ich...

Andreas Winkler (fonzie)

Na Herr Menzel, da hätte ich eine:

>> Die jetzige Form der Globalisierung führt zu großem Leid und großem Elend. Das können auch einzelne Vorteile, die aus der Globalisierung erwachsen sind, nicht aufwiegen.<<

Fragen sie doch mal in China, Indien oder Brasilien nach, ob die das genauso sehen. Die 3.Welt (und hier besonders Afrika) leidet nicht an einem zuviel, sondern einem zuwenig an Globalisierung. Aber ich bin da optimistisch, dass dies überwunden wird und hoffentlich bald auch Afrika am globalen Wettbewerb teilnehmen darf. Eine Reform der EU-Agrarsubventionen wäre ein echter Anfang.

Nicht ganz so optimistisch bin ich für diesen Fall allerdings bezüglich der Klientel, auf die Herr Lafontaine abzielt. Die globale Konkurrenz wird wachsen und uns alle hier im kuscheligen Deutschland immer weiter unter Druck setzen. Es gibt Millionen von Afrikanern und Asiaten, die alles, was wir mutmaßlich so toll können, ganz sicher auch drauf haben - wenn man sie denn läßt. Und der Ehrgeiz und die Bereitschaft zu Anstrengung ist dort vorhanden - auch jenseits der 35-Stunden-Woche.

PS: Seinen Spruch "in meiner Zeit als Finanzminister" fand ich besonders toll. Der Interviewer hätte nachfragen sollen:Meinen sie alle 6 Monate? :-)

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03. Juni 2007 21:49

Zum Totlachen!

Jürgen Eck (jueck)

Alle bisherigen Lafontaine-Kritiker vermeiden tunlichst sachliche Gegenargumente, nur Polemik.

Als Entschuldigung mag gelten, dass man ihm tatsächlich in Vielem nicht widersprechen kann - wenn man die Welt sieht, wie sie ist.

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03. Juni 2007 21:46

Unser Oskar

G. Koch (g.koch)

Unser Oscar entwickelt sich zum lupenreinen Demagogen.

Da wird mir doch a bisserl mulmig. Wollte der kleine Napoleon nicht mal Kanzler werden?

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03. Juni 2007 21:21

@Jagor

Heidi Rackelmann (soauchnicht)

Darurch unterscheidet er sich durch nichts, aber auch gar nichts von dem Gros der restlichern Politikerriege.

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03. Juni 2007 21:02

@Nick Schuster

Michael Menzel (Galenos)


Man mag Lafontaine ja alles möglich Schlechte nachsagen, aber daß er "dümmlich" ist oder "dümmliche Polemik" von sich gibt, kann man ausschließen.

Dumm ist, wer Lafontaine für dumm hält.

Sie können keine einzige seiner Behauptungen oder messerscharfen Kritik widerlegen noch seine Vorschläge als unvernünftig beweisen.

Wenn Sie sagen wollen, er würde lügen, dann benennen Sie die Lüge konkret.

(Übrigens ist der Lügenrekord, den die beiden regierenden Koalitionäre im Rahmen ihrer Wahlversprechungen aufgstellt haben, unmöglich jemals zu überbieten)

Selbst Lafontain's Gegner müssen sagen: Er hat recht!

Nur schade, daß er jetzt zu den Köpfen der kommunistischen SED gehört. Auch wenn der jetzigen "Koalition" eine Novemberrevolution ganz gut täte, wäre das für heutige Verhältnisse auch nicht das richtige Rezept.

Berlin: Wir haben ein Problem - MIT EUCH!

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03. Juni 2007 20:41

Meinung

Anton Alexandrov (Xeptr)

Herr Schuster, Sie reden von dümmlicher Polemik, aber nennen keine Argumente, die jene Lafontaines entkräften (auch wenn ich selber nicht mit allem übereinstimme, was er gesagt hat).
Ich habe zwar keine Ausbildung in der Volkswirtschaftslehre, doch es besteht kein Zweifel daran, dass es jenseits der "freien" Marktwirtschaft, diverse andere Wirtschaftskonzepte geht. Und wenn wir schon bei freier Marktwirtschaft und G8 sind, sollte die Frage gestellt werden, wie die Subventionen, die beispielweise die Überschwämmung afrikanischer Getreidemärkte ermöglichen und somit die existentielle Grundlage der heimischen Bauern zerstören, da die subventionierte Ware unter dem afrikanischen Marktpreis (!) angeboten wird, mit den marktliberalen Grundsätzen zu vereinbaren sind.
Außerdem sollte mal gerade die FAZ die Entwicklungshilfe nach dem 2. WK für Deutschland mit den heutigen Strukturanpassungsprogrammen des IWF vergleichen und vielleicht anschließend darüber reflektieren.

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03. Juni 2007 20:33

Eintopfessen

Dirk R Bode (Patou)

Toll wie Ihr "Interviewer" als Stichwortgeber Oskarchen die Vorlagen gibt. Tolle Ideen. Nur einige erinnern mich daran, das Eintopfessen eine Zeitlang auch so eine Art sozialistisches Fanal waren. Vielleicht zur Ergänzung der Mindestlohndebatte und als symbolische Einbindung unserer Einkommens gedeckelten Spitzenmanager ins Volksganze. Wie wär's Oskarchen. Wie's scheint steht der "Osten" schon bereit für allerlei alte Zöpfe und neuen Leim. Wie hieß das noch: Den Sozalismus in seinem Lauf, halten weder Ochs' noch Esel auf. Und FAZ heisst wohl "Für alte Zöpfe" - oder vielleicht "Forum alter Zöpfe" - kann man ja mal drüber Nachdenken...

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03. Juni 2007 20:33

Globaliserung fürt zu Leid und Elend

Reinhold Knorr (juppo2911)

Lafontain ist ein schlimmer Agitator und Bauernfänger. Menschen wir er haben in der Vergangenheit immer wieder Menschen verführt und sogar ganze Völker in den Abgrund getürzt.

Juppo

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03. Juni 2007 20:09

Die Linke(Randale)

Frederik Zysk (mfred1)

Politikern, deren Parteien die Randalen in Rostock verteidigen sollte man weder Interviews gewähren, noch sollte man sie unter den Begriff rechtstaatliche Partei führen.

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03. Juni 2007 19:46

Lafontaine?

Nick Schuster (Jagor)

Sein Job ist es, sein Klientel zu vertreten. Wie könnte man es ihm verübeln, wenn anscheinend ein gewisser Teil der Bevölkerung sich durch seine Äußerungen am besten vertreten sieht. Wenn er es nicht machen würde, würde es ein anderer ausführen - schade nur, dass er so medienwirksam ist und noch ein F.A.Z. Interview bekommt. Bestimmt werden 10% der Leser trotz der dümmlichen Polemik drauf reinfallen.

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