Bildergalerie Mit ironischen Worten gratulierte das Obama-Lager Sarah Palin zu ihrer ausgefeilten Rede: Diese müsse aus der Feder von Bushs Redenschreiber stammen. Palin hob bei ihrem Auftritt derweil ihre kleinstädtische Herkunft als Vorteil hervor.
Bis jetzt lief alles nach Plan auf dem Parteitag der Republikaner in St. Paul - auch deshalb, weil Präsident Bush dem Treffen fern blieb und fünf Golfküstengouverneure Tatkraft zeigten, schreibt Matthias Rüb aus St. Paul.
McCains Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat bekannt gegeben, dass ihre 17 Jahre alte Tochter Bristol schwanger ist. Der Parteitag der Republikaner begann derweil mit einem verkleinerten Programm und einer Demonstration gegen Bush.
In Amerika, so heißt es, bekomme jeder eine zweite Chance. Auch Ray Nagin, Bürgermeister von New Orleans, kann eine solche gebrauchen. Bei Hurrikan Gustav will er alles richtig machen. Derweil läuft der Wiederaufbau nach Katrina eher unstrukturiert. Von Matthias Rüb
Die Arbeitnehmervertreter unterstützen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber. Im Fall des Wahlsiegs verspricht Obama, den Mindestlohn heraufzusetzen und jährlich entsprechend der Inflationsrate anzupassen. Von Claus Tigges
Bildergalerie Zwei Millionen Menschen fliehen in Louisiana vor Gustav. Der Hurrikan soll im Lauf des Tages die Küste erreichen. John McCain, der vor drei Jahren die missliche Katastrophenhilfe nach Katrina scharf kritisiert hatte, passt den Nominierungsparteitag der Republikaner vorsichtshalber der Wetterlage an.
Mit der Wahl der populären, aber weitgehend unbekannten Gouverneurin Sarah Palin zu seiner Vize-Kandidatin hat John McCain wieder einmal bewiesen: Der Mann ist zu allem fähig. Allerdings drohte der Hurrikan Gustav, den Coup McCains gleich wieder in den Hintergrund zu drängen. Von Matthias Rüb, Washington
Der amerikanische Wahlkampf ist geprägt von Gefühlen und volksnahen Auftritten. Als Präsidentschaftskandidat muss Barack Obama die halbe Nation umarmen. Ins Gerede ist er gekommen, weil er die Frau seines potentiellen Stellvertreters auf oder knapp neben den Mund küsste. Dabei ist das sein Job.
Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain zieht mit einer Frau an seiner Seite ins Rennen ums Weiße Haus: Er benannte die Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, als seine Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten. Sie gilt als politische Reformerin, ist aber landesweit kaum bekannt. Von Matthias Rüb, Washington
Die Republikaner werfen Obama vor, den Starkult anzuheizen und Politik mit den Mittel der allerseichtesten, ja parishiltonesken Berühmtheitsindustrie zu betreiben. Dabei waren es einst ihre Politinszenatoren, die ganze Präsidentschaften in duftigste Bilderbäder tauchten. Von Jordan Mejias
Mit einer herrlich uneuropäischen Inszenierung von Gefühl, Show und Politik haben Amerikas Demokraten Maßstäbe gesetzt - und Geschichte geschrieben: Ja, Barack Obama kann der 44. Präsident der Vereinigten Staaten werden. Seine Kandidatur markiert einen Wendepunkt. Von Klaus-Dieter Frankenberger
Barack Obama hat die heiße Phase des amerikanischen Wahlkampfs eingeläutet. Nacht acht Jahren sei es an der Zeit, das Weiße Haus den Republikanern zu entreißen. Inhaltlich sachlich, aber in scharfem Ton rechnete er vor mehr als 80.000 Zuschauern mit der Bush-Ära und seinem Rivalen John McCain ab. Von Matthias Rüb, Denver
Die erste Nominierung eines Schwarzen als Kandidat für eine Präsidentenwahl ist inszeniert. Ihre Bedeutung mindert das nicht. Obama, dessen Platz in den Geschichtsbüchern schon jetzt sicher ist, stellt sich bewusst auf die Schultern von Martin Luther King. Von Matthias Rüb, Denver
Joseph Biden soll unter einem Präsidenten Barack Obama dessen Stellvertreter werden - sein Weg dorthin war ziemlich steinig. Als Beförderer des gepredigten Wandels in Washington kann Biden nicht gelten. Er hat andere Qualitäten. Von Matthias Rüb, Denver